Fast deutschlandweit hat Verdi zum Mitarbeiterstreik im Möbelhaus Ikea aufgerufen.
Fast deutschlandweit hat Verdi zum Mitarbeiterstreik im Möbelhaus Ikea aufgerufen.
Bild: IMAGO / Cord

Gewerkschaft Verdi ruft zu bundesweiten Streiks bei Ikea auf

21.09.2021, 12:34

Angestellte der schwedischen Möbelhauskette Ikea streiken am Dienstag bundesweit. "Die Beschäftigten bei IKEA setzen damit ein deutliches Zeichnen für einen guten Tarifabschluss", erklärte die zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin, Maren Ulbrich, am Dienstag.

Ikea-Mitarbeiter streiken in weiten Teilen Deutschlands

Zentrum der Streikaktivitäten sind demnach Niedersachsen und Bremen, aber auch Einrichtungshäuser in Bayern, Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen beteiligen sich nach Gewerkschaftsangaben an dem Streik. Ikea lehnte eine Stellungnahme unter Verweis auf laufende Verhandlungen ab.

Verdi erklärte, Grund für die hohe Streikbereitschaft der Ikea-Beschäftigten sei die geringe Bereitschaft des Möbelkonzerns, im derzeit "rasant stattfindenden digitalen Transformationsprozess" auf seine Mitarbeiter zuzugehen. Aktuell gehe es zwar um Lohnerhöhungen. "Bei Ikea fordern die Beschäftigten aber auch einen Tarifvertrag, der die rasante digitale Transformation des Unternehmens im Sinne der Beschäftigten regelt", erklärte Ulbrich weiter.

Verdi wirft Ikea vor, Tarifverhandlungen zu vermeiden

Die Bundestarifkommission von Verdi will mit der Unternehmensleitung von Ikea deshalb in einem nächsten Schritt einen sogenannten Tarifvertrag Zukunft aushandeln. Ziel dieses Vertrags sei unter anderem "Beschäftigungssicherung, Qualifizierung und die menschengerechte Gestaltung von Technik". Verdi warf der Unternehmensleitung von Ikea vor, einen schon vereinbarten Verhandlungstermin wieder abgesagt zu haben und weitere Gespräche zu verweigern.

Ikea erklärte am Dienstag auf Anfrage, dass von den Streikmaßnahmen "einzelne Ikea Einrichtungshäuser betroffen" seien. Da sich das Unternehmen in laufenden Verhandlungen befinde, sei eine Stellungnahme zu den Forderungen von Verdi nicht möglich.

(vdv/afp)

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