Deutschland

Rechtsextremer Hintergrund vermutet: Mann stirbt nach Schüssen auf Eritreer

Im südhessischen Wächtersbach ist ein 26-jähriger Eritreer am Montagmittag durch Schüsse schwer verletzt worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte, fand die Polizei im Zuge der Fahndung nach dem Schützen im benachbarten Biebergemünd einen "augenscheinlich leblosen" Mann.

Polizeiangaben zufolge schoss der Schütze aus einem Auto auf den 26-Jährigen und flüchtete. Der Eritreer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht und operiert. Sein Zustand soll sich inzwischen stabilisiert haben.

Stunden nach der Tat seien die Polizisten im Rahmen der Fahndung in Biebergemünd auf ein Fahrzeug gestoßen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Der Insasse, ein 55-jähriger Mann aus dem Main-Kinzig-Kreis, sei später in einem Krankenhaus verstorben. Der Tod des Mannes sei nicht von der Polizei verursacht worden.

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei dem mutmaßlichen Schützen handelte es sich um einen deutschen Staatsbürger. Die Ermittlungen zu der Tat dauerten noch an. Die Generalstaatsanwaltschaft kündigte für den Dienstagvormittag ein Pressestatement in dem Fall an.

(pb/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • wirdsonix 23.07.2019 13:51
    Highlight Highlight Seit dem Mord an Herrn Lübcke ist es für die rechte Szene "in Ordnung geworden" andere Menschen zu töten. Sei es wegen der Religion, der Hautfarbe, oder weil sie einfach nicht ihre Werte übernehmen wollen.
    Es ist eine Sache etwas ändern zu wollen, die andere Lynchjustiz wie es gefällt auszuüben. Dank AfD-Geschichten die zumeist an den Haaren beigezogen sind. Und so was wird auch noch gewählt. Ich bin immer mehr fassungslos.

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