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"Haschkekse" und Spargel: Die 6 absurdesten Momente vom FDP-Parteitag (bisher)

Zumindest bei den Farben ist sich die FDP treu geblieben. Die Bühne strahlte wie gewohnt knallig gelb, die Schrift prangte ebenso gewohnt magentafarben. Weniger gewohnt, und ein offensichtlicher PR-Trick. Zur Eröffnung des 70sten Parteitags strahlt der Slogan der FDP auf Chinesisch hinter dem Parteivorsitzenden Christian Lindner. Ernsthaft, auch wir bei watson mussten erst eine Übersetzerin anrufen, um zu erfahren: Da stand Wirtschaftspolitik.

Beim Schriftzug alleine blieb es nicht. Der Parteitag der Liberalen war durchsetzt mit skurrilen Momenten.

Hier die 5 schrägsten Augenblicke – und was sie über die FDP verraten.

Auch Lindner selbst begann seine Rede...

... auf Chinesisch. Das klang etwas hölzern, was dem FDP-Vorsitzenden natürlich verziehen sei. Aber immerhin, auch die Liberalen scheinen sich beim Thema Sprache seit den Zeiten von Westerwelle etwas weiterentwickelt zu haben.

Denn wir erinnern uns auch noch an solche "deutschen" Worte:

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Video: YouTube/webwombel

Die Bedeutung des Satzes des chinesischen Lindners lautet übrigens:

"Die Gesellschaft und die Wirtschaft ändern sich beständig, wir müssen mit den Zeiten Schritt halten."

Na schön. Eines der bestimmenden Themen dieses Parteitags neben dem Klimschutz hatte Lindner damit natürlich gesetzt: China. Das Land wird den USA wohl in naher Zukunft den Rang als größte Volkswirtschaft der Welt ablaufen, baut gerade mit der neuen Seidenstraße einen riesigen Wirtschaftsraum auf und weitet seinen Einfluss Tag für Tag aus. Künftig müssten unsere Kinder daher nicht "nur Englisch, sondern auch Chinesisch lernen", sagte Lindner bei seiner Rede.

Noch aber sind die Chinesisch-Skills eben noch nicht weit verbreitet. Was zu folgendem absurden Moment führte:

Was steht denn da?

Der Tweet bezieht sich wieder auf die eingangs erwähnten chinesischen Schriftzeichen. Laut dem Sender ntv stammte die Idee dazu von der PR-Agentur der FDP. Und Lindner sei gleich darauf angesprungen. Chinesisch... das sollte wohl Modernität und einen Blick für die künftigen internationalen Entwicklungen beweisen.

Und da war noch ein Problem mit China...

Die ersten Sätze von Lindners Rede, die der Liberalen-Chef auf Deutsch sprach, befassten sich immer noch mit der Volksrepublik. Der Parteivorsitzende zählte wirtschaftliche Fakten zu China auf, die die wachsende Dominanz des Staates auf dem Weltmarkt verdeutlichen sollten.

"Ich sage das alles nicht, um Angst vor dem 'gelben Mann' zu machen", erklärte Lindner. "Ich sage es, damit wir endlich aus dem Stadium der Bequemlichkeit aufwachen und dass wir die Beobachterposition verlassen. Wenn wir nicht auch wieder beginnen, Wirtschaftspolitik zu machen, dann werden es andere für uns tun."

  1. Gelber Mann? Autsch!
  2. Als Sponsor holte sich die FDP dennoch den chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei ins Boot. Der umstrittene Tech-Riese versorgte die Delegierten mit Eis:

Lindner sprach nicht nur über China

Irgendwann kam er auch auf den Spargel. Ja, wirklich. Lindner outete sich als Fan der Kolumne von Spiegel-Online-Autorin Margarete Stokowski. Die hatte zuletzt einen Text über den "Spargelkult" geschrieben, "das privilegierteste Gemüse Deutschlands, der alte weiße Mann der Kulinarik".

"Darüber reden wir!", schimpfte Lindner. Dabei sei doch China "Spargel-Weltmeister" und hierin liege das eigentliche Problem. Stokowski selbst konterte das mit diesem launigen Tweet:

Setzt euch, nehmt euch nen Keks...

Neben diversen Konzernen als Sponsoren war auf dem Parteitag auch der Deutsche Hanfverband vertreten. Die Jungen Liberalen fordern seit Jahren die Legalisierung von Cannabis, die Bundespartei unterstützt diese Forderung seit 2018, mit "Maß und Mitte".

Für Lacher aber sorgte, dass der Hanfverband bei seinem Stand einige verdächtig aussehende Kekse auftischte. Die After-Show-Party der Liberalen könnte daher durchaus einen Besuch wert sein:

Demonstrationen sind was für Profis

Zumindest glaubt das ja FDP-Chef Lindner. Er hatte die Schüler-Demos für Umweltschutz kritisiert. Um die Ausarbeitung der Klimapolitik sollten sich doch Experten kümmern, das erklärte er am Freitag auch noch einmal in seiner Rede .

Auf Twitter verbreitete die FDP eine neue Forderung: #mondaysforeconomy. Quasi als Gegen-Demo zu den Schüler-Streiks am Freitag?

Der Tweet zog viel Häme auf sich. "Aber bitte nicht die Arbeit schwänzen!", antwortete die SPD.

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