Derzeit kursieren einige Fake-News in den sozialen Netzwerken. Es geht unter anderem um die Schließung von Aldi.
Derzeit kursieren einige Fake-News in den sozialen Netzwerken. Es geht unter anderem um die Schließung von Aldi.
Bild: imago images / Chris Emil Janssen

Fake-Sprachnachricht über Aldi verbreitet sich – das sagt der Discounter

14.03.2020, 15:47

Täglich erreichen die deutsche Bevölkerung neue Hiobsbotschaften zum Coronavirus: Nachdem erst Großveranstaltungen abgesagt wurden, werden nun die meisten Schulen und Kitas geschlossen. Grund zur Panik gibt es jedoch trotz der außergewöhnlichen Situation nicht. Deswegen kämpft vor allem die Regierung gegen die zahlreichen Fake-News, welche über Whatsapp und andere soziale Medien Unwahrheiten verbreiten.

"Achtung Fake News", twitterte das Bundesgesundheitsministerium am Samstag und warnte vor Panikmache in der Corona-Krise. "Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen."

Aldi dementiert Sprachnachrichten über Schließungen

Neben diversen Kettenbriefen und Videos mit Falschinformationen macht derzeit eine Sprachnachricht auf Whatsapp die Runde, die zu Hamsterkäufen aufruft. Die "Bild"-Zeitung berichtete als erstes von dieser Nachricht. Darin spreche eine Frau, die aus "sicherer Quelle" wisse, dass der "Katastrophenschutz" alle Aldi-Märkte schließen werde.

Wie andere Nachrichten verbreitet sich auch diese schnell und verunsichert zahlreiche Menschen. Auf Nachfrage von watson dementierte eine Sprecherin von Aldi Nord die Informationen vehement: "Unsere Märkte sind nach wie vor für unsere Kunden wie gewohnt geöffnet und unsere Mitarbeiter arbeiten unermüdlich daran, die Warenverfügbarkeit für unsere Kundinnen und Kunden sicherzustellen."

Auch Aldi Süd sagte watson auf Nachfrage: "Die kursierende Nachricht ist selbstverständlich falsch. Alle unsere rund 1930 Filialen haben heute und auch weiterhin geöffnet."

Weltweit kam es zu Hamsterkäufen wie in diesem Aldi-Markt in Bloomington in den USA.
Weltweit kam es zu Hamsterkäufen wie in diesem Aldi-Markt in Bloomington in den USA.
Bild: imago images / ZUMA Wire / Jeremy Hogan via www.imago-images.de

Zuletzt war es wegen Hamsterkäufen zu Engpässen ausgewählter Waren gekommen. Bei Aldi Nord seien höhere Absatzmengen bei einigen haltbaren Lebensmitteln (u.a. Nudeln und Konservenartikel), Getränken und Hygieneprodukten (z.B. Seife oder Toilettenpapier) verzeichnet worden. Die Sprecherin des Discounters betonte jedoch: "Die Versorgungssicherheit unserer Märkte und damit auch unserer Kunden ist insgesamt gewährleistet. Die Lebensmittelbestände werden im Rahmen der routinemäßigen Belieferung unserer Märkte kurzfristig wieder aufgefüllt."

Aldi mit Empfehlung für die Kunden

Aldi Süd sagte: "Obwohl wir in einzelnen Filialen aktuell eine höhere Nachfrage nach länger haltbaren Produkten wie beispielsweise Konserven sehen, ist die Versorgungslage in unserem Verkaufsgebiet hinsichtlich unserer Produkte und der Logistik nach wie vor gesichert. Alle Bestände werden im Rahmen der üblichen Anlieferungen wieder aufgefüllt."

Eine Empfehlung an alle Kunden hat Aldi Nord auch noch: "Darüber hinaus empfehlen wir unseren Kundinnen und Kunden das kontaktlose Bezahlen, als hygienischste Bezahlmöglichkeit, verstärkt in Anspruch zu nehmen." Aldi Süd bat zudem um Gelassenheit: "Wir hoffen bei unseren Kundinnen und Kunden während des Einkaufs auch auf gegenseitige Rücksichtnahme, da auch unsere Mitarbeiter derzeit in den Filialen Außerordentliches leisten."

(bn)

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