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So wurde am "Day Orange" für die Seenotrettung demonstriert

Am Samstag war das Stadtbild in vielen deutschen Städten orange gefärbt. In Frankfurt am Main, Köln und vielen anderen deutschen Städten gingen laut dem Veranstalter der Demos, die Initiative Seebrücke, mehrere Hundert Menschen am "Day Orange" für eine humanere Flüchtlingspolitik auf die Straße.

Die Lage auf dem Mittelmeer:

In Genf veröffentlichten die UN die traurige Flüchtlingsbilanz dieses Jahres. Die Fluchtroute übers Mittelmeer bleibt demnach die gefährlichste der Welt. Seit Jahresbeginn sind 1 500 Menschen gestorben, allein im Juni und Juli verloren 850 Menschen ihre Leben. Dabei ist die Zahl der Migranten zurückgegangen: 60.000 Menschen hätten Europa erreicht, etwa halb so viele wie im Vorjahreszeitraum.

So orange ging es bei den Demonstrationen zu:

In Köln wurde orangefarbene Papierschiffe verteilt

Und damit sichere Fluchtrouten für die Flüchtlinge gefordert.

Ein ähnliches Bild in Bonn:

In Berlin trafen sich die Demonstranten am Potsdamer Platz:

In München (Seehofers Heimat) gab es große Plakate:

Wie in München gab es auch in Braunschweig einen Demonstrationszug durch die Stadt:

Die Mainzer Juso-Gruppe nahm an der örtlichen Demonstration teil:

In Wuppertal machten die "DayOrange"-Demonstranten einen Flashmob

Ein Hund war übrigens auch dabei:

... und die Politik kommt zu keiner Lösung

Währenddessen geht die politische Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen, die über das Mittelmeer nach Europa kommen weiter. Außenminister Maas sagte am Samstag: "In der Frage der Flüchtlinge, die aus dem Mittelmeer gerettet werden, brauchen wir eine europäische Lösung innerhalb weniger Wochen." 

Das gilt nach den Worten von Maas auch für Ungarn, dessen Ministerpräsident Viktor Orban die Aufnahme von Flüchtlingen kategorisch ablehnt. Wenn Orban ein Interesse daran habe, dass die Migrationsströme kleiner werden, müsse ihm auch verständlich werden, dass man zur Bekämpfung der Fluchtursachen beitragen müsse.

Österreich hält sich in Hinblick auf diese bilateralen Rücknahmeabkommen bedeckt. "Was die Bemühungen Deutschlands betrifft, die Dublin-Rückführungen zu beschleunigen, warten wir ab, was mit den wesentlichen Staaten wie etwa Italien oder Griechenland herauskommt", sagte Österreichs Innenminister Herbert Kickl der "Rheinischen Post".

Die Anhänger der Initiative Seebrücke wollen auch in den kommenden Tagen und Wochen weiter auf die Straße gehen. 

(pb/dpa)

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