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Gericht ließ die Akte des mutmaßlichen Vergewaltigers von Gladbach liegen

18.04.18, 14:00 18.04.18, 14:27
Julia Dombrowsky
Julia Dombrowsky

Im Fall des mutmaßlichen Vergewaltigers Arkadius W. hat das Landgericht Mönchengladbach am Dienstag schwere Fehler eingeräumt. 

Ermittler werfen dem 30-Jährigen vor, am 14. April eine Frau im Zug nach Mönchengladbach vergewaltigt zu haben. Nun kam heraus, dass er eigentlich schon lange in Haft hätte sitzen müssen. Die Gründe: Eine andere Vergewaltigung, Körperverletzung und Zeigen eines Hitlergrußes.

Ein Gericht hatte Arkadius W. deshalb schon vor rund zwei Jahren zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt drei Jahren und drei Monaten verurteilt.

Wofür Arkadius W. 2016 verurteilt wurde:

Landgericht Mönchengladbach

Bild: Landgericht Mönchengladbach

Warum war der überführte Sexual-Straftäter dennoch auf freiem Fuß? Seine Verfahrensakte lag monatelang beim Amtsgericht in Gladbach – ohne diese konnte die Staatsanwaltschaft aber keine Haftstrafe vollstrecken.

Die Bearbeitung der Akte habe so lange gedauert, weil sie zahlreiche Kostenanträge der beteiligten Anwälte und einen Entschädigungsantrag des Opfers enthielt, rechtfertigt das Landgericht, das dem Amtsgericht vorgestellt ist, in einer Stellungnahme.

Weiter heißt es:

"Nach vorläufiger Bewertung dieser Abläufe wurden (...) falsche Prioritäten gesetzt"

Das Gericht will aus diesem Fehler lernen. Kostenübernahmen sollen in Zukunft keine Priorität mehr über eine Vollstreckung von Haftstrafen haben. Mittlerweile hat sich Arkadius W. gestellt und sitzt in Haft.

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