Deutschland

Nach Massen-Krankschreibung von Studenten wird gegen einen Arzt ermittelt

37 Studenten der Stuttgarter Universität Hohenheim verließen mitten in einer Prüfung im Mai den Saal  – und reichten danach alle ein Attest desselben Arztes vor. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den Arzt. 

Wie die Anklagebehörde am Freitag mitteilte, wird der Mediziner verdächtigt, falsche Atteste ausgestellt zu haben. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass der Arzt bis zu 145 mögliche Krankschreibungen ausgestellt hat. Bei der Durchsuchung seiner Praxisräume beschlagnahmten die Beamten umfangreiche Unterlagen und Dateien, die nun ausgewertet werden, wie es hieß.

Auch einige der Studenten haben jetzt ein großes Problem

Die Universität Stuttgart war stutzig geworden, weil bei Dutzenden Abbrechern einer Klausur am 23. Mai die Krankschreibungen vom selben Arzt ausgestellt worden waren. 

Es seien entweder Schwindel und Sehstörungen oder Übelkeit und Erbrechen diagnostiziert worden, sagte Universitätssprecher Florian Krebs nach dem Vorfall. Zuerst hatte die "Stuttgarter Zeitung" über den Vorfall Ende Mai berichtet.

Die Uni forderte mehr als 100 Studierende Stellung zu beziehen und zog Konsequenzen: Sie erkannte die Mehrheit der Prüfungsrücktritte nicht an. Einigen Studenten droht eine Exmatrikulation, da es sich um ihren letzten Prüfungsversuch handelte. 

(czn/dpa)

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