Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

"Ich bedaure diesen Umstand" – Das sagt der Polizeipräsident nach Treffen mit ZDF 

24.08.18, 22:16

Am Freitagnachmittag erklärte das ZDF, dass sich die Polizei Sachsen in einem Treffen für den Vorfall während der Pegida-Demo entschuldigt habe. 

Im Wortlaut hieß es:

"Das ZDF begrüßt, dass sich der Polizeipräsident in dem offenen Gespräch für die Art und Weise der polizeilichen Maßnahme entschuldigt hat. Die Polizei räumt ein, dass das "Frontal 21"-Team viel zu lange festgehalten worden war. Der Vorgang solle seitens der Polizei gründlich nachgearbeitet werden und die bisherige Darstellung entsprechend korrigiert werden."

Es folgte am Freitagabend die Stellungnahme des Polizeipräsidenten:

Was ist passiert?

Seit gut einer Woche streitet Deutschland über den Vorfall um sächsische Polizeibeamten, die eine Gruppe Journalisten bei einer Pegida-Demo an der Arbeit hinderte.

Das umstrittene Vorgehen der Polizei gegen die ZDF-Reporter in Dresden war von einem Demonstranten ausgelöst worden – wie sich später herausstellte, arbeitete der für das Landeskriminalamt.

Der Mann hatte sich am vergangenen Donnerstag beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden an einer Demonstration der AfD und der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung beteiligt und sich verbal heftig gegen Filmaufnahmen für das ZDF-Politikmagazin "Frontal 21" gewehrt. Daraufhin kontrollierte die Polizei das ZDF-Team und hielt es so etwa eine Dreiviertelstunde fest. Das löste scharfe Kritik aus.

Hier noch einmal der Vorfall:

Aus dem Verhalten der Polizei entwickelte sich ein Diskurs über das grundsätzliche Verhältnis zwischen Polizei und Journalisten. Auf Twitter machte daraufhin der Hashtag "Pegizei" die Runde.

Noch mehr News auf watson:

Eine Halbzeit mit Kevin Kühnert: "Keine natürliche Grenze nach unten für die SPD"

"Ich glaube, Lindner war frustriert" – Renate Künast über Streit in der Opposition 

Heute wird das bayerische Polizeigesetz verabschiedet – 4 Fragen und Antworten

"Wir sind hier, wir sind queer" – so war der Tuntenspaziergang in Berlin

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hausdurchsuchungen bei AfD-Jugend und AfD-Landtagskandidat in Bayern

Die bayerische Polizei hat am Freitagmorgen die Wohnungen von sechs Mitgliedern der AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative" in Bayreuth, Augsburg, Amberg und im Landkreis München durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft München auf Anfrage von watson mitteilte. Den sechs AfD-Mitgliedern wird Sachbeschädigung vorgeworfen, einer von ihnen ist der AfD-Landtagskandidat Rafael Hauptmann.

Die "Junge Alternative" hatte am 7. Oktober eine Wahlkampfaktion vor der Zentrale der CSU in München …

Artikel lesen