Man is visiting his firend, rings doorbell
In Hamburg waren Bürger zutiefst besorgt. Hatten Kriminelle geheime Codes an ihren Klingelschildern hinterlassen? (Symbolfoto)Bild: getty images

Einbruch-Angst wegen Geheim-Codes an Klingeln - Polizei löst den Fall

13.12.2019, 19:04

In dem eher beschaulichen Hamburger Stadtteil Eimsbüttel waren viele Anwohner bis vor kurzem in größter Sorge. Die Angst vor Einbrechern ging um!

Der Grund: Immer mehr Bürger entdeckten mysteriöse Zeichen an ihren Klingelschildern. Woher kamen diese?

Die Angst: Kriminelle hätten die Klingelschilder an den Häusern mit sogenannten "Gaunerzinken" für etwaige Komplizen markiert. Sie hinterließen, so die Vermutung, einen geheimen Code, der anderen Einbrechern und Dieben verrät, wo und wann es in einem Haus etwas zu erbeuten gibt!

Die Reaktionen: Einige Anwohner fanden vor lauter Sorge nachts keinen Schlaf mehr. Über den Fall berichtet die "Hamburger Morgenpost" ("Mopo") am Donnerstag. Einige Bürger verteilten sogar Flugblätter um ihre Nachbarn auf das Problem aufmerksam zu machen, wie auch RTL berichtet.

Eine Frau, die anonym bleiben wollte, sagte der "Mopo":

"Es ist die Ungewissheit, die einen fertig macht."
Besorgte Anwohnerin

Schließlich wurde die Polizei eingeschaltet. Die Beamten fanden aber keine konkreten Hinweise zu möglichen Einbruchsplänen.

Die Polizei machte dagegen eine verblüffende Entdeckung

Bei ihren Ermittlungen fand die Polizei heraus, dass es sich bei den vermeintlichen "Gaunerzinken" keineswegs um Markierungen Krimineller handelt.

Nach Gespächen mit Anwohnern und Postboten fand ein Beamter heraus: Offenbar stammen die Geheim-Zeichen von Paketzustellern, die in Eimsbüttel ihre Päckchen ausliefern. Die Zusteller haben sich mit den Markierungen wohl lediglich versucht, sich gegenseitig zu helfen.

Gegenüber der "Mopo" lieferte die Polizei dann ihre sehr einfache, einleuchtende und beruhigende Erklärung:

"Die Paketzusteller wollen sich offenbar untereinander signalisieren, wer tagsüber da ist und eher ein Paket annimmt."
quelle: "mopo"

Am Ende gibt's ein dickes Lob

Zu guter letzt lobte die Polizei noch das Engagement der Menschen aus dem Viertel. Sie hätten sich nicht kampflos den (vermeintlichen) Gaunern hergegeben.

Und weiter: "Wir freuen uns über wirklich jeden Hinweis und dass die Menschen nicht weg-, sondern hinschauen."

(lj)

Vom Ziehkind zur mächtigsten Frau der Welt: Neue Doku gibt Einblick in die Ära Merkel

Als Angela Merkel zur Bundeskanzlerin von Deutschland gewählt wurde, war ich zwölf Jahre alt. Als sie aus dem Amt entlassen wurde, war ich 28 Jahre alt. Aufwachsen mit einer Kanzlerin. Was vorher war, hab ich, wie viele meiner Generation, kaum aktiv mitbekommen. DDR, Mauerfall, Wiedervereinigung, Euro-Einführung, Hartz-Reformen: Für uns sind all das Dinge aus dem Geschichtsunterricht, aus Dokumentarfilmen, aus Erzählungen unserer Eltern, aus bunten Kindheitserinnerungen.

Zur Story