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Bundesaussenminister Heiko Maas, SPD, spricht mit der Presse am Rande eines NATO-Gipfels im NATO-Hauptquartier in Bruessel, 11.07.2018. Bruessel Belgien *** Federal Foreign Minister Heiko Maas SPD speaks with the press on the sidelines of a NATO summit at NATO headquarters in Brussels 11 07 2018 Brussels Belgium PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xXanderxHeinlx

Bild: imago stock&people

Heiko Maas sagt, er vertraut Trump und dem Weißen Haus nicht mehr

Nach der neuen Verbalattacke von US-Präsident Donald Trump auf die Europäische Union fordert Bundesaußenminister Heiko Maas eine Neujustierung der Partnerschaft zu den Vereinigten Staaten.

"Wenn der amerikanische Präsident die Europäische Union als 'Gegner' bezeichnet, zeigt das leider einmal mehr, wie breit der politische Atlantik geworden ist, seit Donald Trump im Amt ist", sagte Maas am Montag der "Funke Mediengruppe". Er fügte hinzu:

"Wir können uns auf das Weiße Haus nicht mehr uneingeschränkt verlassen.

Heiko Maas, SPD, Bundesaußenminister funkemediengruppe

Um die Partnerschaft mit den USA zu bewahren, müsse sie neu justiert werden. Das sei nur mit einem selbstbewussten und souveränen Europa möglich. "Europa darf sich nicht spalten lassen, so scharf die Verbalattacken und so absurd die Tweets auch sein mögen."

Maas rückt von Trump ab (und von Merkel)

Trump hatte am am Wochenende sowohl Russland, China als auch die EU als "Gegner" bezeichnet. "Ich denke, wir haben eine Menge Gegner. Ich denke, die Europäische Union ist ein Gegner", sagte der US-Präsident. Denn die EU habe die USA im Handel "wirklich ausgenutzt".

Die Kanzlerin äußert sich zurückhaltender

Auch Angela Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert distanzierte sich von Trump, wenn auch moderater im Ton. "Das ist nicht unser Blick auf die Beziehungen der Europäischen Union mit den USA", sagte Seibert am Montag in Berlin. Die Bundesregierung sehe im Gegenteil "viele starke Gründe für gute transatlantische Beziehungen.

Trump hatte auf dem Nato-Gipfel in der Vorwoche die deutsche Kanzlerin frontal angegriffen. Auch auf dem amerikanisch-russischem Gipfel am Montag erwähnte der US-Präsident, er und die Kanzlerin hätten bei ihrem Treffen damals "ziemlich harte Bedingungen" verhandelt.

Seibert bemühte sich, die Beziehungen nicht weiter zu belasten. "Es geht doch um unsere politischen Beziehungen, und da haben Europa und die USA gleiche Interessen in der Welt", hob Merkels Regierungssprecher hervor. "Und diese Interessen, die gemeinsame Werte betrachten wir als die Basis der Beziehungen zwischen Europa und den USA."

(dpa, afp, per)

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