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Bundeswehrsoldat in Freiburg verurteilt, weil er Jungen gegen Geld missbrauchte  

Im Aufsehen erregenden Fall des jahrelang missbrauchten Jungen im Raum Freiburg ist ein Bundeswehrsoldat zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht Freiburg am Mittwoch die Zahlung von 12.500 Euro Schmerzensgeld an.

Dieses Geld gehe an das Opfer der Taten, ein heute neun Jahre alter Junge aus Staufen nahe Freiburg. Auf Sicherungsverwahrung, wie sie die Staatsanwaltschaft und die Vertreterin der Nebenklage gefordert hatten, verzichtete das Gericht. Dafür fehle die rechtliche Grundlage, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin
(Az.: 6 KLs 160 Js 33561/17). 

Der Soldat hatte gestanden, den Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. 

Der Fall hatte im Januar bundesweit Aufsehen erregt. Der Stiefvater des Jungen, ein bereits wegen Missbrauchs verurteilter Mann, der nach gerichtlichen Auflagen mit Kindern nicht mehr allein sein sollte, war bei der Mutter des Jungen eingezogen. Er hatte sich an dem Kind vergangen und den Jungen im Internet zur Prostitution angeboten. „Ich bin der Haupttäter in der ganzen Geschichte“, gestand der Mann vor Gericht. 

(dpa)

Es ist das zweite Urteil in dem Missbrauchsfall, der vor vier Monaten bekannt wurde.

Weitere Prozesse folgen. Insgesamt gibt es acht Tatverdächtige, jeder ist einzeln angeklagt. Der Junge war mehr als zwei Jahre lang in Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Seine Mutter und ihr Lebensgefährte gelten als die Hauptbeschuldigten. Der Prozess gegen sie beginnt am 11. Juni vor dem Landgericht Freiburg.

(hd/dpa)

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