Deutschland
People walk past a temporary memorial, a column dedicated to the victims of the Holocaust, set up by activists of the 'Zentrum fuer politische Schoenheit' (Center for Political Beauty) in Berlin, Germany, December 2, 2019. REUTERS/Hannibal Hanschke

Die Säule des ZPS. Bild: reuters / HANNIBAL HANSCHKE

Zentrum für politische Schönheit entschuldigt sich nach Kritik an Aktion

Für die jüngste Aktion des "Zentrum für politische Schönheit" gab es viel Kritik – nun hat sich das umstrittene Künstlerkollektiv entschuldigt.

Vor dem Reichstagsgebäude hatte es kürzlich eine Gedenkstätte errichtet. Teil der Aktion war eine Stahlsäule, die nach Angaben der Gruppe Asche von Holocaust-Opfern enthält.

ZPS: "Fehler gemacht"

"Wir haben Fehler gemacht", räumt das ZPS in einer über die eigene Webseite verbreiteten Erklärung ein.

Und:

"Wir wollen bei Betroffenen, Angehörigen und Hinterbliebenen aufrichtig um Entschuldigung bitten, die wir in ihren Gefühlen verletzt haben."

Man habe nicht im Sinn gehabt, die religiösen und ethischen Gefühle von Überlebenden und Nachkommen der von den Nazis Getöteten zu verletzen, so die ZPS-AktivistInnen.

Als erste Konsequenz soll die Säule verhüllt werden. Damit will man dem Eindruck der Zurschaustellung entgegenwirken. Der für Samstagnachmittag angekündigte "Zapfenstreich" ist abgesagt.

Die ZPS-Aktion sollte laut den Aussagen des Künstlerkollektivs davor warnen, sich wieder mit Faschisten einzulassen. Es hatte jedoch heftige Kritik gegeben.

"Geschmacklos und übergriffig"

In Deutschland gab es unter anderem Gegenwind vom Zentralrat der Juden sowie dem Ex-Bundestagsabgeordneten Volker Beck. Der Grünen-Politiker hatte sogar Strafanzeige gestellt.

Auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem meldete sich zu Wort und ermahnte das ZPS, die Erinnerung an die Opfer des Holocaust sowie an die Überlebenden zu respektieren.

(om/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Organspende-Debatte: Zu wenig Spender sind nicht das Hauptproblem

Chantal Bausch ist eine ganz normale junge Frau. Ungewöhnlich – und bewundernswert – ist höchstens, wie viel Sport sie macht: Die 26-Jährige spielt neben dem Studium Hockey im Bremer HC, ist ausgebildete Skilehrerin, spielt Golf und Tennis und geht gerne segeln. Wer Chantal kennenlernt, bemerkt vor allem ihre Energie. Nicht aber die große Narbe, die sich quer über ihre Brust zieht. Denn in Chantals Brust schlägt ein fremdes Herz.

Bereits im Alter von 11 Jahren versagte Chantals Herz aufgrund …

Artikel lesen
Link zum Artikel