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Mitarbeiter aus dem Leber- und Infektionszentrum des Universitätsklinikum in Düsseldorf nehmen den ersten mit dem Coronavirus Infizierten in NRW in Empfang. Bild: picture alliance/Guido Kirchner/dpa

Covid-19 in Deutschland: Was wir bisher über die zwei Fälle wissen

In zwei deutschen Bundesländern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, sind erstmals Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden.

Experten hatten angenommen, dass es auch in europäischen Ländern längst weitere Infektionsketten geben könnte, von denen noch niemand ahnt – auch in Deutschland. "Irgendwann wird es wahrscheinlich dazu kommen, dass unbemerkte Infektionen plötzlich bemerkt werden", hatte der Berliner Virologe Christian Drosten kürzlich gesagt.

Hier eine Übersicht über die zwei neuen Fälle in Deutschland:

Das ist über die Patienten bekannt

Der Fall in NRW:

Der Fall in BaWü:

Welche Maßnahmen treffen die Behörden?

Im Kreis Heinsberg in NRW bleiben am Mittwoch Schulen, Kitas und die Kreisverwaltung geschlossen, wie ein Sprecher des Landkreises am Dienstagabend ankündigte. Zurzeit werde auch noch überlegt, den öffentlichen Personennahverkehr auszusetzen. Ein Krisenstab wurde im Landkreis eingerichtet. Man sei in engem Kontakt mit dem Gesundheitsministerium in Düsseldorf. Das Gesundheitsamt ermittele derzeit intensiv alle möglichen Kontaktpersonen.

Vom Robert Koch-Institut (RKI) hieß es, Ziel in Deutschland sei es, eine Erkrankungswelle hinauszuzögern, um zu vermeiden, dass die Covid-19- und die derzeitige Grippewelle zusammenfallen. Behörden versuchen, den Fällen mit Hochdruck nachzugehen, um eine weitere Verbreitung des Virus möglichst zu verhindern. Dadurch soll die Belastung auf das Gesundheitssystem abgemildert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte im ZDF, durch die Entwicklung in Italien habe sich eine neue Lage für Europa ergeben. Bisher gelinge es aber noch, jeden Einzelfall zu isolieren und Ansteckungsketten zu unterbrechen. Dies gelte es so lange wie möglich fortzusetzen. Es könne aber auch sein, dass "wir in den nächsten Tagen und Wochen in eine andere Lage kommen". Für diesen "Fall der Fälle" stehe Deutschland eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Verfügung.

Covid-19 breitet sich in Europa aus:

Nach dem Ausbruch einer Coronavirus-Epidemie in Italien meldeten am Dienstag immer mehr europäische Staaten Nachweise des Erregers. Österreich, Kroatien, das spanische Festland und die Schweiz berichteten von Covid-19-Fällen. Auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa wurde nach einer bestätigten Erkrankung ein großes Hotel mit rund 1000 Touristen – darunter auch Deutsche – praktisch unter Quarantäne gestellt.

(ll/dpa)

Neuer Plan der Bundesregierung: Corona-Impfung ab April beim Hausarzt

Die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie, wie Impfstoff an die bundesweit rund 100.000 Arztpraxen verteilt werden kann. Die Bevölkerung soll dann künftig dort geimpft werden. Das erfuhr das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ aus Regierungskreisen. Damit sollen die bundesweit rund 400 Impfzentren schrittweise aufgelöst werden. Bereits ab April, wenn deutlich mehr Impfstoff vorhanden sein soll, könnten sich Impfwillige bei ihrem Hausarzt melden, so der Plan.

Über die Hausärzte wären …

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