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Der Gesundheitsminister in seiner Twitter-Komfortzone. Bild: getty images/imago/montage: watson

Jens Spahn provoziert mit einem Tweet Krebspatienten – und entschuldigt sich

Ob es ein Thema gibt, bei dem Gesundheitsminister Jens Spahn das Internet nicht gegen sich aufbringt? Der Kampf gegen Krebs ist es jedenfalls nicht. Erst vor wenigen Tagen erklärte Spahn, Krebs könne in zehn bis 20 Jahren besiegt sein. 

Die Reaktion der Fachleute:

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Bild: giphy

"Das ist eine sehr allgemeine Hoffnung, die so einfach nicht funktioniert", sagte etwa der Spezialist Ulrich Keilholz von der Berliner Charité den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Am Montag, dem Weltkrebstag, legte Spahn dann mit einer weiteren Äußerung nach – und erntete erneut Unverständnis, Wut und Spott.

Der Minister twitterte:

Klar: Gesunde Ernährung, Nichtrauchen und Sonnenschutz für die Haut helfen bei der Krebs-Vorbeugung. Verhindern lässt sich Krebs dadurch jedoch in vielen Fällen nicht. Eine Twitter-Nutzerin wies Spahn etwa daraufhin, wie sein Tweet bei den Eltern von an Krebs erkrankten Kindern ankommen würde:

Selber Schuld?

Was offenbar von Spahns Tweet bei vielen Lesern und – noch schlimmer – bei Betroffenen hängen blieb: Wer Krebs bekommt, muss wohl selber Schuld sein. Zu viel geraucht? Zu wenig gejoggt? Nicht genug eingecremt?

So etwa dieser Twitter-Nutzer:

Und auch diese Frau, die laut eigener Aussage gerade zur Krebsbehandlung in einem Krankenhaus liegt:

Einige Twitter-Nutzer wiesen Spahn auch im Namen von Freunden und Angehörigen, die durch Krebs gestorben sind, auf sein unsensibles Verhalten hin:

"An sich finde ich den Tweet einfach nur platt formuliert", schreibt "Räubertochter" auf watson-Anfrage. Die Botschaft dahinter sei: "Raucht nicht, ernährt euch gesund, cremt euch ein, das ist der Kampf gegen Krebs!"

"Ein Gesundheitsminister sollte wissen, dass so viel mehr Leute an Krebs erkranken, der in keiner Kausalität dazu steht."

Einen solchen Tweet am Weltkrebstag "rauszuhauen" sei ihrer Meinung nach "echt hart". Vom offiziellen Account eines Gesundheitsministers erwarte sie eine bessere Kommunikation.

Dass das alles nicht ganz optimal gelaufen ist, bemerkte schließlich auch Jens Spahn. Am Dienstagmittag entschuldigte sich der Gesundheitsminister für seine Äußerung auf Twitter:

(pb/fh)

Immerhin sorgt Spahn mittlerweile mit Aussagen zu Gesundheitsthemen für Aufmerksamkeit. Das war auch schon mal anders:

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    Alle Leser-Kommentare
  • kdirnbach 05.02.2019 14:36
    Highlight Highlight Jens Spahn hat sich durch diese Aussagen in meinen Augen für das Amt des Gesundheitsministers disqualifiziert. Konsequenterweise müsste er abgelöst werden - zu einem Rücktritt fehlt ihm die persönliche Würde.
    Die fachlichen Aussagen, die er tätigt, gehen an jeder Faktenlage vorbei! Es ist unbestritten, dass es krebsfördernde Faktoren und Lebensumstände gibt. Aber Tatsache ist, dass sich die überwiegende Zahl von Krebserkrankungen EREIGNEN, und zwar OHNE jedes Zutun des Erkrankten.
    Leider wieder ein klassisches Beispiel, dass politischer Erfolg nicht mit Empathie gekoppelt sein kann.
    Schade...

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(hd)

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