Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Die verkohlte Wand in Lauffen. Bild: dpa montage

Erste Festnahmen nach den Brandanschlägen auf Moscheen

07.06.18, 16:01

Drei Monate nach einem Brandanschlag auf eine türkische Moschee im baden-württembergischen Lauffen haben Polizisten am Donnerstag bei einer großangelegten Razzia sechs Verdächtige festgenommen.

Es handle sich um fünf Türken und einen Syrer im Alter zwischen 19 und 30 Jahren, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Stuttgart mit. 200 Beamte, darunter Spezialkräfte, waren daran beteiligt.

Es dauerte Wochen, bis es nun zu dieser ersten Festnahme kam

Ein 23-jähriger Türke wurde danach in Untersuchungshaft genommen, wie die Ermittler weiter mitteilten. Früheren eigenen Angaben zufolge gingen sie davon aus, dass die Täter zu einer extremistischen kurdischen Jugendorganisation aus dem Umfeld der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gehörten. So wurde auf einschlägigen Internetseiten ein Video samt Botschaft gezeigt.

Den Männern wird unter anderem auch versuchter Mord vorgeworfen, weil der Imam und seine Frau in dem Gebäude schliefen. Die Täter warfen damals nachts mehrere Molotowcocktails durch ein Fenster.

Bei der Razzia durchsuchten die Einsatzkräfte seit dem Morgen zehn Anschriften im Raum Heilbronn und dem nördlich der Stadt gelegenen Neckar-Odenwald-Kreis. Sie beschlagnahmten dabei Mobiltelefone, Computer, schriftliche Unterlagen und weitere Beweismittel.

Auch in Berlin war es zu einem heftigen Brandanschlag gekommen

Der Brandanschlag in Lauffen war einer von mehreren ähnlichen Fällen, bei denen im März türkische Moscheen, Kulturvereine und Geschäfte attackiert wurden. Die Taten standen mutmaßlich im Zusammenhang mit einer Offensive des türkischen Militärs auf die mehrheitlich von Kurden bewohnte Stadt Afrin im Bürgerkriegsland Syrien. In vielen Fällen gab es entsprechende Indizien wie Parolen an Wänden.

(jd/afp)

Das Friedens-Freitagsgebet in Berlin

Mit Politik geht es auch hier weiter

Ex-SPD-Mann will für Erdoğan ins türkische Parlament – 4 Fakten zu Mustafa Erkan

Die Deutsche Bahn beleidigt eine Abgeordnete rassistisch – und entschuldigt sich jetzt

Mordfall Susanna: Ali B. gesteht offenbar die Tat

Wird Kanada der erste G7-Staat, in dem Kiffen legal wird? Der Senat sagt: Ja! 

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Welche Rolle spielte die Mutter? Und 4 weitere Fragen zum Freiburger Missbrauchsfall

In einem der weitreichendsten Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs in Deutschland erging am Dienstag in Freiburg das Urteil gegen die beiden mutmaßlichen Haupttäter. 

Die Mutter des Kindes muss zwölf Jahre und sechs Monate in Haft. Ihren einschlägig vorbestraften Lebensgefährten verurteilten die Richter zu zwölf Jahren Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung.

Das Paar vermarktete den damals in Staufen bei Freiburg lebenden Jungen im Darknet - einem anonymen Bereich des Internet …

Artikel lesen