Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bildnummer: 55595417  Datum: 12.07.2011  Copyright: imago/Steinach
 Herzrhythmusstörung mit Herz, Herz, Herzkrankheit, Störung, Herzrhythmus, Herzrhythmusstörung, Organspende Symbol Objekte xng 2011 quer o0 EKG Elektrokardiogramm Kurve o00 Studio

Bildnummer 55595417 Date 12 07 2011 Copyright Imago Steinach Heart rhythm disturbance with Heart Heart Heart disease Disturbance Heart rhythm Heart rhythm disturbance Organ donation symbol Objects xng 2011 horizontal o0 ECG Electrocardiogram Curve o00 Studio

Bild: imago/watson-montage

Spahn will Organspende revolutionieren – und erntet scharfe Kritik

Über 10.000 Menschen warten in Deutschland zurzeit auf ein Organ. Dass dieser Zustand untragbar ist und die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland erhört werden muss, darüber sind sich die meisten Abgeordneten im Bundestag einig. Wie das allerdings erreicht werden soll, darüber wird an diesem Montag im Bundestag diskutiert.

Besonders umstritten ist dabei ein Vorschlag des Gesundheitsministers Jens Spahn. Dieser sieht die sogenannte doppelte Widerspruchslösung vor. Damit wäre jeder erstmal automatisch ein potenzieller Spender – es sei denn, er widerspricht aktiv.

Den Vorschlag will Spahn mit Abgeordneten mehrerer Parteien an diesem Montag als neuen Gesetzentwurf zur Organspende vorstellen. Zu den zehn Initiatoren dieses Entwurfes zählen mit Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach und den Abgeordneten Claudia Schmidtke (CDU) und Sabine Dittmar (SPD) vier Mediziner. Auch Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) gehört zu den Unterzeichnern.

Was bedeutet die Widerspruchslösung?

Der fraktionsübergreifende Entwurf sieht eine doppelte Widerspruchsmöglichkeit vor. Demnach soll jeder als Organspender gelten, wenn er nicht entweder selbst dem widersprochen hat oder seine Angehörigen dies tun. Bisher ist es umgekehrt. Bisher gilt die sogenannte Entscheidungslösung: Jeder muss für eine Organspende dieser ausdrücklich zu Lebzeiten zugestimmt haben oder die Angehörigen müssen dies nach seinem Tod an seiner Stelle tun.

Wie sieht die derzeitige Rechtslage aus?

Bislang bekommt jeder Krankenversicherte ab dem 16. Lebensjahr von seiner Krankenkasse regelmäßig Informationsmaterial, anhand dessen er sich für oder gegen eine Organ- und Gewebespende nach dem Hirntod entscheiden kann. Im Idealfall führt jeder ständig seinen Organspendeausweis mit sich, in dem seine Haltung dokumentiert ist.

Vorgeschlagen werde ein zweistufiges Verfahren.

Kritik an der Spahn-Widerspruchslösung

Andere Länder haben sie bereits

In 16 Ländern der EU gibt es bereits eine Art Widerspruchsregelung. So darf beispielsweise in Frankreich oder den Niederlanden einem Verstorbenen ein Organ entnommen werden, sofern er zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat.

(ts/afp/dpa)

#FridaysForFuture: Schüler erklären, warum sie demonstrieren

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

So instrumentalisieren rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke

Link zum Artikel

Diese Iranerin zog ihr Kopftuch aus und muss jetzt ein Jahr ins Gefängnis

Link zum Artikel

Hartz-IV-Sanktionen in der Schulzeit: "Ich lebte von 30 Euro im Monat"

Link zum Artikel

"Wir sind nicht bei der WM!" Club aus Brandenburg hat 5 Regeln für Helikopter-Eltern

Link zum Artikel

Bei der Hillsborough-Tragödie sterben 96 Fans – und werden dafür beschuldigt

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 7 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Der HSV wirbt mit seinen Fans – nur sind's keine Hamburger. Sondern Magdeburger!

Link zum Artikel

Weil Erdogan kam, drang die Polizei in das Büro dieses Abgeordneten ein – jetzt klagt er

Link zum Artikel

"Junge Mädchen werden hier kaputtgefickt" – Ex-Prostituierte will Sexkaufverbot erreichen

Link zum Artikel

Erstes Foto von einem Schwarzen Loch – und das Internet so 🤷‍♀️

Link zum Artikel

Findest du heraus, welche dieser traurigen Tier-Fakten stimmen?

Link zum Artikel

Die coolste Socke gehört auf den "GoT"-Thron! #TeamTyrion

Link zum Artikel

Pete wer??? Die neue Demokraten-Hoffnung ist jung, schwul und will Donald Trump besiegen

Link zum Artikel

"Finde das furchtbar!" Hamburg kämpft gegen Helikoptereltern – diese 3 Mütter machen mit

Link zum Artikel

Vorhaut-Cremes und Unten-ohne-Sonnenbäder: Die absurdesten Promi-Beauty-Tipps

Link zum Artikel

Wurden sie über Bord geworfen? Tote Kühe am Strand von Teneriffa angespült

Link zum Artikel

9 Eltern, die ihren Sinn für Humor hoffentlich weitervererben

Link zum Artikel

Frauenarzt?! Was im Rammstein-Video zu "Deutschland" keinem auffiel

Link zum Artikel

Nach dem sinnlosen Tod von Hund Sam warnt sie vor diesem Spielzeug

Link zum Artikel

19 Bilder, die dir zeigen: Es ist nicht alles, wie es scheint

Link zum Artikel

Der Tod des Patriarchats! Daenerys auf den Thron #TeamDaenerys

Link zum Artikel

Ich habe mich mit Mama & Oma über Emanzipation unterhalten – es lief anders, als erwartet

Link zum Artikel

Diese Russin ist ein Insta-Star – weil sie ihr Wald-Leben inszeniert wie eine Stadt-Ikone

Link zum Artikel

Wenn die Sonne stirbt, ist das wie ein leiser Pups

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

In Zeiten von Vogelschiss-Debatten setzt Rammstein ein wichtiges Zeichen

Dies hier ist ein schwierig zu schreibender Text. Und vielleicht wollte Rammstein das auch so. Viel Kritik bekommt die Band gerade, weil sie vor und in ihrem neuen Musikvideo "Deutschland" die Shoah als Werbemittel benutze. Schon im Teaser-Trailer zum Song sahen Zuschauer die Rammstein-Musiker als KZ-Häftlinge mit Strick um den Hals. Uffh.

Die Kritik war dann auch entsprechend deutlich: Charlotte Knobloch, die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden, sagte etwa: Die Band "habe das Leid …

Artikel lesen
Link zum Artikel