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Alle Nachrichten zum Coronavirus im Newsblog. Bild: iStockphoto / ChakisAtelier

Corona-Ticker: Flughafen Tegel bleibt offen – zumindest vorerst

Das Coronavirus greift immer weiter um sich. Die Johns-Hopkins-University aus den USA verzeichnete am Sonntag mehr als 62.400 bestätigte Infektionen und 541 Todesfälle in Deutschland. Das Robert-Koch-Institut zählte am Montag (Stand 0 Uhr) 57.298 Infektionen in Deutschland, sowie 455 Todesfälle. Damit stieg die Zahl der Infizierten um 4751 Fälle an.

Das öffentliche Leben in Deutschland unterliegt nach wie vor scharfen Einschränkungen: Für mindestens zwei Wochen sind Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum verboten. Ausgenommen sind Familien sowie Wohngemeinschaften. Auch die Arbeitswelt ist von der Beschränkung ausgenommen.

Supermärkte sowie alle Geschäfte für die alltägliche Versorgung bleiben nach wie vor offen.

Wie lang werden die Maßnahmen andauern? Kanzleramtschef Helge Braun stellte am Samstag klar: "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen." Bis dahin blieben alle Maßnahmen bestehen. "Rechtzeitig vor dem 20. stellen wir vor, wie es in der Phase danach weitergeht", sagte er dem "Tagesspiegel".

Weiterhin gilt:

Richtiges Verhalten bei Coronavirus-Verdacht

Sars-CoV-2 ist eine neue Form des Coronavirus – einem Virus-Typ, der grippeähnliche Infekte auslöst. In den allermeisten Fällen in Deutschland verläuft eine Ansteckung mit dem Coronavirus symptomfrei bis milde: Du könntest leichtes Fieber, Halsweh und Abgeschlagenheit erleben.

Danach klingt die Krankheit meist wieder ab. Wirklich gefährlich kann das Virus vor allem dann werden, wenn du zu einer Risikogruppe gehörst: Ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen (wie Krebs oder Lungenkrankheiten) sollten im Falle eines Infektionsverdachts ihren Arzt kontaktieren.

Wenn du Bedenken hast, ruf deinen Arzt bitte an, bevor du in die Praxis gehst. In Menschenmengen können sich Erreger eher verbreiten und so Patienten treffen, für die sie wirklich eine Bedrohung darstellen (die Risikogruppen). Laut Robert Koch-Institut sind Atemschutzmasken nicht erforderlich.

Auch Desinfektionsmittel benötigen nur Menschen mit geschwächtem Immunsystem und solche, die mit vielen anderen in Kontakt kommen (Verkäufer, Pfleger etc.). Achte stattdessen auf gründliches Händewaschen und Niesetikette.

Von sogenannten Hamsterkäufen jeglicher Art, ob Medizin oder Lebensmittel, ist abzuraten. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten in Deutschland ist sichergestellt.

Hier halten wir euch über die Lage auf dem Laufenden:

30. März

11.09 Uhr: Sachverständige befürchten Rückgang der Wirtschaftsleistung um bis zu 5,4 Prozent

Die sogenannten Wirtschaftsweisen befürchten einen starken Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Der Sachverständigenrat, der die Bundesregierung in Wirtschaftsfragen berät, hält derzeit drei Szenarien für denkbar. Das gaben die Top-Ökonomen auf einer Pressekonferenz am Montag bekannt.

Das erste Szenario halten sie für am wahrscheinlichsten. Es sieht vor, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland 2020 um 2,8 Prozent zurückgeht. Zum Vergleich: Während der Finanzkrise 2009 waren es 5,7 Prozent gewesen. Diese Prognose setzt voraus, dass sich das Wirtschaftsleben ab dem Sommer wieder normalisiert.

Die beiden anderen Szenarien sind sogenannte Risikoszenarien. Sie gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt um 4,5 oder sogar 5,4 Prozent schrumpfen könnte – je nachdem, wie lange die gesundheitspolitischen Maßnahmen noch anhalten.

10.35 Uhr: Flughafen Tegel bleibt offen

Der Flughafen Tegel in Berlin bleibt nach einem Bericht des "Tagesspiegel" bis mindestens Ende April weiter geöffnet. Die Zeitung berichtet, Berlin, Brandenburg und der Bund als Eigentümer der Flughafengesellschaft (FBB) hätten sich darauf verständigt, Tegel doch nicht für zwei Monate stillzulegen. Die temporäre Schließung hatte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup vorgeschlagen, vor allem aus Kostengründen. Der Flughafen kostet 7 Millionen Euro monatlich. Bei einer Schließung wären es nur 1,5 Millionen gewesen.

An den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld wurden am Sonntag wurden zusammen nur 2500 Passagiere abgefertigt. Sonst sind es allein in Tegel an einem Tag zwischen 55.000 und 75.000 Fluggäste.

Ende April werde die Gesellschafterversammlung erneut beraten. Eine Schließung ab 1. Mai steht offenbar noch im Raum. Dem "Tagesspiegel" zufolge war vor allem der Bund dagegen, in Krisenzeiten "kritische Infrastruktur" zeitweise außer Betrieb zu nehmen und den Regierungsflughafen von Tegel nach Schönefeld zu verlagern. Auch Brandenburg hatte Bedenken, Berlin war angeblich dafür.

5.15 Uhr: Verkehr fließt wieder durch Wuhan

Nach langem Stillstand fließt in Chinas Epizentrum der Corona-Pandemie allmählich wieder der Verkehr: In die Millionenstadt Wuhan kehrten nach Wiederaufnahme der Zugverbindungen am Wochenende Zehntausende zurück. Allein am Samstag hätten 60.000 Menschen, die wegen der Blockade andernorts gestrandet waren, die Stadt wieder betreten, berichtete die Nachrichten-Webseite "The Paper" unter Berufung auf die Bahn. Auch die U-Bahn fuhr wieder.

Der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge kamen 12.000 Menschen mit Hochgeschwindigkeitszügen in die schwer von der Corona-Pandemie getroffene Stadt. Bis zum 8. April ist allerdings nur die Einreise nach Wuhan erlaubt. Erst danach können Chinesen die Stadt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern auch wieder verlassen.

3.30 Uhr: FDP-Politiker Thomae fordert Schnelltests am Flughafen

FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae plädiert für einen Coronavirus-Schnelltest an Flughäfen. "Damit Personen, die sich mit dem Virus infiziert haben, diesen nach der Wiedereinreise nicht weiter verbreiten können, sollten sich alle Passagiere nach ihrer Ankunft direkt am Flughafen einem Schnelltest unterziehen und das Ergebnis vor Ort abwarten müssen", sagte der Innenpolitiker der Deutschen Presse-Agentur. Dafür solle die Bundesregierung die nötigen Mittel bereitstellen.

1.42 Uhr: Intensivmediziner fordern zentrale Verteilung von Corona-Patienten

Sollte in "zwei bis vier Wochen" der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionszahlen erreicht sein, würden die Kliniken in einigen Regionen über ihre Belastungsgrenze kommen: Das sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deshalb forderte er: "Die Bundesregierung muss so schnell wie möglich eine zentrale Stelle einrichten, die in einem solchen Fall die Patienten bundesweit auf weniger ausgelastete Kliniken verteilt."

29. März

20.40 Uhr: Aufnahmestopp am Klinikum Wolfsburg wegen Corona-Infektion

Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Zudem seien ab sofort keine Besuche mehr erlaubt, "auch nicht die bisherigen Ausnahmen". Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen - in einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

15.42 Uhr: Deutschland hilft Patienten aus Frankreich und Italien

Ein A400M der Luftwaffe mit zwei Corona-Patienten aus dem elsässischen Straßburg an Bord ist am Nachmittag in Stuttgart gelandet. Krankenwagen sollen die beiden Kranken von dort aus ins Bundeswehrkrankenhaus in Ulm bringen, wie ein Luftwaffensprecher mitteilt.

Ein zweiter Luftwaffenjet ist unterdessen unterwegs nach Bergamo, um dort sechs weitere Covid-19-Patienten aufzunehmen und nach Deutschland zu bringen.

15.40 Uhr: Mehr als fünf Millionen Atemschutzmasken in Saudi-Arabien beschlagnahmt

In Saudi-Arabien haben die Behörden einem Medienbericht zufolge mehr als fünf Millionen illegal gehortete Atemschutzmasken beschlagnahmt. In Hail nordwestlich der Hauptstadt Riad stellte das Handelsministerium rund 1,2 Millionen Masken sicher, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Sonntag berichtete. Weitere rund vier Millionen Masken waren bereits am Mittwoch wegen Verstoßes gegen Handelsbestimmungen in der westlichen Stadt Dschedda beschlagnahmt worden.

Die Verantwortlichen würden strafrechtlich belangt und die Ausrüstung werde wieder dem freien Markt zur Verfügung gestellt, teilte das Ministerium mit. Wegen Panikkäufen sind auch in Saudi-Arabien Atemschutzmasken knapp geworden.

In dem Land wurden nach offiziellen Angaben bisher mehr als 1200 Infektionsfälle mit dem Coronavirus und vier Todesfälle gemeldet. Die Regierung hat landesweite Ausgangsbeschränkungen verhängt und den Zugang zu den Pilgerstätten Mekka und Medina gesperrt. Auch Inlandsreisen zwischen den Provinzen des Landes sind verboten.

11.32 Uhr: Söder verteidigt Maßnahmen in der Corona-Krise

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die strengen Auflagen für Bayerns Bürger in der Corona-Krise erneut verteidigt. Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, gelten seit dem 21. März Ausgangsbeschränkungen für die 13 Millionen Einwohner in Bayern.

Derlei sei nötig gewesen, "weil zu spüren war, dass Appelle allein nicht reichen. Viele haben sich vorbildlich verhalten, andere haben es ignoriert oder nicht ernst genommen", sagte er dem Magazin "Spiegel". "Ich kann auch verstehen, dass man sein gewohntes Leben gerne weiterführt. Alle Experten haben uns aber zu zügigem Handeln geraten."

Söder war in den vergangenen Tagen mit schärferen Maßnahmen vorgeprescht, später zogen Bund und Länder nach.

"Wenn Sie dann zum Ergebnis kommen, dass bestimmte Maßnahmen ohnehin sein müssen, stellt sich die Frage, warum man dann noch drei bis fünf Tage warten soll", sagte Söder. "Jeder Tag bedeutet eine erhöhte Infektionsgefahr, die Leben kosten kann."

Zum Thema Exitstrategie – also der Lockerung oder Abschaffung der Auflagen – sagte der CSU-Politiker: "Aber wann und in welcher Form wir wieder zur Normalität zurückkehren, hängt davon ab, wie sich die Zahlen der Infektionen und Todesfälle entwickeln. Aus heutiger Sicht kann es keine vorschnelle Entwarnung geben. Die Lage bleibt sehr ernst. Im Moment steigen die Zahlen noch steil an."

8.45 Uhr: Wieler warnt vor dramatischen Zuständen in deutschen Kliniken

Nach Einschätzung des Chefs des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, droht in der Corona-Krise auch das deutsche Gesundheitssystem an seine Grenzen zu geraten.

"Wir müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar", sagte Wieler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Seuchenexperte vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass in Deutschland viel getestet werde.

Zustände wie in Italien seien auch in Deutschland möglich, warnte Wieler. "Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben."

Dass die Coronavirus-Pandemie in Deutschland im internationalen Vergleich relativ glimpflich verlaufe, liege auch an den von der Virusinfektion betroffenen Patienten, betonte der RKI-Chef. "Zunächst waren in Deutschland vornehmlich Menschen betroffen, die nicht zu den Risikogruppen zählen, denn viele Übertragungsketten standen in Verbindung zum Beispiel mit Skiurlauben. Wenn mehr Übertragungen in Altenheimen oder Krankenhäusern stattfinden, steht zu befürchten, dass der Anteil steigt."

Eine rasche Rückkehr zur Normalität hält Wieler für den falschen Weg aus der Krise. "Aus medizinischer Sicht möchte ich, dass wir alle die räumliche Distanzierung möglichst lange durchhalten", sagte er. Deutschland stehe "immer noch am Anfang der Welle". Die Menschen müssten die Pandemie "sehr ernst nehmen", mahnte der RKI-Chef.

8.20 Uhr: Trump riegelt Corona-Hotspots nicht ab

Trotz der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise in den USA verzichtet Präsident Donald Trump vorerst auf eine weitreichende Abriegelung von Hotspots wie New York.

"Eine Quarantäne wird nicht notwendig sein", schrieb Trump am Samstag auf Twitter und bezog sich damit auf zuvor geäußerte Überlegungen, besonders betroffene Landesteile unter Quarantäne zu stellen.

Unterdessen überschritt die Zahl der Coronavirus-Toten in den USA die Marke von 2000, wie aus einer Aufstellung der renommierten Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Am frühen Sonntagmorgen lag die Zahl der nachgewiesenen Infektionen bei mehr als 120.000 und damit höher als in jedem anderen Land der Welt.

28. März

19.31 Uhr: Spanien schließt "nicht lebenswichtige Unternehmen"

Die spanische Regierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Schließung aller "nicht lebenswichtigen" Unternehmen für zwei Wochen angeordnet. Dies teilte Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend in Madrid mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien.

18.29 Uhr: New York droht die Abriegelung

Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump in der Coronavirus-Krise, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. "Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist", sagte Trump am Samstag außerhalb des Weißen Hauses zu Reportern. Er spezifizierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben.

Mit Blick auf mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sagte Trump: "Ich würde es lieber nicht tun, aber vielleicht brauchen wir es." Für den Fall, dass solche Maßnahmen ergriffen werden müssten, würden diese für kurze Zeit gelten.

Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, reagierte zurückhaltend auf Trumps Aussagen. "Ich habe nicht mit ihm über irgendeine Quarantäne gesprochen", sagte Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. "Ich weiß nicht einmal, was das bedeutet." Er wisse auch nicht, wie eine solche Regelung rechtlich durchgesetzt werden solle.

18.17 Uhr: Mehr als 10.000 Tote durch Coronavirus in Italien

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10 000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023.

12.31 Uhr: Mehr als 800 Corona-Tote in 24 Stunden in Spanien

Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Es ist der höchste Anstieg, der in dem Land bisher registriert wurde.

10.47 Uhr: Wuhan lockert Beschränkungen etwas

Die Abschottung der chinesischen Stadt Wuhan, von der aus sich das Coronavirus um die ganze Welt verbreitete, wird von heute an etwas gelockert. Züge fahren wieder in die Stadt und Arbeiter kehren zurück, nachdem Wuhan zwei Monaten lang komplett abgeriegelt war.

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Sechs Metrolinien in Wuhan fahren wieder seit Samstag. Bild: imago images / Xinhua

Bis zum 8. April dürfen die Bürger die Stadt allerdings noch nicht verlassen. Die meisten Geschäfte bleiben geschlossen. Zudem gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. So müssen Zugreisende Masken tragen und sie müssen einen Gesundheitscode auf ihrem Handy installiert haben, wenn sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

10.44 Uhr: Forschungsministerin: Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff.

"Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht", sagte die CDU-Politikerin dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" ("RND"). Für die Impfstoffforschung gelte: "Wir wollen so schnell wie möglich laufen – aber wir dürfen dabei nicht hinfallen. Wir müssen sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet."

Karliczek sagte weiter: "Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern."

10.15 Uhr: Merkel bedankt sich bei den Bürgern

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich einem auf der Internetseite der Bundesregierung veröffentlichten Podcast bei den Bürgern bedankt. "Wenn ich heute sehe, wie fast alle ihr Verhalten völlig umgestellt haben, wie die große Mehrheit von Ihnen wirklich jeden unnötigen Kontakt vermeidet, eben weil er auch ein Ansteckungsrisiko enthalten kann, dann möchte ich einfach sagen: Danke, von ganzem Herzen danke."

Niemand könne sagen, wie lange diese schwere Zeit anhalte. Daher bitte sie: "Seien Sie geduldig." Noch signalisiere die Zahl der täglichen Neuinfektionen noch nicht, die Regeln zu lockern.

8.27 Uhr: Kanzleramts-Chef: Keine Erleichterungen bis 20. April

Kanzleramtschef Helge Braun hält an dem Termin 20. April für bisher ergriffene Maßnahmen zur Virus-Eindämmung in Deutschland fest. "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen", sagt Braun dem "Tagesspiegel". Bis dahin blieben alle Maßnahmen bestehen, Läden, Restaurants, Schulen und die Universitäten seien geschlossen. "Rechtzeitig vor dem 20. stellen wir vor, wie es in der Phase danach weitergeht."

Er habe momentan den Eindruck, dass sich die Bevölkerung vorbildlich an die Regeln halte. Deshalb sei er überzeugt, dass in einigen Tagen ein Erfolg festzustellen sei.

"Und wenn wir in den nächsten Tagen dann den Erfolg auch quantitativ messen können und wissen, wie sehr wir den Infektionsanstieg verlangsamt haben, dann werden wir auf dieser Grundlage rechtzeitig vor dem 20. April eine Strategie für die Zeit danach erarbeiten", führt Braun aus.

Das oberste Ziel sei natürlich, das Gesundheitswesen nicht zu überfordern. Allen Modellen gemein sei, dass ältere und vorerkrankte Menschen wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssten, bis es einen Impfstoff gebe. "Die Älteren und Kranken werden ihre Kontakte deutlich länger reduzieren müssen. Das ist eine wichtige Grundaussage, und das kann man schon absehen."

27. März

21.20 Uhr: Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz für Produktion von Beatmungsgeräten

US-Präsident Donald Trump weist den Autokonzern General Motors mit Hilfe eines Gesetzes aus dem Korea-Krieg zur Fertigung von Beatmungsgeräten an. Das geht aus einem Memorandum des Präsidialamtes hervor. Danach werde das Gesundheitsministerium entscheiden, wie viele Beatmungsgeräte der Autokonzern fertigen müsse.

Die Verhandlungen mit GM seien produktiv gewesen, erklärt Trump. Der Konzern habe aber Zeit vergeudet.

Mit seiner Anordnung beruft sich der Präsident auf das Defense Production Act, das ihm weitreichende Befugnisse einräumt und durch das die Versorgung mit Gütern im Interesse der nationalen Sicherheit unterstützt werden soll.

20.47 Uhr: WHO warnt vor Medikamenten mit nicht nachgewiesener Wirksamkeit

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, Medikamente gegen das neuartige Coronavirus einzusetzen, deren Wirksamkeit bislang nicht nachgewiesen ist.

"Die Geschichte der Medizin ist voller Beispiele von Mitteln, die auf dem Papier und im Reagenzglas funktionierten, aber nicht im Menschen, oder die sogar schädlich waren", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Zudem könnten unkontrollierte Versuche Engpässe bei Medikamenten kreieren, die Patienten mit anderen Diagnosen dringend bräuchten.

Unter anderem hatte US-Präsident Donald Trump das Malariamittel Chloroquin ins Gespräch gebracht, und getwittert, es könne vielleicht bahnbrechende Ergebnisse bringen. Prompt versuchten Tausende in den USA, sich das Medikament zu besorgen.

Weltweit starteten am Freitag in mehr als 45 Ländern Tests mit vier Medikamenten oder Kombinationen von Medikamenten, sagte Tedros. Die ersten Patienten wurden in Norwegen und Spanien in die Studie aufgenommen. Es handelt sich um die "Solidaritätsstudie", die durch große Beteiligung schneller Ergebnisse bringen soll als herkömmliche klinische Studien.

20.41 Uhr: Merkel telefoniert mit Trump

Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert mit US-Präsident Donald Trump wegen der Pandemie. Die Bundeskanzlerin und der amerikanische Präsident haben vereinbart, hierzu im engen Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu nutzen, teilt Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

17.42 Uhr: Fast 1000 Tote an einem Tag in Italien

Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Gesamtzahl stieg auf 9134, wie der Zivilschutz am Freitag mitteilte.

17.20 Uhr: Frankreich verlängert Ausgangssperre

In Frankreich sind die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus um gut zwei Wochen verlängert worden. Die Französinnen und Franzosen müssten mindestens bis zum 15. April zu Hause bleiben, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron am Freitag an. "Dieser Zeitraum kann verlängert werden, wenn die gesundheitliche Situation dies erfordert", sagte Philippe.

Seit anderthalb Wochen gelten in Frankreich strenge Regeln, die Menschen dürfen das Haus nur verlassen, wenn es notwendig ist. Täglich ist außerdem eine Stunde Sport oder Gassigehen im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt. Die Beschränkungen sollten ursprünglich 15 Tage bis Ende März gelten – allerdings zeichnete sich bereits ab, dass die Maßnahmen verlängert werden.

Frankreich ist schwer getroffen von der Covid-19-Pandemie, bis Donnerstagabend sind rund 1700 Todesfälle verzeichnet worden. "Es ist klar, dass wir erst am Anfang dieser Epidemie-Welle stehen", betonte Premier Philippe.

16.46 Uhr: DFB-Pokalspiele werden verlegt

Der Deutsche Fußball-Bund hat die Pokal-Halbfinalspiele Bayern München gegen Eintracht Frankfurt und 1. FC Saarbrücken gegen Bayer Leverkusen wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verlegt. Die Partien waren ursprünglich am 21. und 22. April geplant.

Für die Vereine sei aufgrund der Coronavirus-Pandemie derzeit aber weder eine Planungssicherheit gegeben noch eine adäquate Vorbereitung aus sportlicher Sicht möglich, teilte der DFB am Freitag mit.

"Gemäß der aktuellen Verfügungslage ist der Spielbetrieb untersagt und ein Trainingsbetrieb nur sehr eingeschränkt möglich. Es ist davon auszugehen, dass die Verfügungslage auch für die avisierten Pokaltermine bestehen bleibt und keine Fußballspiele ausgetragen werden dürfen", begründete der DFB die Verschiebung.

15.07 Uhr: Auch Niedersachsen verschiebt Abiturprüfungen

In Niedersachsen werden die Abiturprüfungen um drei Wochen nach hinten verschoben. Das gab Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Freitag auf einer Pressekonferenz der Landesregierung bekannt. Demnach sollen die schriftlichen Abi-Prüfungen am 11. Mai beginnen und die mündlichen Prüfungen am 3. Juni.

Sollte auch dieser neue Fahrplan nicht eingehalten werden können, würden die Prüfungen ersatzlos abgesagt. Das Abitur würde dann auf der Grundlage der zuletzt erbrachten Leistungen berechnet. "Weitere Verschiebungen sind für mich kein gangbarer Weg", sagte Tonne.

14.45 Uhr: Auch ein Kollege von Johnson ist positiv getestet worden

Nach dem britischen Premierminister Boris Johnson hat auch Gesundheitsminister Matt Hancock bekannt gegeben, dass er sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat. "Ich bin positiv getestet worden. Glücklicherweise sind die Symptome leicht und ich arbeite von zu Hause aus", schrieb Hancock am Freitag im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

12.19 Uhr: Boris Johnson positiv auf Corona getestet – milde Symptome

Der britische Premierminister Boris Johnson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. "In den vergangenen 24 Stunden habe ich milde Symptome entwickelt und bin positiv auf das Coronavirus getestet worden", sagte Johnson am Freitag. "Ich isoliere mich jetzt selbst, aber ich werde weiterhin die Antwort der Regierung per Videokonferenz anführen, während wir dieses Virus bekämpfen."

Der 55-Jährige hatte noch am Mittwoch an der wöchentlichen Frage-und-Antwort-Sitzung des Premierministers im Unterhaus teilgenommen. "Der Premierminister wurde auf persönlichen Rat von Englands Chief Medical Officer, Professor Chris Whitty, auf Coronaviren getestet", sagte ein Sprecher. Der Test sei am Amtssitz in der Londoner Downing Street Nr. 10 von Mitarbeitern der Nationalen Gesundheitsbehörde (NHS) durchgeführt worden.

11.27 Uhr: Ärzteverband: Flächendeckende Tests wie in Südkorea nicht durchführbar

Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes hält eine massive Ausweitung der Covid-19-Tests in Deutschland für nicht praktikabel. "Flächendeckende Corona-Tests wie in Südkorea sind in Deutschland undurchführbar", sagte Ute Teichert dem Nachrichtenportal "t-online.de". "Dafür haben wir zu wenig Personal und zu wenig Laborkapazität." Der öffentliche Gesundheitsdienst sei "runtergespart" worden, die Politik habe weggesehen.

Am Freitagmorgen hatten mehrere Medien von einem internen Strategiepapier des Innenministeriums berichtet, indem eine massive Ausweitung der Tests nach südkoreanischem Vorbild gefordert wird.

11.12 Uhr: Bericht: Antikörper-Studie soll Immunität gegen Covid-19 messen

In Deutschland ist eine große Studie in Vorbereitung. Sie soll untersuchen, wie viele Menschen nach einer überstandenen Infektion bereits gegen Covid-19 immun geworden sind. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf eigene Quellen.

Demnach soll der Epidemiologe Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig die Untersuchung leiten. Beteiligt seien auch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung, die Blutspendedienste, die NAKO Gesundheitsstudie, das Robert Koch-Institut und das Institut für Virologie der Berliner Charité.

Noch sei das Projekt nicht endgültig bewilligt, die Forscher hofften aber, bereits ab April das Blut von mehr als 100.000 Patienten auf Antikörper gegen den Covid-19-Erreger untersuchen zu können. Die Ergebnisse sollen bei der Entscheidung helfen, wann man Schulen wieder öffnen und Großveranstaltungen erlauben könne. Erste Resultate sollen Ende April vorliegen.

10.45 Uhr: NRW verschiebt Abiturprüfungen

Wegen der Corona-Krise verschiebt Nordrhein-Westfalen die Termine für die Abiturprüfungen um drei Wochen in den Mai. Die Prüfungen sollen am 12. Mai beginnen und bis zum 25. Mai dauern, wie Landeschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Mit der Verschiebung werde "Planungssicherheit für die angehenden Absolventen" geschaffen und "auch in dieser besonderen Situation für faire Bedingungen" gesorgt.

Gebauer kündigte zugleich an, sie werde "in den nächsten Tagen noch Abstimmungsgespräche zwischen den Ländern anregen, um ein möglichst gleichgerichtetes Vorgehen bei den Abiturprüfungen in Deutschland zu erreichen". Aufgrund der Festlegungen einzelner Bundesländer, ihre Abiturtermine zu einem noch späteren Zeitpunkt zu schreiben, seien "die Möglichkeiten dafür jedoch begrenzt".

Gebauer geht außerdem davon aus, dass die Schulen nach den Osterferien am 20. April wieder öffnen können. Dann könnten die angehenden Abiturienten wieder mit dem Stoff zur Vorbereitung auf die Prüfungen konfrontiert werden, sagte sie am Freitag in Düsseldorf.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte am Mittwoch einstimmig beschlossen, dass die Abiturprüfungen ungeachtet der Corona-Krise in ganz Deutschland stattfinden sollen. Der KMK-Beschluss sieht vor, dass die Prüfungen zum geplanten oder zu einem Nachholtermin bis zum Ende des Schuljahres stattfinden, "soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist".

7.29 Uhr: Bund und Länder setzen auf massive Ausweitung von Tests – Vorbild Südkorea

Im Kampf gegen das Coronavirus setzen Bund und Länder laut Medienberichten inzwischen auf eine massive Ausweitung der Tests als vorrangige Maßnahme. Die "Bild"-Zeitung zitiert in ihrer Freitagsausgabe einen entsprechenden Beschluss aus einem internen Protokoll einer Telefonkonferenz zwischen Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien der Länder hervor. Darin heiße es: "Bund und Länder stimmen darüber ein, die Kapazitäten zur Testung auf das neue Corona-Virus deutlich zu erhöhen."

Auch in einem vertraulichen Strategiepapier des Bundesinnenministeriums wird nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR hervorgehoben, dass die größtmögliche Erhöhung der Testkapazitäten in Deutschland "überfällig" sei. Vorbild sei dabei Südkorea, berichtet die "SZ". Den dortigen Behörden war es mit Massentests und der Isolierung von Erkrankten gelungen, die Ausbreitung des neuartigen Erregers stark zu verlangsamen, ohne das öffentliche Leben zum Stillstand zu bringen. Die bei weitem wichtigste Maßnahme gegen das Virus sei den Experten zufolge "das Testen und Isolieren der infizierten Personen", berichtete die "SZ". Getestet werden sollten "sowohl Personen mit Eigenverdacht als auch der gesamte Kreis der Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen".

Für breit angelegte Tests seien innovative Lösungen erforderlich, heißt es demnach in dem Strategiepapier. Um das medizinische Personal vor Infizierten zu schützen, sollten Bürgerinnen und Bürger den notwendigen Rachenabstrich selbst erledigen, zum Beispiel in Drive-in- oder Telefonzellen-Teststationen. Um die Suche nach Kontakten von positiv getesteten Personen zu erleichtern, sollten längerfristig computergestützte Lösungen und sogar das Location Tracking von Mobiltelefonen zum Einsatz kommen, heißt es in dem "SZ"-Bericht.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll die Ausweitung der Tests durch eine "Hochdurchsatz-Methode" aus der Pharmaforschung oder durch die Nutzung von Laboren aus der Tiermedizin erreicht werden. Zudem wurde dem Bericht zufolge beim Robert-Koch-Institut eine neue Arbeitsgruppe zur Ausweitung der Testkapazitäten eingerichtet.

4.02 Uhr: Rückholaktion für Touristen dauert mindestens noch zwei Wochen

Die Rückholaktion der Bundesregierung für die im Ausland gestrandeten Deutschen wird mindestens noch zwei Wochen dauern. So lange werde man noch "sehr intensiv" mit der Organisation der Sonderflüge beschäftigt sein, sagte der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amts, Frank Hartmann, der Deutschen Presse-Agentur. "Und dann werden Einzelfälle bleiben, die schwer zu lösen sind."

3 Uhr: Asylbewerber werden offenbar an deutschen Grenzen abgewiesen

Die Bundesregierung hat einem Medienbericht zufolge die Einreisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Krise auf Asylbewerber ausgedehnt. Diese müssten damit rechnen, ab sofort an der Bundesgrenze abgewiesen zu werden, meldet der "Focus" unter Berufung auf Regierungs- und Koalitionskreise. Der Innenausschuss des Bundestags sei am vergangenen Montag über den Erlass informiert worden, der die Zurückweisung von Asylbewerbern aus nichteuropäischen Ländern ermögliche. Begründet worden sei die Maßnahme mit der verschärften gesundheitliche Lage in Deutschland.

1.20 Uhr: Erschreckende Studie zu Todeszahlen in den USA

Die University of Washington hält einer Studie zufolge in den kommenden vier Monaten mehr als 81.000 Virus-Tote in den USA für möglich. Manche Schätzungen gingen sogar von der doppelten Zahl aus, andere dagegen von 38.000 Todesopfern, sagt Studienleiter Christopher Murray. Die große Abweichung begründet er damit, dass die unterschiedlich schnelle Ausbreitung des Virus in verschiedenen Regionen den Forschern Rätsel aufgebe.

26. März

22.49 Uhr: Merkel zu den Ergebnissen des EU-Gipfels – und den Ausgangsbeschränkungen

Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie sind nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) größer als die der internationalen Finanzkrise 2008. In einer Telefonkonferenz mit Journalisten erklärte sie die Ergebnisse der Verhandlungen der EU-Staats- und Regierungschefs.

Für Deutschland sei der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) das Hauptinstrument, um anderen europäischen Ländern in der Coronavirus-Krise zu helfen.

Merkel wurde auch gefragt, wann eine Lockerung der verhängten Ausgangsbeschränkungen in Deutschland möglich sei: "Im Augenblick ist nicht die Zeit, um über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen." Da die Inkubationszeit des Coronavirus 5 bis 14 Tage betrage, sei jetzt noch nicht abzusehen, welchen Effekt die Maßnahmen überhaupt zeigten.

22.30 Uhr: EU gibt sich zwei Wochen Zeit für neue Vorschläge

Um die Wirtschaftsfolgen der Coronavirus-Krise zu bewältigen, sollen die EU-Staaten innerhalb der nächsten zwei Wochen gemeinsame finanzpolitische Maßnahmen ausarbeiteten. Darauf einigten sich die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend nach stundenlangem Ringen in ihrer Videoschalte, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr.

Italien hatte die zuvor ausgehandelte Gipfelerklärung zuvor abgelehnt. Ministerpräsident Giuseppe Conte forderte "wirklich innovative und angemessene Finanzinstrumente", und das zwar binnen zehn Tagen.

20.23 Uhr: Deutsche Passagiere auf Kreuzfahrtschiff sollen ausgeflogen werden

Die überwiegend deutschen Passagiere eines vor Australien liegenden Kreuzfahrtschiffs mit sieben Corona-Fällen an Bord sollen nach Angaben des Veranstalters am Wochenende nach Deutschland ausgeflogen werden. Geplant sei, die 832 Passagiere an Bord per Charterflug am 28. oder 29. März von der westaustralischen Stadt Perth nach Deutschland zurückzufliegen, sagte eine Sprecherin des Reiseveranstalters "Phoenix Reisen" in Bonn am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Am Mittwoch waren fünf Passagiere sowie zwei der 515 Crewmitglieder an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Artania", das in der Nähe des Hafens von Fremantle bei Perth vor Anker liegt, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Den infizierten Menschen gehe es "den Umständen entsprechen gut", hieß es am Donnerstag auf der Website von "Phoenix Reisen".

19.49 Uhr: Weltweit mehr als halbe Million Coronavirus-Fälle

Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten bereits mehr als eine halbe Million Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Bei mehr als 510.000 Menschen rund um den Globus ist eine solche Infektion bestätigt, wie aus einer Übersicht der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstag hervorgeht.

Rund 23.000 Menschen starben demnach inzwischen nachweislich an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19.

Das Virus breitete sich zuletzt rasant aus: Die Zahl der weltweit bekannten Infektionen hatte nach Angaben der US-Universität erst am Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen, am Dienstag dann die Marke von 400.000.

Die Webseite der US-Forscher wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher in der Regel einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

In Deutschland waren laut der Johns-Hopkins-Universität am Donnerstagabend 43.646 bestätigte Infektionen gemeldet. Die Zahl der Toten liegt bei 239.

16.07 Uhr: G20 investieren in Corona-Krise zusammen fünf Billionen Dollar in Weltwirtschaft

Die G20-Staaten investieren in der Coronavirus-Krise zusammen fünf Billionen Dollar (gut 4,5 Billionen Euro) in die Weltwirtschaft.

"Im Zuge unserer gezielten finanzpolitischen und wirtschaftlichen Maßnahmen und Bürgschaften investieren wir mehr als fünf Billionen Dollar in die Weltwirtschaft, um den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Pandemie zu begegnen", erklärten die G20-Staaten am Donnerstag nach einer Videokonferenz.

Sie sagten zu, mit internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsheitsorganisation (WHO) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammenzuarbeiten, um ein "robustes" Finanzpaket auf den Weg zu bringen.

13.00 Uhr: Drosten: Öffentliches Leben "stufenweise" wieder hochfahren

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie sollten dem Virologen Christian Drosten zufolge zu einem geeigneten Zeitpunkt stufenweise aufgehoben werden. "Natürlich muss man da raus", sagte der Experte von der Berliner Charite am Donnerstag, ohne jedoch einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Es müsse geklärt werden, wo und für wen dies zuerst gelten solle. Hier sei die Wissenschaft gefragt, es brauche Modellvorhersagen. Risikogruppen wie ältere Menschen einfach zu isolieren, funktioniere aber nicht.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will bis spätestens Ostern ein Konzept zur Lockerung der geltenden Kontaktverbote entwickeln. "Vielleicht müssen wir uns darauf einstellen, dass es über Wochen bestimmte Ausgangsbeschränkungen immer mal wieder und zeitlich begrenzt geben wird, je nachdem, wie sich das Virus regional ausbreitet", hatte der CDU-Politiker zuletzt der "Zeit" gesagt. Im Fokus müssten Ältere oder chronisch Kranke stehen. "Wenn wir sie schützen, können wir gleichzeitig an anderen Stellen wieder normales Alltagsleben ermöglichen."

Die vor rund zwei Wochen verfügten Einschränkungen haben Statistikern zufolge die Ausbreitung des Coronavirus bereits deutlich verlangsamt. Drosten sagte dazu, es sei zu hoffen, dass der jüngste Trend mit immer mehr neuen Fällen jeden Tag langsam abgemildert oder gebrochen werden könne. Das könne womöglich in den nächsten Tagen in den Zahlen ablesbar sein.

11.26 Uhr: Forschungsnetzwerk soll Wissenschaft und Politik bei Corona-Bekämpfung besser koordinieren

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat die Gründung eines Forschungsnetzwerks der Universitätsmedizin zum Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie angekündigt. Die Koordinierung werde die Charité in Berlin übernehmen, sagte sie am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem Virologen Christian Drosten sowie Charité-Chef Heyo Krömer.

Zuerst werde man dazu eine Taskforce einrichten. "Diese Taskforce dient dann der Steuerung und der Abstimmung zwischen der Universitätsmedizin und der Politik", so Karliczek. Auch medizinische Netzwerke sollen miteinbezogen werden. "Über diese Initiative sollen Maßnahmenpläne, Diagnostik und Behandlungsstrategien möglichst aller deutscher Universitätskliniken zusammengeführt und ausgewertet werden", sagte die Ministerin weiter.

Perspektivisch sollen laut Karliczek an allen Universitätskliniken die Daten der dort behandelten Covid-19-Patienten systematisch erfasst und in einer Datenbank zusammengeführt werden. Insgesamt werde man für das Projekt 150 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

9.12 Uhr: Hersteller hat Schnelltest entwickelt – Ergebnis schon nach 2,5 Stunden

Der Technologiekonzern Bosch hat zusammen mit Randox Laboratories ein Analysegerät für Corona-Schnelltests entwickelt. Das Gerät mit dem Namen Vivalytic könne zehn Atemwegserreger gleichzeitig innerhalb von 2,5 Stunden diagnostizieren. Das Analysegerät für die vollautomatisierten Tests ist schon seit Februar erhältlich, die Testkartuschen für den Covid-19-Erreger sollen nach der Zulassung ab April verfügbar sein.

Bosch will die Testvorrichtungen über Medizintechnik-Vertriebspartner Laboren, Krankenhäusern und Arztpraxen anbieten. In einer Presseerklärung heißt es, der vollautomatisierte Covid-19-Schnelltest könne diese bei der Erstellung einer schnellen Diagnose unterstützen. "Infizierte Patienten können schneller identifiziert und isoliert werden", wird Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, zitiert.

Laut Bosch hat der neue Test auf Sars-CoV-2 eine "Genauigkeit von über 95 Prozent". Die Fragen, wie oft das System falschen Alarm schlägt oder wie viele Infektionen es übersieht, wollte Bosch nicht beantworten. Laut Bosch erfüllt der Test die Qualitätsstandards der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

8.39 Uhr: Corona-Krise: Kommunalverband fordert Exit-Strategie

Der Städte- und Gemeindebund hat von Bund und Ländern gefordert, eine Strategie zu entwickeln, wie in der Corona-Krise Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufgehoben werden können. "Langfristig können wir nicht das gesamte Land lahmlegen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Die Politik müsse jetzt überlegen, wann und unter welchen Voraussetzungen die Einschränkungen gelockert werden könnten.

Als zentrale Frage nannte Landsberg, ob Schulbetrieb und Kinderbetreuung nach den Osterferien wieder aufgenommen würden. Auch an eine Öffnung von Restaurants müsse gedacht werden. Die Einschränkung größerer Veranstaltungen und besondere Abstandsregeln würden dagegen längerfristig nötig sein. Landsberg mahnte, eine Totalbeschränkung könne immer nur eine kurzfristige Lösung sein.

3.40 Uhr: New York baut provisorische Leichenhalle

Angesichts ansteigender Totenzahlen in der Corona-Krise hat die Millionenmetropole New York eine provisorische Leichenhalle errichtet. Die weißen Zelte wurden außerhalb des Bellevue Krankenhauses in Manhattan aufgebaut, wie Fotos zeigten und lokale Medien übereinstimmend am Mittwoch berichteten. Die Internetseite "Politico" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen im Heimatschutzministerium, dass erwartet würde, dass die Leichenschauhäuser in der Ostküstenstadt nächste Woche an ihre Kapazitätsgrenze stoßen.

2.51 Uhr: Helsinki wird wegen Coronavirus abgeriegelt

Die finnische Hauptstadt Helsinki wird wie zahlreiche andere Großstädte auf der Welt wegen des Coronavirus abgeriegelt. Die Aus- und Einreiseverbote für die Hauptstadtregion Uusimaa gelten ab Freitag und für mindestens drei Wochen, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin am Mittwoch mitteilte. Reisen aus sehr wichtigen Gründen wie etwa beim Tod eines Angehörigen oder zum Besuch eines getrennt lebenden Kindes bleiben aber erlaubt. In Uusimaa leben 1,7 Millionen Menschen, das ist ein Drittel der Gesamtbevölkerung des skandinavischen Landes.

00.25 Uhr: Tschechien lässt Gesundheitspersonal nach Deutschland reisen

Tschechien lenkt bei der strittigen Frage der grenznahen Berufspendler teilweise ein. Angehörige des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland oder Österreich arbeiten, aber in Tschechien leben, dürfen die Grenze nun doch weiter täglich überschreiten. Das habe Innenminister Jan Hamacek auf Grundlage entsprechender Wünsche aus den beiden Nachbarstaaten entschieden, teilte seine Sprecherin am Mittwochabend in Prag mit.

25. März

23.16 Uhr: Streit über Corona-Krise bringt Regierung zu Fall

Im Kosovo hat die Regierung von Ministerpräsident Albin Kurti ein Misstrauensvotum inmitten der Coronavirus-Krise nicht überstanden. Die Koalitionsregierung von Kurti ist erst seit knapp zwei Monaten im Amt. Wegen des politischen Umgangs mit der Corona-Epidemie hatten sich die Koalitionspartner gestritten. Es blieb zunächst unklar, wie die Regierung ihre Arbeit nun fortsetzen soll, da das Land wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit keine Neuwahlen abhalten kann.

22.58 Uhr: Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Italien verlangsamt sich weiter

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Italien hat sich den vierten Tag in Folge verlangsamt. Die Zahl der Infektionen sei um 7,5 Prozent angestiegen, das sei der niedrigste Zuwachs seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwochabend mit. Allerdings habe es einen deutlichen Anstieg der Todesfälle in Regionen mit großen Städten wie Neapel und Rom gegeben.Insgesamt wurden den Angaben zufolge innerhalb von 24 Stunden 683 neue Todesfälle registriert. Damit starben in Italien bereits 7503 Menschen an Covid-19. Das sind so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Die Zahl der Infizierten liegt inzwischen bei knapp 74.400

17.00 Uhr: Auch zweiter Corona-Test bei Merkel negativ

Auch beim zweiten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin mit. "Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen."

16.24 Uhr: Schuldenbremse ausgesetzt

Der Bundestag hat für die Hilfspakete in der Corona-Krise die Notfallregelung der Schuldenbremse in Kraft gesetzt. Damit ermöglichte er dem Bund am Mittwoch, neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro aufzunehmen.

15.05 Uhr: Bundestag nimmt Nachtragshaushalt mit großer Mehrheit an

Der Bundestag hat am Mittwoch mit großer Mehrheit einen Nachtragshaushalt angenommen, der Milliarden-Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise vorsieht. Die Abgeordneten der AfD enthielten sich bei der Abstimmung über die Vorlage aus dem Bundesfinanzminsterium, die anderen Fraktionen stimmten ihr zu. Im Nachtragshaushalt sind krisenbedingte Steuerausfälle von 33,5 Milliarden Euro sowie Mehrausgaben von 122,5 Milliarden Euro vorgesehen.

Damit überschreitet der nun verabschiedete Haushalt für das Jahr 2021 die Schuldenbremse des Grundgesetzes um rund 100 Millarden Euro. Der Bundesrat stimmte dem neuen Haushalt bereits am Morgen in einer Sondersitzung zu. Die Sitzung dauerte nur wenige Minuten, es gab keine Wortmeldungen.

15.03 Uhr: Abiturprüfungen sollen wie geplant stattfinden

Die Abiturprüfungen sollen ungeachtet der Corona-Krise wie geplant stattfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage von Prüfungen nicht notwendig, erklärte die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz der Minister. Die Schüler könnten in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben.

Die Prüfungen fänden zum geplanten oder zu einem Nachholtermin bis zum Ende des Schuljahres statt, "soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist". Die amtierende KMK-Präsidentin, die rheinland-pfälzische Kultusministerin Stefanie Hubig (SPD), zeigte sich erfreut über die jetzt gefundene Einigung. "Ich freue mich, dass wir uns in einer so schwierigen Situation innerhalb der Ländergemeinschaft auf einen gemeinsamen Beschluss geeinigt haben", erklärte sie.

11.40 Uhr: Prinz Charles positiv auf Corona getestet

Der britische Thronfolger Prinz Charles ist postiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte der Palast am Mittwochvormittag mit. Er habe nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit, hieß es weiter.

Mit seinen 71 Jahren gehört Prinz Charles jedoch bereits zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko durch die Lungenkrankheit Covid-19.Seine Frau, Herzogin Camilla (72), sei ebenfalls getestet worden, bei ihr wurde aber den Angaben zufolge keine Infektion festgestellt. Das Paar sei nun in häuslicher Isolation auf Schloss Balmoral in Schottland. Wo sich der Prince of Wales das Virus eingefangen haben könnte, war zunächst unklar. Charles habe in den vergangenen Wochen eine Vielzahl von Terminen wahrgenommen. Er arbeite nun von zuhause aus, hieß es in der Mitteilung.

Ob auch Königin Elizabeth II. (93) und ihr Mann, Prinz Philip (98), getestet wurden, war zunächst unbekannt. Die beiden hatten sich bereits in der vergangenen Woche nach Schloss Windsor, westlich von London, zurückgezogen. Sie gelten wegen ihres hohen Alters als besonders gefährdet.

10 Uhr: Robert-Koch-Institut informiert zur Infektions-Kurve

Am Montag zeigte sich der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler vorsichtig optimistisch zum Anstieg der exponentiellen Infektionskurve. Diese könnte sich bereits abflachen, die Maßnahmen der vergangenen Tage könnten bereits Wirkung zeigen.

Für Deutschland waren dem RKI offiziell 31.554 Covid-19 Fälle gemeldet, 4118 Fälle mehr als noch am Vortag. 149 Menschen sind bisher an der Krankheit gestorben. Für eine Bewertung der Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen sei es noch zu früh.

Pro 100.000 Einwohner sind in Deutschland nun 38 Menschen an Covid-19 erkrankt. Diese Zahl steige "wie erwartet" an, so der RKI-Chef. Wieler wies darauf hin, dass die Inzidenz von Region zu Region verschieden hoch sei. Im Schnitt seien Infizierte 45 Jahre alt, die Verstorbenen im Schnitt 81 Jahre. Weiterhin sterben mehr Männer als Frauen an der Krankheit.

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Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler . Bild: dpa / Carsten Koall

Zu den vergleichsweise geringeren Sterberaten in Deutschland sagte Wieler: "Wir wissen nicht genau, woran das liegt." Deutschland habe früh viel getestet und so auch milde Fälle schneller erfasst. Außerdem seien noch nicht so viele alte Menschen erkrankt. Wieler betonte erneut: "Wir sind am Anfang der Epidemie."

Wieler betonte, auch mit Blick auf jüngere Menschen: "Wir haben gerade erst begonnen, Corona zu bekämpfen." Jüngeres Alter schützt laut dem RKI-Chef nicht zwingend vor einem schweren oder tödlichen Verlauf von Covid-19. "Je mehr Menschen in Deutschland erkranken, desto mehr junge Menschen werden das", mahnte Wieler und forderte erneut, die empfohlenen Maßnahmen "diszipliniert" umzusetzen. Er sei "optimistisch", dass diese helfen würden. Einen Vergleich mit China, das seit Tagen keine Neuinfektionen mehr meldet, wolle er allerdings nicht ziehen, da dort ein "massiver Lockdown" stattgefunden habe, wie er in Deutschland nicht stattfinde.

Wann das RKI der Bundesregierung eine zumindest teilweise Rücknahme der Maßnahmen empfehlen werde, wollte Wieler nicht sagen. "Es gibt keine Blaupause für die Situation, wir betrachten sie jeden Tag."

9.24 Uhr: Indien verhängt "vollständige Ausgangssperre" für 1,3 Milliarden Menschen

Wegen der Corona-Pandemie hat Indien eine "vollständige Ausgangssperre" für alle 1,3 Milliarden Bürger des Landes verhängt. Das landesweite Ausgangsverbot, das am Dienstagabend um Mitternacht (19.30 Uhr MEZ) in Kraft trat, soll nach Angaben von Premierminister Narendra Modi für mindestens drei Wochen gelten. Indien ist das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde.

"Ab heute um Mitternacht wird das ganze Land vollständig abgeriegelt sein", sagte Modi in einer Fernsehansprache. "Um Indien zu retten, um jeden Einwohner zu retten, um Sie zu retten, um Ihre Familie zu retten... wird jede Straße, jedes Viertel unter Ausgangssperre gestellt." Die Maßnahme gelte für 21 Tage, sagte der Regierungschef. Wenn dieser Zeitraum nicht respektiert werde, werde das Land um 21 Jahre zurückgeworfen. Modi rief die Inder auf, die soziale Distanz zu respektieren und zu Hause zu bleiben. "Denken Sie daran, dass schon ein Schritt vors Haus die schwere Coronavirus-Krankheit in Ihr Haus bringen kann."

Indien hat bislang offiziellen Angaben zufolge 519 bestätigte Infektionsfälle; zehn Menschen starben durch die Lungenkrankheit Covid-19. Experten befürchten jedoch, dass die Dunkelziffer aufgrund der geringen Anzahl von Tests weitaus höher ist.

6.49 Uhr: Demokraten und Republikaner einigen sich auf Konjunkturpaket

In den USA ist der Weg für das größte Konjunkturpaket der jüngeren Geschichte zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie frei. Demokraten und Republikaner haben sich geeinigt, wie der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, am Mittwoch vor Journalisten mitteilten. Senatoren der beiden großen Parteien hatten bis zuletzt letzte Einzelheiten verhandelt. US-Präsident hatte am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus gesagt, dass das von Kongress und Regierung vorbereitete Coronavirus-Konjunkturpaket ein Volumen von rund 2 Billionen Dollar (1,9 Billionen Euro) hat.

4.41 Uhr: Indien verbietet Export einer vielversprechenden Arznei

Die indische Regierung verbietet den Export des Arzneistoffes Hydroxychloroquin. Experten testen das Malaria-Mittel aktuell auf seine Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten, die mit COVID-19 infiziert sind. Anfang dieser Woche sagte der US-Pharmaverband ASHP, Hydroxychloroquin sei knapp.

4.35 Uhr: Für Missachtung der Quarantäne in Italien nun bis zu fünf Jahre Haft

Die Regierung in Italien hat die Strafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht. Wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, könne mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden, stand in einem am Dienstagabend veröffentlichten Dekret der Regierung in Rom. Schon zuvor hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte auch höhere Geldstrafen von 400 bis 3000 Euro angedroht. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich. Das von Conte vorgestellte Dekret sieht vor, dass regionale Autoritäten im Kampf gegen das Virus zeitweise eigene Maßnahmen erlassen dürfen, wie der Premier ankündigte.

2.55 Uhr: Trump bittet Südkorea um medizinische Ausrüstung

US-Präsident Donald Trump hat Südkorea nach Angaben des Präsidialamts in Seoul um die Lieferung medizinischer Ausrüstung für die Bekämpfung des Coronavirus-Ausbruchs in den USA gebeten. Die Bitte sei bei einem Telefongespräch mit Präsident Moon Jae In am Dienstagabend (Ortszeit Seoul) ausgesprochen worden. Moon habe seine größtmögliche Unterstützung zugesagt, falls genügend Ausrüstung vorhanden sei. Für die eventuelle Zustimmung durch die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) wolle Trump noch am Dienstag sorgen, hieß es.

24. März

22.35 Uhr: Spaniens Polizei warnt –Corona-Kranke fliehen aus Krankenhäusern

Zahlreiche Corona-Patienten fliehen in Spanien aus den Krankenhäusern. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Madrid. Das bereite den Sicherheitsbehörden unnötigerweise eine "Riesenarbeit", um diese Patienten ausfindig zu machen und wieder in die Krankenhäuser zu bringen.

Allein in den vergangenen Stunden habe es in Leganés bei Madrid sowie im Küstenort Benidorm im Osten Spaniens zwei solcher Fälle gegeben. González klagte, neben solchen Patienten gebe es auch sonst "ziemlich viele verantwortungslose" Bürger, die etwa die vor eineinhalb Wochen verhängte Ausgangssperre verletzten. Allein in den vergangenen 24 Stunden habe man im Rahmen des sogenannten Alarmzustandes 80 "verantwortungslose und unsolidarische" Personen festnehmen müssen.

23.03.2020, Spanien, Madrid: Ein junger Zivilschutzbeamter arbeitet auf der Madrider Messe, wo Patienten mit leichten Symptomen des Coronavirus behandelt werden. Foto: Eduardo Parra/Europa Press/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein junger Zivilschutzbeamter auf der Madrider Messe, wo Patienten mit leichten Corona-Symptomen behandelt werden. Bild: dpa / Eduardo Parra

22.00 Uhr: Dritter Todesfall in Berlin

Berlin meldet den dritten Coronavirus-Todesfall. Ein 42 Jahre alter Mann ist an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Über mögliche Vorerkrankungen ist nichts bekannt.

20.37 Uhr: "Dramatischer Anstieg" in New York – Trump spricht trotzdem schon von Lockerung der Maßnahmen

Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York schlägt angesichts stark steigender Infiziertenzahlen in der Corona-Krise Alarm. Der "dramatische Anstieg" auf nun über 25 000 bestätigte Fälle in dem Bundesstaat sei "beunruhigend und astronomisch", sagte Andrew Cuomo am Dienstag in einer Pressekonferenz. Im Moment verdoppelten sich die Zahlen alle drei Tage, die Mittel der Behörden seien mit den Ausgangsbeschränkungen weitgehend erschöpft. "Wir verlangsamen (die Ausbreitung) nicht und die Beschleunigung passiert von selbst".

Cuomo zufolge könnte der Höhepunkt der Infektionen in der Stadt in zwei bis drei Wochen erreicht sein, bis dann würden etwa 140 000 Betten gebraucht. Cuomo sagte, er habe kein Problem damit, die Schlafsäle von Universitäten oder Hotels zu Krankenhäusern umzufunktionieren: "Ich werde diesen Staat auf den Kopf stellen". Er appellierte dabei an die Regierung in Washington, dem Staat sonst nicht erhältliche Beatmungsgeräte aus dessen Reserve zur Verfügung zu stellen.

New York Governor Andrew Cuomo delivers remarks at a news conference regarding the first confirmed case of coronavirus in New York State in Manhattan borough of New York City, New York, U.S., March 2, 2020. REUTERS/Andrew Kelly

Gouverneur Andrew Cuomo konterte Trump. Bild: reuters / ANDREW KELLY

Trump hatte angedeutet, die strikten Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie möglichst noch vor Ostern zu lockern. "Man kann ein Land zerstören, indem man es dicht macht", sagte Trump am Dienstag. Cuomo nahm direkten Bezug darauf und konterte: "Kein Amerikaner wird sagen: "Bring die Wirtschaft für den Verlust von Menschenleben in Gang"", so der Gouverneur.

17.01 Uhr: DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April

Die Zwangspause in der Bundesliga und 2. Liga verlängert sich mindestens bis zum 30. April. Einen entsprechenden Vorschlag erarbeitete am Dienstag das neunköpfige Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL). Zu Beginn der kommenden Woche müssen die 36 Klubs der beiden Ligen bei einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung die Empfehlung absegnen. Das dürfte aber nur Formsache sein.

In der vergangenen Woche hatten die Vereine die Aussetzung des Spielbetriebs als Folge der Corona-Pandemie bis zum 2. April beschlossen. Schon da hatte DFL-Boss Christian Seifert aber angekündigt, dass die Verlängerung der Pause wahrscheinlich sei. Auch eine erneute Verlängerung ist angesichts der nach wie vor raschen Ausbreitung des Coronavirus denkbar.

Das Präsidium beschloss zudem, die bereits angelaufene Vergabe der Medienrechte für die Spielzeiten von 2021/22 bis 2024/25 zu verschieben. Statt Anfang Mai soll die Vergabe Mitte Juni erfolgen. Angesichts der wirtschaftlichen Probleme möglicher Interessenten könnte der Profifußball dabei weitaus weniger einnehmen als erhofft.

15.25 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt in Tiroler Skiort Ischgl

Der Wintersportort Ischgl in Tirol gilt als eine Drehscheibe für die Verbreitung des Coronavirus in Europa. Die Staatsanwaltschaft geht Innsbruck nun dem Verdacht der fahrlässigen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten nach. Ein Gastronomiebetreiber soll es unterlassen haben, einen Infektionsfall an die Behörden zu melden.

Nach Informationen des ZDF war in einem Gastronomiebetrieb in Ischgl bereits Ende Februar ein Coronavirus-Infektionsfall bekannt geworden. Der Lokalbetreiber meldete demnach aber weder den positiven Fall noch dessen Kontaktpersonen an die Gesundheitsbehörden. Das Land Tirol leitete eine Anfrage des ZDF an die Gemeinde Ischgl zu dem Fall an die Staatsanwaltschaft Innsbruck weiter. Um welchen Betrieb es sich handelt und ob tatsächlich Meldepflichten verletzt wurden, sei unklar, erklärte die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur APA. Sie habe deshalb das Landeskriminalamt mit den Ermittlungen beauftragt.

14 Uhr: Bayern übernimmt Verpflegungskosten für Mitarbeitende im Gesundheitssystem

Das Bundesland Bayern wird ab 1. April sämtliche Kosten für die Verpflegung von Mitarbeitenden in Krankenhäusern, Kliniken, Alten- und Pflege- und Behinderteneinrichtungen übernehmen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstagmittag auf Twitter an. Übernommen werden sollen demnach auch Kosten für Getränke. Unklar war zunächst, ob damit nur Mitarbeitende in bayerischen Einrichtungen gemeint sind.

13.20 Uhr: IOC verschiebt Olympische Spiele in Tokio wegen Coronavirus um ein Jahr

Die Olympischen Spiele werden um ein Jahr verschoben. Darauf habe er sich mit IOC-Präsident Thomas Bach verständigt, sagt Japans Ministerpräsident Shinzo Abe. Die Spiele sollten nun spätestens im Sommer 2021 stattfinden.

Bach hatte bisher an den Spielen festgehalten und betont, die Welt würde noch dieses Jahr in Japan zu dem Sportfest zusammenkommen. Daran hatte sich zuletzt mehr und mehr Kritik geregt. Kanada hatte angekündigt, keine Sportlerinnen und Sportler entsenden zu wollen. Der deutsche Athlet Max Hartung rief sogar zum Boykott der Spiele auf. Der ursprüngliche Termin für die Spiele war für den Zeitraum zwischen 24. Juli bis 9. August festgesetzt.

11.22 Uhr: WHO erklärt Europa und USA zum Zentrum der Corona-Epidemie

Europa und die USA sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO jetzt das Zentrum der Coronavirus-Pandemie. 85 Prozent der neuen Infektionsfälle in den vergangenen 24 Stunden seien in Europa oder den USA gemeldet worden, sagt eine Sprecherin. Die WHO erwarte, dass die Zahl der Toten von derzeit 14.510 "erheblich" steigen werde.

10.14 Uhr: "Papa Groove" an Covid-19 verstorben

Der weltbekannte kamerunische Saxofonist und Komponist Manu Dibango ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Dibango sei an Covid-19 erkrankt und im Alter von 86 Jahren gestorben, berichteten französische Medien am Dienstag übereinstimmend unter Berufung auf Familie und Management. Die Infektion des als "Papa Groove" bekannten Künstlers wurde vor rund einer Woche bekannt.

Der 1933 in Douala in Kamerun geborene Dibango kam mit 15 Jahren nach Frankreich. Er wurde für seinen Afro-Jazz-Stil berühmt. "Soul Makossa" heißt das weltbekannte Stück aus dem Jahr 1972, mit dem er auch in den USA erfolgreich war und auf Tour ging. Er arbeitete mit Größen wie Herbie Hancock oder Youssou N'Dour zusammen und wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet.

7.16 Uhr: 95 Prozent der Deutschen befürworten Einschränkung von Versammlungen

Die übergroße Mehrheit der Deutschen befürwortet laut einer Umfrage die wegen des Coronavirus verhängten Beschränkungen von Versammlungen. Laut dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend stellen sich 95 Prozent der Befragten hinter die Regelung, die Treffen von mehr als zwei Personen außerhalb der eigenen häuslichen Gemeinschaft verbietet. Nur drei Prozent der Deutschen lehnen diese Maßnahme ab.

75 Prozent der Bundesbürger sind der Umfrage zufolge zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung. Nur fünf Prozent sind damit gar nicht, 18 Prozent sind weniger zufrieden.

Bei 64 Prozent aller Befragten ist die Sorge um die persönliche wirtschaftliche Entwicklung wegen des Coronavirus weniger groß bis klein. Bei der berufsaktiven Gruppe der 18- bis 64-Jährigen zeigten sich 42 Prozent der Befragten besorgt um die eigene wirtschaftliche Entwicklung.

6.05 Uhr: China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf

In der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo der Ausbruch des Coronavirus seinen Ausgang genommen hatte, sollen erste Beschränkungen wie Reiseverbote in Kürze aufgehoben werden. Wie die Lokalregierung von Hubei am Dienstag mitteilte, sollen Menschen die Provinz ab Mittwoch um Mitternacht wieder verlassen dürfen. Ausgenommen ist jedoch noch die Millionenmetropole Wuhan, die besonders schwer betroffen war. Dort soll es ab dem 8. April wieder möglich sein, die Stadt zu verlassen.

Voraussetzung für die Reisefreiheit ist, dass die Menschen über einen "grünen Code" verfügen, demnach werden sie als gesund eingestuft. In der Provinz Hubei hatten faktisch rund 60 Millionen Menschen unter Zwangsquarantäne gestanden. Besonders streng waren die Regeln in Wuhan, wo Millionen Menschen über Wochen überhaupt nicht mehr auf die Straße gehen durften.

2.20 Uhr: Patienten aus Italien in Sachsen gelandet

Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Zwei Rettungsfahrzeuge standen auf dem Flugplatz für den Transport der Patienten ins Krankenhaus bereit.

Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. "Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können", sagte Kretschmer. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

1.01 Uhr: Erster Fall in einem Gefängnis in Hamburg

Die Justizbehörde in Hamburg meldet einem Medienbericht zufolge den ersten Fall eines mit dem Corona-Virus infizierten Gefangenen. Der Inhaftierte sei nach einem Vorabbericht der Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Dienstagsausgaben) in der Haftanstalt isoliert worden und die Kontaktpersonen der vergangenen Tage bereits ermittelt. Es ist laut Umfrage der Funke-Zeitungen in den Bundesländern der bisher erste Corona-Fall in einer deutschen Justizvollzugsanstalt. Einige Bundesländer verweigern jedoch die Auskunft über mögliche Corona-Fällen in Gefängnissen.

23. März

21.49 Uhr: Großbritannien erlässt allgemeine Ausgangsbeschränkungen

Die britische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das verkündete Premierminister Boris Johnson am Montagabend in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation.

Johnson wies seine Landsleute an, das Haus nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. "Von heute Abend an muss ich dem britischen Volk eine einfache Anordnung geben: Sie müssen zuhause bleiben", sagte Johnson. Alle Läden, mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Apotheken, werden mit sofortiger Wirkung geschlossen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Ansonsten dürfe das Haus nur noch für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente und für den Weg zur Arbeit verlassen werden, sagte Johnson. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt und würden von der Polizei aufgelöst.

18.50 Uhr: Olympische Spiele werden offenbar doch verschoben

Das IOC hat lange am ursprünglich geplanten Termin für die Olympischen Spiele (24. Juli bis 9. August) festgehalten. Doch nachdem der Druck zuletzt gestiegen war, wird Olympia nun offenbar doch verschoben. Der ehemalige Vizepräsident des IOC, Dick Pound, sagte gegenüber "USA Today": "Wegen der Informationen, die dem IOC vorlegen, wurde eine Verschiebung beschlossen." Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht.

18.15 Uhr: EU-Staaten setzen Schuldenregeln in Corona-Krise aus

Für die beispiellosen Rettungspakete der EU-Staaten gegen die Folgen der Corona-Krise werden erstmals die europäischen Schulden- und Defizitregeln vorübergehend ausgesetzt. Dem stimmten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister am Montag in einer Schaltkonferenz zu. Sie billigten den Vorschlag der EU-Kommission, die sogenannte Allgemeine Ausweichklausel des Stabilitäts- und Wachstumspakts zu ziehen.

"Die Nutzung der Klausel wird die nötige Flexibilität erlauben, alle nötigen Maßnahmen zur Unterstützung unserer Gesundheits- und Zivischutzsysteme und zum Schutz unserer Volkswirtschaften zu ergreifen", hieß es in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Möglich seien auch weitere koordinierte Konjunkturmaßnahmen, sollten sie nötig werden. Darin zeige sich die Entschlossenheit, die gegenwärtigen Herausforderungen anzupacken, Vertrauen wiederherzustellen und eine schnelle Erholung zu erlauben.

16.35 Uhr: Erster Corona-Test bei Merkel fällt negativ aus

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. "Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt."

"Der Bundeskanzlerin geht es gut", hatte Regierungssprecher Steffen Seibert zuvor gesagt. Merkel habe telefonisch zugeschaltet die Kabinettssitzung geleitet und mache ihre Arbeit vorläufig von Zuhause aus.

15.47 Uhr: Erste Supermärkte mit Einlasskontrollen

Nach den strengeren Vorschriften für den Einzelhandel haben Supermarktketten begonnen, den Einlass in Märkte stärker zu reglementieren. Unter anderem in Nordrhein-Westfalen schreibt ein Erlass der Landesregierung nun vor, lediglich einen Kunden pro zehn Quadratmeter Ladenfläche zuzulassen, um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu verringern.

"Wir sind derzeit in der Erarbeitung von Konzepten, die darauf abzielen, den Zugang zu den Märkten zu beschränken, wo der Kundenzulauf dies notwendig macht", hieß es von der Rewe-Group, zu der auch die Penny-Märkte gehören, am Montag. Das könne etwa durch Einlasskontrollen oder eine beschränkte Anzahl an Wagen oder Einkaufskörben geschehen. Ein Edeka-Markt in Düsseldorf nahm Einkaufskörbe hingegen ganz aus dem Geschäft und bat Kunden, eigene Taschen oder Körbe mitzubringen.

Aldi wies auf Anfrage darauf hin, es könne "mancherorts zu Einlasskontrollen oder Einlassbeschränkungen kommen" - etwa in Zeiten mit hohem Kundenaufkommen oder wenn der notwendige Abstand von 1,5 Metern zwischen den Personen nicht eingehalten werden könne.

15.30 Uhr: Schon 120.000 Deutsche aus Urlaub heimgeholt

Seit Dienstag sind mehr als 120.000 deutsche Urlauber mit Flugzeugen der Reiseveranstalter beziehungsweise mit Chartermaschinen im Auftrag der Bundesregierung aus dem Ausland zurückgebracht worden, wie die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, mitteilt. Die Bundesregierung habe bisher etwa 40 Charterflüge zur Abholung von Touristen gestartet, weitere 35 seien geplant. Derzeit würden etwa 10.000 Deutsche pro Tag heimgeholt, und auf fast allen Flügen auch Europäer aus anderen Ländern mitzurückgebracht. Die Rückholaktionen gestalteten sich aber zunehmend schwieriger, weil der kommerzielle Luftverkehr immer weiter zurückgehe. Daher werde die Zahl der Chartermaschinen wohl weiter steigen.

13.40 Uhr: Bundesregierung bringt milliardenschweres Rettungspaket auf den Weg

Das Bundeskabinett hat in einer Sondersitzung am Montag Nothilfen im Umfang von mehreren hundert Milliarden Euro gebilligt, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. Die Ministerrunde brachte unter anderem einen Nachtragshaushalt auf den Weg, um die Hilfsmaßnahmen mit einer Neuverschuldung in Höhe von rund 156 Milliarden Euro zu finanzieren. Das in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellose Maßnahmenpaket soll Bürger und Unternehmen vor dem Verlust der Existenzgrundlage durch die Krise bewahren.

10.35 Uhr: Bundesregierung will mehr kleineren Unternehmen helfen

Die Bundesregierung will jetzt doch noch kleineren Unternehmen stärker unter die Arme greifen. Aus Parlamentskreisen verlautet, die Schwellenwerte für die Corona-Hilfen seien deutlich gesenkt worden. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds soll nun Unternehmen zur Verfügung stehen, die zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro, Umsätze von über 50 Millionen und im Schnitt mehr als 249 Beschäftigte. Am Wochenende hatte die Regierung noch mit einer Bilanzsumme von 160 Millionen Euro, Erlösen von 320 Millionen sowie 2000 Arbeitnehmern geplant. Das hatte zu Kritik geführt, dass zu sehr große Konzerne profitieren würden.

10 Uhr: Robert-Koch-Institut informiert zur Corona-Lage – Infizierten-Kurve wird offenbar flacher

Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts, hat am Montagvormittag über den aktuell Stand der Corona-Lage informiert. In Europa (Stand 22. März, 10 Uhr) haben sich rund 120.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, etwas mehr als 7000 Menschen starben bisher. Am stärksten ist weiterhin Italien betroffen, wo sich das Virus noch immer ausbreitet. Wieler wies darauf hin, dass das Ausbruchsgeschehen weltweit unterschiedlich sei, allerdings immer mehr Menschen sich ansteckten und auch mehr Menschen stürben.

Für Deutschland stellte der RKI-Chef fest: "Die Zahlen steigen wie erwartet an." 22.672 Menschen hätten sich derzeit angesteckt, 86 Todesfälle seien dem Institut bisher gemeldet. Auch für Deutschland wies Wieler auf regionale Unterschiede bei der Ausbreitung hin. In Hamburg etwa hätten sich pro 100.000 Einwohner mehr Menschen infiziert, als in Sachsen-Anhalt.

Von den bestätigten Covid-19-Fällen in Deutschland seien über 2800 bereits wieder genesen. Das RKI geht allerdings davon aus, das die tatsächliche Zahl höher liegt.

Die Risikowahrnehmung in der Bevölkerung sei "deutlich gestiegen", das habe eine Befragung der RKI mit der Universität Erfurt ergeben. Bei der Umsetzung der Maßnahmen und Hygieneregeln sei allerdings weiter Handlungsbedarf. Zudem habe eine Auswertung der Handydaten ergeben, dass sich die Mobilität in Deutschland zwar reduziert habe, allerdings nicht genügend. "Abstand halten ist das Gebot der Stunde", betonte Wieler erneut. Die jetzt neu beschlossenen Regelungen der Bundesregierung werden sich positiv auswirken, glaubt der RKI-Chef.

Das RKI beobachte derzeit außerdem einen Trend, nach dem sich die Kurve der Zahl der Infizierten leicht abflache. Definitiv bewerten lasse sich dieser Trend allerdings erst am Mittwoch.

8.05 Uhr: Vereinte Nationen wollen Corona-Fonds auflegen

Die Vereinten Nationen wollen nach Angaben des norwegischen Außenministeriums einen globalen Corona-Fonds auflegen. Damit solle weltweit die Behandlung von Coronavirus-Patienten unterstützt werden, wie das Ministerium am Montag in Oslo bekanntgab. "Ein Fonds unter der Schirmherrschaft der UN wird unseren Partnern Berechenbarkeit verschaffen und dazu beitragen, die Bemühungen effektiver zu gestalten", sagte Außenministerin Ine Eriksen Soereide.

7.30 Uhr: Soldaten desinfizieren Bangkoks Straßen

Im Einsatz gegen das Coronavirus haben nach Militärangaben 500 Soldaten die Straßen der thailändischen Hauptstadt Bangkok desinfiziert. Die Aktion in der Nacht zum Montag war demnach der fünfte solche Einsatz. In der Corona-Krise ist das öffentliche Leben in Bangkok eingeschränkt: Schulen, Einkaufszentren und Restaurants sind offiziell geschlossen. Auch der Königspalast, eine große Touristenattraktion, hat bis Mitte April zu. Ausgenommen von der Schließung sind Supermärkte und Drogerien. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag stieg die Zahl der bekannten Coronavirus-Fälle in dem südostasiatischen Land um 122 auf 721.

6.30 Uhr: Kuba entsendet medizinisches Personal in die Lombardei

Seit dem Wochenende sind 52 kubanische Mediziner in der Lombardei, um dem am schlimmsten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Land Italien zu helfen. Auch andere Länder, etwa Jamaika, haben in der Corona-Krise um die Entsendung kubanischen Medizinpersonals gebeten.

5.34 Uhr: Weinstein soll mit Coronavirus infiziert sein

Der wegen Sexualverbrechen im Gefängnis sitzende frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein soll sich US-Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert haben. Eine offizielle Mitteilung gab es dazu zunächst nicht. Weinsteins Sprecher Juda Engelmayer konnte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag diese Berichte nicht bestätigen. Sie seien von der Gefängnisbehörde bisher nicht über eine Infektion Weinsteins informiert worden, sagte Engelmayer. Möglicherweise seien Informationen von Gefängnis-Mitarbeitern durchgesickert, mutmaßte der Sprecher.

(ll/lin/pcl/om/dpa)

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  • Apollo 29.03.2020 22:38
    Highlight Highlight Man stelle sich Mal vor, in dieser Situation wäre das Vorhaben der Regierung schon vollständig umgesetzt, Krankenhäuser massenhaft zu schließen, da kann man nur hoffen, dass diese Krise zum Umdenken führt und alles auf den Prüfstand kommt......
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  • Dorian 27.03.2020 08:56
    Highlight Highlight Mit diesem Virus drehen alle schön langsam durch. Hysterie und Panik überall. Dann kriegt man Mails wie z.B. "Julia from Tierants", die einem schreiben, daß wohl wegen des Corona die Tankstellen bald schließen werden und verbreiten noch mehr Hysterie. Dies muß schön langsam aufhören. Für solche Schmuddeljournalisten sollte es eine horrende Strafe geben.
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  • Zweiundvierzig 21.03.2020 18:13
    Highlight Highlight Die Mieter entlasten - eine sehr linke Idee und wieder zu kurz gedacht.
    Was ist mit den Wohnungseigentümern - selbst genutzt oder vermietet - die zahlen zwar keine Miete aber idR Kreditzinsen und Tilgung.

    Die brotlosen Künstler heulen am lautesten (gerade mal 76000 Arbeitsplätze) und viele "Sebstständige" wundern sich, dass Ihre fantastische Geschäftsidee Tattoostudio, tantrischer Blumenladen oder Hundesalon bisher gut lief aber nach 2 Tagen pleite ist.
    Eine Geschäftsidee ist dann gut, wenn ich ein paar Wochen überleben kann und einen Plan B habe.
    • Thorsten 22.03.2020 11:18
      Highlight Highlight Ihre Aufzählung von selbstständigen Berufen zeigt ihre geistige Einstellung.
    • Zweiundvierzig 23.03.2020 16:54
      Highlight Highlight Genau - diese Geschäftsideen funktionieren nur in einer Gesellschaft die im Überfluss leben und keine wirklichen Probleme mehr hat.
    • Thorsten 23.03.2020 20:04
      Highlight Highlight Ne,sie nehmen bloß jede Gelegenheit wahr,um gegen links zu hetzen
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  • JaMa 14.03.2020 02:26
    Highlight Highlight Das Schließen der Grenzen hat aber sicher nicht nur den Grund, dass sich der jeweilige Staat vor Corona schützen möchte. Die Grenzen komplett dicht zu machen, davon träumt so manches Land. Allerdings würde es, wenn man es nur wegen der Flüchtlinge macht, die Beziehungen nach außen zu sehr beschädigen. Das Coronavirus gibt jetzt diesen Staaten einen plausiblen Grund für die Schließung. Deutschland, bitte ziehe nicht nach! Quarantäne hilft auch und hat weniger Nebenwirkungen.
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  • Ingrid Götzken 12.03.2020 12:48
    Highlight Highlight Inzwischen sind wir schon ein Stück weiter, auch mit Maßnahmen die an unüberlegtem, blinden Aktionismus kaum noch zu überbieten sind. Veranstaltungen ab 1.000 Personen werden abgesagt....mal eine Frage wer von den infizierten Personen war denn auf so einer Großveranstaltung ?
    Dann werden Fußballspiele vor leeren Rängen ausgetragen und vor den Toren der Stadien, versammelt sich die Fans und feiern da ab.
    Panik bringt keinen weiter und man sollte vorsichtig sein, aber es sterben wesentlich mehr an Grippe und das jedes Jahr.
    • JaMa 13.03.2020 16:15
      Highlight Highlight Genau so ist es. Ich habe jetzt zwei Wochen Coronaferien. Da habe ich natürlich nichts gegen, aber etwas übertrieben finde ich es schon.
    • DerTaran 21.03.2020 11:19
      Highlight Highlight Wartet mal ab ihr zwei, wenn die Todesfälle auf Italien-Niveau steigen, dann findet auch ihr es nicht mehr lustig.
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  • Hansi Daurippel 11.03.2020 11:44
    Highlight Highlight Und wo gehen die Fans jetzt hin? Richtig, in Bars und Kneipen die Sky haben. In geschlossene Räume.
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  • StevenZielske 05.03.2020 13:44
    Highlight Highlight Wann reagiert unsere schlafende Bundesregierung endlich schließt Schulen und Unis als auch Stadien für 14 Tage. Wir kommen die radikale Ausbreitung nur nich verhindern wenn wir jetzt einen klaren Cut ziehen. Stattdessen wird täglich weiter berichtet wer sich neu infiziert hat. Die Bundesländer MV und Brandenburg La auch Sachsen sind Opfer von unvorsichtigen Menschen geworden die in Norditalien waren. So etwas Fahrlässiges. Schwache Menschen sterben an dem Virus - aber das scheint die Reisenden nicht zu interessieren. Sie sind ja gesund - traurig !
    • JaMa 08.03.2020 19:50
      Highlight Highlight Die Grippe ist hier in Deutschland deutlich schlimmer als das Coronavirus. Bevor wir also wegen letzterem alles zumachen und uns enormen wirtschaftlichen Schaden zuteilen, sollten wir das jedes Jahr während der Grippesaison tun.
    • Christian Nollau 11.03.2020 13:44
      Highlight Highlight "Schlafende Bundesregierung ", dass zeigt ja schon das sie keinerlei Ahnung haben, von der Thematik. Zum einen habe ich die Bundesregierung selten so arbeiten sehen wie während der Corona " Pandemie", des Weiteren ist sowas Länder und nicht Bundesangelegenheit. Aber Hauptsache mal wieder gegen die achso böse Regierung schimpfen
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  • StevenZielske 29.02.2020 13:36
    Highlight Highlight Ich denke man sollte langsam etwas ruhiger werden. Solange man nicht zur Risikogruppe gehört ist man kaum gefährdet. Man sollte sich um alle Risikopatienten intensiv kümmern. Die Gesunden Mitmenschen sind nicht in Gefahr
    • DerSascha 18.03.2020 20:32
      Highlight Highlight Aber Du gesunder Mitmensch kannst ander infizieren, die weniger gesund sind als Du oder Kontakt zu weniger gesunden oder älteren haben. Hier geht es nicht um Panikmache und die Verdoppelung der infizierten alle 2-3 Tage zeigt, dass wir eben nicht „ruhiger machen“können, ganz im Gegenteil. Wer so denkt, wie Du es hier schreibst, der handelt im höchsten Maße egoistisch und unsolidarisch. Außerdem wird solches Handeln zu noch stärkeren Einschränkungen führen, dann ist das Geschreie wieder groß, als erstes wahrscheinlich von Leuten wie Ihnen…
    • Dorian 27.03.2020 09:02
      Highlight Highlight Hallo, Herr Zielske, ich gehöre zur "Risikogruppe" ( Asthma, 2 Herzinfarkte ) bin aber noch gesund und warum ? Ich lasse mich nicht unterkriegen und halte mich an die Regeln. Dies würde ich jedem empfehlen, ob Risikogruppe oder nicht, nur so können wir diesen Sch.... bezwingen. Ich wünsche Ihnen Gesundheit und alles Gute
      Dorian
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