News Themen der Woche KW08 Entertainment Bilder des Tages Paris, France February 22, 2019 - Protest by Youth for climate claiming for urgent measures to combat climate change - 16-year-old Swedish environmental activist Greta Thunberg DECROISSANCE ENERGETIQUE, MARCHE, MANIFESTATION, CLIMAT, ENVIRONNEMENT, YOUTH FOR CLIMATE, LES JEUNES POUR LE CLIMAT, PLANETE, SOCIETE, PREOCCUPATION ENVIRONNEMENTALE, GRETA THUNBERG, PORTRAIT PUBLICATIONxNOTxINxFRA Copyright: xVincentxIsorex

Smart: Greta Thunberg ist das Aushängeschild einer Bewegung geworden. Bild: imago stock&people

Vor Tausenden Hamburger Schülern – Greta Thunberg fordert Lösungen für Klimaschutz

Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg hat von der Politik mehr Engagement gegen den Klimawandel gefordert. "Politiker und Leute an der Macht sind schon zu lange damit durchgekommen, nichts zu tun, um die Klimakrise zu bekämpfen", sagte die 16-Jährige am Freitag in Hamburg vor rund 3000 begeisterten Schülern auf dem Rathausmarkt. "Wir werden sicherstellen, dass sie damit nicht länger durchkommen."

Sie kündigte an:

"Wir werden so lange weiter streiken, bis sie etwas tun."

Erstmals war die junge Aktivistin nach Deutschland gekommen, um mit Schülern für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. Auf Plakaten und Transparenten verbreiteten die Schüler ihre Slogans wie "Das Klima wartet nicht" und "Make earth cool again!". Vom Gänsemarkt zogen die Schüler aus ganz Norddeutschland durch die Innenstadt bis zum Rathausmarkt. Unter anderem riefen sie in lauten Sprechchören: "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut."

Bild

Eine Hamburger Schülerin am Freitagmorgen. Bild: www.imago-images.de

Auch in vielen anderen deutschen Städten boykottieren heute junge Menschen unter dem Motto #FridaysForFuture aus Protest gegen ausbleibende politische Maßnahmen den Unterricht – wie jeden Freitag.

Greta Thunberg ist begeistert, wie viele deutsche Schulkinder sich ihrer Protestaktion angeschlossen haben:

"Was in Deutschland passiert ist, stimmt mich unglaublich hoffnungsvoll."

dpa

Die Hamburger Schüler Lilli (17) und Gustav (16) übergaben ihrem großen Vorbild einen langen Brief. Die beiden hatten eine Online-Petition gestartet und zu sogenannten Lovespeeches aufgerufen, da Greta Thunberg von vielen Menschen im Internet auch angefeindet wird. "Wir lieben Greta für das, was sie tut, für ihren Mut, Dinge zu sagen, die viele Erwachsene nicht wahrhaben wollen, für ihr Durchhaltevermögen und dafür, dass sie uns eine Stimme gibt", sagte Lilli. Bisher haben mehr als 72 000 Menschen die Petition auf change.org unterzeichnet.

Greta Thunberg:

"Das, was Deutschland tut, hat enormen Einfluss auf die gesamte Welt. Deshalb denke ich, ihr solltet das als eine großartige Gelegenheit betrachten"

Im August 2018 hat Thunberg vor dem schwedischen Parlament in Stockholm damit begonnen, für stärkere Klimaschutzbemühungen ihres Landes zu protestieren. Mittlerweile sind sie und ihre Schulstreiks weltbekannt geworden. In aller Welt demonstrieren Schüler nach ihrem Vorbild für mehr Klimaschutz. Thunberg ist das Aushängeschild der Bewegung.

(190228) -- BRUSSELS, Feb. 28, 2019 (Xinhua) -- Students hold placards as they attend a climate march in Brussels, Belgium, on Feb. 28, 2019. A new climate march by schoolchildren and college students was organized across Belgium on Thursday with the participation of Swedish teen climate activist Greta Thunberg. (Xinhua/Zhang Cheng) BELGIUM-BRUSSELS-STUDENTS-MARCH-CLIMATE PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Am 28. Februar machten sich beispielsweise auch Schüler in Brüssel gegen die Erderwärmung stark. Bild: www.imago-images.de

Die Schülerin sprach schon bei EU-Veranstaltungen, auf der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz (Katowice) und auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Sie nahm schon mehrmals an Schülerprotesten in anderen Ländern teil – so war sie in der vergangenen Woche in Paris und Brüssel.

Und so sah der Protest in Hamburg aus:

Bild

In der Sache vereint. Bild: www.imago-images.de

So sah der Start der Demo aus.

Bild

In Hamburg schlägt das Herz natürlich auch für den HSV. Bild: www.imago-images.de

So sieht's auf dem Rathausmarkt aus:

Bild

MECA statt MAGA. Bild: www.imago-images.de

Bild

Dystopisch: Wollen wir in Zukunft so leben? Bild: www.imago-images.de

Der Gänsemarkt, kurz vor 9 Uhr:

Bild

Viele kleine Leute, die viel bewegen wollen. Bild: www.imago-images.de

Bild

Für Klimaschutz, gegen Erderwärmung. Bild: www.imago-images.de

(as/afp/dpa)

Schulstreik für das Klima

1 / 12
Schulstreik für das Klima
quelle: felix huesmann/watson / felix huesmann/watson
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Diese vier Vorurteile füttern Rechtspopulisten

Video: watson/max biederbeck, marius notter, katharina kücke

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Exklusiv

Sahra Wagenknecht: "Klimaschutz darf kein Elitenthema bleiben. Fridays for Future fand an Gymnasien und Hochschulen statt, aber kaum an Real- und Berufsschulen"

Die Linken-Politikerin spricht im watson-Interview über das Erbe der Ära Merkel, ihren Blick auf Fridays for Future – und darüber, warum diskriminierte Minderheiten aus ihrer Sicht wenig von Diversity und Frauenquoten haben.

Im November 2019 lag Sahra Wagenknecht vor Angela Merkel. Ein paar Wochen, bevor die Welt zum ersten Mal von einem neuartigen Coronavirus hörte, war sie zumindest laut einer Umfrage des Instituts Insa Deutschlands beliebteste Politikerin, vor der Bundeskanzlerin. Wagenknecht ist seit fast drei Jahrzehnten auf der politischen Bühne: erst als Vertreterin der "Kommunistischen Plattform" in der PDS, einer Vorgängerpartei der Linken, später als Vizechefin der Linkspartei und als Fraktionschefin …

Artikel lesen
Link zum Artikel