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Bild: iStockphoto / Bertrand Blay

Trump erlässt per Dekret Corona-Hilfen – Frankreichs Tourismusbranche büßt 40 Milliarden Euro ein

Die Corona-Pandemie bereitet Menschen weltweit Sorgen. Die Johns-Hopkins-University aus den USA verzeichnete am Freitagmorgen rund 216.903 Infektionen und 9202 Todesfälle in Deutschland.

Das Robert-Koch-Institut zählte bis Samstag (Stand: 0 Uhr) 215.336 Infektionen in Deutschland sowie 9195 Todesfälle.

Bund und Länder haben die Corona-Regeln gelockert:

Hier halten wir euch über die Lage auf dem Laufenden:

9. August

9 Uhr: Frankreichs Tourismusbranche büßt wegen Corona-Krise 40 Milliarden Euro ein

Die Corona-Krise hat der französischen Tourismusbranche nach Einschätzung der Regierung Einbußen von mindestens 30 bis 40 Milliarden Euro beschert. Die Einnahmen der Branche stammten in normalen Zeiten zu einem Drittel aus dem internationalen Tourismus, der massiv eingebrochen sei, sagte Tourismus-Staatssekretär Jean-Baptiste Lemoyne dem "Journal du Dimanche". Von den Gesamteinnahmen in Höhe von 180 Milliarden Euro entfallen demnach normalerweise 60 Milliarden Euro auf ausländische Reisegäste.

Die Einbußen würden zum Teil von inländischen Touristen aufgefangen. Lemoyne zufolge entschieden sich 70 Prozent der französischen Urlauber für ein Reiseziel in der Heimat. Zudem sei es "ermutigend", dass für September wieder mit mehr ausländischen Gästen aus Ländern wie Belgien, Deutschland, Italien und Spanien zu rechnen sei.

8.19 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Brasilien steigt auf über 100.000

Die Zahl der Todesopfer des Coronavirus ist in Brasilien auf mehr als 100.000 gestiegen. Das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas überschritt diese Marke in der offiziellen Statistik des Gesundheitsministeriums am Samstag. Im Vergleich zum Vortag waren demnach 905 Todesfälle hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 100.477 stieg. Es kamen zudem 49.970 Neuinfektionen hinzu - seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar steckten sich demnach 3.012.412 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 an.

3.02 Uhr: Trump erlässt per Dekret neue Corona-Hilfen

Nach gescheiterten Verhandlungen im Kongress über ein neues Corona-Hilfspaket hat US-Präsident Donald Trump per Dekret eine Reihe von Hilfsmaßnahmen angeordnet. Bei einer Pressekonferenz in seinem Golfclub in Bedminster im Bundesstaat New Jersey unterzeichnete Trump am Samstag vier Erlasse, die unter anderem eine Kürzung der Lohnnebenkosten und einen verlängerten Zuschlag zur Arbeitslosenhilfe vorsehen. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden sprach von "halbgaren Maßnahmen".

Nach dem Willen Trumps soll sich der Zuschuss zur Arbeitslosenhilfe auf 400 Dollar wöchentlich belaufen. Ein weiteres Dekret soll den Schutz von Mietern vor Zwangsräumungen sicherstellen, während ein vierter Erlass eine Fristverlängerung für die Rückzahlung von Studiendarlehen vorsieht.

8. August

17.02 Uhr: Badeorte raten von Anreise ab

Wegen eines starken Urlauberandrangs an den Nord- und Ostseestränden Schleswig-Holsteins haben viele Kur- und Badeorte am Samstagmittag dringend von weiteren Anreisen abgeraten. Gerade an der Ostsee seien bereits mittags viele Strände an ihrer maximalen Kapazität angelangt, teilten die Tourismus- und Kurdirektionen mit.

In der Lübecker Bucht sei es dabei besonders voll. Scharbeutz' Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos) riet dringend von einer Anreise ab. Die Kurdirektion am Timmendorfer Strand empfahl, ebenfalls von einer Fahrt in die Lübecker Bucht abzusehen. Die Strandampel auf der Website "strandticker.de" stand vielerorts auf rot.

An der Nordsee war es vor allem in St. Peter-Ording eng - allerdings nicht wegen voller Strände: Vielmehr seien verstopfte Zufahrten das Problem, teilte die Tourismusdirektion mit. Eine Anreise solle ab Mittag nicht mehr möglich sein, Autos würden bereits abgeschleppt.

12.33 Uhr: Strände an der Ostsee sind voll

Wegen des heißen Sommerwetters melden die Badeorte in Schleswig-Holstein bereits seit Donnerstag hohe Auslastung, am Samstagmittag sind bereits die meisten Strandabschnitte an der Lübecker Bucht wegen der Corona-Maßnahmen für weitere Touristen gesperrt. Die Mehrzahl der "Strandampeln" unter anderem in Niendorf/Ostsee, Timmendorfer Strand, Scharbeutz und Haffkrug stehen bereits auf rot, alle anderen verfügen nur noch über wenige freie Plätze.

Die Strände der Lübecker Bucht waren in diesem Jahr bereits mehrmals zeitweise gesperrt worden. Informationen dazu, wie voll ein bestimmter Strandabschnitt ist, lassen sich auch aus der Ferne über "Strandticker.de" einholen. Auf der Internetseite ist Anfang Juli eine sogenannte virtuelle Ampel gegen überfüllte Strände in Betrieb genommen worden. So können sich Tagesgäste rechtzeitig über den Andrang an den Stränden zwischen Scharbeutz und Rettin informieren.

Auch die Badeorte an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns stellen sich auf einen Gästeansturm ein – obwohl Tagestouristen aus anderen Bundesländern, also Besucher ohne gebuchte Übernachtung, coronabedingt noch nicht einreisen dürfen. Bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder von mindestens 150 Euro. Flächendeckende Kontrollen wird es laut Polizei zwar nicht geben. Doch würden der Anreiseverkehr und die Belegung der Strände genau beobachtet und gegebenenfalls auch steuernd eingegriffen, hieß es in einer Mitteilung des Landkreises Rostock.

5.13 Uhr: Ärzteverband warnt vor wachsender Nachlässigkeit

Der Ärzteverband Marburger Bund warnt vor wachsender Nachlässigkeit in der Corona-Pandemie in Deutschland. "Wir sehen schon einen kontinuierlichen Anstieg der Infektionszahlen - er ist flach, aber er ist da", sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Deutschen Presse-Agentur.

Gleichzeitig scheine die Bereitschaft zum Einhalten der Schutzregeln bei einem kleineren Teil der Bevölkerung abzunehmen. "Man muss also von einem Trend sprechen, der uns klarmacht, dass es so nicht weitergehen kann." Abstand, Hygiene und die Maskenpflicht müssten wieder konsequenter eingehalten werden.

Johna mahnte, es gebe Dinge, die man sich jetzt nicht leisten sollte. "Dazu gehört, es zu tolerieren, wenn Menschen im öffentlichen Nahverkehr die Maske als Kinnschutz tragen. Das ist auch schnell eine Großveranstaltung, wenn in einem vollen Waggon viele Menschen eng beieinanderstehen." Vielleicht müsse man manche auch wieder damit konfrontieren, dass die Covid-19-Erkrankung weiter gefährlich sei.

5.08 Uhr: Corona-Infektionen: Erneut mehr als 1000 Fälle in Deutschland

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland liegt den dritten Tag in Folge über der Schwelle von 1000 neuen Fällen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1122 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

Im Vergleich zum Freitag, an dem 1147 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet wurden, ging die Zahl am Samstag etwas zurück. Am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000 gelegen. Sie war zuletzt am 9. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 7.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,16 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

2.56 Uhr: Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer beginnt

Urlauber aus Corona-Risikogebieten müssen sich von heute an bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen: An den Flughäfen in Stuttgart und Friedrichshafen und am Airport Karlsruhe/Baden-Baden seien Teststationen eingerichtet worden, teilte das Sozialministerium mit. Zunächst sei es wichtig gewesen, schnell kostenlose Testmöglichkeiten an den Flughäfen zu schaffen, da hier die meisten Reisenden aus Risikogebieten ankämen. Der Test für die Urlauber entfällt, wenn sie schon ein frisches negatives Ergebnis dabei haben.

Alternativ könnten Reiserückkehrer aus dem Ausland den entsprechenden Test auch kostenlos bei niedergelassenen Ärzten machen lassen. Ebenso möglich sei dies durch die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren. Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor - aktuell stehen darauf etwa 130 der weltweit knapp 200 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA. Aus der EU sind derzeit Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste.

7. August

17.45 Uhr: Reisebeschränkung für unverheiratete Paare wird aufgehoben

Paare ohne Trauschein, die in verschiedenen Ländern leben, können sich trotz strenger Corona-Regeln bald wieder sehen. Deutschland hebt die umstrittenen Reisebeschränkungen für die Betroffenen zur kommenden Woche auf. Wie das Bundesinnenministerium am Freitag in Berlin mitteilte, können unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten von Montag an wieder nach Deutschland einreisen. Innenminister Horst Seehofer (CSU) war zuletzt zunehmend unter Druck geraten, weil binationale Paare bereits wochenlang eine Lösung angemahnt hatten.

Voraussetzung für die jetzt beschlossenen Einreiseerleichterungen ist nach Angaben des Ministeriums allerdings eine auf Dauer angelegte Partnerschaft. Diese soll etwa durch einen vorherigen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland oder durch ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland nachgewiesen werden. Neben Reiseunterlagen, die ein vorheriges Treffen belegen sollen, sind außerdem eine Einladung des in Deutschland lebenden Partners vorzulegen sowie eine gemeinsam unterschriebene Erklärung zum Bestand der Beziehung.

Zur Eindämmung des Coronavirus hatten Deutschland und die anderen EU-Staaten ein weitreichendes Einreiseverbot für Bürger der allermeisten Nicht-EU-Länder verhängt. Kurzfristige Besuche bei Ehepartnern, eingetragenen Lebenspartnern oder nahen Angehörigen sind zwar unter bestimmten Bedingungen auch aus diesen Ländern erlaubt. Unverheiratete konnten ihren Partner in Deutschland hingegen nicht besuchen – zumindest bisher. "Ich begrüße, dass wir dies im europäischen Rahmen jetzt ermöglichen können", sagte Seehofer.

13.59 Uhr: Abifahrt nach Kroatien: Zehn Corona-Fälle in Baden-Württemberg

Nach einer Abifahrt nach Kroatien sind inzwischen zehn Corona-Infektionen bei einer Gruppe aus Baden-Württemberg bestätigt worden. Nach Angaben einer Sprecherin des Göppinger Landratsamtes vom Freitag kam nach zunächst neun Fällen nun ein weiterer Befund dazu. Die meisten Infizierten hätten grippeähnliche Symptome, respiratorische Symptome wie Atemnot und Geschmacksstörungen. "Alle befinden sich aktuell in häuslicher Isolation", teilte die Behördensprecherin mit. Auch in anderen Landkreisen und Bundesländern soll es infizierte Teilnehmer geben.

13.27 Uhr: Weniger Angst vor Corona: Sorge der Deutschen vor Armut wächst

Den Deutschen bereiten Armut und soziale Ungleichheit mittlerweile mehr Sorgen als das Coronavirus. 40 Prozent (+7) geben an, dass die soziale Frage derzeit ihre Hauptsorge sei.Über das Coronavirus machen sich 36 Prozent der Deutschen am meisten Gedanken - im April waren es noch 61 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos in 27 Ländern weltweit hervor, die laut Ipsos in 17 Ländern - darunter Deutschland - repräsentativ war. Demnach führt die Pandemie mit 43 Prozent global gesehen das Sorgenfeld an.

10.55 Uhr: Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona geschlossen

Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen Corona geschlossen worden. Betroffen sind das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust, wo eine Lehrerin positiv getestet worden ist und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz, wie aus Mitteilungen der beiden Landkreise vom Freitag hervorgeht. An der Grundschule ist demnach ein Schüler infiziert.

9:53 Uhr: Deutsche Industrie erholt sich weiter

Die deutsche Industrie hat sich im Juni weiter vom drastischen Produktionseinbruch in der Corona-Krise erholt. Im verarbeitenden Gewerbes sei die Fertigung im Monatsvergleich um 8,9 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten mit einem etwas schwächeren Zuwachs um 8,2 Prozent gerechnet. Mittlerweile gehen Ökonomen davon aus, dass die deutsche Industrie etwa die Hälfte des Corona-Einbruchs wettgemacht hat.

Der Anstieg im Juni war der zweite in Folge. Im Mai legte die Fertigung nach revidierten Daten bereits um 7,4 Prozent im Monatsvergleich zu, nachdem zuvor ein Zuwachs um 7,8 Prozent gemeldet worden war.

Dass die Krise aber nach wie vor schwer wiegt, zeigt der Jahresvergleich. Gegenüber dem Vorjahresmonat war die Gesamtherstellung im Juni um 11,7 Prozent rückläufig. Mit der Erholung im Mai und Juni geht das Bundeswirtschaftsministerium davon aus, dass die Industrie mittlerweile wieder 87 Prozent des Produktionsniveaus im vierten Quartal 2019 erreicht hat, also vor Ausbruch der Corona-Pandemie."

Die Zahlen unterstreichen, dass die deutsche Wirtschaft bereits im zweiten Quartal begonnen hat, sich vom Einbruch im März und April zu erholen", kommentierte Experte Ralph Solveen von der Commerzbank die Produktionsdaten. Seiner Einschätzung nach ist im dritten Quartal mit einem "deutlichen Anstieg" zu rechnen. Unterstützung komme dabei aus dem Ausland, wo die Beschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus gelockert wurden. In der Automobilindustrie ist die Produktion im Juni laut Bundesamt mit 54,7 Prozent zum Vormonat weiter stark angestiegen. Sie liegt in der deutschen Schlüsselindustrie aber noch gut 20 Prozent niedriger als im Februar. Im Februar waren die massiven Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie noch nicht in Kraft

8.50 Uhr: RKI meldet erneut über 1000 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut meldet den zweiten Tag in Folge wieder mehr als 1000 Neuinfektionen. Die Gesundheitsämter hätten 1147 neue Ansteckungen registriert, teilte das RKI am Freitag mit. Erst am Donnerstag waren erstmals seit Anfang Mai wieder mehr als 1000 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit gibt es in Deutschland insgesamt 214.214 bestätigte Fälle. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus stieg um acht auf 9183. Rund 195.900 Menschen sind dem RKI zufolge genesen. Damit gibt es rein rechnerisch gut 9000 nachweislich akut Infizierte.

Für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist der Anstieg bei den Neuinfektionen derzeit aber beherrschbar. "Mit um die 1000 Neuinfektionen pro Tag kann das Gesundheitswesen umgehen", sagte er am Donnerstagabend im ZDF. Intensivkapazitäten seien derzeit mehr als ausreichend vorhanden. "Aber wir bleiben aufmerksam, was die weitere Dynamik angeht", sagte der CDU-Politiker. "Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten, um weitere Maßnahmen zu vermeiden."

6. August

13.25 Uhr: Spahn mahnt zur Wachsamkeit

Angesichts der erstmals seit langem wieder überschrittenen Zahl von 1000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an die Menschen in Deutschland appelliert, die Pandemie-Regeln einzuhalten. "Geben wir weiter aufeinander acht", sagte der Minister am Donnerstag in Berlin. Bei manchem habe sich das Gefühl eingestellt, die Pandemie sei "doch gar nicht so schlimm". Es gebe eine gewisse Ermüdung, was die Einhaltung der Regeln betrifft.

"Die Pandemie ist noch nicht vorbei", betonte der Minister. Corona in Schach zu halten, sei ein "Langstreckenlauf". Was jetzt zu beobachten sei, sind viele kleinere Ausbrüche." Er verwies darauf, dass viele Neuinfektionen auf Familienfeiern, Veranstaltungen, oder auch den Arbeitsplatz zurückgehen.

Mit der Zahl von rund 1000 Neuinfektionen könnten die Gesundheitsämter noch umgehen, besorgniserregend sei aber die Steigerung der vergangenen Tage, warnte Spahn.

11.18 Uhr: Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten ab Samstag

Einreisende aus internationalen Corona-Risikogebieten müssen sich von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, wie er am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Spahn sagte, mit der Testpflicht für Rückkehrer aus Gebieten mit hohen Fallzahlen wolle man "auf Nummer sicher" gehen. "Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist." Es sei aber ein zumutbarer Eingriff. Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich bisher schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.

11 Uhr: Antarktis-Forscher müssen jetzt in Quarantäne

Die Antarktis ist bis heute der einzige Corona-freie Kontinent der Erde. Damit das so bleibt, sollen jetzt auch Wissenschaftler vor einer Antarktis-Expedition zwei Wochen in Quarantäne in Neuseeland. Das erste internationale Team, das die diesjährige Forschungssaison eröffnen soll, werde am Freitag aus den USA erwartet, teilte die Regierung Neuseelands am Donnerstag mit. Die Gruppe muss nun auf eigene Kosten 14 Tage in Selbstisolation. Vor dem Aufbruch ins Eis am 24. August würden alle Teilnehmer zudem zweimal auf das Coronavirus getestet.

"Die Unterstützung durch Neuseeland ist entscheidend für die Sicherheit und das Wohlergehen von Menschen in der Antarktis, einschließlich Neuseeländern, und für die Fortsetzung wichtiger langfristiger Forschung", sagte Außenminister Winston Peters.

Alle Antarktis-Programme werde in diesem Jahr wegen der Pandemie auf ein Minimum reduziert. Normalerweise nehmen bis zu 3000 Menschen pro Jahr an Forschungen auf dem Südkontinent teil. Die Saison dauert von August bis März. In diesem Jahr wird die Zahl voraussichtlich 800 nicht übersteigen.

7.50 Uhr: Partyurlaub in Kroatien: Abiturienten mit Corona im Gepäck

Nach einer Abifahrt nach Kroatien sind mehrere Teilnehmer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bereits neun Reisende aus dem Raum Donzdorf im Kreis Göppingen hätten sich infiziert, teilte das Göppinger Landratsamt am Mittwochabend mit. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Die Reise sei bundesweit organisiert worden von einem in Hamburg ansässigen Party-Reiseveranstalter. Nach bisherigem Kenntnisstand gebe es auch in anderen Landkreisen und Bundesländern infizierte Teilnehmer.

Bei den erkrankten Abiturienten aus dem Kreis Göppingen seien bereits während der Heimreise erste Symptome aufgetreten. Alle 18 Teilnehmer aus dem Kreis Göppingen und 50 Kontaktpersonen stehen nun für zwei Wochen unter Quarantäne.

Der Leiter des Göppinger Gesundheitsamts, Heinz Pöhler, betonte, dass momentan vermehrt Corona-Erkrankungen bei Reiserückkehrern aus den Balkanländern nachgewiesen werden. "Dieser Fall zeigt deutlich das Risiko von Reisen und Partys während einer Pandemie und wie schnell das Virus innerhalb einer Gruppe um sich greifen kann."

6.22 Uhr: RKI meldet 1045 neue Corona-Infektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213.067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 6.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175. Bis Donnerstagmorgen hatten 195.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,9 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, bei 0,97 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

5. August

7.21 Uhr: Olympia in Tokio findet 2021 auch mit Corona statt

Nach Angaben des Chefs des japanischen Organisationskomitees finden die Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Sommer auch "mit Corona" statt. Das sagte Toshiro Muto laut eines Berichts der "Financial Times". "Ich weiß nicht, wie der Stand der Corona-Infektionen sein wird im kommenden Sommer, aber die Chancen, dass es ein Ding der Vergangenheit ist, sind nicht sehr hoch", sagte Muto demnach. "Vielmehr ist es wichtig, Olympische Spiele für Menschen zu veranstalten, die mit Covid-19 leben müssen."

6.18 Uhr: Corona-Ausbruch in St. Wolfgang unter Kontrolle

Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilte. Die Zahl der betroffenen Betriebe in der Gemeinde blieb unverändert bei 18. Die meisten Infizierten arbeiten in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Ergebnisse neuer Tests von etwa 400 Beschäftigten sollen am Donnerstag vorliegen. Als Ausgangspunkt der zahlreichen Infektionen seit Ende Juli gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter in zwei Lokalen, die daraufhin freiwillig geschlossen hatten.

4.23 Uhr: NRW plant 150 Euro Bußgeld für "Masken-Muffel"

Nordrhein-Westfalen will bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen künftig sofort ein Bußgeld von 150 Euro abkassieren. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) sagte der "Rheinischen Post" (Mittwoch): "Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen. Wir wollen eine Verschärfung, sodass unmittelbar beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 150 Euro fällig ist." Bisher werden Bußgelder nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigerten, die Maske aufzusetzen. Wüst sagte, man wolle "keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln".

4. August

17.07 Uhr: Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in ihren Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt.

11.41 Uhr: Video gegen Corona: Schuldirektor parodiert Song "U can't touch this"

Sicherheitsvorschriften per Youtube-Video: Um seinen Schülern die Gefahren des Coronavirus deutlich zu machen, hat sich ein Schuldirektor im US-Bundesstaat Alabama etwas Besonderes einfallen lassen. In einem Video parodiert Quentin Lee den berühmten Song "U can't touch this" (Fass das nicht an) von MC Hammer – mehr als drei Millionen Menschen klickten die kreative Darbietung bis Dienstagmittag auf Youtube an.

11.22 Uhr: Corona-Ausbruch in Niederbayern: 166 Infizierte in Konservenfabrik

Die Zahl der Corona-Infizierten im niederbayerischen Mamming steigt weiter an: 166 von 600 Mitarbeitern einer Konservenfabrik wurden positiv auf das Virus getestet. "Der gesamte Betrieb ist vorübergehend stillgelegt", teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau am Dienstag mit. Alle Beschäftigten befänden sich in Quarantäne, ebenso wie 130 Mitarbeiter an zwei weiteren Standorten des Betriebs.

Nach einer ersten Testung war am Wochenende bekannt geworden, dass sich 43 Beschäftigte der Fabrik mit dem Coronavirus angesteckt haben. Um sicherzugehen, dass nicht noch mehr Arbeiter betroffen sind, wurde eine erneute Testung angeordnet. "Die hohe Zahl an Neuinfektionen ist natürlich ein herber Rückschlag", sagte Landrat Werner Bumeder (CSU). "Wir bleiben aber bei unserer Einschätzung, dass es sich um eine in sich geschlossene Einheit handelt und es weiterhin nur einen Infektionsherd gibt."

11.02 Uhr: Angst vor Corona: Australiens heiliger Berg Uluru wieder geschlossen

Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus ist der Besuch von Australiens bekanntestem Berg, dem Uluru, erneut verboten worden. Vorausgegangen waren Proteste der Aborigines-Ureinwohner. Sie hatten am Montag den Zugang zum Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark blockiert, nachdem ein Flugzeug mit Touristen aus der Stadt Brisbane - einem Covid-19-Hotspot - auf dem örtlichen Flughafen gelandet war. «Auf Ersuchen der Mutitjulu Aboriginal Community Corporation (MCAC) bleibt der Nationalpark geschlossen», hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Schutzbehörde "Parks Australia".

6.10 Uhr: Keine Angst vor Corona: China feiert schon wieder "Oktoberfest"

In China scheint die Corona-Pandemie weitestgehend unter Kontrolle. Davon profitiert nun auch die ostchinesische Stadt Qingdao, wo das größte Bierfest des Landes planmäßig begonnen hat. Bis zum 23. August wollen die Organisatoren wie in jedem Jahr Hunderttausende Besucher auf das Gelände in der ostchinesischen Provinz Shandong locken.

5.40 Uhr: Anwerbung ausländischer Pflegekräfte stockt wegen Corona

Wegen der Corona-Krise ist die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte ins Stocken geraten. Im Sommer vor einem Jahr hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) entsprechende Initiativen im Kosovo, auf den Philippinen und in Mexiko gestartet, weil in Deutschland Fachkräfte in der Pflege fehlen. Aufgrund der Pandemie seien die Maßnahmen zur Anwerbung auf den Philippinen und in Mexiko derzeit auf unbestimmte Zeit unterbrochen, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. "Ursprünglich war ab dem zweiten Quartal 2020 die Einreise der ersten zusätzlich angeworbenen Pflegefachkräfte vorgesehen."

5.19 Uhr: Ärzteverband: Zweite Corona-Welle schon da - Kliniken vorbereitet

Die von vielen befürchtete zweite Corona-Welle hat Deutschland nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund bereits erfasst. "Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle", sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). Sie sei aber nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April. Dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen. "Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen", warnte Johna.

3. August

15.50 Uhr: Bahn will Einhaltung der Maskenpflicht sicherstellen

Die Deutsche Bahn will sicherstellen, dass die Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus in ihren Zügen und Bussen durchgesetzt wird. Nach wie vor halte sich die große Mehrheit der Reisenden daran, erklärte der bundeseigene Konzern auf Anfrage am Montag in Berlin. "Wenn eine Minderheit geltende Regeln missachtet, ist dies für uns nicht hinnehmbar." Bestehende Länder-Verordnungen erlaubten bei renitenten Maskenverweigerern einen Ausschluss von der Beförderung.

"Dies setzen wir gemeinsam mit der für die Gefahrenabwehr bei der Bahn zuständigen Bundespolizei konsequent um."

Die Bahn erläuterte, über die Maskenpflicht werde seit ihrem Bestehen in Zügen, Bahnhöfen und im Internet breit informiert. Neben der Einhaltung von Verordnungen gehe es darum, "gegenseitige Rücksichtnahme zu leben und Verantwortung für die Gesundheit jedes Einzelnen und in der Gesamtbevölkerung zu empfinden." Der Schutz der Gesundheit von Mitarbeitenden und Fahrgästen habe oberste Priorität.

14.30 Uhr: Land bezahlt freiwillige Corona-Tests für Lehrer

Ab dem 10. August können sich zum Start des neuen Schuljahrs Lehrer an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen freiwillig alle 14 Tage auf das Corona-Virus testen lassen. Das Land übernehme dafür die Kosten, kündigte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag in Düsseldorf an. Das Angebot gelte bis zum 9. Oktober. Bei einem positiven Befund würde das zuständige Gesundheitsamt die betroffene Schule informieren.

13.37 Uhr: NRW führt Maskenpflicht auch im Unterricht ein

NRW führt an allen weiterführenden und berufsbildendenden Schulen eine Maskenpflicht inklusive Unterricht ein. An Grundschulen soll die Maskenpflicht nicht gelten, wenn die Schüler auf ihren festen Plätzen im Unterricht sitzen. Das kündigte das Schulministerium am Montag in Düsseldorf an.

Schüler mit Schnupfen sollen in NRW künftig 24 Stunden zuhause bleiben. Wenn keine weiteren Symptome auftreten, die auf eine Corona-Infektion hindeuten, können sie wieder am Unterricht teilnehmen. Das kündigte das NRW-Schulministerium am Montag in Düsseldorf an. Die Schule beginnt in NRW nach gut sechs Wochen Sommerferien nächste Woche Mittwoch – am 12. August.

13.30 Uhr: Schweig appelliert zum Schulstart: Hygieneregeln einhalten

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat zum Schuljahresbeginn am Montag in einer Twitter-Botschaft an alle Bürger des Landes appelliert, die Hygieneregeln zur Eindämmung des Coronavirus unbedingt einzuhalten.

"Wir sind das Land mit den geringsten Infektionszahlen und das ist eine wichtige Voraussetzung auch für den Schulstart", sagte Schwesig. "Ich bitte alle in der Bevölkerung, sich weiter an die strengen Regeln zu halten, damit die Zahlen niedrig bleiben."

Das sei eine ganz wichtige Sicherheit auch für den Schulbetrieb. Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, in dem am Montag die Schule nach den sechswöchigen Sommerferien wieder begonnen hat.

12 Uhr: Forscher wollen Corona-Frühwarnsystem entwickeln

Die Technische Universität München sucht im Abwasser von sechs bayerischen Städten nach Spuren des Coronavirus. Auf diese Weise will das Team um Professor Jörg Drewes vom Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft eine Art Frühwarnsystem etablieren. Derzeit wird Wasser aus München, Erlangen, Augsburg, Starnberg, Freising und Weiden untersucht. Zuvor hatte der "Bayerische Rundfunk" über das Projekt berichtet.

Die Proben stammen aus dem Zulauf von Kläranlagen und werden auf den genetischen Fingerabdruck des Virus geprüft, wie Drewes erklärte. Aus dem Vorkommen der Spuren zieht das Team vor allem qualitative Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen. Das Projekt läuft inzwischen seit drei Wochen mit wöchentlichen Probeentnahmen.

Auch andernorts in Deutschland wollen Forscher mithilfe von Abwasserproben Rückschlüsse auf das aktuelle Infektionsgeschehen gewinnen. Solche Daten aus Kläranlagen könnten ein bundesweites Frühwarnsystem für regionale Ausbrüche ermöglichen.

Lässt sich Virus-Erbgut im Abwasser nachweisen, bedeutet das nicht zwingend lebende Viren: Infizierte scheiden vielfach abgetötete Viren aus; auch in solchen nicht infektiösen Bruchstücken lässt sich Erbgut nachweisen.

10.58 Uhr: Nach Corona-Ausbruch auf Schiff: Hurtigruten stellt Kreuzfahrten ein

Der norwegische Kreuzfahrtbetreiber Hurtigruten stellt nach dem Ausbruch des Coronavirus auf einem seiner Schiffe bis auf Weiteres alle Fahrten ein. Mindestens 40 Passagiere und Crewmitglieder der "Roald Amundsen" waren zuvor positiv auf das Virus getestet worden.

Das Expeditionsschiff liege weiter im nordnorwegischen Tromsø vor Anker und werde isoliert, Passagiere befänden sich keine an Bord. Planmäßig hatte die "Roald Amundsen" am Freitagnachmittag in Richtung Spitzbergen in See stechen sollen - die Reise wurde jedoch abgesagt, nachdem am Freitag die ersten Infektionen bei Besatzungsmitgliedern des Schiffes bekanntgeworden waren. Diese vier Personen kamen in ein Universitätskrankenhaus.

Die 154 an Bord verbliebenen Crew-Mitglieder, darunter auch die 29 neuen positiven Fälle, wiesen keine Krankheitsanzeichen oder Symptome für eine Covid-19-Erkrankung auf, erklärte Hurtigruten. Alle Passagiere, die auf den beiden am 17. und 24. Juli begonnenen Touren mit der "Roald Amundsen" unterwegs gewesen seien, seien über die Lage informiert worden. All diese Passagiere müssten für zehn Tage in Quarantäne. Norwegischen Medienberichten zufolge handelt es sich insgesamt um rund 380 Passagiere.

6.30 Uhr: Union stellt Genehmigung von Großdemos gegen Corona infrage

Die Union hat eine Wiederholung von Corona-Großdemonstrationen wie am Wochenende in Berlin grundsätzlich infrage gestellt. Mit Blick auf die Verstöße gegen die Hygieneregeln bei der Demo gegen die Corona-Politik sagte der Unions-Innenexperte Armin Schuster (CDU) der Düsseldorfer "Rheinischen Post": "Solche Demonstrationen sind eine Gefahr für die Allgemeinheit." Seiner Meinung nach wäre es verhältnismäßig, die Versammlungen "nur noch unter sehr viel strengeren Auflagen oder gar nicht mehr zu genehmigen", sagte Schuster. Das offen zur Schau gestellte Nichteinhalten von Corona-Regeln, die Attacken auf Medienvertreter und immer wieder unfriedliche Auseinandersetzungen mit der Polizei rechtfertigten schon im Vorfeld ein "deutlich konsequenteres Vorgehen der Versammlungsbehörden".

6.09 Uhr: Behörden in Manchester rufen "schwerwiegenden Vorfall" aus

In Großbritannien hat sich die Coronavirus-Lage im Großraum Manchester weiter verschlechtert. Die Behörden riefen am Sonntagabend einen "schwerwiegenden Vorfall" aus, da die Zahl der Infizierten in mehreren Gegenden gestiegen war. Dies gibt den Behörden mehr Handlungsoptionen im Kampf gegen die Pandemie.

Es gebe aber keinerlei Anlass für Panik, betonten die Behörden. Auffällig seien die Anstiege in Manchester, Tameside und Oldham, berichteten die "Manchester Evening News". Premier Boris Johnson hatte schon zuvor in ganz England weitere Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Krise für mindestens 14 Tage gestoppt. Im Norden - auch in Manchester und Umgebung - wurden die Maßnahmen sogar verschärft: Dort dürfen sich Mitglieder verschiedener Haushalte nicht mehr in Innenräumen und Privatgärten treffen. Auch der gemeinsame Besuch von Pubs und Restaurants ist tabu.

Gesundheitsminister Matt Hancock führt die verstärkte Ausbreitung des Virus auf das Nichteinhalten der Abstandsregeln zurück. Das Vereinigte Königreich ist in Europa am schlimmsten von der Pandemie betroffen

2. August

18.20 Uhr: Trump-Beraterin: Coronavirus "außerordentlich weit" in USA verbreitet

Die Beraterin von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise, die Ärztin Deborah Birx, sieht die USA in einer neuen Phase der Pandemie. "Was wir heute sehen, unterscheidet sich von März und April. Es (das Coronavirus) ist außerordentlich weit verbreitet", sagte Birx am Sonntag dem Sender CNN. Ländliche Gebiete seien ebenso betroffen wie Städte. "An alle, die auf dem Land leben: Sie sind nicht immun oder geschützt vor diesem Virus", warnte Birx. Jeder Amerikaner müsse eine Maske tragen, egal, wo er lebe.

Seit annähernd vier Wochen verzeichnen die USA pro Tag über 55.000 Neuinfektionen pro Tag. An mehreren Tagen lag die Zahl bei mehr als 70.000. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt mehr als 4,6 Millionen Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Über 154 000 Menschen starben im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19.

Trump führt die hohe Zahl der nachgewiesenen Infektionen auf die Vielzahl der Corona-Tests zurück, die die USA mittlerweile durchführen. Trump verweist zudem darauf, dass in Europa derzeit wieder "große Flammen" zu sehen seien. "Große China-Virus-Ausbrüche überall auf der Welt, auch in Ländern, von denen man annahm, dass sie großartige Arbeit geleistet haben", twitterte Trump am Sonntag und bediente dabei eine rassistische Bezeichnung für das Coronavirus.

9.03 Uhr: Melbourne verhängt Ausgangssperre

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen haben die Behörden im australischen Bundesstaat Victoria den Katastrophenzustand ausgerufen und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Zudem dürfe nur noch eine Person aus jedem Haushalt einmal am Tag einkaufen gehen, sagt Victorias Regierungschef Daniel Andrews.

In Melbourne, der Hauptstadt des Bundesstaates, dürfen sich die Menschen nicht mehr als fünf Kilometer von zu Hause entfernen. Es sind die bislang strengsten Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen in dem Bundesstaat zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus. Sie sollen für sechs Wochen bis Mitte September gelten. Die Neuinfektionen nahmen wieder etwas zu. Die Behörden meldeten am Sonntag 671 neue Fälle, nachdem es am Samstag mit 397 nachgewiesenen Ansteckungen mehr als ein Drittel weniger gewesen waren als am Freitag. Am Donnerstag gab es einen Höchstwert von 723 Neuinfektionen.

8.19 Uhr: Mexiko meldet neuen Tagesrekord bei Corona-Neuinfektionen

Den zweiten Tag in Folge hat Mexiko eine neue Rekordzahl bei den täglichen Corona-Neuinfektionen gemeldet. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien 9556 neue Fällen registriert worden, gaben die mexikanischen Behörden am Samstag bekannt. Die Gesamtzahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus liegt demnach bei über 434.000. Mehr als 47.400 Menschen starben in dem mittelamerikanischen Land an den Folgen der Viruserkrankung. Von Freitag auf Samstag starben nach Behördenangaben allein 764 Menschen. In den vorherigen 24 Stunden hatte das Land bereits mehr als 8400 neue Infektionsfälle gemeldet.

Mexiko ist der am drittschwersten von der Gesundheitskrise betroffene Staat der Welt - nach den USA und Brasilien. Am Donnerstag hatte das Land Großbritannien in Bezug auf die Corona-Todesfälle überholt.

7.52 Uhr: Auch Deutscher auf Kreuzfahrtschiff infiziert

Mindestens 36 Crew-Mitglieder eines in Norwegen vor Anker liegenden Passagierschiffs haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Unter ihnen sei auch ein deutscher Staatsbürger, teilte die norwegische Reederei Hurtigruten mit. 33 andere Betroffene kämen aus den Philippinen, je einer aus Frankreich und aus Norwegen. Keiner von ihnen zeige Anzeichen einer Krankheit. Insgesamt sind derzeit noch 154 Crew-Mitglieder an Bord der "Roald Amundsen".Das Expeditionsschiff liege weiter im nordnorwegischen Tromsø vor Anker und werde isoliert, Passagiere befänden sich keine an Bord. Planmäßig hatte die "Roald Amundsen" am Freitagnachmittag in Richtung Spitzbergen in See stechen sollen - die Reise wurde jedoch abgesagt, nachdem am Freitag die ersten Infektionen bei vier Besatzungsmitgliedern des Schiffes bekanntgeworden waren. Diese vier Personen kamen in ein Universitätskrankenhaus.

1. August

16.15 Uhr: Russland plant erste Corona-Impfungen im Herbst

Im Kampf gegen das Coronavirus will Russland im Herbst mit den ersten Impfungen beginnen. Dies sei für Oktober geplant, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko der Staatsagentur Tass zufolge am Samstag in Nischni Nowgorod. Zunächst sollten Ärzte und Lehrer geimpft werden, dann schrittweise der Rest der Bevölkerung. Seinen Angaben zufolge sind die klinischen Tests eines in Russland entwickelten Impfstoffes mittlerweile abgeschlossen. Dessen Zulassung sei in Vorbereitung. Einen Zeitplan nannte er nicht. Zuletzt war der 10. August als Zulassungstermin im Gespräch.

Bereits im Mai hatte das staatliche Gamalaja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau mitgeteilt, einen Impfstoff entwickelt zu haben. Dieser habe bei allen Testpersonen eine Immunität gegen Corona erzeugt, ohne dass negative Nebenwirkungen aufgetreten seien.

Bislang hat Russland noch keine wissenschaftlichen Daten zu dem Impfstoff für eine unabhängige Bewertung veröffentlicht. Kremlchef Wladimir Putin hatte bei der Entwicklung Druck gemacht. Weltweit arbeiten Forscher unter Hochdruck an einem Mittel gegen das Virus. Nach Angaben von Muraschko wird derzeit ein weiterer Impfstoff gegen das Virus Sars-CoV-2 klinisch getestet. Weitere sollten folgen.

13.48 Uhr: 33 Infizierte nach Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff

Nach dem Ausbruch des Coronavirus unter der Besatzung eines Passagierschiffs in Norwegen sind 29 weitere Crew-Mitglieder positiv auf das Virus getestet worden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen von vier auf 33, wie die Reederei Hurtigruten am Samstag mitteilte. Die Corona-Tests von 120 weiteren der insgesamt 158 Besatzungsmitglieder der "Roald Amundsen" seien negativ ausgefallen, fünf andere müssten nochmals getestet werden.

Das Expeditionsschiff liege weiter im nordnorwegischen Tromsø vor Anker und werde isoliert, Passagiere befänden sich keine an Bord. Planmäßig hatte die "Roald Amundsen" am Freitagnachmittag in Richtung Spitzbergen in See stechen sollen - die Reise wurde jedoch abgesagt, nachdem am Freitag die ersten Infektionen bei Besatzungsmitgliedern des Schiffes bekanntgeworden waren. Diese vier Personen kamen in ein Universitätskrankenhaus.

Die 154 an Bord verbliebenen Crew-Mitglieder, darunter auch die 29 neuen positiven Fälle, wiesen keine Krankheitsanzeichen oder Symptome für eine Covid-19-Erkrankung auf, erklärte Hurtigruten. Alle Passagiere, die auf den beiden am 17. und 24. Juli begonnenen Touren mit der "Roald Amundsen" unterwegs gewesen seien, seien über die Lage informiert worden. All diese Passagiere müssten für zehn Tage in Quarantäne. Norwegischen Medienberichten zufolge handelt es sich insgesamt um rund 380 Passagiere.

8.25 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Mamming steigt auf 232

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming hat sich die Zahl der infizierten Erntehelfer auf 232 erhöht. "Mit den 52 Neuinfizierten nach der Zweittestung auf dem Betrieb summiert sich die Zahl der Corona-Positiven dort nun auf insgesamt 232 Personen", teilte am Freitagabend das Landratsamt Dingolfing-Landau mit. Fast genauso viele - 231 Erntehelfer - seien dagegen auch das zweite Mal negativ getestet worden. Tests unter Anwohnern ergaben demnach bislang nur einen Infizierten.

8.02 Uhr: WHO: Rekord bei Neuinfektionen – 292 000 Fälle binnen 24 Stunden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verzeichnet einen neuen Rekord bei der Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Innerhalb eines Tages hätten sich weltweit 292 000 Menschen infiziert, teilte die WHO am Freitagabend mit. Die meisten neuen Fällen gab es in Nord-, Mittel- und Südamerika mit insgesamt 172 000. In Brasilien wurden die meisten Fälle von allen Staaten gezählt (69 000). Danach folgen die USA (65 000). Unter allen Ländern weltweit ragt auch Indien mit 55 000 neuen Infektionen heraus. In Europa wurden 25 000 neue Infektionen registriert. Viele davon in Spanien mit 2800.

7.53 Uhr: 26 Infizierte bei Corona-Ausbruch in hessischem Seniorenheim

In einem Seniorenheim im hessischen Niedernhausen sind 19 Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Verwaltung des Rheingau-Taunus-Kreises am Freitag mit. Einige Befunde stünden noch aus. Insgesamt wurden am Donnerstag 180 Menschen - Bewohner, Personal und Kontaktpersonen - getestet. Bisher gehe es allen gut, drei Bewohner litten an einem trockenen Husten. Eine Person werde stationär im Krankenhaus behandelt.

31. Juli

18.10 Uhr: Infektionszahlen steigen – Mehr Konzentration und Disziplin gefordert

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schlug zur Bekämpfung steigender Infektionszahlen eine stärkere Konzentration beim Verfolgen von Infektionsketten vor. Statt jedem Einzelkontakt nach zu telefonieren, sollten sich die Gesundheitsämter allein auf "Superspreader" konzentrieren, sagte er dem Magazin "Der Spiegel". Damit gemeint sind hochansteckende Infizierte, die bei Treffen bestimmter Gruppen oft zahlreiche Teilnehmer anstecken.

Der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, forderte hingegen von der Bevölkerung mehr Disziplin. "Es erfüllt mich mit großer Unruhe, dass es viele offenbar nicht mehr so genau mit der Einhaltung der Regeln nehmen und die Zahl der Infizierten wieder steigt." Ein Umsatzrückgang wegen der Corona-Krise könne 50 000 Handelsstandorte in Deutschland die Existenz kosten. "Für viele Händler gäbe es bei erneuten Einschränkungen oder gar einer zweiten Phase des Lockdowns keine Chance mehr, der Insolvenz zu entgehen", sagte er.

14.43 Uhr: Kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer ab Samstag

Auslandsurlauber können sich von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das legt eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fest, die dann in Kraft tritt. Der CDU-Politiker sagte am Freitag: "Die steigenden Infektionszahlen in Deutschland sind ein deutliches Warnsignal. Das Virus macht keine Ferien."

Daher sollte man sich testen lassen, wenn man von einer Reise zurückkommt. Die Tests sollen demnach innerhalb von 72 Stunden nach der Rückkehr bei Gesundheitsämtern und niedergelassenen Ärzten möglich sein.

Die Kosten für die Tests trägt der Verordnung zufolge die gesetzliche Krankenversicherung. Das Gesundheitsministerium hatte aber bereits signalisiert, dass der Bund die Finanzierung am Ende über einen erhöhten Zuschuss an die Kassen übernehmen will.

Spahn bekräftigte, dass sich Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten in Kürze auf Aufforderung bei der Einreise verpflichtend testen lassen müssen. Dazu ist eine Anordnung vorgesehen, die laut Ministerium derzeit in der Abstimmung mit den Ländern ist und die voraussichtlich im Verlauf der nächsten Woche in Kraft treten soll. Spahn betonte: «Mehr noch als auf staatliche Anordnungen kommt es weiter auf jeden von uns an. Je besser wir im Alltag aufeinander achten, desto besser kommen wir gemeinsam durch diese Pandemie.»

14.14 Uhr: Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für drei spanische Urlaubsregionen aus

Das Auswärtige Amt hat wegen der Corona-Pandemie eine Reisewarnung für drei Regionen in Spanien ausgesprochen. Diese betreffe Aragon, Katalonien und Navarra, wie das Ministerium am Freitag auf seiner Website mitteilte.

11.13 Uhr: RKI setzt spanische Urlaubsregionen auf Risiko-Liste

Das Robert-Koch-Institut hat die Liste der Risiko-Gebiete um die spanischen Regionen Katalonien, Aragon und Navarra erweitert. Das teilte das RKI am Freitag auf seiner Webseite mit. In der EU führte das Institut bisher lediglich Luxemburg in dieser Kategorie.

Ab kommender Woche sollen Reiserückkehrer aus Risikogebieten nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu Corona-Tests verpflichtet sein. Für die Reisenden sind die Tests kostenfrei. Außerdem kann nach Angaben des RKI je nach Herkunfts-Bundesland eine Pflicht zur Quarantäne bestehen. In den vergangenen Tagen war die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern wie etwa Spanien stark gestiegen.

7.03 Uhr: Amtsärzte: Deutschland nicht für zweite Welle gerüstet

Die Amtsärzte sehen die Gesundheitsämter in Deutschland nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet. "Für eine zweite Pandemie-Welle sind die Gesundheitsämter viel zu knapp besetzt", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). "Mit den steigenden Infektionszahlen rollt ein riesiges Problem auf uns zu."Die Gesundheitsämter könnten nicht warten, bis die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Kraft träten. "Wir brauchen eine kurzfristige Lösung. Wir müssen wissen, wo die Gesundheitsämter im Notfall Verstärkung bekommen." Konkret sprach sie sich für ein bundesweites Freiwilligen-Register aus - eine Art Jobbörse, die im Ernstfall Mitarbeiter vermittele, die bereits geschult seien.

30. Juli

14.57 Uhr: Trump will US-Wahl verschieben

US-Präsident Donald Trump erwägt in einem Tweet, die US-Präsidentschaftswahlen im November zu verschieben. Die Wahlen im November seien aufgrund von Briefwahl die ungenauesten und falschesten in der Geschichte der USA, beschwerte er sich. "Das wird sehr peinlich", schrieb Trump und stellte die Frage, ob der Wahltag verschoben werden solle, "bis die Menschen ordentlich und in Sicherheit wählen können".

Allerdings ist der Termin in der Verfassung festgeschrieben. In diesem Jahr ist es der 3. November. Trump hat wiederholt bestritten, dass eine Briefwahl korrekt ablaufen könne. Dafür legte er aber keine Beweise vor.

Zwar stellte Trump selbst keinen direkten Bezug zur Corona-Pandemie her, sein Tweet kam allerdings nur kurze Zeit, nach dem die US-Regierung ihre Schätzung zum Rückgang der Wirtschaftsleistung in den USA veröffentlicht hatte. Trump setzt im Wahlkampf auf eine florierende Wirtschaft und drängte in der Vergangenheit daher auf eine schnelle Öffnung des Landes nach der unmittelbaren Lockdown-Phase. In der Folge stiegen die Infektionszahlen rasant an. Mehrere Bundesstaaten nahmen ihre Lockerungen teilweise wieder zurück.

14.36 Uhr: Historischer Konjunktureinbruch in den USA wegen Corona-Krise

Die Wirtschaftsleistung in den USA ist im zweiten Quartal wegen der Coronavirus-Pandemie trotz gewaltiger Konjunkturpakete dramatisch eingebrochen. Von April bis einschließlich Juni schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr hochgerechnet um 32,9 Prozent ein, wie die US-Regierung am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Das war der tiefste Einbruch in einem Vierteljahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Nach der in Europa gebräuchlichen Berichtsweise im Quartalsvergleich entspräche das umgerechnet etwa einem Minus von fast 10 Prozent.

Im ersten Vierteljahr war die US-Wirtschaft aufs Jahr hochgerechnet bereits um 5 Prozent geschrumpft. Die Zuspitzung der Corona-Pandemie ab Mitte März stürzte die USA dann aber in eine schwere Wirtschaftskrise. In der zweiten Maihälfte und im Juni gab es bereits wieder Zeichen einer Erholung. Seit Ende Juni hat die Zahl der Neuinfektionen aber wieder dramatisch zugenommen, was zu neuerlichen Einschränkungen des Wirtschaftslebens geführt hat und das Wachstum erneut ausbremsen dürfte. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 11,1 Prozent. Vor der Pandemie hatte sie noch bei 3,5 Prozent gelegen.

Notenbankchef Jerome Powell hatte am Mittwoch bereits vor einem historischen Einbruch des BIP gewarnt. Er erklärte, die weitere Entwicklung der größten Volkswirtschaft der Welt sei wegen der Pandemie höchst unsicher. "Der Verlauf der Wirtschaft wird in sehr großem Ausmaß vom Verlauf des Virus abhängen", sagte Powell. Ohne eine Eindämmung des Virus sei eine vollständige wirtschaftliche Erholung "unwahrscheinlich", warnte er.

US-Präsident Donald Trumps Regierung hingegen hofft auf eine rasche Erholung der größten Volkswirtschaft der Welt im dritten Quartal. Trump drängt daher trotz Pandemie auf eine rasche Normalisierung des Wirtschaftslebens. Analysten sehen die Hoffnung auf einen schnellen Aufschwung allerdings zumeist skeptischer.

13.23 Uhr: Kontaktbeschränkungen in norddeutscher Kreisstadt Heide

Wegen stark gestiegener Corona-Neuinfektionen sollen im schleswig-holsteinischen Heide ab Samstag wieder strengere Schutzmaßnahmen gelten. So werde es wieder die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum geben, dass sich maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen dürfen, sagte Landrat Stefan Mohrdieck am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in der Landeshauptstadt Kiel.

In der Kreisstadt (Kreis Dithmarschen) sollen auch öffentliche Veranstaltungen ausgesetzt werden, bis die Infektionszahlen wieder sinken. Der Heider Wochenmarkt dürfe nur noch mit einem Mund-Nasen-Schutz besucht werden. Die Kundenzuläufe zu den Geschäften würden etwas abgebremst. Zudem würden die Testungen ausgeweitet.

Am Mittwoch waren dem Landrat zufolge 13 weitere Corona-Neuinfektionen in dem Kreis festgestellt worden, sechs davon in Heide. Insgesamt gab es in den vergangenen sieben Tagen im Kreis Dithmarschen 44 Neuinfektionen, die meisten davon in Heide.

12.40 Uhr: Jüngere und Männer befolgen seltener die Corona-Schutzregeln

Die Corona-Regeln zu Abstand, Hygiene und Maskentragen werden von einer deutlichen Mehrheit der Menschen akzeptiert - allerdings halten sich Jüngere und Männer seltener an die Regeln als Ältere und Frauen. Dies ergab die aktuelle Umfrage des Covid-19 Snapshot Monitorings (Cosmo) der Universität Erfurt, wie die an dem Projekt beteiligte Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Donnerstag in Köln mitteilte.

Demnach gaben 89,2 Prozent der Befragten an, in der zurückliegenden Woche häufig oder immer eine Alltagsmaske benutzt zu haben. 83,8 Prozent waschen sich häufig oder immer 20 Sekunden lang die Hände, und 85,5 Prozent halten häufig oder immer eineinhalb Meter Abstand.

Allerdings zeigten sich dabei Altersunterschiede: Während sich 81,4 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an die Maskenregel halten, liegt der entsprechende Anteil bei den über 65-Jährigen mit 97 Prozent deutlich höher.

Nur 69,8 Prozent der Jüngeren gaben zudem an, häufig oder immer in der Öffentlichkeit auf den Abstand von eineinhalb Metern geachtet zu haben. Bei den über 65-Jährigen waren es dagegen 96,4 Prozent.

Auch zwischen Männern und Frauen gab es Unterschiede: So gaben 85,6 Prozent der Männer an, zuletzt häufig oder immer eine Maske getragen zu haben. Bei den Frauen betrug dieser Anteil sogar 92,7 Prozent. Auch waschen sich Frauen häufiger 20 Sekunden lang die Hände als Männer - hier sind es 87,4 Prozent zu 80 Prozent.

Für Cosmo werden in regelmäßigen Abständen jeweils rund tausend Bürger repräsentativ zu ihren Wahrnehmungen, Einstellungen, ihrem Wissen und Verhalten zu Covid-19 befragt.

10.05 Uhr: Deutsche Konjunktur bricht dramatisch ein

Die deutsche Wirtschaft hat auf dem Höhepunkt der Corona-Krise einen noch nie da gewesenen Einbruch erlebt. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 10,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Es war der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen im Jahr 1970. Bereits zum Jahresanfang war die Wirtschaftsleistung deutlich gesunken. Europas größte Volkswirtschaft steckt in einer tiefen Rezession.

Nach Angaben der Wiesbadener Behörde sind im zweiten Quartal die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen erheblich eingebrochen sowie die privaten Konsumausgaben und die Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungen wie Maschinen. Der Staat erhöhte dagegen seine Konsumausgaben während der Krise.

Im Vorjahresvergleich brach die Wirtschaftsleistung um 11,7 Prozent ein. Den bisher stärksten Rückgang gegenüber einem Vorjahresquartal hatte es während der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise mit minus 7,9 Prozent im zweiten Quartal 2009 gegeben.

Der Deutschen Bundesbank zufolge dürfte der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Aktivität bereits im April erreicht worden sein. Im zweiten Halbjahr dürfte sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzen. "Dazu wird auch das zuletzt beschlossene Konjunkturpaket beitragen", schrieben die Experten im jüngsten Monatsbericht. Auch in den Unternehmen hat sich die Stimmung aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juli den dritten Monat in Folge.

9.56 Uhr: Arbeitslosenzahl steigt im Juli auf 2,91 Mio

Der deutsche Arbeitsmarkt hat im Juli die Folgen der Coronakrise recht gut weggesteckt. Die Arbeitslosigkeit stieg von Juni auf Juli um 57.000 auf 2,91 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag mitteilte. Das seien 635.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote legte von Juni auf Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent zu. Kurzarbeit verhinderte einen höheren Anstieg: Nach vorläufigen hochgerechneten Daten bezogen laut BA im Mai 6,7 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld.

7.15 Uhr: US-Repräsentantenhaus führt Maskenpflicht für Abgeordnete ein

Nachdem ein Abgeordneter positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, hat das US-Repräsentantenhaus eine Maskenpflicht eingeführt. Abgeordnete und Mitarbeiter müssten "im Saal des Repräsentantenhauses jederzeit Masken tragen", kündigte dessen Vorsitzende, die Demokratin Nancy Pelosi, am Mittwoch (Ortszeit) an. Ohne eine entsprechende Mund-Nasen-Bedeckung sei der Zutritt zu Gebäuden des Unterhauses nicht mehr gestattet. Zuvor war das Tragen einer Maske bereits in Ausschüssen vorgeschrieben, außerhalb jedoch lediglich empfohlen. Medienberichten zufolge soll die neue Regelung ab Donnerstagmorgen gelten.

Zuvor hatte der republikanische Abgeordnete Louie Gohmert bestätigt, zweimal positiv auf das Coronavirus getestet worden zu sein. Er zeige keine Symptome, sagte Gohmert in einer am Mittwoch auf Twitter veröffentlichten Videobotschaft. Der Texaner hatte trotz bestehender Empfehlung wiederholt keine Maske im Kapitol getragen. Zuletzt nahm er auch am Dienstag an einer Anhörung mit Justizminister William Barr teil. US-Medien berichteten übereinstimmend unter Berufung auf das Justizministerium, dass Barr negativ auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden sei.

6.22 Uhr: Polizeigewerkschaft: Verpflichtende Corona-Tests könnten "auch mit Zwang“ durchgesetzt werden

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält es für möglich, dass zur Durchsetzung der geplanten Corona-Test-Pflicht als letztes Mittel auch körperlich Gewalt zum Einsatz kommt. "Wenn die Verwaltungsanordnung zur Corona-Testpflicht durch Zwang durchgesetzt werden soll, ist das Aufgabe der Polizei. Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang", sagte Jörg Radek, Vize-Chef der GdP dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). Allerdings müsse die Entscheidung, wie konkret die Testpflicht durchgesetzt werden soll, noch auf Landesebene getroffen werden, so der Polizeigewerkschafter weiter.

Radek appellierte an das Verantwortungsbewusstsein und die Kooperationsbereitschaft der Bürger: "Die Testpflicht erfordert ein hohes Maß an Verständnis von der Bevölkerung, denn so ein Test ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit. Grundsätzlich muss man zwischen der körperlichen Unversehrtheit des Einzelnen und den Interessen der Gesellschaft abwägen. Hier haben wir einen Fall, den wir im gesellschaftlichen Miteinander noch nicht hatten", sagte er. Der GdP-Vize fügte hinzu: "Ich rechne mit der Einsicht der Reiserückkehrer und einer Bereitschaft, sich freiwillig dem Corona-Test zu unterziehen."

29. Juli

17.42 Uhr: Kreis in Schleswig-Holstein könnte Risikogebiet werden

Der Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein könnte bei weiter deutlich steigenden Corona-Zahlen zum Risikogebiet werden. Ein Kreissprecher sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, innerhalb der vergangenen sieben Tage seien Stand Mittwochfrüh 33 Neuinfektionen festgestellt worden. Am späten Nachmittag sollten die Labor-Ergebnisse von weiteren 45 getesteten Personen vorliegen. "Einige dieser Personen zeigen Corona-typische Symptome, sodass wir mit weiteren positiven Tests rechnen.

"Bei den 33 Corona-Infizierten handelt es sich nach Angaben des Sprechers vor allem um Reiserückkehrer vom West-Balkan und aus Skandinavien, aber auch im Kontext dieser Rückkehrer erfolgte Ansteckungen im familiären Bereich. Der überwiegende Teil der Neuinfektionen sei auf mehrere in Dithmarschen lebende Familien entfallen, die einen engen Verbund miteinander pflegten. Bei den 45 Personen, deren Testergebnisse noch ausstehen, handle es sich um Kontaktpersonen.

Im Kreis Dithmarschen leben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 133.210 Menschen. Rein rechnerisch müsste es innerhalb von sieben Tagen mehr als 66,5 Neuinfizierungen in dem Kreis geben, damit er als Risikogebiet betrachtet werden könnte. Maßgeblich dafür ist im Regelfall, ob in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt mehr als 50 Personen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Bund und Länder haben diese Schwelle definiert, ab der Corona-Gegenmaßnahmen vor Ort eingeleitet werden sollen. Laut RKI gab es Stand 29. Juli 00.00 Uhr im Kreis Dithmarschen 23,3 Fälle auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Deutschlandweit lag dieser Wert am Mittwochmorgen bei 4,5 Fällen.

15.53 Uhr: Italien verlängert Ausnahmezustand

Das Parlament in Italien hat einer Verlängerung des Corona-Ausnahmezustands bis zum 15. Oktober zugestimmt. Nach dem Senat votierte am Mittwoch auch die Abgeordnetenkammer in Rom mit 286 Stimmen bei 221 Gegenstimmen und fünf Enthaltungen für den Antrag der Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte. Der Ausnahmezustand gibt der Regierung größere Befugnisse im Kampf gegen die Pandemie. Normalerweise wäre er am 31. Juli ausgelaufen.

"Leider ist die Pandemie noch nicht ganz vorbei, auch wenn ihre Auswirkungen stärker eingedämmt und geografisch begrenzter sind", sagte Conte vor den Abgeordneten. Er sicherte ihnen zu, dass die Verlängerung des Ausnahmezustands nicht automatisch zu erneuten Ausgangssperren führen werde. Das Kabinett dürfte sich vermutlich noch am Mittwoch treffen, um die Verlängerung offiziell auszurufen.

Italien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Bisher steckten sich dort knapp 246.500 Menschen mit dem neuartigen Virus an, mehr als 35.100 starben an den Folgen.

6.30 Uhr: Trotz Vorsichtsmaßnahmen: Corona-Fälle in China steigen wieder

Trotz strenger Vorsichtsmaßnahmen erlebt China die höchste Zahl neuer täglicher Infektionen seit drei Monaten. Obwohl die Volksrepublik das Virus weitestgehend im Griff hat, meldete die Gesundheitskommission am Mittwoch in Peking rund 100 neue Fälle. Größere Ausbrüche gibt es in Ürümqi in der Nordwestregion Xinjiang und in Dalian. Von der nordostchinesischen Hafenstadt haben sich die Infektionen durch Reisende in neun andere Städte ausgebreitet - auch nach Peking, das den ersten Fall seit drei Wochen verzeichnete.

Da China praktisch eine "Null-Fälle-Politik" verfolgt, reagieren die Behörden mit strengen Maßnahmen. In Dalian, wo der Ursprung des Ausbruchs in einer Fischfabrik vermutet wird, wurde schon die Hälfte der sechs Millionen Einwohner getestet. In Ürümqi stehen die Tests der 3,5 Millionen Einwohner vor dem Abschluss. Die Hauptstadt von Xinjiang berichtete am Montag 89 neue Infektionen.

5.44 Uhr: An den Berliner Flughäfen sollen die geplanten Corona-Tests starten

Reiserückkehrer aus sogenannten Risikogebieten sollen am Berliner Flughafen Tegel von Mittwoch an die Möglichkeit haben, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Schönefeld folge dann am Donnerstag, teilte die Senatskanzlei mit. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte die freiwilligen Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten am vergangenen Donnerstag für diese Woche in Aussicht gestellt. Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Charité.

28. Juli

17.55 Uhr: Trump retweetet erneut Lob für Malaria-Mittel als Corona-Behandlung

US-Präsident Donald Trump hat erneut Behauptungen über die Wirksamkeit des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin als Mittel gegen Covid-19 weiterverbreitet - die später von Facebook und Twitter entfernt wurden. Unter anderem retweetete Trump am Montag ein Video, in dem eine Dr. Stella Immanuel erklärte, erfolgreich 350 Corona-Patienten unter anderem mit Hydroxychloroquin behandelt zu haben. Am Dienstag blieb davon der Hinweis von Twitter übrig, dass der Tweet entfernt wurde.

16.30 Griechenland verschärft seine Maskenpflicht

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen kehrt Griechenland zur allgemeinen Maskenpflicht in Geschäften und anderen geschlossenen öffentlichen Räumen zurück. Von Mittwoch an müssten alle Angestellten und Kunden unter anderem in Banken, Supermärkten, Friseur- und Schönheitssalons sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mundschutz tragen, sagte Zivilschutzminister Nikos Hardalias am Dienstag in Athen. Verstöße werden mit Geldbußen in Höhe von 150 Euro bestraft.

In den vergangenen Tagen sei ein Anstieg bei den Neuinfektionen sichtbar geworden, sagte Hardalias. Trotzdem stehe Griechenland in der Pandemie generell besser da als viele andere Länder. Mit Blick auf die Neuinfektionen bestehe "kein Grund zur Panik". Die Bevölkerung müsse jedoch wachsam bleiben.

Im europäischen Vergleich hat Griechenland eine relativ niedrige Ansteckungsrate. Seit Beginn der Pandemie wurden knapp 4200 Infektionsfälle registriert, 202 Menschen starben.

Mit dem Beginn der Tourismussaison verzeichnete das Land jedoch einen deutlichen Anstieg bei den Infektionsfällen. So seien seit der Wiederöffnung der Grenzen für Touristen am 1. Juli mehr als 340 Infektionen bei Urlaubern festgestellt worden, sagte Hardalias. Insgesamt reisten in den vergangenen zwei Monaten demnach rund 1,3 Millionen Touristen ein. Die griechische Wirtschaft hängt zu einem Viertel vom Tourismus ab.

12.51 Uhr: NRW-Kitas kehren am 17. August zurück in den Regelbetrieb

Die Kindergärten in Nordrhein-Westfalen sollen ab dem 17. August zurück in den Regelbetrieb. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf am Dienstag aus Regierungskreisen. Alle Kinder können dann ihre Kita oder ihre Tageseltern wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen. Die Neuregelung steht unter dem Vorbehalt des weiteren Corona-Infektionsgeschehens.

11.29 Uhr: RKI: Sind nachlässig geworden – Sorge über Fallzahlenanstieg

Abstand, Händehygiene, Alltagsmaske: Nach einem Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen bundesweit hat das Robert Koch-Institut (RKI) zum Einhalten der Verhaltensregeln appelliert. Die Entwicklung sei sehr beunruhigend, bekräftigte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Es gelte nun zu verhindern, dass sich das Virus wieder rasant und unkontrolliert ausbreitet. "Das schaffen wir nur gemeinsam", sagte Wieler. Menschen seien nachlässig geworden. Zu Tausenden wilde Partys zu feiern, sei "rücksichtlos" und auch "fahrlässig", sagte er. Und auch im Urlaub sei vernünftiges Verhalten gefragt.

10.23 Uhr: Auswärtiges Amt rät von Urlaubsreisen nach Barcelona ab

Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen in Spanien rät das Auswärtige Amt nun von touristischen Reisen in mehrere Regionen des beliebtesten Urlaubslands der Deutschen ab. Betroffen sind Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra. Die Balearen mit der beliebten Ferieninsel Mallorca oder die Kanaren bleiben verschont. Das Auswärtige Amt begründete den Schritt am Dienstag in seinen Reisehinweisen für Spanien mit den "hohen Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen".

10.07 Uhr: Entwicklung bei Corona-Fallzahlen macht Robert-Koch-Institut "große Sorgen"

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat sich das Robert-Koch-Institut (RKI) alarmiert gezeigt. "Die neueste Entwicklung der Fallzahlen macht mir und allen im Robert-Koch-Institut große Sorgen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin vor Journalisten. "Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie", warnte er.

5.50 Uhr: Luxemburgs Pandemie-Bekämpfer: Corona-Zahlen stabilisieren sich

In Luxemburg hat sich der Anstieg der Corona-Infektionszahlen nach Angaben des obersten Pandemie-Bekämpfers im Land verlangsamt: "Die Zahlen stabilisieren sich im Moment, wenn auch auf hohem Niveau", sagte der Direktor des Luxemburger Gesundheitsinstituts, Ulf Nehrbass, der Deutschen Presse-Agentur. Luxemburg sehe sich damit auf dem "richtigen Weg" und sei "sehr verhalten optimistisch", die Lage in den Griff zu bekommen. "Wir sind ganz klar in der zweiten Welle", sagte Nehrbass, der auch Sprecher der Covid-19 Task Force in Luxemburg ist.

5.10 Uhr: Charité arbeitet an Corona-Kits für Zuhause

Husten und die Nase läuft - ist es womöglich Corona? Experten der Charité wollen einen Abstrich zum Selbermachen anbieten. "Wir arbeiten an der Überprüfung eines Zungen-Wangen-Nasenvorhof-Abstrichs, den Erwachsene bei sich selbst anwenden können oder Eltern bei ihren Kindern", sagte der Kommissarische Direktor des Charité-Instituts für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit, Frank Mockenhaupt.

2.54 Uhr: Corona-Maßnahmen in Belgien deutlich verschärft

In Belgien sind angesichts eines starken Anstiegs der Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Beschränkungen des öffentlichen Lebens nochmals verschärft worden. Ab Mittwoch dürfen die Menschen im Land privat nur noch maximal fünf Menschen auf einmal treffen, mit denen sie nicht zusammen wohnen, wie Ministerpräsidentin Sophie Wilmès am Montag ankündigte. Bisher waren Treffen mit bis zu 15 Menschen erlaubt. In Antwerpen wurde zudem eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

27. Juli

17.10 Uhr: Corona-Tests bei Einreise aus Risikogebieten sollen Pflicht werden

Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen sich künftig auf das Virus testen lassen müssen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, er werde "eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anordnen". Dies diene dem Schutz aller Bürgerinnen und Bürger. "Wir müssen verhindern, dass Reiserückkehrer unbemerkt andere anstecken und so neue Infektionsketten auslösen", sagte der CDU-Politiker. Die Tests sollen für die Reisenden kostenfrei sein.

Spahn teilte die Pläne seinen Amtskollegen aus den Bundesländern in einer Schaltkonferenz mit. Grundlage der Testpflicht ist demnach eine Regelung des Infektionsschutzgesetzes. Sie bezieht sich auf eine epidemische Lage von nationaler Tragweite, die der Bundestag für Corona festgestellt hatte. Damit kann das Bundesministerium Personen, die nach Deutschland einreisen und die wahrscheinlich einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt waren, verpflichten, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Die entsprechende Verordnung soll voraussichtlich in der nächsten Woche in Kraft treten.

Welche Staaten als Risikogebiete mit einer erhöhten Infektionsgefahr gelten, legt die Bundesregierung mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) in einer Liste fest. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn CDU in Genf, 25.06.2020 Genf Schweiz *** Federal Minister of Health Jens Spahn CDU in Geneva, 25 06 2020 Geneva Switzerland Copyright: xXanderxHeinl/photothek.netx

Gesundheitsminister Jens Spahn will eine Testpflicht anordnen. Bild: imago images / Xander Heinl/photothek.net

17:30: FDP-Gesundheitspolitikerin: Rückkehrer nicht als Gesundheitsrisiko abstempeln

Die FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus fordert, Urlaubsrückkehrer in der Corona-Krise nicht pauschal als Gesundheitsrisiko abzustempeln. Gegenüber watson erklärte die Bundestagsabgeordnete: "Laut Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts ist es möglich, durch Rechtsverordnungen Risikogebiete auszuweisen, die verpflichtende Tests rechtfertigen. Allerdings dürfen Reisende nicht pauschal als Träger des Virus angesehen werden." Sie halte es für "gerechtfertigt, verpflichtende Corona-Tests für Urlauber aus Risikogebieten bundesweit an Flughäfen durchzuführen." Eine Einrichtung von Teststationen an Autobahn-Grenzübergängen und Bahnhöfen – wie vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder angestoßen – lehnt Aschenberg-Dugnus hingegen ab. Darüber müssten gegebenenfalls die einzelnen Bundesländer entscheiden.

16 Uhr: Trumps Nationaler Sicherheitsberater Corona-positiv

Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Robert O'Brien, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Weiße Haus am Montag mitteilte, fiel ein Covid-19-Test bei O'Brien positiv aus. "Er hat milde Symptome, hat sich selbst isoliert und arbeitet von einem sicheren Ort aus." Es gebe keine Ansteckungsgefahr für Präsident Trump oder Vizepräsident Mike Pence, erklärte das Weiße Haus."Die Arbeit des Nationalen Sicherheitsrates geht ununterbrochen weiter", erklärte das Weiße Haus. In den vergangenen Monaten hatte es mehrere positive Coronavirus-Fälle in Trumps Umfeld gegeben. O'Brien ist einer der wichtigsten und engsten Berater des Präsidenten.

14.24 Uhr: Drei Corona-Fälle in Da Nang: Vietnam fliegt 80.000 Urlauber aus

Nach drei neuen Corona-Infektionen in der Küstenstadt Da Nang lassen die vietnamesischen Behörden 80.000 Menschen aus der Millionenmetropole ausfliegen. Bei den meisten handele es sich um inländische Touristen, die in den nächsten Tagen mit Hunderten Flügen in elf vietnamesische Städte gebracht werden sollen, berichteten staatliche Medien am Montag. Auch öffentliche Veranstaltungen, Feste und religiöse Zusammenkünfte wurden in Da Nang wieder verboten. Zuvor hatte das südostasiatische Land fast 100 Tage lang keine lokale Infektion mit dem Coronavirus gemeldet.

Am Samstag war ein erster Fall bekannt geworden, mittlerweile seien zwei weitere hinzugekommen, hieß es. Nun gebe es Befürchtungen, dass die Zahl der Neuansteckungen in Da Nang in den kommenden Tagen erheblich steigen könnte. Zwei der drei Corona-Infizierten seien in kritischem Zustand, schrieben Medien unter Berufung auf die Behörden.

Der Flughafen von Da Nang ist nun zunächst für alle internationalen Verbindungen geschlossen, auch der inländische Tourismus in der beliebten Küstenstadt soll für mindestens zwei Wochen gestoppt werden. Die Metropole am Südchinesischen Meer ist vor allem für ihren langen Sandstrand bekannt, auch liegt sie nicht weit von der alten Kaiserstadt Hue.

8.09 Uhr: China verzeichnet stärksten Anstieg von Corona-Infektionen seit April

China hat am Montag den höchsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen seit April verzeichnet. Insgesamt infizierten sich binnen 24 Stunden 61 Menschen mit dem neuartigen Virus, wie die nationale Gesundheitsbehörde mitteilte. Die Entwicklung ist auf Infektionsherde in drei Regionen zurückzuführen: In der nordwestlichen Region Xinjiang wurden demnach 41 Neuinfektionen gemeldet. Mitte Juli war dort in der Regionalhauptstadt Urumqi ein neuer Infektionsherd aufgetreten.

14 weitere Fälle wurden aus der nordöstlichen Region Liaoning gemeldet, die meisten davon in der Hafenstadt Dalian. Zwei weitere Fälle wurden nach Behördenangaben in der Nachbarprovinz Jilin registriert. Vier weitere Infizierte waren aus dem Ausland eingereist.

Die Behörden ordneten Massentests für hunderttausende Bewohner von Dalian an. Auch in Urumqi wurden am Sonntag reihenweise Bewohner auf das Coronavirus getestet, wie die staatliche Zeitung "Global Times" berichtete. Für einige Viertel der beiden Städte wurden Lockdowns verhängt.

6.18 Uhr: Corona: Nahverkehr-Nachfrage weiterhin deutlich geringer

Der öffentliche Nahverkehr hat weiterhin mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Die Auslastung von Bussen und Bahnen in Nordrhein-Westfalen ist immer noch deutlich geringer als üblich. "Ganz grob sind wir ungefähr bei der Hälfte im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten", sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen NRW, Volker Wente, in Köln auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Berücksichtigt werden müsse zwar die Ferienzeit, in der viele in Urlaub seien und keine Schüler transportiert würden. Dennoch rechne er damit, dass nach den Sommerferien "immer noch 20 bis 25 Prozent fehlen". Der VDV ist der Interessenverband der öffentlichen Verkehrsunternehmen.

6.15 Uhr: Jussi Adler-Olsen rechnet mit jeder Menge Corona-Literatur

Bestseller-Autor Jussi Adler-Olsen ("Erbarmen", "Opfer 2117") rechnet wegen der Corona-Krise damit, dass sich die Literaturwelt im nächsten Jahr stark mit Themen wie Pandemien und Erkrankungen beschäftigen wird. «Ich glaube, dass jeder andere Autor außer mir über Corona schreiben wird», sagte der dänische Schriftsteller vor seinem 70. Geburtstag am kommenden Sonntag (2. August) der Deutschen Presse-Agentur. Auch er beschäftige sich in seinen Büchern mit aktuellen Dingen, weshalb er das Coronavirus nicht einfach ignorieren könne. "Aber es ist für mich nicht wirklich ein Thema."

5.51 Uhr: IT-Experten: Corona-Krise verändert Arbeitsalltag nicht nachhaltig

Die Corona-Krise zwingt die Menschen nach Einschätzung von IT-Experten zwar aktuell zu mehr Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag. Aber nur 17 Prozent der Befragten erwartet, dass dies auch nach dem Ende der Pandemie anhält. Das ist ein Ergebnis einer Befragung der Bertelsmann Stiftung aus Gütersloh in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München. Dazu wurden im April 211 Experten für Digitalisierung, Technologie und Künstliche Intelligenz aus mehreren Branchen online befragt.

Dabei sieht ein Großteil der Experten (85 Prozent) einen auch langfristen Trend zu Video-Konferenzen sowie zu Homeoffice (84). Auch werde das Bewusstsein für Infektionen und Krankheiten auch nach der Pandemie Bestand haben (70). Bei der gegenseitigen Wertschätzung und Unterstützung und einer Entschleunigung der Tagesroutinen aber sind die Befragten skeptisch. Hier sehen nur 30 beziehungsweise 22 Prozent einen längeren Trend. Nur 13 Prozent rechneten im April, als die Straßen noch deutlich leerer waren, mit einem weiter geringeren Verkehrsaufkommen.

2.43 Uhr: Inzwischen mehr als 50 bestätigte Coronavirus-Neuinfektionen in St. Wolfgang

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionsfälle am bei deutschen Urlaubern beliebten Wolfgangsee in Österreich ist weiter gestiegen. Die Zahl der positiv getesteten Menschen nahm um weitere neun Fälle auf 53 zu, wie ein Behördensprecher des Bundeslands Oberösterreich nach Angaben der Nachrichtenagentur APA in der Nacht zum Montag mitteilte.

Damit wurden inzwischen alle am Samstag in St. Wolfgang vorgenommenen 628 Tests ausgewertet. Am Sonntag waren laut APA weitere 419 Tests vorgenommen werden, deren Ergebnisse am Montag vorliegen sollen. Getestet worden waren Mitarbeiter von Tourismus-Betrieben, Gäste und Einheimische. Von Infektionen betroffen sind nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur sieben Hotels, eine Pizzeria und zwei Bars in St. Wolfgang.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Infektionen vor allem auf Praktikanten zurückgehen. "Die infizierten Praktikanten waren auf unterschiedliche Quartiere verteilt untergebracht und wohnten vielfach in Doppel- und Dreibettzimmern", sagte der Chef der Tourismus-Gesellschaft Wolfgangsee, Hans Wieser, der APA. Die Praktikanten trafen sich demnach auch in ihrer Freizeit, unter anderem in den beiden inzwischen geschlossenen Bars.

26. Juli

17.32 Uhr: FDP-Chef Lindner fordert Corona-Testpflicht nach Rückkehr aus Risikogebieten

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat für Rückkehrer aus Risiko-Urlaubsgebieten eine Corona-Testpflicht verlangt - und die Kosten sollten die Reisenden selbst tragen. "Verbindliche Tests für Menschen an Flughäfen"dürfen kein Tabu sein", sagte Lindner am Sonntag im Sommerinterview der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Und: "Wer sich in ein Risikogebiet freiwillig begibt als Tourist, der wird damit in Kauf nehmen müssen, dass er für diesen Test auch bezahlt." Dies sei für ihn "eine Frage der Eigenverantwortung". Der FDP-Chef forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, im Eiltempo eine Strategie für den Umgang mit Urlaubsrückkehrern zu entwickeln. Nötig sei eine nationale Teststrategie. "Die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen einer zweiten Infektionswelle wären nicht verantwortbar." Das Risiko einer solchen zweiten Welle bestehe - vor allem auch durch den Sommerreiseverkehr. "Wir können nicht bei jedem voraussetzen, dass sie oder er die Hygiene- und Abstandsregeln, an die wir uns in Deutschland gewöhnt haben, auch tatsächlich befolgt hat."

14.37 Uhr: Australien meldet Rekord bei Corona-Todesfällen

Australien meldet die höchste tägliche Covid-19-Sterberate seit Ausbruch der Virus-Infektion. Der Bundesstaat Victoria teilte mit, innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien zehn Todesfälle gemeldet worden, so viele wie noch nie an einem einzigen Tag in Australien. Die Zahl der neu mit dem Cornavirus Infizierten erreichte in Victoria mit 459 den zweithöchsten Wert, nachdem am vergangenen Mittwoch ein Rekord von 483 gemeldet worden war. Der Regierungschef des Bundesstaats Victoria, Daniel Andrews, sagte, die zweite Welle werde durch Arbeitsplatzinfektionen an Orten wie Altenpflege- und Gesundheitseinrichtungen, großen Verteilungszentren, Schlachthäusern, Kühlhäusern und Lagerhäusern angetrieben.

8.44 Uhr: Kim Jong-un erklärt "maximalen Alarmzustand"

Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat Nordkorea erstmals einen Corona-Verdachtsfall gemeldet. Bei einer Krisensitzung des Politbüros erklärte Staatschef Kim Jong-un laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA den "maximalen Alarmzustand". Über die Stadt Kaesong an der Grenze zu Südkorea wurde eine Ausgangssperre verhängt.

Wie KCNA am Sonntag meldete, soll es sich bei dem mutmaßlich Infizierten um einen Überläufer handeln, der vor drei Jahren nach Südkorea gegangen sei. Vor einer Woche habe er dann die scharf bewachte Grenze "illegal überquert" und sei nach Nordkorea zurückgekehrt. Von südkoreanischer Seite wurde jedoch keine Überquerung der mit Minenfeldern gespickten Grenze gemeldet.

Laut KCNA befindet sich der Patient in Kaesong unter "strikter Quarantäne". Es handele sich um eine "gefährliche Situation", die zu einer "tödlichen und zerstörerischen Katastrophe führen" könne. KCNA zitierte Staatschef Kim mit den Worten, "das bösartige Virus könnte ins Land gelangt sein".Bisher hatte das extrem abgeschottete und autoritär geführte Nordkorea nach offiziellen Angaben keinen einzigen Fall des neuartigen Coronavirus registriert. Experten befürchten, dass das nordkoreanische Gesundheitswesen einer Epidemie nicht gewachsen wäre.

8.28 Uhr: 174 Erntehelfer in Bayern infiziert

Mindestens 174 Erntehelfer haben sich auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming in Bayern mit dem Coronavirus infiziert. Das berichtet der Sender Antenne Bayern am Sonntagmorgen unter Berufung auf die Behörden im Landkreis Dingolfing-Landau.

Der gesamte Betrieb, auf dem zuvor eine Reihenuntersuchung erfolgt war, sei unter Quarantäne gestellt worden und werde nunmehr von einem Sicherheitsdienst überwacht.

Die Mitarbeiter dürfen das Gelände demnach nicht verlassen. Laut BR handelt es sich um rund 480 Personen, die unter Quarantäne stehen. Den Angaben zufolge wird dies von einem Sicherheitsdienst überwacht.

 Erdbeerenernte - polnische Erntehelfer pflücken Erdbeeren auf einer Erdbeerplantage. Erdbeersaison - sind die Erdbeeren reif, müssen die Felder in kurzer Zeit abgeerntet werden. Diese mühevolle Handarbeit wird bislang mesitens von ausländischen Erntehelfern geleistet. In der Coronakrise kommt es durch Reisebeschränkungen zu Enpässen. Landwirtschaftliches Symbolbild. Region Weser-Ems Niedersachsen Deutschland *** Strawberry harvest Polish harvest workers pick strawberries on a strawberry plantation Strawberry season is the season when the strawberries are ripe, the fields have to be harvested in a short time This laborious manual work has so far been done mesitens by foreign harvest workers In the Corona crisis, travel restrictions le

Polnische Erntehelfer pflücken Erdbeeren auf einer Erdbeerplantage. Nun sind in Bayern mindestens 174 Erntehelfer infiziert. Bild: imago images/Countrypixel / Fritz Rupenkamp

25. Juli

8.45 Uhr: Erste CSD-Parade findet trotz Corona wie gewohnt statt

Nach zahlreichen Absagen oder neuen Formaten für Christopher Street Days (CSD) wegen der Corona-Pandemie startet im Wendland die bundesweit erste Parade, die dieses Jahr wie gewohnt stattfinden kann. Neu sind nur der Mund-Nasen-Schutz und die Abstandsregeln, zu denen die von den Organisatoren erwarteten rund 300 Teilnehmer verpflichtet sind. So viele Menschen hatten sich auch in den vergangenen Jahren dem bunten Demonstrationszug angeschlossen. Heute (14.00 Uhr) soll er sich in Waddeweitz unter dem Motto "Aufstehen gegen Hass und Diskriminierung!" über mehrere Dörfer und eine Bundesstraße in Bewegung setzen. "Wir haben das Glück: Wir sind nicht von Häuserschluchten eingeengt wie in großen Städten, wir könne uns verteilen", sagte Mitorganisator Carsten Krüger.

8.27 Uhr: RKI beunruhigt - Kretschmer: Zweite Corona-Welle ist schon da

Die zweite Infektionswelle der Corona-Pandemie hat nach Einschätzung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer bereits Deutschland erreicht. "Die zweite Corona-Welle ist schon da. Sie findet bereits jeden Tag statt. Wir haben jeden Tag neue Infektionsherde, aus denen sehr hohe Zahlen werden könnten", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post" (Samstag). Die Aufgabe bestehe darin, mit den Gesundheitsämtern diese Welle jeden Tag neu zu brechen. "Das klappt erstaunlich gut."

Der deutliche Anstieg der gemeldeten Coronavirus-Fälle in den vergangenen Tagen beunruhigt das Robert Koch-Institut (RKI). "Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden", teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit. Die Zahl der neu übermittelten Corona-Fälle lag deutlich höher als in den Vorwochen.

3.31 Uhr: São Paulo verschiebt Karneval wegen Corona auf unbestimmte Zeit

Die größte brasilianische Stadt São Paulo hat ihre Karnevalsfeiern im kommenden Jahr auf unbestimmte Zeit verschoben. Den Sambaschulen und den Veranstaltern des Straßen-Karnevals sei klar, dass ein Karneval im kommenden Februar wegen der Corona-Pandemie nicht möglich sei, sagte Bürgermeister Bruno Covas am Freitag (Ortszeit). Auch die Behörden in Rio de Janeiro mit seinem weltberühmten Karneval denken über einen ähnlichen Schritt nach.

24. Juli

14.48 Uhr: Gesundheitsminister vereinbaren Corona-Tests an Flughäfen für Reiserückkehrer

Rückkehrende Urlauber aus Risikogebieten sollen künftig bei ihrer Ankunft an deutschen Flughäfen auf das Coronavirus auf eigenen Wunsch hin getestet werden. Das geht aus dem Beschluss hervor, auf den sich die Gesundheitsminister der Länder am Freitag geeinigt haben.

11.17 Uhr: Erneut 30 Tönnies-Mitarbeiter positiv auf Corona getestet

Beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind bei routinemäßigen Kontrollen 30 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die meisten sind nach Angaben des Unternehmens sogenannte Altfälle – bei denen das Virus schon früher festgestellt worden und noch immer nachweisbar sei. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet.

Die 30 Mitarbeiter seien wie alle Beschäftigten beim Arbeitsantritt im Werk nach der wochenlangen Zwangspause getestet worden - so sei es mit den Behörden zuvor abgestimmt worden, sagte Unternehmenssprecher André Vielstädte. Nach rund 24 Stunden habe das Ergebnis vorgelegen, dann seien die Kollegen unmittelbar für den Betrieb gesperrt und in Quarantäne geschickt worden. Ob tatsächlich alle 30 Beschäftigten einen Tag lang eingesetzt waren, werde noch ermittelt. Bei 8 der 30 Mitarbeiter müsse noch geklärt werden, ob sie sich neu mit dem Virus angesteckt haben oder ob bei ihnen ebenfalls nur eine frühere Infektion noch nachweisbar sei, sagte Vielstädte. Nach einer Infektion könne das Ergebnis noch bis zu zehn Wochen lang positiv ausfallen, obwohl der Betroffene nicht mehr infektiös sei.

7.54 Uhr: China meldet neuen Corona-Ausbruch in Dalian

In der nordostchinesischen Stadt Dalian ist es zu neuen Infektionen mit dem Coronavirus gekommen. Wie die staatliche Zeitung "Global Times" am Freitag berichtete, stellten die Behörden zwei neue Erkrankungen fest, sowie 15 Infektionen, bei denen keine Symptome erkennbar waren. Dem Bericht zufolge sind es die ersten Infektionen in der Stadt seit 111 Tagen.

FILE PHOTO: Residential buildings under construction are seen in Jinpu New District in Dalian, Liaoning province, China March 19, 2018. China Daily via REUTERS/File Photo   ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. CHINA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN CHINA. GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD

Die chinesische Stadt Dalian. Bild: reuters / China Daily CDIC

Die Behörden ordneten an, Kindergärten zu schließen. In betroffenen Gebieten der Stadt sollten zudem Corona-Tests bei möglichst vielen Menschen durchgeführt werden. Wohngebiete, für die ein Lockdown verhängt wurde, sollen mit Lebensmitteln versorgt werden. China hat das Coronavirus bereits seit Monaten weitestgehend unter Kontrolle. Jedoch kommt es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen in verschiedenen Landesteilen, auf die in der Regel mit strengen Maßnahmen reagiert wird. Neben der Stadt Dalian kämpfen die Region Xinjiang im äußersten Westen des Landes sowie die Sonderverwaltungsregion Hongkong derzeit mit Ausbrüchen.

Während in Xinjiang in den letzten Tagen 95 Infektionenbestätigt wurden, erlebt Hongkong den bisher schlimmste Infektionswelle. Seit Anfang Juli wurden 980 Infektionen in der Millionenmetropole registriert.

23. Juli

6.34 Uhr: Minister: Bei 2119 Corona-Fällen Zusammenhang mit Tönnies

Im Zusammenhang mit dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies sind inzwischen mehr als 2000 Infektionsfälle festgestellt worden. "Nach aktuellem Stand ordnen die zuständigen Behörden dem Ausbruch bei Tönnies bislang insgesamt 2119 Fälle zu", sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). Bei weiteren 67 Fällen sei ein Zusammenhang möglich.

5.37 Uhr: New Yorker Friseur bietet Dienste im Central Park an

In der Corona-Krise bietet ein findiger Friseur in New York nun seine Dienste unter freiem Himmel im Central Park an. Mit einem Stuhl und einem Koffer voller Haarschneide-Utensilien ausgerüstet steht der 32-jährige Herman James, der normalerweise in einem Friseursalon arbeitet, mit Maske unter einer mit Pflanzen überwachsenen Pagode an der Westseite des berühmten Parks in Manhattan bereit. Auf den ersten Kunden habe er gerade einmal zehn Minuten warten müssen, als er den Platz Mitte Mai erstmals eingenommen habe, sagte James der Deutschen Presse-Agentur.

22. Juli

22.55 Uhr: Tesla schafft trotz Corona-Krise weiteren Quartalsgewinn

Der US-Elektroautobauer Tesla hat trotz Belastungen durch die Corona-Pandemie einen weiteren Quartalsgewinn erzielt. Unterm Strich stand in den drei Monaten bis Ende Juni ein Überschuss von 104 Millionen Dollar (90 Mio Euro), wie der Konzern des Tech-Milliardärs Elon Musk am Mittwoch nach US-Börsenschluss in Palo Alto mitteilte. Im Vorjahr hatte es noch einen hohen Verlust gegeben.

20 Uhr: Gesundheitsminister wollen Corona-Tests an Flughäfen

Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland sollen künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Auf diese Linie verständigten sich die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern nach Angaben des Vorsitzlandes Berlin am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz, ohne zunächst einen formalen Beschluss zu fällen.

(dpa/lin)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rolf 04.08.2020 11:16
    Highlight Highlight Wird ja immer besser , die zweite Welle ist also da . Liebe Ärzte , Ihre medizinischen Kenntnisse in allen Ehren . Aber ein wenig Mathematik wäre auch nicht schlecht. Die BRD hast steigende Infektionszahlen , soweit richtig . Nur seit Wochen keine nennenswerten Fallzahlen mehr , weder Kranke noch Tote . Kein Anstieg , nichts . Da viele von Ihnen Kunden von mir sind , weiß ich , das die Praxen sehr leer sind . Wollen Sie jetzt eine neue Testwelle auslösen um wenigstens etwas zu tun zu haben ? Kümmern Sie sich lieber um die Krebsfälle , die Todeszahlen steigen leider zur Zeit .
  • Rolf 03.08.2020 15:36
    Highlight Highlight Wozu überhaupt noch Unterricht ? Die Wirtschaft geht dank den Maßnahmen eh den Bach runter . Vergesst den Quatsch , geht feiern , unsere Politiker geben dem Land sowieso den Rest .
    • Jaisalmer 03.08.2020 21:26
      Highlight Highlight Aber der Rolf wieder, er weiss was man machen muss.
      Lasst es laufen, Leute werden krank, die Krankenhäuser überlastet: da haben die Leute richtig Lust einkaufen zu gehen oder Freizeit zu geniessen.

      Sind wir mal froh, haben wir keine Politiker (ausser bei der AfD und FDP), die ticken wie Rolf, sondern sich um die Bevölkerung kümmern.

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