Deutschland
Bild

Thomas Kemmerich, Spitzenkandidat der FDP in Thueringen. Bild: rtr

FDP schafft Einzug in den Thüringer Landtag

Knapp zwei Wochen nach der Landtagswahl in Thüringen ist es offiziell: Die FDP zieht mit 5.0 Prozent der Stimmen ins Thüringer Parlament ein.

Das gab der Landeswahlleiter bei der Präsentation des amtlichen Endergebnisses am Donnerstag bekannt. Nach dem am Donnerstag von Landeswahlleiter Günter Krombholz veröffentlichten endgültigen Wahlergebnis lagen die Liberalen bei der Landtagswahl mit 73 Stimmen über der Fünfprozenthürde. Dem neuen Thüringer Landtag gehören damit insgesamt 90 Abgeordnete an.

Freude bei der FDP

Die Liberalen hatten bei der ersten Zählung am Wahlabend zunächst nur denkbar knapp mit fünf Stimmen über der Fünfprozenthürde gelegen. Wegen möglicher Verschiebungen bei der Stimmenzahl in den Wahlkreisen blieb es daher bis zuletzt spannend. FDP-Landeschef Thomas Kemmerich schrieb auf Twitter, die Freien Demokraten freuten sich sehr, dass sie "dem Thüringer Landtag nun auch offiziell wieder angehören".

Stärkste Partei wurde bei der Landtagswahl am 27. Oktober laut dem endgültigen amtlichen Ergebnis die Linke mit 31 Prozent. Die AfD erreichte 23,4 Prozent der Stimmen, die CDU kam mit 21,7 Prozent nur auf den dritten Platz. Die SPD holte 8,2 Prozent, die Grünen kamen auf 5,2 Prozent und die FDP auf 5,0 Prozent.

Die Linkspartei ist damit als stärkste Fraktion mit 29 Abgeordneten vertreten. Die AfD hat 22 und die CDU 21 Abgeordnete. Die SPD sitzt mit acht Abgeordneten im Parlament, Grüne und FDP sind mit jeweils fünf Abgeordneten vertreten.

(hd/dpa)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Analyse

"Rechts. Deutsch. Radikal": So schonungslos reden Rechte vor der ProSieben-Kamera

Selten hat eine TV-Dokumentation so ein lautes öffentliches Echo verursacht wie "Rechts.Deutsch.Radikal." Gut zwei Stunden präsentierte ProSieben am Montagabend den Zuschauern die Ergebnisse von anderthalb Jahren Recherche, die Journalist Thilo Mischke und sein Team in unterschiedlichen Bereichen der rechtsradikalen Szene in Deutschland durchgeführt haben – von Neonazi-Konzerten bis in die Bundestagsfraktion der AfD.

Die Doku hat schon jetzt Folgen für die Politik in Berlin: Die AfD-Fraktion im …

Artikel lesen
Link zum Artikel