Kölner Verkehrsbetriebe schicken Knöllchen und Mahnungen an totes Mädchen

08.01.2019, 14:45

Einer 18 Jahre alte Kölnerin ist ein Bußgeldbescheid wegen Schwarzfahrens zugeschickt worden, doch da war sie schon ein halbes Jahr tot.

Die Mutter schickte daraufhin eine Kopie der Sterbeurkunde an die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB). Doch die KVB ließen weiter Mahnbescheide verschicken. Ein Sprecher bestätigte dies am Dienstag. Über den Fall hatte zuvor der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag) berichtet.

"Das ist peinlich. Wir haben um Entschuldigung gebeten. Uns ist bewusst, dass da mehr Fingerspitzengefühl hätte sein sollen."
Der KVB-Sprecher nimmt Stellung.dpa

Irgendwo im System sei die Verbindung zwischen dem Fall der jungen Frau und den Informationen ihrer Mutter nicht hergestellt worden, möglicherweise weil sie in der Zwischenzeit volljährig geworden sei.

Nach Angaben des "Kölner Stadt-Anzeiger" starb die junge Kölnerin 2016 wenige Tage nach ihrem 18. Geburtstag, die Fahrt ohne gültigen Fahrausweis war bereits im Jahr 2015. Die Mutter sagte der Zeitung, die an ihre Tochter adressierten Briefe seien für sie schwer zu ertragen gewesen.

(as/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Alle Storys anzeigen
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Tilman Kuban attackiert Robert Habeck: "Dünnhäutiger Minister"

Dass er mit den Entlastungspaketen der Bundesregierung unzufrieden ist – das hat Tilman Kuban schon öfter gezeigt.

Zur Story