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Einer von Seehofers 69 abgeschobenen Flüchtlingen ist zurück in Deutschland 

Er war Anfang Juli unrechtmäßig nach Afghanistan abgeschoben worden. Nun ist Nasibullah S. zurück in Deutschland

Nasibullah S. war einer jener 69 Afghanen, die an Horst Seehofers 69. Geburtstag abgeschoben wurden

Der 20-Jährige landete am Sonntagnachmittag um 14.16 Uhr an Bord einer Maschine auf dem Flughafen Berlin-Tegel, wie ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eine Mitarbeiterin seiner Anwältin habe ihn in Empfang genommen. Er soll sich nun am Montag bei der Ausländerbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte melden.

Der Mann, der seit 2015 in der Bundesrepublik lebte, war einer jener 69 Menschen, die Anfang Juli mit einem Charterflug aus München nach Afghanistan abgeschoben worden waren. Wegen eines noch laufenden Verfahrens am Verwaltungsgericht Greifswald hätte der 20-Jährige aber nicht abgeschoben werden dürfen.

Nach dpa-Informationen sorgte das Auswärtige Amt zunächst dafür, dass der Mann nahe Kabul sicher untergebracht wurde. Von dort wurde er am vergangenen Mittwoch in die pakistanische Hauptstadt Islamabad gebracht, wo er ein Visum für die Weiterreise nach Deutschland erhielt. Über Istanbul kam er nun nach Deutschland.

Seehofer nach flapsiger Bemerkung in der Kritik

Horst Seehofer hatte die Abschiebung damals mit den Worten kommentiert: "Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 – das war von mir nicht so bestellt - Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden. Das liegt weit über dem, was bisher üblich war."

Später wurde bekannt, dass sich einer der Abgeschobenen in Kabul erhängte. Für die flapsige Bemerkung steckte Seehofer viel Kritik ein, die er aber als unpassend zurückwies.

(czn/dpa)

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