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"Ein FCK NZS Shirt durch Xberg zu tragen, reicht nicht" – Band ruft zu mehr Engagement auf

Am Montag wird es unter dem Motto #WirSindMehr ein Konzert in Chemnitz geben. Gegen Rechtsradikalismus und gegen Rassismus

Musiker wie K.I.Z., die Toten Hosen, Kraftklub und Marteria werden mit dabei sein.

Sowie die Rostocker Band Feine Sahne Fischfilet.

Auf Facebook hat die Band nun vorab ein längeres Statement gepostet.

In dem Post rufen die sechs Musiker dazu auf, das Engagement gegen Rechts nicht bei einmaligen Aktionen zu belassen. Das Jahr hat 364 Tage schreiben sie – wer nachhaltig gegen Rechts wirken wolle, dürfe das nicht nur tun, weil er sich mit einem Hashtag linke Karmapunkte verspricht.

Sie schreiben:

"Selbstverständlich werden wir Montag viele Leute in Chemnitz. Das ist schön. Es kann jedoch nicht nur darum gehen, Montag dort hinzufahren, ein nettes Selbstbestätigungsfoto auf Instagram, Facebook, wo auch immer zu posten und zu sagen #wirsindmehr, sondern es geht darum, dass man auch mal ernsthaft checkt, dass Faschos keine kleine Randgruppe sind und dass die Mitte der Gesellschaft kein Problem mehr mit rechtsradikalen Positionen hat."

Feine Sahne Fischfilet

Wer gegen Rechts wirken wolle, müsse verstehen, dass Engagement eben auch bedeute, die eigene Komfortzone zu verlassen:

"Wir müssen begreifen, dass es da noch was anderes gibt außer der hippen Großstädte. Dass es da auch noch geile Leute in den Provinzen und Kleinstädten gibt, die man nicht damit supportet, dass man irgendwo irgendwat ins Social-Media haut. Die man nicht dadurch supportet, dass man sich selber geil fühlt und sagt „Baut einen Zaun um die alle“. Die man nicht dadurch supportet, dass man nur ein „FCK NZS“ Shirt durch Kreuzberg trägt und eigentlich nen Fick darauf gibt, was 2 Stunden weiter entfernt außerhalb seiner Wohlfühlzone passiert."

Feine Sahne Fischfilet

Wenn ein aktuelles Ereignis zu Aktionen gegen Rechts Anlaß gebe, sei das zwar wichtig. Aber noch wichtiger sei, sich auch dann noch zu engagieren, wenn die Medien nicht mehr hinschauen:

"Allen weiteren Acts, Einzelpersonen, Firmen und Initiativen, auch PolitikerInnen, die sich jetzt das erste Mal melden und durch Chemnitz sich öffentlich gegen Nazis positionieren, sei gesagt, dass das Jahr noch 364 weitere Tage hat und das es auch noch zig andere Städte, Dörfer und Projekte in Deutschland gibt, die sich darüber freuen, wenn man sie in ihren Aktionen gegen den Rechtsruck unterstützt, auch wenn es gerade keine Öffentlichkeit gibt."

Feine Sahne Fischfilet

Hier der Facebook-Post. Er wurde seit der Veröffentlichung schon mehrere tausend Male geteilt:

Der Tag in Chemnitz in Bildern:

Der Tag – was heute noch wichtig ist:

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Der Bundespräsident kuschelt nicht mit Linksextremen, er stellt sich gegen Nazis!

Wer sich gegen rechts positioniert, muss in diesen Tagen anscheinend besonders vorsichtig sein, dass er mit seinen Aussagen und Empfehlungen genau die Mitte trifft. Landet man nur einen einen Tick zu weit links, tobt schnell ein Shitstorm – wie gerade auf dem Facebook-Profil von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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