Hamburg, 10. September 2020 - Prof. Dr. Christian Drosten während des Deutschen Radiopreises 2020 im Hamburger Schuppen 52 *** Hamburg, 10 September 2020 Prof Dr Christian Drosten during the German Radio Award 2020 at the Hamburger Schuppen 52 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY

Virologe Christian Drosten spricht sich für strikte Maßnahmen aus. Bild: imago

Virologe Drosten für Lockdown über die Feiertage

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland hat sich der Virologe Christian Drosten für eine rasche Verschärfung der Maßnahmen ausgesprochen. "Es ist schon so, dass wir jetzt unbedingt etwas tun müssen", sagte der Charité-Wissenschaftler im "Coronavirus-Update" vom Dienstag bei NDR-Info. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass die Weihnachtszeit zu einem Anstieg der Fallzahlen führe. Werde jetzt nicht nachreguliert, drohe "Ende Januar und über den gesamten Februar hinaus" ein Lockdown mit massiven Folgen für die Wirtschaft.

Drosten ist einer der Experten, der an einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina mitgewirkt hat. Darin wird empfohlen, die Feiertage und den Jahreswechsel für einen "harten Lockdown" zu nutzen. Vom 24. Dezember bis mindestens 10. Januar sollte "in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen". Bereits ab 14. Dezember müssten Kontakte auf ein "absolutes Mindestmaß" reduziert werden.

Der Virologe sagte, das Papier sollte vielleicht verstanden werden als "deutliche und letzte Warnung der Wissenschaft". Entscheide sich die Politik anders, habe sie sich nicht mehr für die Wissenschaft entschieden.

(om/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Exklusiv

Historische Entscheidung bahnt sich an: Homosexuelle sollen einfacher Blut spenden dürfen

Am Montag ist Weltblutspendetag. Damit rückt auch eine Ungleichbehandlung bei der Blutspende in den Fokus, die seit Jahren heftig kritisiert wird: Schwule und bisexuelle Männer durften in Deutschland bis 2017 faktisch überhaupt kein Blut spenden. Seit 2017 dürfen sie das theoretisch – aber nur, wenn sie zwölf Monate zuvor keinen Sex hatten.

Diese Beschränkung könnte in Kürze fallen: Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) auf eine watson-Anfrage hervor.

Diese historische …

Artikel lesen
Link zum Artikel