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Spahn will Organspende revolutionieren – und erntet scharfe Kritik

Über 10.000 Menschen warten in Deutschland zurzeit auf ein Organ. Dass dieser Zustand untragbar ist und die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland erhört werden muss, darüber sind sich die meisten Abgeordneten im Bundestag einig. Wie das allerdings erreicht werden soll, darüber wird an diesem Montag im Bundestag diskutiert.

Besonders umstritten ist dabei ein Vorschlag des Gesundheitsministers Jens Spahn. Dieser sieht die sogenannte doppelte Widerspruchslösung vor. Damit wäre jeder erstmal automatisch ein potenzieller Spender – es sei denn, er widerspricht aktiv.

Den Vorschlag will Spahn mit Abgeordneten mehrerer Parteien an diesem Montag als neuen Gesetzentwurf zur Organspende vorstellen. Zu den zehn Initiatoren dieses Entwurfes zählen mit Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach und den Abgeordneten Claudia Schmidtke (CDU) und Sabine Dittmar (SPD) vier Mediziner. Auch Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) gehört zu den Unterzeichnern.

Was bedeutet die Widerspruchslösung?

Der fraktionsübergreifende Entwurf sieht eine doppelte Widerspruchsmöglichkeit vor. Demnach soll jeder als Organspender gelten, wenn er nicht entweder selbst dem widersprochen hat oder seine Angehörigen dies tun. Bisher ist es umgekehrt. Bisher gilt die sogenannte Entscheidungslösung: Jeder muss für eine Organspende dieser ausdrücklich zu Lebzeiten zugestimmt haben oder die Angehörigen müssen dies nach seinem Tod an seiner Stelle tun.

Wie sieht die derzeitige Rechtslage aus?

Bislang bekommt jeder Krankenversicherte ab dem 16. Lebensjahr von seiner Krankenkasse regelmäßig Informationsmaterial, anhand dessen er sich für oder gegen eine Organ- und Gewebespende nach dem Hirntod entscheiden kann. Im Idealfall führt jeder ständig seinen Organspendeausweis mit sich, in dem seine Haltung dokumentiert ist.

Vorgeschlagen werde ein zweistufiges Verfahren.

Kritik an der Spahn-Widerspruchslösung

Andere Länder haben sie bereits

In 16 Ländern der EU gibt es bereits eine Art Widerspruchsregelung. So darf beispielsweise in Frankreich oder den Niederlanden einem Verstorbenen ein Organ entnommen werden, sofern er zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat.

(ts/afp/dpa)

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