Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Richterin am Bayerischen Verfassungsgerichtshof und Bundesjustizministerin a. D., FDP) in der ARD-Talkshow ANNE WILL am 19.04.2020 in Berlin.

Thema der Sendung: Mit Vorsicht aus der Corona-Krise - wie hart trifft uns die

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im April bei einer Aufzeichnung der Talkshow "Anne Will". Bild: Eventpress Stauffenberg / Eventpress Stauffenberg

Leutheusser-Schnarrenberger über die Lehren aus Corona, die Warnapp und die Misere der FDP

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat einen Ruf als unbequeme Politikerin, seit Jahrzehnten. 1995 trat sie als Bundesjustizministerin freiwillig zurück, weil sie den "Großen Lauschangriff" nicht mittragen wollte – für sie ein viel zu heftiger Eingriff in die persönliche Freiheit der Bürger. Immer wieder ist sie seither laut geworden, wenn ihr etwas gegen den Strich ging – auch und gerade in ihrer eigenen Partei, der FDP. Sie gilt als sozialliberales Gewissen der Partei, als Vertreterin des früher sehr einflussreichen linken Flügels. Seit 2018 ist sie Landesbeauftragte gegen Antisemitismus in Nordrhein-Westfalen, seit 2019 Mitglied des bayerischen Verfassungsgerichtshofs.

In der Corona-Krise hat Leutheusser-Schnarrenberger sich immer wieder dafür ausgesprochen, den Bürgern möglichst bald Freiheiten zurückzugeben – und gleichzeitig laut davor gewarnt, Verschwörungsmythen rund um die Pandemie aufzusitzen.

Im Gespräch mit watson spricht Sabine Leutheusser-Schnarrenberger darüber, warum sie nicht von "Lockerungen" sprechen will und weshalb die Regierenden aus ihrer Sicht junge Menschen vernachlässigen.

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  • Kolos 09.07.2020 14:57
    Highlight Highlight "In einer Demokratie muss man auch Dinge ertragen, die einem voll gegen den Strich gehen. Ja, hier in Deutschland darf man von einer 'Merkel-Diktatur' schwafeln – wobei ich einen größeren Schwachsinn als dieses Wort selten gehört habe."
    Das Ertragen aller Dingen würde ich mir auch von den Medien und Politikern wünschen. Sie verlangen es nur von uns. Aber wir werden auch ohne Corona beschnitten, wir dürfen nicht so "schwafeln", wie wir möchten. Das erinnert an eine Diktatur, in der auch Merkel mal gelebt hat. Ich komme auch aus einem kommunistischen Land, daher die Abneigung dagegen.
    • Thorsten 09.07.2020 16:26
      Highlight Highlight Und was genau darfst du jetzt nicht "schwafeln"? Diktatur? Frag mal jemandem, der in einer Diktatur lebt. Der wird dich auslachen oder ungläubig den Kopf schütteln. Schau mal auf andere Foren,z.B Welt,Fokus oder Merkur. Da darf gehetzt und gelogen werden werden,das sich die Balken biegen. Ja,die dürfen das!
    • Jaisalmer 09.07.2020 22:30
      Highlight Highlight Wer wird wo beschnitten?
      Quelle?
  • stahlbau-grauerwolf 08.07.2020 17:52
    Highlight Highlight ja, die FDP hatte mal sehr gute Leute, nämlich als sie mit
    der SPD unter Schmidt an der Regierung waren.
    Heute, muß man nur nach Thüringen sehen oder den
    Vorsitz unter die Lupe nehmen;
    da ist man wohl weniger begeistert.
    Eigentlich schade und beschämend gegenüber der ehm.
    Ellite der FDP
    • Jaisalmer 09.07.2020 22:32
      Highlight Highlight Wenn man sieht, was da so nachkommt, da schüttelt es einem.
      So mancher Juli macht mehr als der AfD Konkurrenz (Brechtken z. B.)

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