15.04.2021, Berlin: Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, nimmt an der wöchentlichen Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage teil. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage. Bild: dpa / Michael Kappeler

Corona-News – Mehr als 200.000 Neuinfektionen binnen eines Tages in Indien +++ Spahn antwortet auf watson-Frage: "Ich bin zuversichtlich, dass wir im Sommer eine deutlich andere Lage haben"

Wird das Infektionsschutzgesetz geändert, um dem Bund mehr Entscheidungsmöglichkeiten zu geben? Bleiben Städte mit Modellprojekte wie Tübingen und Rostock bei ihren Öffnungen? Und wie weit sind wir mit den Impfungen? Das sind die Fragen, die Deutschland derzeit bewegen. Klar ist: Experten gehen die Einschränkungen in Deutschland angesichts rasant steigender Infektionszahlen längst nicht weit genug. In unserem News-Ticker findest du alle wichtigen Infos.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich nach Angaben des RKI (Donnerstag) auf 3.073.442. Insgesamt 79.381 Infizierte starben.

15. April

12.09 Uhr: Corona-Rekord aus Indien

In Indien sind an einem Tag mehr als 200.000 Corona-Fälle erfasst worden - mehr als je zuvor in der größten Demokratie der Welt. Zudem starben innerhalb von 24 Stunden 1038 weitere Menschen im Zusammenhang mit Corona, wie Zahlen des Gesundheitsministeriums am Donnerstag zeigten. In absoluten Zahlen ist Indien mit insgesamt mehr als 14 Millionen erfassten Infektionen das am zweitmeisten von Corona betroffene Land – nach den USA. Indien ist auch das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt.

11.00 Uhr: Forscher in Hessen untersuchen Abwasser auf Spuren von Corona-Mutanten

Forscher in Hessen haben ein wissenschaftliches Projekt gestartet, um Spuren von Corona-Mutanten im Abwasser zu untersuchen. Damit sollten ihre Verbreitungswege nachverfolgt werden, teilte die Technische Universität (TU) Darmstadt am Donnerstag mit. Bei dem Projekt sollen die Mutanten durch genetische Tests, einer sogenannten Genomanalyse, identifiziert werden. Forschern war es in der Vergangenheit bereits gelungen, das Coronavirus im Abwasser nachzuweisen. Nun soll das Abwasser als Quelle für genomische Informationen der Mutanten zur Verfolgung des Infektionsgeschehens genutzt werden. Dies gelte insbesondere für die Erforschung der Verbreitungswege der britischen Mutation B.1.1.7., die sich in Deutschland zur vorherrschenden Variante entwickelte.

10.00 Uhr: "Es ist kein Frei-Testen möglich"

"Schnelltests sind ein Indikator, aber man sollte sie nicht als Freifahrtschein nehmen", so Spahn. "Die Aussagekraft ist nur vorübergehen." Wieler ergänzt: "So ein Test hat eine Gültigkeit von etwa 24 Stunden. Das ist wichtig, dass man das betont: Es ist kein Frei-Testen möglich. Schauen Sie doch nach Tübingen oder ins Saarland: Mit Testen alleine kann man das Virus nicht verdrängen. Sie können eine Infektionsquelle schneller erkennen, aber das Virus nicht wegtesten. Wir müssen die Inzidenzen runterkriegen."

9.59 Uhr: Wieler gegen Notfallzulassung von Curevac

"Ich sehe nicht die Notwendigkeit einer Notzulassung für Curevac momentan. Wir haben bisher immer die klinischen Studien abgewartet, diesen Weg würde ich nicht verlassen", sagt Wieler.

Spahn ergänzt: "Curevac hängt ja nicht daran, dass die Zulassungsbehörde zu langsam ist, sondern es hängt an den Daten. In dem Moment, wo die Daten zur Wirksamkeit da sind, wird die Zulassungsbehörde sich schnell darum kümmern."

9.50 Uhr: Erneutes Versprechen – Impfangebote bis Ende des Sommers

Es geht um das Versprechen, dass bis zum Ende des Sommers jeder ein Impfangebot erhalten haben wird. "Kann man das Versprechen halten?", wird Spahn gefragt. "Angesichts der Zahlen und Stand heute: ja. Es gibt teilweise Rückschläge, aber die positiven Nachrichten kann man auch erwähnen", so Spahn.

9.39 Uhr: Spahn antwortet auf Frage von watson

Watson-Redakteur Sebastian Heinrich fragt: "Eine Frage mit Blick auf die Perspektive auf den Sommer: Herr Lauterbach hat gesagt, er glaubt nach wie vor daran, dass es ein guter Sommer werden kann. Glauben Sie angesichts der aktuellen Dramatik auch daran?"

"Das ist keine Glaubensfrage, sondern eine Frage von Einschätzung. Aus heutiger Sicht und mit den Erfolgen, die wir beim Individualschutz beim Impfen sehen – das ist wichtig: im Moment sehen wir individuellen Schutz bei den Geimpften und wir vermeiden Krankheit und Tod - bis wir Gruppenimmunität wird es bis in den Sommer, und zwar den Sommer im dritten Quartal, dauern. Und gleichwohl ist damit verbunden die Chance, dass es ein besserer Sommer wird als es der Winter war. Ob gleich wieder alle bis zu den Seychellen fliegen können weiß ich nicht, bis zur Nordsee wird man kommen. Die Frage ist, wie gut gelingt es uns jetzt die dritte Welle zu brechen und mit dem Impfen einen Unterschied zu machen. Dann wird dieser Sommer ein besserer werden können als der letzte. Ob das schon zu Beginn des Sommers so ist, also ich finde, wir sollten jetzt die Dinge entsprechend einordnen. Ich bin zuversichtlich, dass wir im Sommer mit dem, was die Impfkampagne hergibt, eine deutlich andere Lage haben", so Spahn.

Sebastian Heinrich fragt nach: "Sind Sie optimistischer oder pessimistischer durch die Impfstoffe?" Spahn: "Unser Hauptlieferant ist ja Biontech, dieses zweite Quartal wird einen entscheidenden Unterschied machen. Die Geschwindigkeit nimmt zu und wird weiter zunehmen."

9.36 Uhr: Ansteckung hauptsächlich in Innenräumen

Es geht um das Risiko durch Schulkinder. "Je höher die Inzidenz steigt, desto höher ist das Risiko, dass man sich ansteckt. Das gilt für jeden", so Wieler. Das gelte auch für Kinder. Man dürfe aber nicht das Große-Ganze aus den Augen verlieren: "Das Große-Ganze ist, dass man sich hauptsächlich in Innenräumen ansteckt. Darüber gibt es nichts zu diskutieren, das ist Fakt." Man müsse jetzt die Inzidenz runterkriegen.

9.33 Uhr: Impfungen mit Astrazeneca bei jungen Menschen

"Die Zahl der mitimpfenden Ärzte steigt, es ist ausgewogen Astrazeneca und Biontech bestellt worden", sagt Spahn. "Wir haben vereinbart, dass wir den Ärzten jetzt eine weitere Information schicken zum Thema Impfen mit Astrazeneca bei Unter-60-Jährigen." Nach der Verkündung in NRW, dass sich freiwillig Unter-60-Jährige mit Astrazeneca impfen lassen können, seien die Telefone der Impf-Hotlines heiß gelaufen.

9.08 Uhr: Wieler: "Wir müssen die dritte Welle brechen"

RKI-Chef Wieler appelliert, die dritte Welle müsse unbedingt gebrochen werden. Bisher seien noch zu wenige Menschen geimpft. Auch er plädiert für weitere Einschränkungen. "Die Lage in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen ist dramatisch." Es brauche drastische Kontaktreduzierungen.

9.01 Uhr: Spahn für weitere Einschränkungen: "Jeder Tag zählt"

Jens Spahn warnt in der Bundespressekonferenz, die Zeit dränge: "Jeder Tag zählt". Impfen und testen alleine reiche nicht, um die dritte Welle zu brechen. "Es braucht weitere Einschränkungen." Das neue Infektionsschutzgesetz, das morgen im Bundestag beraten wird, sei notwendig, aber nicht hinreichend. Es gehe darum, die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erhalten.

09.04.2021, Berlin: Jens Spahn (CDU), Bundesminister f

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Bundespressekonferenz. Bild: dpa / Kay Nietfeld

6.57 Uhr: Intensivmediziner warnen: "Haben fünf nach zwölf"

Während die Kritik an der geplanten "Bundes-Notbremse" anhält, fordern Intensivmediziner zur Eindämmung der dritten Corona-Welle schnelles Handeln. "Wir können es uns nicht leisten, noch wochenlang zu diskutieren", warnte der wissenschaftliche Leiter des Intensivbettenregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Christian Karagiannidis, im "Tagesspiegel" (Donnerstag). Angesichts steigender Corona-Zahlen äußern sich am Donnerstag (09.00 Uhr) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in der Bundespressekonferenz.

Der frühere Präsident der Vereinigung, Uwe Janssens, sagte im Fernsehsender Phoenix: "Wir haben fünf nach zwölf, ihr müsst jetzt handeln, es muss jetzt eine Strategie verfolgt werden, die bundesweit einheitlich gilt." Wären die vor Wochen beschlossenen Maßnahmen flächendeckend umgesetzt worden, hätte man die aktuelle Entwicklung mit einem starken Anstieg der Infektionszahlen noch abschwächen können. Karagiannidis sagte, den Tod seien Intensivmediziner zwar gewohnt - "aber so etwas hat es noch nicht gegeben".

Das Intensiv-Register verzeichnet täglich die Zahl der verfügbaren Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern. Seit Mitte März macht sich das verstärkte Infektionsgeschehen auch auf den Intensivstationen bemerkbar. Die Vereinigung erwartet, dass der bisherige Höchststand von etwa 6000 Covid-19-Intensivpatienten noch im April wieder erreicht wird. Wenn das geplante Bundesgesetz erst Ende April beschlossen werde, werde die Patientenzahl auf 7000 steigen, hatte der jetzige Divi-Präsident Gernot Marx bereits prognostiziert. "Wir reden über sehr viele schwere Erkrankungen und über viele Menschen, die das nicht überleben werden", sagte er

5.37 Uhr: 29.426 Neuinfektionen und 293 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 29.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

In seinem aktuellen Lagebericht von Mittwochabend schreibt das RKI: "Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort." Rund um die Osterfeiertage war laut RKI weniger getestet und gemeldet worden. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 20.407 Neuinfektionen und 306 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 160,1. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 153,2 an, vor vier Wochen lag sie bei 90,4.

14. April

18.27 Uhr: Brasilianische Corona Variante erreicht Mallorca

Wie der Chef der Mikroboplogie von Palmas Krankenhaus Son Espases, Antonio Oliver, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bestätigte, wurde die Brasilianische Coronavirus-Variante P1 nun auch auf Mallorca festgestellt. Die Mutation wurde gestern bei einer genauen Untersuchung eines positiven PCR-Tests von Ende März entdeckt.

Der Ansteckung ist wohl bei einer Sportveranstaltung geschehen, bei der sich insgesamt 9 Personen mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Ob es sich bei einem der restlichen 8 positiven Tests ebenfalls um die Variante P1 handelt, soll in den nächsten Tagen geklärt werden.

16.00 Uhr: Berliner Verfassungsschutz stellt Teile von Corona-Protestbewegung unter Beobachtung

Der Berliner Verfassungsschutz hat Teile der Corona-Protestbewegung unter Beobachtung gestellt. "Die Corona-Proteste haben sich spürbar verändert", sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Mittwoch im Ausschuss für Verfassungsschutz des Berliner Abgeordnetenhauses. Die Proteste hätten sich "in Teilen radikalisiert" und seien zu "einem Katalysator und Ventil für Demokratieskepsis und zum Teil sogar Demokratieverachtung" geworden.

Die Protestveranstaltungen seien von Verfassungsfeinden genutzt worden, um demokratiefeindliche Positionen zu verbreiten. Ergebnis der Analyse des Landesverfassungsschutzes sei, dass sich eine "Empörungsbewegung" formiert habe, die sich nicht in gängige Kategorien wie rechten, linken oder religiösen Extremismus einordnen lasse. Es handle sich um eine "heterogene Bewegung". Geisel betonte, dass es wichtig sei, zwischen den Teilnehmern zu differenzieren. "Die Proteste können nicht in Gänze als verfassungsfeindlich bewertet werden", sagte der Innensenator. Die Mehrheit der Teilnehmer protestiere friedlich gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Neben dieser friedlichen Mehrheit gebe es aber Rechtsextreme und Reichsbürger sowie eine weitere Gruppe, "die nicht oder nur bedingt einem der bekannten Bereiche zugeordnet werden kann". Geeint scheint diese Gruppe laut Berliner Verfassungsschutz in ihrer "permanenten Diffamierung der Bundesrepublik, ihrer Institutionen und den Repräsentanten der Demokratie". Diese Gruppe verbreite gezielt Falschinformationen und sei zunehmend bereit, Politiker, Wissenschaftler und Journalisten verbal und körperlich anzugreifen.

14.36 Uhr: Dänemark stellt Impfungen mit Astrazeneca dauerhaft ein

Dänemark stellt als erstes Land in Europa die Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca dauerhaft ein. Es gebe "echte und ernsthafte Hinweise" auf schwere Nebenwirkungen des Vakzins, erklärte der Chef der dänischen Gesundheitsbehörde, Sören Broström, am Mittwoch. Die Impfkampagne werde deshalb für alle Altersgruppen "ohne diesen Impfstoff fortgesetzt".

Es bestehe ein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff von Astrazeneca und sehr seltenen Fällen ungewöhnlicher Blutgerinnsel, Blutungen und niedriger Blutplättchenzahlen, teilte Brostrøms Behörde mit. Dies und die Tatsache, dass die Corona-Pandemie in Dänemark derzeit unter Kontrolle sei und andere Impfstoffe gegen Covid-19 zur Verfügung stünden, seien maßgeblich bei der Entscheidung gewesen, dass das Impfprogramm ohne Astrazeneca weitergehe. Die dänische Impfkampagne wird ohne Astrazeneca nun einige Wochen länger dauern als geplant.

13.44 Uhr: Neuer Impfstoff Deal der EU: 50 Millionen weitere Biontech-Dosen bis Ende Juni

Statt wie ursprünglich geplant zum Jahresende haben Biontech/Pfizer der EU jetzt weitere 50 Millionen Impfdosen bis Ende Juni versprochen, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel verkündet hat. Damit werden im zweiten Quartal allein 250 Millionen Impfdosen von Biontech und Pfizer geliefert. Das Vakzin soll nach Bevölkerungsanteil auf die 27 EU-Staaten verteilt werden. Deutschland kann also mit gut 9 Millionen zusätzlichen Impfdosen im zweiten Quartal rechnen.

Von der Leyen kündigte zudem Verhandlungen mit Biontech/Pfizer über die Lieferung von weiteren 1,8 Milliarden Impfdosen für die Zeit von 2021 bis 2023 an. Diese sollen für Auffrischungen sowie für die Impfungen von Kindern verwendet werden. Teil der Vereinbarungen soll eine vollständige Herstellung in der EU sein, nicht nur des Impfstoffs, sondern auch aller wesentlicher Bestandteile, wie von der Leyen sagte. Sie hoffe auf einen schnellen Abschluss der Verhandlungen. Von der Leyen betonte, man wolle sich auf Impfstoff-Technologien konzentrieren, die ihren Wert unter Beweis gestellt hätten. Das spreche für mRNA-Impfstoffe, wie sie Biontech/Pfizer produzieren. Sie gab auch bekannt, dass in der EU inzwischen die Schwelle von 100 Millionen Impfungen genommen worden sei. 26 Millionen Menschen seien inzwischen mit zwei Dosen voll geimpft. "Das ist eine Wegmarke, auf die wir stolz sein können", sagte die deutsche Politikerin. Die Ankündigung von Johnson & Johnson zeige allerdings auch, dass noch viele Faktoren die Impfkampagne stören könnten. Die Kommission tue alles, den Nachschub von Impfstoffen auch in den nächsten Wochen und Monaten zu steigern.

12.45 Uhr: EU dementiert Gerüchte über Liefervertragsende mit Astrazeneca und Johnson&Johnson

Auch wenn die EU-Kommision in Zukunft stärker auf mRNA-Impfstoffe setzen will, bedeute das nicht, dass Astrazeneca und Johnson&Johnson bei künftigen Verträgen nicht mehr berücksichtigt werden oder die bestehenden Verträge nicht verlängert werden. Entsprechende Berichte seien falsch, so ein EU-Beamter. Es sei noch zu früh, um sowas zu entscheiden.

12.10 Uhr: EU will Verträge mit Astrazeneca und Johnson&Johnson nicht verlängern

Laut einem Medienbericht will die EU die Lieferverträge für die Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson&Johnson nicht verlängern. Dafür wolle man sich stattdessen mit den mRNA-Impfstoffen wie denen von Biontech und Moderna konzentrieren. Darüber berichtet die Zeitung La Strampa mit verweis auf das italienische Gesundheitsministerium.

12.04 Uhr: Erstes Bundesland stoppt Erstimpfungen

Aufgrund von Impfstoffmangel stoppt Brandenburg als erstes Bundesland Erstimpfungen für Biontech und Moderna. „Wir werden keine Erstimpfungstermine mehr herausgeben, um wenigstens – soweit es irgend geht – mit den vorhandenen Biontech- und Moderna-Dosen die Kompensation der Zweitimpfungen zu Astrazeneca durchhalten zu können“, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch in einer Sitzung von Gesundheits- und Innenausschuss des Landtags. „Das wird so eng werden, dass wir nach Stand jetzt nicht unbedingt in der Lage sind, das zu erreichen.“ Ziel sei es, die Zweitimpfungen abzusichern.

10.40 Uhr: Zahl der neuen Azubis im Corona-Jahr 2020 stark eingebrochen

Im Corona-Jahr 2020 haben so wenige Menschen in Deutschland eine Ausbildung begonnen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge brach nach vorläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent auf 465.200 ein, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Als Grund nannten die Statistiker den Effekt der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt.

Zwar seien die Ausbildungszahlen seit Jahren tendenziell rückläufig, hieß es von den Experten. "Der aktuelle Einbruch ist in seiner Höhe aber bislang einzigartig." Am stärksten davon betroffen waren die Bereiche Industrie und Handel (-11,9 Prozent) und das Handwerk (-6,6 Prozent). Lediglich die Landwirtschaft konnte einen leichten Zuwachs an neuen Azubis verzeichnen.

8.07 Uhr: Moderna stuft Wirksamkeit seines Impfstoffs leicht herab

Das US-Pharmaunternehmen Moderna hat die Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs leicht herabgestuft. Der Impfstoff schütze zu 90 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung und zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. In einem im Dezember im "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Artikel hatte Moderna die Wirksamkeit noch mit 94,1 Prozent angegeben.Die neuen Ergebnisse stammen aus der laufenden dritten Phase einer klinischen Studie mit mehr als 30.000 Menschen in den USA. Den Grund für die gesunkene Wirksamkeit nannte das Unternehmen nicht, sie könnte jedoch auf die inzwischen zirkulierenden neuen Virusvarianten zurückzuführen sein.

6.29 Uhr: Beschluss: Biontech oder Moderna für Zweitimpfung nach Astrazeneca

Klarheit für mehr als zwei Millionen Menschen unter 60 Jahren, die in Deutschland bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben: Sie sollen bei der notwendigen Zweitimpfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Auf diese Empfehlung haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig geeinigt. Sie folgen damit dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April.Bei den Beratungen sei klar geworden, dass die Zweitimpfung mit einem einen mRNA-Imfpstoff, also dem Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

6.01 Uhr: 21.693 Corona-Neuinfektionen und 342 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.683 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 342 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9677 Neuinfektionen und 298 Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05:03 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 153,2. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 140,9 an, vor einer Woche lag sie bei 110,1.

5.55 Uhr: Drosten hält weitere Maßnahmen neben Corona-Notbremse für nötig

Wegen der Lage auf den Intensivstationen erwartet der Virologe Christian Drosten, dass zusätzlich zur geplanten bundesweiten Corona-Notbremse weitere Maßnahmen nötig sein werden. "Ich denke, dass man anhand der sich jetzt einstellenden Situation in den Krankenhäusern auch noch mal anders reagieren muss", sagte der Corona-Experte von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. Dies müsse sicherlich in "allernächster Zeit" geschehen. "Ich erwarte jetzt nicht ohne weiteres, dass man damit die Situation in der Intensivmedizin kontrollieren kann", sagte Drosten mit Blick auf die Entscheidung.

Über die eingeschränkte Aussagekraft der Corona-Meldezahlen nach Ostern sagte Drosten: "Wir müssen wahrscheinlich bis Ende dieser Woche warten, um wieder realistische Zahlen zu sehen." Er befürchte, dass man dann wieder in einem Bereich zwischen 20.000 und 30.000 täglich gemeldeten Neuinfektionen landen werde. Durch die Osterferien sieht der Virologe allerdings für die Schulen zunächst einen "nachhaltigen Entschleunigungseffekt", wie er sagte. Weiter erinnerte Drosten daran, dass man sich nach einem negativen Schnelltestergebnis nicht in falscher Sicherheit wiegen dürfe. "Es ist nicht alles so simpel, wie das zum Teil in der Politik auch argumentativ verarbeitet wird. So nach dem Motto: Jetzt kann ja alles öffnen, weil wir haben ja jetzt Schnelltests."

In der Praxis stellten Fachleute fest, dass es bei diesen Tests eine Lücke beim Erkennen von Infektionen in der Frühphase gebe, schilderte Drosten. Noch fehlten zwar Studien dazu. Beobachtet werde aber, dass die Tests nur beim größten Teil der ansteckenden Tage anschlagen: Beim Testen direkt bei Symptombeginn könne der Test jedoch noch negativ ausfallen. Ein Labortest (PCR) hingegen könne im Vergleich schon mehrere Tage vorher eine Ansteckung anzeigen.

13. April

16.12 Uhr: Protest vor Reichstag gegen neue Infektionsschutzmaßnahmen

Anlässlich der Kabinettsberatungen über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes haben am Dienstag vor dem Reichstagsgebäude in Berlin etwas 350 Menschen gegen die geplanten bundesweiten Maßnahmen zum Schutz vor der Pandemie protestiert. Wie die Polizei mitteilte, wurden mehrere Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten gegen Demonstrantinnen und Demonstranten eingeleitet.Demnach trugen einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung trotz mehrerer Durchsagen der Polizei keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten keine Sicherheitsabstände ein. Die Polizei war nach Angaben eines Sprechers mit rund 500 Einsatzkräften vor Ort.

15.42 Uhr: J&J verschiebt Markteinführung in Europa

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson verzögert den Marktstart seines Impfstoffs in Europa. Das teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Man habe Berichte über Sinusvenenthrombosen erhalten und sich für die Verzögerung entschieden. Der Konzern arbeite nun mit Experten und den Gesundheitsbehörden an der Untersuchung der Fälle.

Zuvor hatten die Behörden in den USA eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson empfohlen, nachdem bei sechs Menschen im Land nach der Impfung Sinusvenenthrombosen diagnostiziert worden waren. Das teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die Fälle würden nun genauer untersucht. Bis ein Ergebnis vorliege, werde als Vorsichtsmaßnahme die vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit Johnson & Johnson empfohlen.

13.41 Uhr: US-Behörde empfiehlt Aussetzung von Impfung mit J&J

Die US-Behörden haben eine Aussetzung der Impfungen mit dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson empfohlen. Die Arzneimittelbehörde FDA und die Gesundheitsbehörde CDC verwiesen in ihrer Empfehlung am Dienstag auf eine laufende Untersuchung zu sechs Fällen von seltenen Blutgerinnseln, die nach Impfungen mit dem Produkt des US-Pharmakonzerns gemeldet wurden. Bis zum Abschluss der Untersuchung werde "vorsichtshalber" eine "Pause" bei den Impfungen empfohlen.

12.35 Uhr: Merkel über Änderung des Infektionsschutzgesetzes

"Das ist eine Ergänzung des Infektionsschutzgesetzes", sagt Merkel. Sie zeige, wie es weitergehen soll. "Wir setzen die Notbremse bundesweit um, wo die Inzidenz über 100 liegt, sollen zukünftig bundeseinheitliche Regelungen gelten. Die Notbremse ist dann nicht mehr Auslegungssache, sondern greift automatisch", so Merkel in der Pressekonferenz.

"Die bundeseinheitlich geltende Notbremse ist überfällig, denn die Lage ist ernst", sagt Merkel weiter. Auch wenn es schwerfalle, dies erneut zu hören. "Ich habe von Beginn an gesagt, wenn wir warten, bis alle Intensivbetten belegt sind, dann ist es zu spät. Wir dürfen die Rufe der Intensivmediziner nicht ignorieren."

Und weiter: "Damit wir die dritte Welle bremsen reichen die bisherigen Bund-Länder-Beratungen nicht mehr aus, sondern unsere Pandemiebekämpfung muss stringenter werden". Die Bürger würden Nachvollziehbarkeit erwarten. "Daher ist es wichtig, unsere Zusammenarbeit auf neue Füße zu stellen."

"Ich bin mir bewusst, dass es harte Einschränkungen sind, die das Gesetz bei einer Inzidenz von über 100 vorsieht", so Merkel. Sie würden einem einzigen Ziel dienen: die Corona-Zahlen zu senken. Hoffnung gebe die Impfkampagne. "Wir gehen dem Licht am Ende des Tunnels entgegen. Daher möchte ich auch heute den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld und Einsicht danken."

8.00 Uhr: Britische Variante laut neuen Studien nicht tödlicher

Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, allerdings nicht tödlicher. Zu diesem Schluss kommen Forscher in zwei separaten Studien, die am Dienstag in den Fachmagazinen "The Lancet Infectious Diseases" und "The Lancet Public Health" veröffentlicht wurden. Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen.

In ihrer Studie untersuchten Forscher des University College London mit PCR-Tests die Viruslast von Infizierten und werteten die in diesem Zeitraum aufgetretenen schweren Verläufe und Todesfälle aus. Bei Infizierten mit der sogenannten britischen Variante stellten sie eine höhere Viruslast fest. Der Anteil der Patienten, die an Covid-19 starben, war jedoch bei der Variante nicht erhöht.

Die andere in "The Lancet" veröffentlichte Studie wertete Symptome von Covid-Patienten aus, die diese über eine App des Gesundheitssystems meldeten. Mittels Gensequenzierung stellten sie zudem fest, an welcher Corona-Variante die Betroffenen erkrankt waren. Auch diese Studie stellte keine signifikanten Unterschiede bei der Schwere der Erkrankung sowie bei nachweisbaren Langzeitwirkungen einer Infektion fest. Die Forscher wiesen jedoch für die britische Variante eine deutliche Erhöhung des R-Wertes nach, der die Entwicklung der Pandemie beschreibt. Das spricht ebenfalls für eine erhöhte Übertragbarkeit der Variante.

Da die Studien beide im vergangenen Winter in London und Südengland durchgeführt wurden, wo sich die Variante B.1.1.7 zu dieser Zeit rapide ausbreitete, hatten die Forscher eine gute Vergleichbarkeit beider Varianten. Allerdings räumen die Wissenschaftler ein, dass zusätzliche Studien nötig seien, um die Erkenntnisse weiter zu bestätigen.

7.00 Uhr: 10.810 Neuinfektionen, 294 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Zudem könnten die Zahlen der Vorwoche wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 140,9. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 129,2 an, vor einer Woche lag sie bei 123.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,09 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 109 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert sei weiter gestiegen, schreibt das RKI. Die in den Tagen nach Ostern beobachtete Absenkung des Werts könnte an der vorübergehend geringeren Testzahl gelegen haben. Auch der R-Wert kann laut RKI erst in einigen Tagen wieder aussagekräftig bewertet werden.

12. April

18.30 Uhr: Merkels Ausgangssperre könnte noch kippen

Angela Merkels geplanter Komplett-Lockdown für Landkreise mit einer Inzidenz von über 100 an drei aufeinander folgenden Tagen stößt auf Widerstand. Die Kanzlerin plant strenge Ausgangssperren von 21 Uhr bis 5 Uhr. Das heißt: nicht mal Joggen oder Spaziergehen sollen dann in dieser Zeit erlaubt sein.

Doch klare Worte kamen sowohl aus der eigenen Partei als auch aus der SPD, ohne dessen Unterstützung die Ausgangssperre wohl nicht umgesetzt werden könnte. In der Bild sprach sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) ganz klar gegen Ausgangssperren aus: "Ausgangssperren – das bestätigt auch die Forschung - haben auf das Infektionsgeschehen geringen Einfluss", sagte Haseloff der "Bild". "Ein gewisser Effekt mag noch in Ballungsräumen bestehen, im ländlichen Raum tendiert dieser gegen Null." Er sehe generelle Ausgangssperren deshalb kritisch, wichtiger sei der Infektionsschutz in Innenräumen.

Auch Lars Klingbeil (43), SPD-Generalsekretär, stimmte mit den Plänen der Kanzlerin nicht überein: "Ich setze mich dafür ein, dass man auch nach 21 Uhr als Haushalt unterwegs sein kann, dass man auch joggen gehen kann", sagte er der "Bild".

Merkel muss hier also weitere Überzeugungsarbeit leisten, denn ohne die Zustimmung der SPD-Bundestagsfraktion, wird das Gesetz keine Chance haben.

18.10 Uhr: 45.000 Arztpraxen mit Corona-Impfungen

Immer mehr Ärzte impfen gegen Corona. Statt , wie vorige Woche noch 35 .00, nehmen seit dieser Woche 45.000 Arztpraxen teil, wie ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin sagte. Ein Großteil sind Hausarztpraxen.

An den Impfzahlen wird dies allerdings wenig ändern, denn die Menge an Impfstoff stagniert zunächst voraussichtlich. Bis zu diesem Dienstag sollen rund eine Million Dosen des Vakzins von Biontech /Pfizer in den Praxen ausgeliefert werden. "Das Engagement der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte steigt gewaltig - hoffentlich auch bald die Impfstoffmengen", sagte der KBV-Sprecher.

Stand heute wurden inzwischen 18 Millionen Impfdosen gespritzt; 15,9 Prozent der Menschen in Deutschland erhielten mindestens die Erstimpfung. Die Zahlen reichen von 19,2 Prozent in Bremen, 18,2 im Saarland und 17,7 Prozent in Schleswig-Holstein bis hin zu Niedersachsen mit 15,1 Prozent, Hessen mit 14,6 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern 14,4 Prozent.

15.00 Uhr: Merkel: Dritte Corona-Welle "vielleicht die härteste"

Bundeskanzlerin Angela Merkel will zur Eindämmung des anhaltenden Anstiegs der Corona-Infektionen vor allem auf Tests und Impfungen setzen. "Wir müssen sagen, dass diese dritte Welle für uns vielleicht die härteste ist", sagte die CDU-Politikerin am Montag zur Eröffnung der digitalen Industrieschau Hannover Messe. Die Infektionszahlen seien aktuell viel zu hoch, die Auslastung der Intensivstationen nehme wieder zu. Um die Welle zu brechen, sei "die wichtigste Waffe, die wir haben, das Impfen", betonte Merkel. "Und das Testen hilft uns, eine Brücke zu bauen, bis das Impfen wirkt."

Die weitere Wirtschaftsentwicklung hänge entscheidend davon ab, inwieweit die Ansteckungen möglichst schnell unter Kontrolle gebracht werden können, erklärte die Kanzlerin. Sie forderte ein gemeinsames Vorgehen auf der Welt zur Pandemiebekämpfung. "Denn selbst eine schnelle Impfung unserer Bevölkerung ist noch keine Garantie dafür, dass sich weltweit nicht auch weitere Virusmutationen verbreiten, gegen die unsere Impfstoffe dann nicht mehr oder weniger gut wirken." Auch der Zugang von ärmeren Ländern zu den Impfstoffen sei von globaler Bedeutung.

14.25 Uhr: Bundesregierung will Unternehmen zu Corona-Testangeboten verpflichten

Unternehmen sollen ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten müssen, wenn diese nicht im Homeoffice arbeiten. In der Bundesregierung wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dazu eine Paketlösung angestrebt. Die entsprechende Änderung der Arbeitsschutzverordnung soll dabei gemeinsam mit der geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes für eine bundesweite Corona-Notbremse kommen.

Die Arbeitgeber sollen die Tests zur Verfügung stellen. Sie müssen aber voraussichtlich nicht dokumentieren, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Tests auch in Anspruch nehmen. Der "Spiegel" berichtete, dass das Wirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) seinen Widerstand gegen eine Testangebotspflicht trotz Widerstands der Wirtschaft aufgegeben habe. Wer viel Kundenkontakt habe oder mit Lebensmitteln arbeite, solle Anspruch auf zwei Tests haben, so der "Spiegel".

13.20 Uhr: Bericht: Kanzleramt rechnet noch mit sechs bis acht Wochen Lockdown

Der Lockdown könnte angesichts der hohen Infektionszahlen noch wochenlang anhalten. Laut "Tagesspiegel" sprach Kanzleramtsminister Helge Braun in einer Besprechung mit den Bundesländern am Sonntag von einer verschärften Infektionslage für sechs bis acht Wochen. Die bundesweit verpflichtende Notbremse, die in dieser Woche beschlossen werden soll, könnte damit noch bis in den Juni hinein in einzelnen Regionen Deutschlands nötig werden.

9.00 Uhr: Lauterbach hält Fußball-EM in zwölf Ländern für "verantwortungslos"

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält das Festhalten der UEFA an einer Fußball-EM in möglichst zwölf Ländern in diesem Sommer für "verantwortungslos". Der SPD-Politiker verwies in einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf ein steigendes Risiko für Fußballprofis auf Spätfolgen nach Corona-Infektionen. "Das sind gesundheitliche Langzeitschäden, die das sofortige Karriereende bedeuten können. Dies muss man Menschen, deren Gesundheit ihr Kapital ist, ehrlich mitteilen", sagte Lauterbach mit Blick auf Erkrankungen, die in der Fachsprache Long Covid (Langes Covid-19) genannt werden.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will am 19. April entscheiden, ob die auf dieses Jahr verlegte Europameisterschaft wie geplant in zwölf Ländern gespielt werden kann. Als deutscher Ausrichter ist München vorgesehen. Kernpunkt ist die Zulassung von Zuschauern, die acht EM-Städte bereits zugesichert haben. München muss bei seinem Konzept in diesem Punkt nach Willen der UEFA noch nachbessern.

7.00 Uhr: 13.245 Neuinfektionen, 99 weitere Todesfälle

Die Zahl der insgesamt in Deutschland gemeldeten Corona-Infektionen ist auf über drei Millionen gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag haben sich nachweislich 3.011.513 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die erste bestätigte Infektion wurde am 27. Januar 2020 bekannt gegeben. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 78.452.

Binnen eines Tages wurden 13.245 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 99 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montaggmorgen hervor. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Zudem könnten die Zahlen wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie.

Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8497 Neuinfektionen und 50 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 136,4. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.07 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 129,2 an, vor einer Woche lag sie bei 128. Der Inzidenzwert ist momentan noch mit Vorsicht zu genießen und dürfte wegen weniger Tests und Meldungen über Ostern zu niedrig ausfallen. Das RKI erwartet, dass der Wert im Laufe der kommenden Woche wieder belastbar sein wird.

11. April

9.00 Uhr: Heil will Testpflicht für Betriebe

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will schon am Dienstag eine Corona-Testpflicht für Unternehmen in ganz Deutschland im Kabinett durchsetzen – obwohl die Union eine solche Pflicht bisher ablehnt. "Alle müssen jetzt ihren Beitrag im Kampf gegen Corona leisten, auch die Arbeitswelt. Um die zu schützen, die nicht von zu Hause arbeiten können, brauchen wir flächendeckend Tests in den Betrieben", sagte Heil der "Bild am Sonntag". "Ich will, dass wir das am Dienstag in der Bundesregierung beschließen."

Eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Umfrage unter Beschäftigten hatte ergeben, dass aktuell 61 Prozent einen Arbeitgeber haben, der Corona-Tests anbietet. "40 Prozent der Beschäftigten bekommen keine Testangebote vom Arbeitgeber. Deshalb müssen wir die Wirtschaft verpflichten, den Beschäftigten einfach und unbürokratisch Testangebote zu machen. Denn Testen schützt die Beschäftigten und hält die Betriebe offen", sagte Heil.

Die Pläne des Bundesarbeitsministeriums sehen nach Informationen der "Bild am Sonntag" vor, dass alle Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice sind, das Recht auf einen Corona-Test pro Woche bekommen. Wer viel Kundenkontakt habe oder mit Lebensmitteln arbeite, solle Anspruch auf zwei Tests pro Woche haben. Eine Bescheinigungspflicht sei nicht vorgesehen. Damit reiche es, wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Selbsttests zur Verfügung stelle.

Bislang hatte die Union eine Testpflicht für Betriebe abgelehnt. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" will die SPD eine solche Einführung nun über eine Verschärfung der Arbeitsschutzverordnung im Paket mit der Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes durchsetzen. Über die Arbeitsschutzverordnung soll demnach am Dienstag auch die Homeoffice-Regel, die am 30. April ausläuft, verlängert werden.

8.30 Uhr: Mehr als 15 Prozent haben zumindest Erstimpfung erhalten

In Deutschland haben mehr als 15 Prozent der Menschen eine Erstimpfung erhalten. Das geht aus Daten hervor, die das Robert Koch-Institut am Samstag veröffentlichte. Demnach waren 15,2 Prozent in Deutschland mindestens einmal geimpft, das sind 12,7 Millionen Menschen (Datenstand 10.4., 8.00 Uhr). 5,9 Prozent (4,9 Millionen Menschen) hatten schon eine Zweitimpfung erhalten. Mehreren Studien zufolge gibt bereits die erste Impfung einen gewissen Schutz. Nach einer britischen Studie verhinderten die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astrazeneca nach der ersten Dosis mehr als die Hälfte aller zu erwartenden Infektionen bei Pflegeheimbewohnern.

Nachdem die Hausarztpraxen in die Corona-Impfungen eingestiegen waren und auch mehr Impfstoffe zur Verfügung standen, hatte sich die Zahl der Impfungen in der vergangenen Woche pro Tag stark erhöht auf über 700.000 am Donnerstag, danach sank sie wieder. Am Mittwoch waren in den meisten Bundesländern die Impfungen in den insgesamt 35.000 teilnehmenden Hausarztpraxen gestartet. Das Impftempo in den Praxen könnte allerdings bald wieder etwas ins Stocken geraten. Denn seit längerem ist bekannt, dass die Impfstoffmenge für die Praxen Mitte April vorübergehend geringfügig zurückgeht, bevor sie wieder steigt.

Die Lage in den Kliniken sei dennoch zutiefst besorgniserregend, hatte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx am Freitag gewarnt. Es gebe einen ungebremsten und dramatischen Anstieg der Zahl von Covid-Patienten. Deutschland dürfe nicht auf den letzten Metern Menschen gefährden – kurz bevor sie durch eine Impfung geschützt werden könnten, sagte er.

8.15 Uhr: 18.000 Neuinfektionen, 104 weitere Todesfälle

Rund 18.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in DeutschlandIn Deutschland sind innerhalb eines Tages 17.855 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 104 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Zahlen könnten zudem wegen der Schulferien noch nicht mit früheren Werten vergleichbar sein. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 12.196 Neuinfektionen und 68 neue Todesfälle verzeichnet.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 129,2. Der Entwurf für ein verschärftes Infektiosschutzgesetz sieht bundesweit einheitliche nächtliche Ausgangssperren von 21.00 bis 05.00 Uhr in allen Landkreisen und kreisfreien Städten ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 vor. Das Gesetz soll schon in der kommenden Woche vom Kabinett beschlossen werden und dann rasch in das parlamentarische Verfahren gehen.

10. April

17.13 Uhr: Weil fordert mehr Engagement für Impfstoff für Kinder und Jugendliche

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) fordert vom Bund mehr Engagement bei der Impfstoffbeschaffung für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Es gebe Ankündigungen von Herstellern, dass bereits im Herbst erste Impfstoffe für unter 16-Jährige zugelassen werden könnten, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag. "Solche Impfstoffe muss der Bund sich über die EU sichern, damit wir nicht erneut erleben, dass wir zu spät und zu wenig bestellt haben."

Auch in dieser Altersgruppe gebe es zahlreiche Vorerkrankte, sagte Weil. Diese Jungen und Mädchen würden bislang "noch viel zu wenig in den Blick genommen". Gleichzeitig bekräftigte Weil, dass sich Niedersachsen nicht wie andere Bundesländer im Alleingang Optionen auf den russischen Impfstoff Sputnik V sichern, sondern sich an das vereinbarte Verfahren halten werde: "Der Bund beschafft den Impfstoff, Länder und Kommunen kümmern sich um die Impfungen."

Der russische Impfstoff ist in der EU noch nicht zugelassen. Für den Fall der Zulassung kündigte Bayern bereits eine Bestellung von 2,5 Millionen Impfdosen für den Freistaat an. Auch das Land Mecklenburg-Vorpommern führt bereits entsprechende Kaufverhandlungen, hier geht es um eine Million Impfdosen.

9.00 Uhr: Curevac hofft auf EMA-Zulassung für Impfstoff bereits im Mai

Das Corona-Vakzin des Tübinger Impfstoffherstellers Curevac könnte nach Einschätzung des Unternehmens früher von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen werden als bisher erwartet. "Wir sind bereits sehr fortgeschritten in der dritten klinischen Testphase und erwarten die Daten für das finale Zulassungspaket", sagte Unternehmenssprecher Thorsten Schüller der "Augsburger Allgemeinen". Curevac hoffe daher auf eine Zulassung "im Mai oder Juni". Zuletzt war Curevac von einer EMA-Zulassung bis Ende Juni ausgegangen.

Curevac plane weiter mit der Produktion von bis zu 300 Millionen Impfdosen in diesem Jahr, sagte Schüller. Für das kommende Jahr sei dann die Produktion von einer Milliarde Impfstoffdosen vorgesehen. Das Unternehmen und seine Produktionspartner könnten deutlich mehr als andere Hersteller in vergleichbar dimensionierten Anlagen erzeugen, sagte Schüller. "Unsere Impfdosis ist mit zwölf Mikrogramm sehr gering." Andere mRNA-Impfstoffe bräuchten die zweieinhalb- bis achtfache Wirkstoffmenge für einen vergleichbaren Schutz.

8.00 Uhr: Rund 24.000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages 24.097 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 246 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 120,6. Am Vortag hatte sie noch 110,4 betragen.

Die Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung und Lockerung von Restriktionen. Im Februar war dieser Wert zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen, bevor er wieder deutlich auf mehr als 130 stieg. In den vergangenen Tagen war die Inzidenz dann zwar wieder rückläufig – das RKI wies aber zur Interpretation der Zahlen darauf hin, dass rund um die Ostertage weniger getestet wurde.

9. April

19.16 Uhr: Entwurf zur Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes – Ausgangssperren geplant

Die Pläne für ein bundeseinheitliches Vorgehen in der Corona-Pandemie nehmen Gestalt an. Am Nachmittag hat die Bundesregierung den Fraktionen von Union und SPD konkrete Maßnahmen zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes übermittelt. Diese sogenannte "Formulierungshilfe" liegt RTL exklusiv vor, berichtet der Sender.

Darin heißt es unter anderem „Der Gesetzentwurf schließt zwei wesentliche Lücken im geltenden Infektionsschutzgesetz: Es wird eine bundesweit verbindliche Notbremse ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 eingeführt. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen den Schwellenwert von 100, so gelten dort ab dem übernächsten Tag zusätzliche verhältnismäßige Maßnahmen.“

Dazu zählt unter anderem eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr – es sei denn, der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung ist begründet. Als Beispiele werden medizinische oder veterinärmedizinische Notfälle genannt, die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, die Wahrnehmung des Sorge- oder Umgangsrechts und die unaufschiebbare Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen oder Minderjähriger oder der Begleitung Sterbender.

Hochschulen, außerschulische Einrichtungen der Erwachsenenbildung oder ähnliche Einrichtungen dürften keinen Präsenzunterricht durchführen, sofern nicht „die nach Landesrecht zuständigen Behörden nach von ihnen festgelegten Kriterien eine Notbetreuung eingerichtet haben“.

Ladengeschäfte und „Märkte mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksangebote“ (z. B. Baumärkte) dürften nicht öffnen. Der Lebensmittelhandel, ebenso wie Getränkemärkte, Reformhäuser, Apotheken, Drogerien und Tankstellen blieben von den Maßnahmen ausgenommen. Auch Übernachtungsangebote bleiben bei einer Inzidenz von mehr als 100 je 100.000 Einwohnern untersagt.

15.45 Uhr: Erneute Astrazeneca-Untersuchung der EMA

Die europäische Arzneimittelagentur EMA untersucht eine mögliche Verbindung von des Impfstoffs von Astrazeneca mit dem sogenannten Clarkson-Syndrom. Das gab die EMA am Freitag bekannt. Dabei handelt es sich um seine sehr seltene aber schwere Krankheit mit einem generalisierten Ödem. Es wird durch eine erhöhte Durchlässigkeit der Kapillargefäße verursacht, die ein Austreten von Plasma und Plasmaproteinen in das Interstitium zur Folge hat.

Außerdem prüft die EMA nach Berichten über vier Thrombosefälle nach einer Impfung mit dem Corona-Vakzin des US-Herstellers Johnson & Johnson einen möglichen Zusammenhang. Wie die EMA am Freitag mitteilte, wurden drei Thrombosefälle in den USA gemeldet und ein weiterer im Rahmen einer klinischen Studie an einem nicht näher genannten Ort. Einer der Fälle verlief demnach tödlich. In Deutschland sollte der Impfstoff voraussichtlich Mitte April zum Einsatz kommen.

11.40 Uhr: Bund und Länder einig über Änderung bei Infektionsschutzgesetz

Überraschende Wende bei der Corona-Strategie von Bund und Ländern: Die vor Ostern vereinbarte nächste Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder fällt aus. Stattdessen soll im Eilverfahren das Infektionsschutzgesetz nachgeschärft werden, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mitteilte. Ziel sei es, bundesweit einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Infektionszahlen zu schaffen. Dazu werde die nächste Sitzung des Bundeskabinetts von Mittwoch auf Dienstag vorgezogen.

Demmer sagte: "Bund und Länder haben sich heute darauf verständigt, in enger Absprache mit den Bundestagsfraktionen das Infektionsschutzgesetz zu ergänzen, um nun bundeseinheitlich zu regeln, welche Beschränkungen zu ergreifen sind, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis über 100 liegt." Angestrebt werde ein "ganz normales Gesetzgebungsverfahren", sagte die Sprecherin. In der kommenden Woche wird es nach ihren Angaben keine Ministerpräsidentenkonferenz mehr geben.

Für den Fall, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region den Wert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner übersteigt, hatten Bund und Länder bereits Anfang März Regeln vereinbart: Alle Lockerungen der Corona-Maßnahmen müssten demnach wieder vollständig zurückgenommen werden. Allerdings hat sich in den vergangenen Wochen vielfach gezeigt, dass diese sogenannte Notbremse nicht angewendet wird. Dies hatte auch Merkel kritisiert. Offenbar sollen die Regeln nun im Infektionsschutzgesetz verbindlich festgeschrieben werden.

11.00 Uhr: Corona-Gipfel abgesagt

Der für Montag geplante Corona-Gipfel von Bund und Ländern fällt nach Angaben der niedersächsischen Landesregierung wohl aus. Bis vor kurzem habe der Termin der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) noch im Kalender von Regierungschef Stephan Weil (SPD) gestanden – "dort steht er jetzt nicht mehr", sagte eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover. "Es ist aber noch nicht geklärt, ob in der kommenden Woche dann eine MPK stattfindet, also ob der Termin verschoben wird, oder ob es in der kommenden Woche gar keine gibt." Für Weil sei nicht ausschlaggebend, wann die Bund-Länder-Gespräche stattfinden, sondern dass sie gut vorbereitet sein müssen. "Da wurde es jetzt schon langsam knapp", sagte die Sprecherin.

10.58 Uhr: Änderung des Infektionsschutzgesetzes als Option

Es geht um eine mögliche Änderung des Infektionsschutzgesetzes. "Ich finde, wir diskutieren jetzt seit Tagen über das wie. Das was und das wann wären eigentlich wichtiger", so Spahn. "Eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist eine Option."

10.53 Uhr: Zwei bis vier Wochen Lockdown nötig

"An jedem Tag, an dem wir später handeln, verlieren wir Menschen", warnt Wieler. Ein Lockdown müsste laut Daten aus Modellierungen zwischen zwei und vier Wochen dauern, um die Zahlen zu senken.

10.44 Uhr: Testpflicht für Unternehmen?

Es geht um die Testpflicht für Unternehmen. Die Zielmarke von über 90 Prozent an Unternehmen, die testen, sei noch nicht erreicht worden, so Spahn. "Es ist wichtig, dass das Angebot im Betrieb da ist, aber es ist auch wichtig, dass es genutzt wird", sagt Spahn. "Wir wollen idealerweise 100 Prozent der Unternehmen, die mindestens zweimal pro Woche ein Testangebot möglich machen für diejenigen, die nicht im Homeoffice arbeiten können."

Man könne das Infektionsgeschehen schneller reduzieren, indem man Infizierte frühzeitig erkennt, so Wieler. Wichtig seien vor allem aber die anderen Maßnahmen.

10.40 Uhr: "Nicht dumm rumreden"

"Wir haben genug Informationen und wenn wir wissen, dass die dritte Welle da ist, kann es doch nicht sein, dass man sich durch wenige niedrige Zahlen irritieren lässt", sagt Wieler. "Ich will das nochmal sagen: Der einzige Echtzeit-Indikator, den wir haben, ist der Intensivbetten-Register. Da braucht man jetzt nicht dumm rumzureden oder zu diskutieren. Dort liegen Menschen auf Intensivstationen." Davon würden einige sterben. "Bitte lassen Sie uns die wichtigen Zahlen nicht aus den Augen lassen", so Wieler.

10.37 Uhr: Spahn und Wieler antworten auf watson-Frage

Watson-Redakteur Sebastian Heinrich fragt: "Herr Spahn, Sie hatten im März auf unsere Frage, warum es keine Teststrategie für Universitäten gibt geantwortet, die gebe es in der Verantwortung der Länder. Sie sehe zwei Tests pro Woche und eine Mischung aus Online- und Live-Veranstaltungen vor. Auf Nachfrage haben wir gehört, dass es nur Online-Veranstaltungen gibt. Wollen Sie sich mit diesem Zustand abfinden?"

Spahn antwortet: "Ich habe gesagt, es könnte so eine Strategie entwickelt werden mit dem entsprechenden Testangebot. Wir sehen ja auch bei der Schulministerkonferenz, dass es auch dort nicht gelungen ist eine einheitliche Linie zu finden. Für uns ist es wichtig, dass wir nach dem Brechen der Welle, wenn es um Öffnungen geht, das testgestützt tun. Und wenn es um Lebenswelten geht, Beruf, Schule oder Universität, dass wir in diesen Lebenswelten mindestens zweimal pro Woche testen. Da wo Präsenzveranstaltungen sind, ist es unbedingt erforderlich, dass wir zu Testungen kommen."

Sebastian Heinrich fragt nach: "Aber Fakt ist ja, dass wir gerade nur Online-Veranstaltungen haben. Jetzt haben die Studierenden das dritte Semester in Folge, in dem das Lernen schwieriger wird und alles, was ein Studium lebenswert macht, ist nicht mehr möglich. Können Sie den Studierenden eine Perspektive geben?"

"Im Moment ist für uns alle das, was das Leben lebenswert macht, nicht möglich", sagt Spahn. "Es geht halt gerade nicht. Ich kann nur empfehlen, wenn man Präsenzveranstaltungen macht, sie durch testen zu begleiten. In manchen Altersgruppen ist digitales lernen aber einfacher als bei 7-Jährigen."

Wieler ergänzt: "Das ist die Entscheidung der Universitäten. Aber ich konkret kenne ein Projekt in Dortmund an der Universität, dort gibt es ein Testkonzept. Dort arbeitet man mit PCR-Tests zweimal die Woche. Wir brauchen solche Modelle, hoffen wir, dass sie funktionieren. Aber das wird nur funktionieren, wenn die Inzidenzen nicht zu hoch sind. Bei all diesen Konzepten ist die Grundvoraussetzung für Öffnungen eine niedrige Inzidenz und die müssen wir erstmal kriegen."

"Bei allem sind die Grundvoraussetzung für Öffnungen die niedrige Inzidenz – und wir sehen ja gerade genau das Gegenteil, wir sind mitten in der dritten Welle. Wenn sie mal nach Tübingen schauen und die Inzidenz liegt mittlerweile bei weit über hundert. Wir können mit Tests das Virus nicht wegtesten. Die erste Aufgabe ist die Inzidenz runterzubringen, damit die Lebenswelten wieder öffnen können."

10.30 Uhr: Ab Mitte April Astrazeneca auch in Arztpraxen

Ab Mitte April werde der Impfstoff von Astrazeneca auch in die Hausarztpraxen gehen, in den ersten beiden Wochen haben die Praxen ausschließlich Biontech erhalten. Biontech sei ein sehr verlässlicher Lieferant, bei den anderen Herstellern habe man diese Verlässlichkeit aufgrund der Produktionsprozesse noch nicht erreicht. Es könne aber bei über 1 Million Impfungen in den Arztpraxen bleiben, in Zukunft könne diese Zahl noch steigen, so Spahn. Auch Johnson&Johnson werde in Zukunft in die Arztpraxen gehen.

10.15 Uhr: "Sehr, sehr ernst"

"Glücklicherweise werden immer mehr Menschen geimpft, aber es wird noch dauern, bis diese Impfungen einen Effekt auf Bevölkerungsebene zeigen", sagt Wieler. Die Fallzahlen und Inzidenzen seien aktuell nicht so zuverlässig, da aufgrund der Osterfeiertage weniger Menschen bei Ärzten waren und weniger getestet wurde.

Trotzdem könne man die Situation einschätzen. Entscheidend dazu sei die Situation in den Krankenhäusern. Hier sehe man, "dass die Situation sehr, sehr ernst ist", so Wieler. "Die Intensivstationen füllen sich in fast allen Bundesländern rasant, allein letzte Woche sind 700 Personen dazugekommen. Das entspricht einem Anstieg um fast 20 Prozent."

"Es geht nicht nur darum, dass Geräte und Betten ausgelastet sind, sondern auch die Menschen, die dort ihre Pflicht tun, seit Monaten Tag und Nacht arbeiten, sind überlastet", warnt Wieler.

10.13 Uhr: Verordnung angepasst

Im Absprache mit den Gesundheitsministern der Länder habe er besprochen, dass die Testpflicht für vollständig geimpfte Personen beim Reisen entfallen kann. Nur wer aus einem Virusvarianten-Gebiet kommt muss sich testen lassen. Diese Regel soll noch im April umgesetzt werden.

Kontaktpersonen von Infizierten müssen nicht in Quarantäne, wenn sie mehr als zwei Wochen vollständig geimpft sind und keine Symptome haben.

10.07 Uhr: Spahn spricht von gutem Weg beim Impfen

"Beim Impfen sind wir auf einem guten Weg, in den vergangenen Tagen wurden so viele Menschen geimpft wie nie zuvor", sagt Spahn. Das liege an einer größeren Verfügbarkeit an Impfstoff, aber auch daran, dass nun auch die Hausärzte impfen.

719.000 Menschen wurden gestern in Deutschland geimpft, das ist ein neuer Tagesrekord. "Wir können eine positive Entwicklung sehen", so Spahn. Es werde aber nicht jeden Tag einen neuen Rekord geben können.

Ab nächster Woche sollen die Über-60-jährigen Mitglieder im Bundestag mit Astrazeneca geimpft werden. "Wir werden den Impfstoff von Astrazeneca hier zur Verfügung stellen", sagt Spahn.

10.00 Uhr: Spahn und Wieler informieren über Corona-Lage

In der wöchentlichen Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage äußern sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), zur Pandemie.

"Es sind zu viele Menschen, die sich jeden Tag infizieren", beginnt Gesundheitsminister Jens Spahn. "Wenn es so weitergeht, sind es zu viele für unser Gesundheitssystem."

"Wir dürfen nicht warten bis die Kliniken überlastet sind, wir müssen die dritte Welle brechen", warnt Spahn. Schul- und Kita-Kinder müssen regelmäßig getestet werden, Homeoffice soll weiterhin ermöglicht werden, sagt Spahn. "Private Kontakte müssen eingeschränkt werden", so Spahn. Notfalls müsse dies auch mit nächtlichen Ausgangssperren durchgesetzt werden. "Es braucht konsequente und möglichst bundeseinheitliche Maßnahmen. Eine kurze Rücksprache reicht jedenfalls nicht."

7.00 Uhr: Jeder Fünfte in den USA vollständig geimpft

In den USA ist inzwischen etwa jeder Fünfte vollständig gegen Corona geimpft: Von den rund 330 Millionen Einwohnern des Landes sind 66 Millionen abschließend geimpft, wie Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag zeigten. In Bezug auf die Zahl der bislang impfberechtigten Erwachsenen - rund 260 Millionen Menschen – ergebe sich eine Impfquote von 25 Prozent. Gut 112 Millionen Menschen erhielten dem CDC zufolge seit dem Start der Impfkampagne Mitte Dezember zumindest eine Impfung. Das entspricht einem Drittel der Gesamtbevölkerung. Insgesamt wurden für Erst- und Zweitimpfungen seither rund 175 Millionen Dosen verspritzt.

In den USA wird neben den Impfstoffen von Moderna und Biontech /Pfizer, bei denen zwei Dosen gespritzt werden, auch der Impfstoff von Johnson & Johnson eingesetzt, der bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist in den USA ab 16 Jahren zugelassen, die übrigen nur für Erwachsene. US-Präsident Joe Biden hat versprochen, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle Erwachsenen im Land zu haben

6.30 Uhr: Mehr als 25.000 Neuinfektionen in Deutschland und 296 Todesfälle

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 25.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 25.464 Neuansteckungen sowie 296 weitere Todesfälle registriert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg an und lag am Freitag bei 110,4. Am Vortag hatte sie 105,7 betragen.

Im Februar war dieser Wert zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen, bevor er wieder deutlich auf mehr als 130 stieg. In den vergangenen Tagen war die Inzidenz dann zwar wieder rückläufig – das RKI wies aber zur Interpretation der Zahlen darauf hin, dass rund um die Ostertage weniger getestet wurde.

8. April

17.32 Uhr: Nächster Corona-Gipfel steht auf der Kippe

Der für Montag geplante Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten zur Abstimmung der weiteren Maßnahmen steht auf der Kippe. Das berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) unter Berufung auf Bund-Länder-Kreise. Voraussetzung für das Stattfinden der Ministerpräsidentenkonferenz sei „ein abgestimmter Vorschlag“, hieß es. Da dieser bisher fehle, sei eine Konferenz am Montag eher unwahrscheinlich. Eine Verschiebung auf Mittwoch sei hingegen „noch denkbar“.

15.35 Uhr: Sprunghafter Anstieg bei Corona-Impfungen in Deutschland

Nach dem Einstieg der Hausärzte hat sich die Zahl der Corona-Impfungen in Deutschland sprunghaft erhöht. So wurden am Mittwoch rund 656.000 Dosen verabreicht - 290.000 mehr als am Vortag. Das geht aus der täglichen Impfstatistik des Robert Koch-Instituts hervor. Am Mittwoch starteten in den meisten Bundesländern die Impfungen in den insgesamt 35.000 teilnehmenden Hausarztpraxen. Bisher waren an keinem Tag mehr als 367.000 Corona-Impfdosen in Deutschland verabreicht worden. In der Regel waren es deutlich weniger. Insgesamt verabreicht wurden seit dem Start der Impfkampagne im Dezember 16,26 Millionen Impfdosen. 13,8 Prozent der Menschen in Deutschland wurden mindestens einmal geimpft - nach 13 Prozent am Vortag. Vollständig geimpft wurden 5,7 Prozent.

Die deutliche Verbreiterung der Impfkampagne bei den Hausärzten begann mit den ersten Praxen am Dienstag. In der ersten Woche erhalten alle Praxen zusammen 940 000 Impfdosen. Das sind rein rechnerisch gut 26 Dosen pro Praxis. In der Woche vom 26. April gibt es einen deutlichen Schub - dann können die Praxen insgesamt mit mehr als drei Millionen Dosen rechnen.

13.00 Uhr: Intensivstationen: Experten schlagen Alarm – "Dies ist ein Notruf"

Wegen der wieder stark wachsenden Belastung der Intensivstationen in Deutschland in der Corona-Pandemie schlagen Fachleute Alarm. "Liebe Entscheidungsträger, wie hoch sollen die Zahlen denn noch steigen bevor Ihr reagieren wollt???", schrieb der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, auf Twitter. Städte wie Bonn, Bremen und Köln hätten kaum noch freie Betten für den nächsten Herzinfarkt, Verkehrsunfall oder Covid-19-Patienten. Der Charité-Virologe Christian Drosten leitete den Text des Intensivmediziners am Donnerstag bei Twitter mit dem Kommentar "Dies ist ein Notruf" an seine mehr als 700.000 Follower weiter.

Seit Mitte März steigt bundesweit die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 wieder deutlich an. Derzeit sind es mehr als 4400, zu Jahresbeginn waren es knapp 5800 gewesen. "Wenn das so weiter geht, werden wir in Kürze auch leider Gottes über 5000 Covid-19 Patienten haben", sagt der ehemalige Divi-Präsident Uwe Janssens am Mittwoch den Sendern RTL/ntv. Ab einer Zahl von 5000 bis 6000 Intensivpatienten könne es sein, dass einige Krankenhäuser wieder auf den Notbetrieb umstellen müssten.

Berlins Universitätsklinikum Charité kündigte am Donnerstag bereits an, ab kommender Woche wieder die Zahl planbarer Eingriffe zurückzufahren. Als Nadelöhr bei der Versorgung gilt vor allem die Verfügbarkeit von Pflegepersonal. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), die die Belegungszahlen täglich herausgibt, warnt seit vielen Wochen vor den Folgen der hohen Corona-Infektionszahlen und forderte zuletzt einen harten Lockdown.

11.30 Uhr: Auch geimpfte Personen brauchen im Saarland bei Öffnungen negativen Schnelltest

Um die seit Dienstag im Saarland möglichen Öffnungsangebote nutzen zu können, müssen auch Menschen, die bereits zwei Corona-Schutzimpfungen erhalten haben, weiterhin einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen. Das teilte am Donnerstag die Landesregierung auf dpa-Anfrage mit. Es sei "aktuell nicht vorgesehen", dass Menschen mit Impfschutz gegen Covid-19 etwa in der Außengastronomie oder im Fitnessstudio auch ohne Schnelltest vom Angebot Gebrauch machen können. Das zu erlauben, werde aber "sicher zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht gezogen", heißt es weiter.

Die Landesregierung begründet dieses Vorgehen mit dem bislang knappen Impfstoff. Es gebe noch zu wenig davon, "um möglichst allen Menschen ein Impfangebot machen zu können", heißt es.

Seit Dienstag sind für alle Saarländer die Außengastronomie, Fitnessstudios Theater und Kinos wieder geöffnet – Zugangsvoraussetzung ist ein negativer Corona-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist. Das Saarland ist damit das einzige Bundesland, das bislang einen so flächendeckenden Öffnungsschritt wagt – mitten in der dritten Pandemie-Welle. Bundespolitiker und Wissenschaftler kritisieren das Modell.

Über die Frage, ob Geimpfte ihre aufgrund der Corona-Pandemie beschränkten Freiheiten zurückerhalten sollen, wird derzeit bundesweit diskutiert. Das Robert Koch-Institut (RKI) geht in einem Bericht an das Bundesgesundheitsministerium davon aus, "dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung wahrscheinlich keine wesentliche Rolle mehr spielen". Die Einschätzung bezieht sich auf das Übertragungsrisiko "spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis".

Von wenigen Ausnahmen abgesehen will das RKI diese Menschen nicht mehr in Quarantäne schicken, wenn sie symptomfrei sind. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sie so behandeln, als ob sie frisch negativ getestet wären. Noch ist dazu aber keine Entscheidung gefallen.

10.04 Uhr: Spahn kündigt Gespräche mit Russland über Sputnik-Impfstoff an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich in bilateralen Gesprächen mit Russland um eine mögliche Belieferung mit dem Impfstoff Sputnik V bemühen. Die EU-Kommission habe am Mittwochabend bei Beratungen der EU-Gesundheitsminister angekündigt, ihrerseits keine Verträge über Impfstoff-Lieferungen aus Russland abschließen zu wollen. Er habe daraufhin "für Deutschland im EU-Gesundheitsministerrat auch erklärt, dass wir dann mit Russland bilateral reden werden", sagte Spahn am Donnerstag in einem Interview mit dem Radiosender WDR5.

7.20 Uhr: Spanien impft nur noch über 60-Jährige mit Astrazeneca

Auch in Spanien wird der Corona-Impfstoff von Astrazeneca nur noch an Menschen im Alter von mehr als 60 Jahren verabreicht. Dies kündigte Gesundheitsministerin Carolina Darias am Mittwochabend an. Spanien folgt damit dem Beispiel anderer EU-Länder. Deutschland, Italien und die Niederlanden hatten bereits zuvor beschlossen, das Astrazeneca-Vakzin nur noch an Menschen über 60 zu verabreichen. In Belgien und Frankreich ist die Altersgrenze für dieses Präparat inzwischen bei 55 angesetzt.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA gelangte aber am Mittwoch nach einer erneuten Prüfung des Astrazeneca-Mittels zu dem Schluss, dass bei diesem der Nutzen gegenüber den Risiken überwiege. Blutgerinnsel sollten als "sehr seltene Nebenwirkung" des Impfstoffs aufgeführt werden, erklärte die Behörde.

Trotz der Häufung von Thrombosefällen bei Frauen unter 55 Jahren konnte die EMA keine spezifischen Risikofaktoren für Blutgerinnsel nach einer Astrazeneca-Impfung wie etwa Alter, Geschlecht oder Vorerkrankungen feststellen, wie Behördenchefin Emer Cooke erläuterte. "Eine plausible Erklärung für diese seltenen Nebenwirkungen ist eine Immunreaktion auf den Impfstoff." Insgesamt bleibe die EMA aber bei ihrer positiven Einschätzung dieses Impfstoffs. "Er rettet Leben", betonte Cooke.

7.15 Uhr: Lauterbach mit Präparat von Astrazeneca geimpft

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat sich mit dem Präparat von Astrazeneca gegen Corona impfen lassen. Das gab der 58-Jährige am Mittwochabend via Twitter bekannt. "Astrazeneca Impfstoff ist heute leider erneut in Schlagzeilen. Wahr ist: es ist ein hochwirksamer Impfstoff, schwere Nebenwirkungen sind sehr rar", schrieb Lauterbach. Der Leiter des Impfzentrums in Leverkusen und er hätten am Dienstag zahlreiche Dosen des Mittels verabreicht. "Selbstverständlich habe ich ihn auch genommen." Dazu postete Lauterbach zwei Fotos, auf einem davon ist er bei seiner eigenen Impfung zu sehen. Bereits am Dienstag schrieb Lauterbach bei Twitter, dass er den ganzen Tag im Impfzentrum Leverkusen gearbeitet habe. Eine solche Hilfsaktion hatte Lauterbach Mitte Februar kurzfristig abgesagt – aus Sorge vor Protesten. "Polizei und Sicherheitsbehörden sahen Gefährdung", twitterte Lauterbach damals. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte der SPD-Politiker angekündigt, sich das Astrazeneca-Präparat spritzen lassen zu wollen.

6.30 Uhr: 20.407 Neuinfektionen, 306 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 20.407 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 306 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Donnerstagmorgen hervor. Das RKI geht jedoch davon aus, dass sich rund um die Osterfeiertage weniger Menschen testen ließen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führe. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter an allen Tagen Daten an das RKI übermittelten.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 24.300 Neuinfektionen und 201 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.55 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 105,7. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 110,1 an.

7. April

19.20 Uhr: Stiko bleibt vorerst bei ihrer Astrazeneca-Empfehlung

Die Entscheidung der EU-Arzneimittelbehörde EMA zur uneingeschränkten Anwendung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca hat voraussichtlich keine unmittelbare Auswirkung auf das bisherige Votum der Ständigen Impfkommission (Stiko) in Deutschland. Was die EMA gemacht habe, könne man mit Sicherheit rechtfertigen, sagte Stiko-Mitglied und Infektionsimmunologe Christian Bogdan am Mittwoch bei einer Online-Diskussion des Science Media Centers. "Aber das, was die Stiko gemacht hat, kann man sicherlich genauso rechtfertigen."

Die Stiko hatte den Astrazeneca-Impfstoff zuletzt erst ab 60 Jahren empfohlen – und dabei auch Erfahrungen aus Großbritannien mit einbezogen, das schon einige Monate länger ältere Menschen mit diesem Vakzin impft. Die EMA-Entscheidung werde aber sicher ein Thema in einer der nächsten Stiko-Sitzungen werden, ergänzte Bogdan. "Vielleicht gibt es dann ja auch einen Begründungstext. Da werden wir uns nicht primär an einer Pressemitteilung orientieren."

16.00 Uhr: EMA: Keine Einschränkung von Astrazeneca-Impfstoff – Risiken gering

Trotz sehr seltener Fälle von Hirnthrombosen empfiehlt die EU-Arzneimittelbehörde EMA uneingeschränkt die Anwendung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärte die EMA am Mittwoch in Amsterdam.

12.30 Uhr: Merkel für 'kurzen einheitlichen Lockdown'

Die Bundesregierung ist für ein erneutes deutliches Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland und unterstützt indirekt die Idee eines "Brücken-Lockdowns" von CDU-Chef Armin Laschet. Auf die Frage, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Laschets Vorschlag bewerte, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin, es gebe im Moment bei den Corona-Neuinfektionen keine gute Datenbasis, die Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine sehr deutliche Sprache. "Deswegen ist auch jede Forderung nach einem kurzen einheitlichen Lockdown richtig. Auch ein gemeinsames bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier wichtig."

Demmer fügte hinzu: "Die Vielfalt der beschlossenen Regeln trägt im Moment nicht zur Sicherheit und zur Akzeptanz bei." Für vorgezogene Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin, wie von Laschet ebenfalls vorgeschlagen, gibt es nach ihren Worten im Moment aber "erkennbar keine Mehrheit". Die nächsten Beratungen der Kanzlerin mit den Länderchefs sind für Montag geplant.

8.50 Uhr: Ungarns lockert strenge Bestimmungen wegen Impffortschritt – Kritik von Experten

Nach Fortschritten bei den Impfungen hat Ungarn am Mittwoch die geltenden Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert. Demnach dürfen körpernahe Dienstleister wie Friseure und Kosmetiker sowie nicht essenziell notwendige Geschäfte unter Auflagen zur Vermeidung von Gedränge wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangssperre beginnt statt um 20.00 Uhr erst um 22.00 Uhr. Sie dauert weiterhin bis morgens 5.00 Uhr. Die Gaststätten bleiben aber vorerst geschlossen. Hotels stehen weiterhin nur Geschäftsreisenden offen.

Die entsprechende Verordnung von Innenminister Sandor Pinter erschien in der Nacht zum Mittwoch im ungarischen Amtsblatt. Sie bezieht sich auf eine frühere Verordnung von Ministerpräsident Viktor Orban, wonach die genannten Öffnungsschritte wirksam werden sollten, sobald 2,5 Millionen Ungarn zumindest eine erste Impfung gegen Covid-19 erhalten haben. Diese Marke wurde am Dienstag erreicht.

Damit haben mehr als 25 Prozent der Ungarn zumindest eine Erstimpfung erhalten. Das EU-Land verabreicht seinen Bürgern auch in der EU nicht zugelassene Impfstoffe aus Russland und China. Experten äußerten allerdings ernsthafte Bedenken gegen die Strategie Orbans, die Lockerung des Lockdowns an die Zahl der Impfungen zu binden und vom Infektionsgeschehen im Land zu entkoppeln. Dieses ist nämlich immer noch sehr intensiv. In dem Land mit zehn Millionen Einwohnern beträgt die Sieben-Tage-Rate an Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner derzeit 518. Hinzu kommen die Überlastung der Krankenhäuser und eine hohe Sterblichkeit. Seit Ausbruch der Pandemie im März des Vorjahres starben in Ungarn bis einschließlich Dienstag 22 098 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion.

7.00 Uhr: Erstmals 4000 Corona-Todesfälle an einem Tag in Brasilien

Mitten in der sich verschärfenden Pandemie hat Brasilien erstmals mehr als 4000 mit dem Coronavirus infizierte Opfer an einem Tag registriert. Innerhalb von 24 Stunden seien 4195 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium des größten Lands Lateinamerikas am Dienstag (Ortszeit) mit. An den Vortagen waren die Zahlen deutlich niedriger. Medienberichten zufolge wurden nun zahlreiche Todesfälle aus den Osterfeiertagen nachgemeldet. Bislang hatten lediglich die USA mehr als 4000 Tote pro Tag gemeldet.

In Brasilien ist die Corona-Pandemie rund ein Jahr nach Beginn weitgehend außer Kontrolle geraten. In vielen Teilen des Landes steht das Gesundheitswesen vor dem Zusammenbruch. Der rechte Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost. Angesichts zunehmender Kritik an seinem Krisenmanagement baute der Ex-Militär zuletzt sein Kabinett um.

Bislang haben sich in Brasilien über 13 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast 337 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Zuletzt hatten Wissenschaftler in dem südamerikanischen Land zudem eine neue Variante des Coronavirus identifiziert.

6.00 Uhr: 9677 Neuinfektionen in Deutschland, 298 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9677 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 298 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.051 Neuinfektionen und 249 neue Todesfälle verzeichnet. Nach RKI-Annahmen werden derzeit aufgrund von Urlaub und geschlossenen Praxen gegebenenfalls noch etwas weniger Tests als vor den Ferien durchgeführt. Das RKI geht davon aus, dass die Testhäufigkeit erst nach den Osterferien, also in den meisten Bundesländern nach dem kommenden Wochenende, wieder auf einem mit den Vorwochen vergleichbaren Niveau liegt.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 110,1. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 123,0 an.

5.15 Uhr: Impfungen für alle Erwachsenen in den USA ab 19. April – Biden kündigt Hilfe für ärmere Länder an

In den USA sollen alle Erwachsenen ab dem 19. April einen Corona-Impftermin vereinbaren können. "Vom 19. April an ist jeder Erwachsene in jedem Staat, jeder Erwachsene in diesem Land berechtigt, sich in die Schlange zu stellen, um eine Corona-Impfung zu bekommen", sagte Präsident Joe Biden am Dienstag im Weißen Haus. "Keine verwirrenden Regeln mehr. Keine verwirrenden Einschränkungen mehr", fügte Biden hinzu.

Mit der Aufhebung der Staffelung sei die Hoffnung verbunden, dass mehr Menschen schneller geimpft werden, hatte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, zuvor bei ihrer täglichen Pressekonferenz gesagt. Die US-Regierung rechne weiterhin damit, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle Erwachsenen vorrätig zu haben.

Vom Impferfolg der Amerikaner sollten in einigen Monaten andere Länder profitieren, kündigte Biden an. Er hoffe, dass die USA vor dem Ende des Sommers über mehr Impfstoff als nötig verfügten, um anderen, armen Ländern zu helfen. Solange die Impfung nicht überall auf der Welt verfügbar und das Virus noch nicht in allen Ländern besiegt sei, "sind wir nicht komplett sicher", sagte Biden.

6. April

20.12 Uhr: Virologin sieht Öffnungsstrategien kritisch

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek sieht Öffnungsstrategien wie etwa im Saarland oder in Modellregionen kritisch. "Die Verantwortung wird auf den Bürger abgewälzt", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update". "Wenn geöffnet wird, muss dem Bürger klar sein, dass das nichts mit Sicherheit zu tun hat." Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, "dass das sicher ist", sondern jeder müsse individuell entscheiden, sich auf diese Freiheiten einzulassen oder auf Vorsicht zu setzen.

Auch wenn es bei der Entwicklung der Infektionszahlen vor Ostern eine gewisse Abflachung gegeben habe und in einigen Städten die Inzidenzwerte über Ostern gesunken seien, halte sie es für riskant, aus diesen Zahlen eine Ablehnung von Maßnahmen und Beschränkungen abzuleiten, sagte die Virologin. Zum einen werde bekanntlich über die Feiertage weniger getestet, zum anderen hätten womöglich manche Menschen vor Ostern Kontakte beschränkt, um dann an den Feiertagen Angehörige treffen zu können. "Man muss schon schauen, wie geht es nach Ostern weiter."

Sorge bereite der Anstieg der Patienten in den Krankenhäusern und der Zuwachs bei der Belegung der Intensivbetten durch jüngere Patienten, die zwar bessere Überlebenschancen als 80- oder 90-Jährige hätten, aber auch längere Zeit auf den Intensivstationen verbrächten - "Wochen oder auch Monate". Noch immer seien in den Intensivstationen Patienten der zweiten Infektionswelle - das sei eine ganz andere Ausgangslage als im vergangenen Sommer.

Ein Impfeffekt sei noch nicht in Sicht, sagte Ciesek. Es reiche nicht aus, auf den Effekt der Impfungen zu sehen und Kontaktbeschränkungen aufheben zu können. Wichtig sei zudem, dass Geimpfte nach der ersten Impfung nicht auf Vorsichtsmaßnahmen verzichteten. Nach der ersten Impfung gebe es die "gefährliche Phase", da sich Antikörper erst entwickeln müssten, sagte Ciesek über Leichtsinn bei denjenigen, die glaubten, nach der Impfung sofort vor einer Infektion geschützt zu sein.

11.31 Uhr: EMA-Vertreter: Verbindung zwischen Astrazeneca-Impfung und Thrombosen

Ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA hat eine Verbindung zwischen der Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff und dem Auftreten von Blutgerinnseln bei einzelnen Geimpften gezogen. "Wir können mittlerweile sagen, dass es klar ist, dass es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt", sagte der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, mit Blick auf die Thrombosen nach Astrazeneca-Impfungen in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung "Il Messaggero".

10.53 Uhr: Bund reagiert verhalten auf Laschets Vorschlag für vorgezogene Corona-Runde

Die Bundesregierung hat sich zurückhaltend zum Vorstoß von CDU-Chef Armin Laschet für ein Vorziehen der nächsten Bund-Länder-Runde zur Corona-Politik geäußert. Der Bund stehe "immer bereit für gemeinsame Beratungen", erklärte ein Regierungssprecher am Dienstag in Berlin. "Voraussetzung ist, dass diese gut vorbereitet sind."NRW-Ministerpräsident Laschet hatte am Montag vorgeschlagen, die bislang für den 12. April geplanten Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf diese Woche vorzuziehen. Dabei müsse dann ein harter Lockdown beschlossen werden, um die Corona-Infektionszahlen zu drücken, sagte er.

10.22 Uhr: Hausärzteverband bemängelt geringe Anzahl an Impfdosen pro Praxis

Zum Start der Corona-Impfungen in rund 35.000 Hausarztpraxen hat der Hausärzteverband die geringe Menge der bestellten Impfdosen pro Praxis bemängelt. "Das ist etwas, worüber wir nicht ganz glücklich sind", sagte der Verbandschef Ulrich Weigeldt am Dienstag im RBB-"Inforadio". Zunächst bekämen Praxen im Schnitt 20 Dosen pro Woche, obwohl "in der Routine 60,70 - auch um 100" Patienten wöchentlich geimpft werden könnten.

Weigeldt rechnet allerdings damit, dass die Hausarztpraxen zeitnah deutlich mehr Impfdosen bekommen. Wenn die Impfkampagne bei den Hausärzten erst einmal voll angelaufen sei, könnten Impfzentren bald überflüssig sein. "Ich glaube, dass die Menschen entscheiden müssen, wo sie geimpft werden wollen", sagte er. Dafür sollten "die etablierten und vernünftigen Strukturen" genutzt werden. Es sei davon auszugehen, dass noch "länger" geimpft werde und Auffrischungen anfielen. Angesichts der Virusmutationen könne außerdem ein angepasster Impfstoff notwendig werden. "Ich könnte mir vorstellen, dass es so ähnlich läuft wie mit der Grippeschutzimpfung", sagte Weigeldt. Für Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, bietet die geringe Menge bestellter Impfdosen zu Beginn auch einen Vorteil: Wenn die Ärzte mit wenig Impfstoff starten, könnten Prozesse eingeübt werden, sagte er am Dienstag im Deutschlandradio. "Und wenn es dann zunehmend aufwächst, dann sind wir sicher, wie es geht", erklärte Henke.

6.18 Uhr: Saarland startet heute Modellprojekt und steigt aus dem Lockdown aus

Trotz steigender Infektionszahlen beginnt das Saarland am Dienstag mit einem Ausstieg aus dem Corona-Lockdown. Eine ganze Reihe von Einrichtungen und Häusern darf wieder öffnen, neben der Außengastronomie zählen auch Kinos, Theater, Konzerthäuser, Fitnessstudios und Tennishallen dazu. Wer das Angebot nutzen möchte, braucht in der Regel einen negativen Corona-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Zudem dürfen sich im Freien bis zu zehn Personen treffen, auch am Biertisch, wenn sie negativ getestet worden sind.

Damit geht erstmals ein ganzes Bundesland als Corona-Modellprojekt an den Start. Mit dem "Saarland-Modell" will die Landesregierung den Bürgern wieder mehr Freiheiten ermöglichen. "Es muss uns nach einem Jahr Pandemie mehr einfallen als nur zu schließen und zu beschränken", hatte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) gesagt. Und: "Mit dem Saarland-Modell soll keine Corona-Infektion unentdeckt bleiben." Denn je mehr getestet werde, desto mehr werde aufgedeckt.

"Experimente" gebe es keine: Die Öffnungen sind nach dem Beschluss der Regierung in dieser Form nur erlaubt, solange die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche, stabil unter 100 liegt. Steigt die Inzidenz an drei Tagen über 100, greift ein Ampelsystem - mit einer dann ausgeweiteten Testpflicht (gelb) unter anderem für den Einzelhandel. Wenn eine Überlastung des Gesundheitswesens droht, soll die Notbremse (rot) gezogen werden: Die Öffnungen werden kassiert, es folgt ein Lockdown.

6.16 Uhr: Osterlücke? 6885 Neuinfektionen, Inzidenz sinkt

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6885 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 90 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9549 Neuinfektionen und 180 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage vielerorts meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln. Die berichteten Fallzahlen dürften dadurch niedriger ausfallen und nur eine eingeschränkte Aussagekraft haben.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 123,0. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 128,0 an, vor drei Wochen mit 83,7.

5. April

19.15 Uhr: Berlins Bürgermeister Müller gegen Laschets Vorschlag

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat den Vorschlag von NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) abgelehnt, in einer vorgezogenen Ministerpräsidentenkonferenz über einen "Brücken-Lockdown" zu beraten. "Es ist, glaube ich, noch sehr viel unklar, was Herr Laschet damit meint", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag dem ARD-Hauptstadtstudio.

Laschets Vorschlag werfe viele Fragen auf. "Ein Brücken-Lockdown für eine Übergangszeit und dann mit welchen Maßnahmen? Und das soll so lange gelten, bis viele Menschen geimpft sind. Was heißt das alles?" Er glaube, da seien viele Überlegungen bei Laschet noch nicht abgeschlossen, sagte Müller. "Und insofern, glaube ich, macht es auch keinen Sinn, jetzt vorfristig zu einer Ministerpräsidentenkonferenz zusammenzukommen."

17.54 Uhr: Saarland startet umstrittenen Modellversuch

Im Saarland startet am Dienstag der umstrittene Corona-Modellversuch, das sogenannte Saarland-Modell. Bei Vorlage eines negativen Tests oder mit Kontaktnachverfolgung und unter bestimmten Hygienevorkehrungen können so weitere Bereiche wieder geöffnet werden. Restaurants etwa sollen im Außenbereich mit Reservierung und Kontaktnachverfolgung wieder Gäste empfangen können.

Zudem dürfen sich draußen wieder bis zu zehn Menschen treffen, wenn alle einen aktuellen negativen Schnelltest vorlegen können. Auch Kinos, Konzerthäuser und Theater können mit Kontaktnachverfolgung und negativem Test der Besucher wieder öffnen. Bei hohen Inzidenzen sollen Öffnungsschritte aber wieder rückgängig gemacht werden.

14.36 Uhr: Laschet dringt auf neuen "Brücken-Lockdown"

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich angesichts der dritten Corona-Welle für einen harten und kurzen Lockdown im April ausgesprochen. Mit einem solchen "Brückenlockdown" müsse die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien, sagte der CDU-Bundesvorsitzende am Montag nach einem Besuch des Impfzentrums der Städteregion Aachen gemeinsam mit dem Präsidenten der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx.

Vor diesem Hintergrund sprach sich Laschet für ein Vorziehen der für den 12. April geplanten Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder auf die kommenden Tage aus. Die Lage erfordere es, "dass wir nochmal in vielen Bereichen nachlegen und uns Richtung Lockdown bewegen", sagte Laschet. Er sei sich bei seiner Einschätzung mit vielen Ministerpräsidenten, der Kanzlerin und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einig.

Es seien nun mehr Tempo und klare Entscheidungen notwendig. Die Runde der Ministerpräsidenten mit Merkel müsse in dieser Woche in Präsenz tagen. "Wir dürfen nicht wieder eine Ministerpräsidentenkonferenz erleben wie beim letzten Mal. Mit stundenlangen Diskussionen, mit stundenlangen Auszeiten."

Gebraucht würden weniger private Kontakte, sagte Laschet mit Blick auf seine Forderung nach einem "Brücken-Lockdown". Das könnten auch Ausgangsbeschränkungen in den Abend- und Nachtstunden bedeuten. Diese seien ein effektives Mittel, um Kontakte im privaten Raum zu reduzieren. Zudem müsse man sich auf das Notwendige bei Kitas- und Schulen fokussieren – bei gleichzeitiger Absicherung durch flächendeckende und eng getaktete Tests.

Mehr müsse zudem im Bereich Homeoffice getan werden. "Es sind immer noch viel zu viele Menschen in Bewegung zum Arbeitsplatz", sagte Laschet. In den zwei bis drei Wochen des Lockdowns müsse die Homeoffice-Offensive der Wirtschaft nochmals vorankommen. Dazu werde die Bundesregierung diese Woche nochmals mit den Wirtschaftsverbänden auch über Testungen sprechen. Es müsse zudem bei der Schließung der Gastronomie bleiben, außerdem müsse es im gesamten Freizeitbereich nochmals eine Reduzierung geben.

11.30 Uhr: Spahn spricht von 20 Prozent Impfrate bis Ende des Monats

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass bis Ende April 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland eine erste Impfdosis erhalten haben. Im ersten Quartal seien aufgrund der Impfstoff-Knappheit lediglich etwa zehn Prozent der Deutschen gegen das Coronavirus geimpft worden, "wir werden die nächsten zehn Prozent jetzt in einem Monat schaffen können", sagte Spahn am Montag beim Besuch eines Impfzentrums in Berlin.Spahn betonte, die Impfkampagne werde "im zweiten Quartal immer mehr an Geschwindigkeit gewinnen". Neben dem Impfzentren würden dabei auch zunehmend die Arztpraxen eine Rolle spielen. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hob bei dem Termin mit Spahn hervor, dass auch die neuen Angebote an über 60-Jährige für Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca "sehr gut angenommen" würden. Allerdings seien auch noch Termine dafür verfügbar."Impfen verhindert nicht die dritte Welle", warnte Spahn aber auch. Weiterhin seien Kontaktbeschränkungen erforderlich, insbesondere angesichts der Ausbreitung der ansteckenderen Varianten des Coronavirus. Spahn verwies dabei auch auf die Lage auf den Intensivstationen, wo die Belegung von Betten durch Covid-Patientinnen und -Patienten wieder deutlich ansteigt."Wir müssen die dritte Welle miteinander brechen", rief Spahn zu weiteren Anstrengungen auf. Dazu gehöre auch die konsequente Umsetzung der sogenannten Notbremse bei Corona-Inzidenzwerten über 70. Erst wenn die Zahlen wieder sinken würden, "dann hilft uns das Testen, eine Brücke zu bauen, bis das Impfen wirksam wird", sagte der Minister.Spahn bekräftigte seinen Vorstoß, wonach dann auch Geimpfte wieder mehr Freiheiten erhalten könnten. Es gehe dabei nicht um Vorrechte, sondern darum, "dass wir vollständig Geimpfte so behandeln können wie negativ Getestete". Vorsichtsmaßnahmen wie Abstandsregeln oder Mund-Nasen-Schutz würden für beide Gruppen auch dann weiterhin gelten.Laut dem Register der Vereinigung der Intensivmediziner (Divi) stieg die Zahl der Corona-Infizierten, die auf Intensivstationen behandelt werden, über das Osterwochenende auf mehr als 4000. Davon wurden rund 55 Prozent invasiv beatmet.

9.00 Uhr: Nur ein Viertel der Deutschen glaubt an Merkels Impfversprechen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vollständig gegen Corona geimpften Menschen Hoffnung auf mehr Freiheiten gemacht – viele glauben aber nicht an eine Impfung bis zum Ende des Sommers. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur erwartet nur knapp ein Viertel (23 Prozent), dass das Ziel eingehalten wird, bis zum 21. September jedem Impfwilligen eine Corona-Impfung anzubieten. 62 Prozent rechnen dagegen nicht damit. 15 Prozent machten keine Angaben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mehrfach angekündigt, bis zum 21. September allen impfwilligen Erwachsenen in Deutschland ein entsprechendes Angebot machen zu wollen. Das Vertrauen in dieses Versprechen ist gesunken: In einer vergleichbaren YouGov-Umfrage Anfang Februar hatten noch 26 Prozent daran geglaubt, dass das Ziel erreicht wird. 57 Prozent hatten schon damals kein Vertrauen in das Versprechen.

Die Corona-Impfungen sind in Deutschland im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien oder den USA schleppend angelaufen. Nach Ostern sollen sie auch in bundesweit 35.000 Hausarztpraxen starten und dort allmählich hochgefahren werden. Später sollen auch Fachärzte, Privatärzte und Betriebsärzte mitimpfen.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums vom Samstag sind gut zwölf Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft worden – mehr als zehn Millionen Bürgerinnen und Bürger. 4,3 Millionen Menschen haben demnach bereits die zweite Impfung erhalten. Minister Spahn hatte am Sonntag gesagt: "Wer vollständig geimpft wurde, kann beim Reisen oder beim Einkaufen wie jemand behandelt werden, der ein negatives Testergebnis hat." Spahn bezog sich auf eine Auswertung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse durch das Robert Koch-Institut (RKI), die auch an die Bundesländer geschickt wurde.

Unterdessen wünscht sich der Chef des Städte- und Gemeindebunds bei der Pandemiebekämpfung mehr Einheitlichkeit zwischen den Bundesländern trotz regional angepasster Maßnahmen. Die Menschen könnten die unterschiedlichen Regelungen sonst kaum nachvollziehen, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ein Bundesgesetz für einheitliche Maßnahmen, wie es Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vorgeschlagen hat, käme aus Landsbergs Sicht wegen des "erfahrungsgemäß" mehrwöchigen Gesetzgebungsverfahrens aber für die dritte Welle wohl zu spät. "Zudem hat sich der Föderalismus in der Pandemie bewährt. Unterschiedliche Regelungen in unterschiedlichen Regionen sind dann gerechtfertigt, wenn die Inzidenzzahlen dieses Vorgehen zulassen."

8.00 Uhr: Knapp 8500 Neuinfektionen gemeldet

In Deutschland sind innerhalb eines Tages knapp 8500 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 8497 neue Ansteckungsfälle und 50 neue Todesfälle registriert. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9872 Neuinfektionen und 43 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI wies darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage weniger Tests gemacht und gemeldet würden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag leicht von 127 auf 128. Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, stieg zuletzt stetig an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war. In den vergangenen Tagen blieb sie etwa gleich.

Mehr Neuigkeiten zu den Geschehnissen der vergangenen Woche findest du hier: Corona-Ticker.

Markus Lanz platzt der Kragen: "Sind wir alle doof?"

Der Kampf um die Kanzlerkandidatur in der Union schafft, was seit einem Jahr sehr selten ist: Markus Lanz hat ein anderes Thema als Corona. In seiner Sendung geht es um den Wettstreit zwischen CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder, die gerade beide die Nachfolge von Angela Merkel antreten wollen. Der Moderator diskutiert mit folgenden Gästen:

CSU-Generalsekretär Markus Blume ist – wie schon am Abend zuvor bei Frank Plasberg – zugeschaltet als Verteidiger von Markus Söder. Der …

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