Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bild

Bild: imago stock&people

Werbeverbot für Abtreibungen – Spahn will doch über Paragraf 219a reden

Im Streit über das Werbeverbot für Abtreibungen hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Gesprächsbereitschaft erkennen lassen. Der Konflikt über Schwangerschaftsabbrüche sei vor mehr als 25 Jahren in einem Kompromiss gelöst worden, zu dem auch das Werbeverbot in Paragraf 219a gehöre, sagte Spahn der "Süddeutschen Zeitung". 

"Ich stehe zu diesem Kompromiss, da gibt es keinen Änderunsgbedarf"

Jens Spahn 

Falls es aber ein "berechtigtes, bisher noch nicht abgedecktes Bedürfnis nach objektiven Informationen"  für Frauen geben sollte, die sich in einer schwierigen persönlichen Lage befinden, "werden wir gemeinsam nach Lösungen suchen", fügte er hinzu. Er wolle darüber auch mit Ärzten und Beratungsstellen reden.

Denkbar wäre, dass Werbung für Abtreibung verboten bleibe, neutrale Information aber erlaubt werde. Erst vor einer Woche hatte Spahn in der "Bild am Sonntag" Gegnern des Werbeverbots für Abtreibungen unterstellt, sie setzten sich mehr für das Leben von Tieren ein als für ungeborene Kinder. Dafür erntete er empörte Kritik aus der Opposition und vom Koalitionspartner SPD.

Umfrage

Soll §219a StGB abgeschafft werden?

559 Votes zu: Soll §219a StGB abgeschafft werden?

  • 73%Ja
  • 26%Nein

Anlass für die Debatte ist eine Geldstrafe, die gegen eine Gießener Ärztin verhängt wurde, weil sie über einen Link auf ihrer Homepage über Möglichkeiten des Schwangerschaftsabbruchs informiert hatte.

Wie kam es zu der Debatte?

Weil sie Abtreibungen vornimmt und darauf auf ihrer Homepage hinweist, wurde die Frauenärztin Kristina Hänel im November zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt. In der Broschüre, die sich Frauen per Mail schicken lassen können, informiert die Ärztin über die möglichen Methoden, den Ablauf, mögliche Komplikationen und die notwendigen Dokumente. Das Amtsgericht Gießen sah darin einen Verstoß gegen den Paragrafen 219a StGB. Ärzten ist es demnach verboten, über Abtreibungsangebote zu informieren — insbesondere über solche, die sie selbst anbieten. Kristina Hänel wandte sich an die Öffentlichkeit, startete eine Petition und bekam viel Unterstützung von allen Seiten.

(afp)

Das könnte dich auch interessieren: 

11 Erfinder, die ihre eigenen Erfindungen mit dem Leben bezahlten

Link zum Artikel

Chinesische Sonde landet auf der Mondrückseite – dort war vor ihr noch niemand

Link zum Artikel

So wurde die Pest nach Europa eingeschleppt

Link zum Artikel

Nichts für schwache Nerven: Amerikaner hustet sich Teil der Lunge aus dem Leib

Link zum Artikel

Raumsonde "New Horizons" entdeckt Welten, die wirklich nie ein Mensch zuvor gesehen hat

Link zum Artikel

Bestseller-Autor Erich von Däniken sucht seit 54 Jahren nach Außerirdischen – ein Gespräch

Link zum Artikel

"Ich erkenne meine Kinder nicht" – diese Frau vergisst Gesichter 

Link zum Artikel

Diese 9 Fragen waren zu schwer für die Lehrer bei WWM – bist du besser?

Link zum Artikel

Dieser Käfer braucht Alkohol, um seine Kinder großzuziehen

Link zum Artikel

Diese krude Ideologie steckt hinter der rechten Terrorgruppe "Nordadler"

Link zum Artikel

Besuch beim Frauenarzt: Diese 13 Dinge solltest du wirklich niemals machen

Link zum Artikel

Im Jahr 2030 besitzt du nichts und dein Leben war nie besser

Link zum Artikel

Süüüüüüüüüüß. Und gefährdet. 10 Tiere, die wir lieben und töten

Link zum Artikel

Hinter Conchita Wursts HIV-Geständnis steckt eine traurige Geschichte

Link zum Artikel

Diese Lebensmittel dürfen nicht in die Mikrowelle – unser Aufwärm-Guide

Link zum Artikel

Eine Frau stirbt im Berghain – das musst du über Ecstasy wissen

Link zum Artikel

Frufoo wird nie zurückkommen, vergiss es!

Link zum Artikel

3 Dinge, die du über die 12-Stämme-Sekte wissen musst

Link zum Artikel

Was Google, Facebook, Instagram und Snapchat von dir wissen – die laaaaange Liste

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

So beleidigte von Storch den Sohn eines Überlebenden des Holocaust

Im Gespräch mit einem BBC-Journalisten und Sohn eines Holocaust-Überlebenden hat die AfD-Politikerin Beatrix von Storch den Mann als dumm bezeichnet. Sie warf ihm vor, keine Ahnung von der Geschichte der Judenverfolgung im Nationalsozialismus zu haben.

Auf Twitter wies der Journalist Sammy Khamis auf die BBC-Radio-Doku hin, in der das Interview veröffentlicht wurde.

In der Radio-Doku beschäftigt sich der Journalist Adrian Goldberg mit dem Brexit und der Frage, ob er einen deutschen Pass …

Artikel lesen
Link zum Artikel