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Ist das noch die "haushaltsübliche" Menge? Bild: imago images / snapshot

Frankfurt am Main und Hanau: Hamsterkäufe sind ab jetzt verboten

In den hessischen Städten Frankfurt am Main und Hanau wurden nun Hamsterkäufe offiziell verboten. Der Frankfurter Magistrat hat verfügt, dass Waren nur noch in haushaltsüblichen Mengen gekauft werden dürfen. Dies bezieht sich vor allem auf Güter wie Toilettenpapier, Mehl, Desinfektionsmittel und weitere Produkte des täglichen Bedarfs, die bevorzugt "gehamstert" werden.

„Mit dieser Verfügung wollen wir ganz gezielt die unsägliche Praxis von Hamsterkäufen unterbinden.“

Oberbürgermeister von Frankfurt, Peter Feldmann quelle: tagesschau

Oberbürgermeister Feldmann fügte auch hinzu, dass sich die allermeisten Frankfurter zwar vernünftig verhielten, doch dass es auch immer wieder Fälle gebe, "in denen einige wenige unsolidarisch sind, andere Kunden und teilweise sogar die Angestellten in den Geschäften beschimpfen", berichtet die Hessenschau.

Weitere Maßnahmen

Außerdem soll ab jetzt nur noch eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche in einen Laden gelassen werden. Der Rest müsse nun vor dem Geschäft warten – natürlich mit mindestens 1,5 Meter Abstand. Frankfurt folgt damit unter anderem dem Beispiel Hanaus, das derartige Maßnahmen bereits am Wochenende beschlossen hatte.

Der dortige Bürgermeister, Claus Kaminsky, äußerte sich folgendermaßen dazu:

"Wer panisch seinen Einkaufswagen vollpackt, handelt nicht nur sinnfrei und verantwortungslos, sondern schadet auch der Gemeinschaft. Hamsterkäufe sind asozial."

Claus Kaminsky quelle: hessenschau

Nur noch ein Einkaufswagen

Eine weitere Maßnahme gegen das Hamstern ist, dass jeder Kunde nur noch mit einem Einkaufswagen ein Geschäft betreten dürfe. Und mal ehrlich: Wenn Menschen schon mit mehreren Einkaufswagen in die Läden gegangen sind, war solch ein Verbot anscheinend sehr notwendig.

(si)

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