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Haben oder nicht? Die Bundesbürger sind sich da nicht ganz sicher. Bild: picture alliance

Organspenden: Das denken die Menschen in Deutschland

Nach langen Debatten hat der Bundestag am Donnerstag über eine Neuregelung bei Organspenden entschieden. Bisher sind Organentnahmen nur bei vor dem eigenen Tod ausdrücklich erklärter Zustimmung zulässig.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und andere Politiker verschiedener Parteien hatten sich für die doppelte Widerspruchslösung eingesetzt. Das würde bedeuten, dass jeder, der zu Lebzeiten nicht offiziell widerspricht, im Falle eines Hirntods potenzieller Organspender wird – es sei denn, die Angehörigen wissen, dass er dies nicht wollte.

Diese Lösung fand keine Mehrheit in der Abstimmung. Der Bundestag hat stattdessen eine moderate Reform der Organspenderegeln in Deutschland beschlossen. Die Bürger sollen künftig mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema angesprochen werden.

Aber was denken die Menschen in Deutschland zu dieser Debatte?

Kein eindeutiges Bild

Wie die deutsche Bevölkerung zu diesem Thema steht, ist nicht eindeutig zu sagen. Laut dem ZDF-Politbarometer unterstützen 61 Prozent den Vorschlag von Spahn. 36 Prozent lehnen ihn dagegen ab.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des "Spiegel" dagegen zeigt ein anderes Bild. Demnach gibt es eine hauchdünne Mehrheit gegen die Widerspruchslösung. Mit 36,7 Prozent sind demnach etwas mehr dagegen als dafür (36,4 Prozent). Das Institut ermittelt allerdings eine hohe Bereitschaft, nahen Angehörigen Organe zu spenden: 68 Prozent wären dazu bereit.

(om)

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