Deutschland
Berlin, Abgeordnete kommen zur Regierungserkl

Karl Lauterbach ist in der Pandemie zu einer wichtigen Stimme in Gesundheitsfragen in Deutschland geworden. Bild: IMAGO / Christian Spicker

Lauterbach sagt Dienst in Impfzentrum ab: "Behörden sahen Gefährdung"

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat seinen geplanten Dienst in einem Leverkusener Impfzentrum abgesagt. "Leider hat es schon im Vorfeld so viele angekündigte Proteste gegen das Leverkusener Impfzentrum gegeben, dass ich den Start erst einmal absagen muss. Polizei und Sicherheitsbehörden sahen Gefährdung", twitterte Lauterbach am Freitag. Der Politiker hatte vorher angekündigt, sich "wie alle Mitglieder des Impfzentrums" auch selbst mit Astrazeneca impfen zu lassen.

Lauterbach kritisiert Einfluss "radikaler Minderheiten"

"Da ich weder die großartigen KollegInnen noch den Betrieb des Zentrums gefährden will, nehme ich mich zurück. Es ist allerdings schade, wie stark der Einfluss radikaler Minderheiten auf unser Handeln jetzt wächst", schrieb Lauterbach am Freitag bei Twitter. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er: "Ich hätte wahrscheinlich Personenschützer mitbringen müssen."

Zuvor hatte der Mediziner angekündigt, er wolle Ende kommender Woche als Impfarzt in dem Leverkusener Impfzentrum arbeiten. Dabei hätte er sich dann auch mit der Substanz von Astrazeneca impfen lassen.

Die Stadt Leverkusen teilte am Freitag mit, die Polizei habe in einer Sitzung des Krisenstabes darauf aufmerksam gemacht, dass wegen der Anwesenheit von Lauterbach Demonstrationen etwa von Querdenkern nicht ausgeschlossen werden könnten. "Herr Lauterbach wurde entsprechend gebeten, auf den Termin zu verzichten", so die Stadt.

(vdv/dpa)

Neuer Plan der Bundesregierung: Corona-Impfung ab April beim Hausarzt

Die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie, wie Impfstoff an die bundesweit rund 100.000 Arztpraxen verteilt werden kann. Die Bevölkerung soll dann künftig dort geimpft werden. Das erfuhr das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ aus Regierungskreisen. Damit sollen die bundesweit rund 400 Impfzentren schrittweise aufgelöst werden. Bereits ab April, wenn deutlich mehr Impfstoff vorhanden sein soll, könnten sich Impfwillige bei ihrem Hausarzt melden, so der Plan.

Über die Hausärzte wären …

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