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Katastrophenfall in 5 bayerischen Landkreisen – Seehofer alarmiert Bundespolizei

Mehrere Lawinen haben in den Alpen zum Wochenbeginn erneut die Gefahr der extremen Schneemassen gezeigt. Im Wintersportort Balderschwang im Allgäu traf eine Lawine mit einer Breite von 300 Metern am Montagmorgen ein Hotel. Fenster wurden eingedrückt, Schnee gelangte ins Innere.

Wie entstehen Lawinen und warum sind sie so gefährlich?

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Video: watson/teamvideo

Während laut bayerischem Lawinenwarndienst im deutschen Alpenraum die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier galt, wurde im österreichischen Bundesland Tirol die höchste Lawinenwarnstufe fünf auf weitere Regionen ausgeweitet. "Es fiel vor allem im Karwendel mehr Schnee als erwartet", hieß es im Lagebericht vom Montag. Mit dem Neuschnee seien viele große und sehr große Lawinen abgegangen. Die höchste Lawinenwarnstufe galt regional auch in weiteren Bundesländern Österreichs und in Teilen der Schweiz.

THEMENBILD - Schneechaos in der Steiermark, ein Hubschrauber Fliegt die 110kV Hochspannungsleitung ab und befreit umliegende Baeume von Schnee, aufgenommen am 12.01.2019, Landl, Oesterreich // a helicopter Flies the 110kV power line and clears surrounding trees of snow taken on 2019/01/12, Landl, Austria, *** THEME PICTURE Snow chaos in Styria a helicopter Flies the 110kV power line and clears surrounding trees of snow taken on 2019 01 12 Landl Austria PUBLICATIONxNOTxINxAUT EX_ANG

Ein Rettungshubschrauber im Einsatz in der Steiermark. Bild: imago stock&people

So reagiert die Politik

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) drückte ihre Anerkennung für die Helfer in den Alpen aus. Alle Kräfte vor Ort leisteten großartige Arbeit, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Unterdessen machte sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) im Berchtesgadener Land ein Bild der Lage. Dabei kündigte er an, dass 230 Einsatzkräfte der Bundespolizei die Helfer in den tief verschneiten Gebieten unterstützen werden. "Das ist ein Signal, dass man in einer solchen Situation einfach zusammensteht", sagte der für die Bundespolizei zuständige Minister. Der Landrat des Kreises Berchtesgadener Land habe die Bundespolizei am Samstag um Hilfe gebeten.

Noch immer galt in fünf bayerischen Landkreisen der Katastrophenfall – das bedeutet, dass sämtliche Einsätze von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und anderen Hilfsorganisationen über eine zentrale Stelle koordiniert werden. In etlichen Schulen fällt auch in dieser Woche der Unterricht aus, weil die Schulwege als zu unsicher gelten.

Tausende Helfer schaufelten die schweren Schneemassen von einsturzgefährdeten Dächern und räumten umgestürzte Bäume von den Straßen. In mehreren Orten wurden Turnhallen für Bürger und Rettungskräfte frei gehalten, falls es zu Evakuierungen kommen sollte. Der Zugverkehr bleibt auch in dieser Woche auf einigen Strecken im Süden Bayerns eingeschränkt.

13.01.2019, Bayern, Elisabethszell: Mit einem Traktor wird Schnee beseitigt. Foto: Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Elisabethszell kämpft ein Bagger mit den Schneemassen. Bild: dpa

Am späten Sonntagabend hatte im Berchtesgadener Land eine Lawine Teile der Bundesstraße 305 verschüttet. Verletzt wurde niemand, der Streckenabschnitt blieb gesperrt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete bis Dienstag weiter mit starken Schneefällen im Alpenraum. Dabei könnten Neuschneehöhen von 40 bis 70 Zentimetern, in "exponierten Staulagen" sogar von 100 bis 150 Zentimetern zusammenkommen.

Regen und Tauwetter führten mancherorts zu Hochwasser. Aus Baden-Württemberg hieß es, dass die Wasserstände am Montagvormittag mit Ausnahme von Neckar und Rhein aber wieder zurückgingen. An einigen Orten waren Straßen überschwemmt. Kleinere Überschwemmungen wurden auch aus Teilen Bayerns gemeldet. Außerdem schwollen Flüsse in Thüringen und Sachsen an.

(pb/dpa)

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