Dem Virologen schlägt seit Beginn der Coronavirus-Pandemie viel Hass entgegen.
Dem Virologen schlägt seit Beginn der Coronavirus-Pandemie viel Hass entgegen.Bild: dpa / Kay Nietfeld

"Massenmörder" – Virologe Drosten geht gegen massive Beschimpfungen vor

29.06.2022, 16:08

Der Virologe Christian Drosten stand der Bundesregierung während der Corona-Pandemie zur Seite. Er war einer der wichtigsten Berater in Sachen Virusausbreitung und Maßnahmenbeschluss, gab laufend wissenschaftliche Einschätzungen.

Dass er immer wieder zur Vorsicht mahnte, gefiel vor allem jenen Menschen nicht, die diese Maßnahmen als übertrieben wahrnahmen. Wie weit dieser Hass gehen kann, zeigt ein kürzlich geschehene Zwischenfall. Zu viel für Christian Drosten: Er ließ diesen nicht einfach auf sich sitzen lassen.

Belästigt und beleidigt: Polizeieinsatz im während Urlaub am See

Dem Virologen schlägt seit Beginn der Coronavirus-Pandemie viel Hass entgegen. So viel, dass ihn dieser nun sogar bis in seinen Privaturlaub verfolgt hat. Als er am vergangenen Samstag an der Mecklenburgischen Seeplatte Erholung suchte, kam es zu einem bedenklichen Zwischenfall.

Christian Drosten stand der Regierung in den vergangenen Jahren beratend zur Seite.
Christian Drosten stand der Regierung in den vergangenen Jahren beratend zur Seite. Bild: dpa / Christophe Gateau

Als drei Dauercamper ihn am vergangenen Samstag am Ellbogensee, südlich der Müritz, zufällig trafen, konnten sie sich mit ihrer Abneigung offenbar nicht zurückhalten. Sie beschimpften und belästigten den Virologen, wie eine Sprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Mutmaßliche Corona-Leugner haben ihn als "Massenmörder" beschimpft

Da reichte es Christian Drosten. Er alarmierte die Polizei und hat gegen die drei Camper – zwei Frauen und einen Mann – Anzeige wegen Verleumdung erstattet.

Die Dauercamper hatten Drosten unter anderem als "Massenmörder" und "Transhumanisten" beschimpft, hieß es vonseiten der Polizei. Zu weiteren beleidigenden Inhalten wollte die Polizeisprecherin aufgrund laufender Ermittlungen jedoch keine weiteren Informationen preisgeben.

(ast/dpa)

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