Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Seit 2003 wollen 40 Prozent weniger Ärzte Abtreibungen vornehmen

Der Druck militanter Abtreibungsgegner hat offenbar tatsächlich Auswirkungen auf die Anzahl der Abtreibungskliniken in Deutschland.

Nach "Kontraste"-Recherchen gibt es in Städten wie Trier und Hamm gar keinen Arzt für Abtreibungen mehr.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery:

"Wir haben großes Verständnis für jeden Arzt, der unter den derzeit herrschenden Bedingungen keine Schwangerschaftsabbrüche vornehmen möchte."

Gegenüber "Kontraste"

Und weiter: "Wir würden sehr begrüßen, wenn die Politik sicherstellt, dass Ärztinnen und Ärzte betroffene Frauen nach medizinischen Standards versorgen können, ohne von sogenannten Lebensschützern diffamiert und in der Ausübung ihres Berufs zum Teil massiv gestört zu werden."

Abtreibungsregelungen in Deutschland:

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland unter bestimmten Bedingungen nicht strafbar. Eine Frau kann innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen – in Ausnahmefällen auch bis zur 22. Woche – abtreiben lassen, wenn sie sich beraten lassen hat und dem Arzt einen Beratungsschein vorlegt. Während der gesamten Schwangerschaft darf abgetrieben werden, wenn der Frau eine schwerwiegende körperliche oder seelische Beeinträchtigung droht.

(pb/afp/dpa)

Der Tag – was heute noch wichtig ist:

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Erste deutsche Krankenkasse zahlt Kosten für HIV-Präventionsmedizin

Es ist die erste deutsche Krankenkasse, die einer Forderung von Jens Spahn (CDU) nachgeht: Die Krankenkasse DAK übernimmt rückwirkend ab dem 1. Januar die Kosten für HIV-Präventionsmedizin. Die DAK wolle "neue Wege gehen", weil die Zahl der Neuinfizierten trotz vielfältiger Bemühungen nicht zurückgehe, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Die DAK beschloss bereits im Dezember, die Kosten für das Medikament übernehmen zu wollen. "Durch die Prep wird der Einzelne vor einer HIV-Infektion bewahrt und …

Artikel lesen
Link zum Artikel