Deutschland

Was wir bisher über den Täter von Münster wissen

In Münster wird der Wagen des Amokläufers abgeschleppt.
Bild: dpa
Jens R. soll psychische Probleme gehabt haben
08.04.2018, 08:1908.04.2018, 10:56
Jan-Henrik Wiebe

Der mutmaßliche Amokfahrer von Münster war 48 Jahre alt und Deutscher. Warum fuhr der Mann in Münster mit einem Familienvan in eine Menschenmenge? 

Das wissen wir bisher über den Täter:

Es ist 15.27 Uhr am Samstag, als der mutmaßliche Täter Jens R. einen VW-Familienvan in die Tische und Stühle vor dem Gasthaus "Grosser Kiepenkerl" in Münster steuert. Aufgrund des guten Wetters ist das Lokal gut besucht. Zwei Menschen sterben, 20 werden verletzt. Der Fahrer erschießt sich noch am Tatort.

Informationen gibt es bisher wenige über den mutmaßlichen Täter. Staatsanwaltschaft und Polizei haben Medienberichte bestätigt, dass es sich um einen 48-jährigen Deutschen aus Münster handelt. "Bislang liegen keine Hinweise auf einen möglichen Hintergrund für die Tat vor. Die Ermittlungen werden mit Hochdruck und in alle Richtungen geführt", sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Laut Medienberichten, die noch nicht von der Polizei bestätigt wurden, stammt der Industriedesigner aus dem Sauerland. Dort soll er am 1. Mai 1969 in Olsberg geboren worden sein. Er habe allerdings schon lange in der Nähe des Tatorts gelebt, berichtete "Faz.net".

Er wird als psychisch labil beschrieben und soll der Polizei laut "Welt" als Kleinkrimineller bekannt sein, Handys und Autoradios gestohlen haben, um so seine Drogensucht zu finanzieren. Der "Münsterschen Zeitung" liegt eine E-Mail vor, in der sich Jens R. am 29. März bei allen Bekannten verabschiedete und seinen Suizid angedeutet haben soll.

Die Reaktionen auf den Amoklauf

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Die Reaktionen auf Münster
quelle: afp pool / ludovic marin
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Am Samstagabend durchsuchten Spezialeinsatzkräfte die Wohnung des mutmaßlichen Täters an der Zumbroockstraße. Dort fanden sie eine funktionsunfähige Maschinenpistole des Typs AK47 – laut Polizei eine Dekorationswaffe – und mehrere sogenannte Polenböller. Bereits im Tatfahrzeug hatten Beamte eine scharfe Waffe, eine Schreckschusswaffe und rund ein Dutzend Feuerwerkskörper sichergestellt.

Dieser Bericht ist zuerst auf t-online.de erschienen.

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