Deutschland
Bild

Gebt das Hanf frei! Katrin Göring-Eckardt. bild: picture alliance/Hermann Pentermann/dpa/unsplash/watson montage

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert Freigabe von Cannabis

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Freigabe weicher Drogen gefordert. "Das Cannabis-Verbot ist gescheitert", sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Diesen Befund bestätige auch die Polizei. "Die Cannabis-Verbotspolitik nützt nur dem organisierten Verbrechen", fügte die Grünen-Politikerin hinzu.

Schwarzmarkt austrocknen und "Orte schaffen, wo man Cannabis gefahrlos kaufen kann"

Entscheidend sei, den Schwarzmarkt auszutrocknen und so den Jugend- und Gesundheitsschutz zu stärken. "Dafür wollen wir ein reguliertes und überwachtes System für Anbau, Handel und Abgabe von Cannabis schaffen", sagte Göring-Eckardt. "Wenn weiche Drogen legalisiert sind, muss man Orte schaffen, wo man Cannabis gefahrlos kaufen kann." Das sollten geschützte Orte sein, die erst ab 18 Jahren zugänglich seien.

Prävention und Jugendschutz stehen an erster Stelle

In jedem Fall müssten Prävention und Jugendschutz an erster Stelle stehen, forderte die Bundestagsabgeordnete. Es gebe Menschen, "die meinen, sich mit harten Drogen wie Crystal Meth, die billig zu haben sind, fit für das Arbeitsleben und die Freizeit machen zu müssen". Das sei "wahnsinnig gefährlich". Hier müsse die Regierung eine Struktur aufbauen, die Menschen helfe, davon loszukommen. Es gebe jedoch derzeit "viel zu wenige Plätze und viel zu wenig Personal, auch in Kliniken".

(as/afp)

So witzig sind Marihuana-Proteste rund um die Welt.

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Debatte um "Umweltsau"-Lied des WDR: Mitarbeiter veröffentlichen Brandbrief

Die "Umweltsau"-Debatte nimmt immer größere Ausmaße an. In dem Lied des WDR-Kinderchors sollte der Generationenkonflikt zwischen der "Fridays for Future"-Bewegung und älteren Semestern aufgegriffen werden. In dem Song hatte es unter anderem geheißen: "Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau." Dies hatte rund um den Jahreswechsel einen Shitstorm im Internet ausgelöst.

Intendant Tom Buhrow reagierte auf die öffentliche Kritik umgehend und bat mehrfach um Entschuldigung. Daraufhin wurde ihm vorgehalten, …

Artikel lesen
Link zum Artikel