Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Bald musst du weniger Beitrag für die Krankenkasse zahlen – und 4 weitere Änderungen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Versicherte entlasten. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch sein Gesetzespaket beschlossen. Das heißt: Die Beiträge für Menschen, die gesetzlich krankenversichert sind, sollen bald sinken.

Das soll sich konkret ändern

1. Die Beiträge sollen sinken.

Den Zusatzbeitrag von durchschnittlich 1,0 Prozent zur gesetzlichen Krankenversicherung zahlen Arbeitnehmer und Rentner derzeit allein aus ihrer Tasche, ab dem 1. Januar sollen die Arbeitgeber die Hälfte übernehmen. Die Versicherten werden dadurch um 6,9 Milliarden entlastet.

Ein Beispiel: Wer monatlich 3000 Euro brutto verdient, hat den Plänen des Ministers zufolge künftig 15 Euro mehr im Monat. Der allgemeine Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent bleibt unangetastet. Ihn teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer schon jetzt zu gleichen Teilen.

Das steht leider nicht auf Spahns Änderungs-Liste:

2. Kleinselbstständige sollen Unterstützung bekommen.

Die Mindestbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen sind für viele Kleinselbstständige zu hoch. Um ihnen zu helfen, will Spahn den Mindestbeitrag ab der Jahreswende auf 171 Euro monatlich halbieren. Damit könnten rund 600.000 Kleinselbstständige wie etwa Taxifahrer von einer Entlastung in Höhe von insgesamt 0,8 Milliarden Euro profitieren.

3. Die Kassen sollen Geld zurückgeben.

Die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen lagen 2017 bei 19,2 Milliarden Euro. Spahn befürwortet, dass die Kassen Rücklagen haben – aber nicht in dieser Höhe. Der Minister will, dass die Kassen ihre Reserven abschmelzen und den Versicherten mittels Beitragssenkungen zurückgeben. Künftig sollen die Kassen nicht mehr als eine Monatsausgabe zurücklegen dürfen, überschüssige Einnahmen müssen sie ab 2020 über einen Zeitraum von drei Jahren abbauen. Dem Ministerium zufolge entstehen so Spielräume für Beitragssenkungen von einer bis zu 1,5 Milliarden Euro jährlich.

4. Weg mit den Karteileichen!

Die Krankenkassen sitzen auf statistischen Beitragsschulden in Höhe von 6,3 Milliarden Euro – Tendenz zuletzt steigend. Als Hauptgrund gelten nicht beendete Mitgliedschaften freiwilliger Versicherter aus dem EU-Ausland. 

Nach Einschätzung des Gesundheitsministerium halten sich viele dieser Versicherten gar nicht mehr in Deutschland auf. Melden sie sich aber nicht ab und zahlen keine Beiträge mehr, werden sie zum Höchstbeitrag weiterversichert. Spahn will die Kassen verpflichten, die Versicherungsverhältnisse solcher Karteileichen zu beenden.

5. Soldaten sollen einheitlichen Zugang bekommen.

Ab dem 1. Januar soll es für ehemalige Bundeswehrsoldaten auf Zeit einen einheitlichen Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung geben. Die Betroffenen erhalten ein Beitrittsrecht zur freiwilligen Versicherung und nach dem Ende ihrer Dienstzeit einen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen, der anstelle der bisherigen Beihilfe geleistet wird.

(gam/afp/Reuters)

Noch mal aus der Kategorie Orga, um die sich niemand kümmern mag:

Mehr zum Thema:

Dieses Kind lebt von Hartz-IV und erzählt, wie ungerecht das Leben ist 

Link to Article

Die Krypto-Kurse fallen – können ominöse Telegram-Gruppen unsere Coins retten? 

Link to Article

Frisches Geld für Europa: 7 Fakten zu den neuen 100- und 200-Euro-Noten

Link to Article

"Wie viel kostet das neue iPhone? Alles!" – das sind die besten Apple-Memes

Link to Article

Neunjährige Rapperin prahlt auf Instagram mit ihrem Reichtum

Link to Article

10.000 Euro zum 25. Geburtstag – für jeden! Warum das keine Utopie ist

Link to Article

Mit diesen 7 Hacks wirst du deine Sachen auf dem Flohmarkt los

Link to Article

Was die SPD vorschlägt, ist kein Grundeinkommen – sagt einer, der es wissen muss

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Der Anfang vom Ende? So lief die erste Etappe von Merkels Rückzug ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach den massiven Stimmenverlusten ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen die Bereitschaft auf den Verzicht auf den CDU-Vorsitz angekündigt. Kanzlerin will sie jedoch bleiben.

Artikel lesen
Link to Article