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Kinder im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Bild: imago images / ITAR-TASS

Nach Habecks Flüchtlingsvorstoß richtet die EU einen Appell an Deutschland

Der Vorschlag des Grünen-Chefs polarisiert: Robert Habeck hat die Debatte über die Aufnahme von Geflüchteten in Griechenland neu entfacht. Er forderte, bis zu 4000 Kinder von den griechischen Inseln zu holen.

Das sagt die EU-Kommission:

"Die Kommission ist besorgt über die schwierige Lage vor Ort (...)", teilte eine Sprecherin der von Ursula von der Leyen geführten Behörde der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel mit.

Man habe die anderen Mitgliedstaaten bereits mehrfach aufgefordert, weiter auf freiwilliger Basis unbegleitete Minderjährige umzusiedeln. Bislang geschah nichts.

Das ist die Lage vor Ort:

Und nun?

Dass es schnell die von der Bundesregierung gewünschte "echte europäische Lösung" zur Umsiedlung von minderjährigen Migranten gibt, gilt unterdessen als unwahrscheinlich. Die EU-Staaten ringen bereits seit Jahren vergeblich um einen gemeinsamen Kurs in der Flüchtlingspolitik. So gibt es wegen des Widerstands von Ländern wie Polen und Ungarn bis heute kein System zur gerechten Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU.

(ll/mit dpa)

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