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Das "Recht auf Homeoffice" ist eine der besten SPD-Ideen seit Jahren

Die SPD versucht, sich aus dem Umfragetief zu befreien. Sozialdemokraten wie Parteichefin Andrea Nahles, Arbeitsminister Hubertus Heil und Juso-Chef Kevin Kühnert schmieden Pläne für den neuen "Sozialstaat". Da geht es dann vor allem um faire Renten und um ein Ende der Hartz4-Ära – Clash mit dem Koalitionspartner CDU inklusive. Fast unterzugehen droht bei all dem eine ziemlich fantastische Idee der Sozialdemokraten: Das "Recht auf Homeoffice"

Es greift endlich eine Frage auf, die viele von uns sich täglich stellen: Warum müssen wir andauernd zur Arbeit rennen, um dort am Computer zu sitzen und per Chat mit dem Kollegen zu kommunizieren, der nur drei Tische entfernt vor sich hin vegetiert? Warum können wir nicht Zuhause in Jogginghose am Schreibtisch sitzen, den handgefilterten Kaffee aus der eigenen Küche trinken und und uns den Weg zur Arbeit sparen? Wenn unsere Anwesenheit im Büro nicht erforderlich ist, um unsere Arbeit zu bewältigen, sollte Homeoffice für alle möglich sein.

Die deutsche Social Media-Welt verspottete diesen Vorstoß der SPD. Dabei geht die Partei damit einige Probleme mit einer simplen Lösung an.

Noch einen Vorteil hat das Homeoffice: Es macht die Arbeitswelt inklusiver. Personen, die körperliche Einschränkungen haben oder wegen psychischer Probleme ihr Zuhause nicht verlassen möchten, können unkompliziert von zuhause aus arbeiten.

Auch die Hipster unter uns, die ohne körperlichen Einschränkungen leben und familienlos sind, dürften vom Projekt Homeoffice begeistert sein: Einmal wie ein Freelancer mit seinem MacBook im WorkSpace-Café sitzen, den Großstadt-Dschungel genießen und nach Lust und Laune einen Muffin essen – den Arbeitsplatz selbst wählen. Dein Arbeitsplatz ist dort, wo dein Laptop ist. Du kommunizierst nur im äußersten Notfall sprechend mit deinen Kollegen über Videocalls oder Telefonate. Im besten Fall klärst du alle über den Chat. Niemand sieht, wie du dabei aussiehst.

Apropos Outfit. Du brauchst keins mehr. Ob du im Cocktailkleid oder Unterhose arbeitest, merkt niemand. Du hast verschlafen und schaffst es nicht mehr zu duschen? Niemand kann sich davor ekeln, außer dir selbst. Deine Kollegen mögen es nicht, wenn du am Arbeitsplatz Knochblaucheintopf mit Zwiebelsauce isst? Wenn du die Beziehung zu ihnen digitalisierst, ist auch dieses Problem passé.

Keine Kollegen im Großraumbüro, die laut husten, atmen oder sich neben dir über das letzte Betriebsfest unterhalten. Wer kann da widerstehen? Schreib uns deine Meinung.

Wenn deine Mutter in deinem Büro arbeiten würde

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Video: watson/Marius Notter

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ishotamaninreno 11.02.2019 11:45
    Highlight Highlight Für die einen ist es gut, für die anderen eher weniger. Dieb Frage ist, wie es bspw für kleine Arbeitgeber? Könnte mir vorstellen, dass das an einigen Stellen schwer umsetzbar ist...
    • Helena Serbent 11.02.2019 16:02
      Highlight Highlight Ich verstehe deinen Punkt. Bei einigen Jobs ist die Anwesenheit auf der Arbeit natürlich unverzichtbar, da gebe ich dir Recht. Aber kleinen Arbeitgebern könnte sogar viele Kosten (Jobtickets, Miete für Bürofläche, etc.) abgenommen werden. Bei dem Recht auf Homeoffice geht es auch hauptsächlich darum, Leuten Stress abzunehmen. Niemand sollte Home-Office machen müssen - aber viele wollen ;)
  • kdirnbach 11.02.2019 11:11
    Highlight Highlight Das einzige, das effektiv gegen das "Recht auf HomeOffice" spricht, dürfte sich im Hirn mancher Vorgesetzten befinden. Viele Vorgänge sind nicht mehr direkt kontrollierbar - und es kann ausschließlich die reine Arbeitsleistung bewertet werden.
    Diese neue Transparenz, die auch noch unerfahreren KollegInnen zu besserer Qualifikation verhelfen kann, zwingt die Chefetage u.a. auch zu offener und nachvollziehbarer Personalführung. Wobei absolut nichts gegen ein regelmäßiges persönliches Meeting spricht - aber dann bitte auf Gruppenbasis!
    Ich halte die Idee für sehr gut - da, wo sie Sinn bringt.
    • Helena Serbent 11.02.2019 11:22
      Highlight Highlight Ich stimme dir voll zu: Persönliches Meetings sind toll! Wenn man nicht den ganzen Tag im Büro aufeinander rumhängt, geht man auch ganz anders in das Gespräch mit den Kollegen: Offener, mit eigenem Anliegen; gerade, weil man sich nicht so oft sieht und deshalb ein eigenes Interesse daran hat, dass das Meeting möglichst produktiv ist.
  • isabelle.bonenkamp@gmail.com 11.02.2019 11:06
    Highlight Highlight Ehrlich: Ich arbeite hauptsächlich freiberuflich und soll trotzdem vorzugsweise ins Büro kommen. Ich kann mich da wegen deren Gerede überhaupt nicht konzentrieren und es ist auch null relevant für meine Tätigkeit, ob ich da bin. Ich hasse das. Teilweise bei einer Stunde Anfahrt, damit ich letztendlich alleine vor mich hinarbeite und eh versuche, alle anderen auszublenden.
    • Helena Serbent 11.02.2019 16:04
      Highlight Highlight Das klingt wirklich stressig. Pendeln macht ja auch erwiesenermaßen krank. Kopf- und Rückenschmerzen sind bekannte Symptome. Ich hoffe, dass du bald mehr von zuhause aus arbeiten kannst.
  • Leona 11.02.2019 11:02
    Highlight Highlight Ich finde die Idee mit dem Homeoffice gut. Es würde auch helfen dass Menschen, die sich in Menschenmassen oder im direkten Umgang mit fremden Menschen unwohl fühlen, helfen, wieder eine Arbeit zu finden.
    • Helena Serbent 11.02.2019 16:05
      Highlight Highlight Wie Recht du hast! Zuhause ist es ja bekanntlich am schönsten, von dort aus zu arbeiten könnte vielen Menschen die Arbeit versüßen.

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