Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Tatverdächtige in Chemnitz sagen nach tödlichen Messerstichen erstmals aus 

Im Fall des vor gut einer Woche in Chemnitz erstochenen 35-jährigen haben die beiden Tatverdächtigen in den Vernehmungen Aussagen zu den Vorwürfen gemacht. "Sie haben sich eingelassen", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ingrid Burghart. Zu Einzelheiten machte sie keine Angaben.

Verdächtig sind ein Syrer und ein Iraker. Beide sitzen in Untersuchungshaft, ihnen wird gemeinschaftlicher Totschlag vorgeworfen.

Wie kam es zu dem Streit?

Es gibt nach Burgharts Worten noch keine Erkenntnisse zum Anlass des Streits, der den Messerstichen vorangegangen ist. "Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand kann man lediglich ausschließen, dass eine Belästigung oder ausländerfeindliche Motive Auslöser der Tat waren", sagte die Oberstaatsanwältin.

Trauer um das Opfer Daniel H.

News Bilder des Tages September 1, 2018 - Chemnitz, Saxony, Germany - Memorial and mourning of Daniel, who was stabbed to death last week Chemnitz Germany PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAg237 20180901_zap_g237_005 Copyright: xJannisxGrossex

Bild: imago stock&people

Notwehr war bereits bei der Beantragung der Haftbefehle ausgeschlossen worden. Die Tatverdächtigen hätten "ohne rechtfertigenden Grund mehrfach mit einem Messer auf einen 35-Jährigen eingestochen", hieß es.

Am letzten August-Sonntag waren am frühen Morgen der 35-Jährige getötet und zwei weitere Personen bei der Messerattacke teils schwer verletzt worden. Einer der beiden Verletzten war in der vergangenen Woche bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Was auf die Tat folgte

Seit der Tat demonstrierten Tausende Rechte an mehreren Tagen in Chemnitz, um gegen "Ausländerkriminalität" auf die Straße zu gehen. Dabei kam es am Samstag zu Übergriffen auf Migranten, in den darauffolgenden Tagen zu Krawallen während der Demonstrationen, mehrere Journalisten wurden von Rechten angegriffen. 

Am Montag findet in Chemnitz ein Gratik-Konzert gegen Rassismus statt. 

Alle Texte zu den Krawallen in Chemnitz findet ihr auf unserer Übersichtsseite zusammengefasst. 

(ak/dpa)

Nach den Krawallen in Chemnitz:

"Wenn es nötig ist, komme ich nächste Woche wieder" – die Gesichter von #wirsindmehr 

Link to Article

Sie waren mehr – doch was passiert jetzt in Chemnitz?

Link to Article

Foto bringt "Feine Sahne"-Sänger kurz in Hitlergruß-Verdacht

Link to Article

Der Bundespräsident kuschelt nicht mit Linksextremen, er stellt sich gegen Nazis!

Link to Article

Korrektur zu Berichterstattung um Chemnitz: Hitlergruß-Bild mit RAF-Tattoo ist kein Fake

Link to Article

In Chemnitz ist erneut die Gewalt eskaliert – 3 Szenen aus den Demos

Link to Article

Rechte attackieren Reporter – die Ereignisse von Chemnitz im watson-Ticker 

Link to Article

25 Straftaten und 9 Verletzte: Die Fakten aus Chemnitz im Überblick

Link to Article

Das sind die 5 Fragen, die nach den Chemnitz-Krawallen jetzt wichtig werden

Link to Article

Polizei ermittelt gegen Rechtspopulisten – er habe den Haftbefehl von Chemnitz gepostet

Link to Article

"Für uns nicht fassbar" – Chemnitzer FC reagiert auf Krawalle in der Stadt

Link to Article

Ein Chemnitzer erzählt, wie Hetze per Whatsapp verbreitet wird

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Bürgerkriegsähnliche Szenen" bei Demo in Freiburg? Polizei widerspricht Rechten

Nach der Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau in Freiburg haben dort am Montag bis zu 500 Menschen an einer AfD-Demo teilgenommen. 

Mindestens 1500 Menschen protestierten wiederum gegen die AfD. Seitdem verbreiten rechte Aktivisten und AfD-Politiker Behauptungen über "bürgerkriegsähnliche Szenen" und schwerverletzte Polizisten. Die Polizei Freiburg widerspricht und warnt vor Falschmeldungen.

Die AfD-Anhänger zogen laut Polizeiangaben ab 18:30 Uhr vom Martinstor durch die Freiburger …

Artikel lesen
Link to Article