Deutschland
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CDU-Politiker Friedrich Merz will sich nicht zu einer möglichen Kanzlerkandidatur äußern. ARD/screenshot

Maischberger zu Merz: "Sie wollen also doch Kanzler werden!"

Deana mrkaja

Gleich mehrere zentrale Themen der Woche werden bei der zweiten Ausgabe der Sommerstaffel von "maischberger. die woche“ angesprochen. Dabei diskutiert Moderatorin Sandra Maischberger in unterschiedlichen Gästekonstellationen: mal im Einzelgespräch, im Duell oder auch mit Zuschauern im Publikum. In der aktuellen Folge nimmt sie besonders den früheren Fraktionschef der CDU/CSU, Friedrich Merz, in die Mangel.

Im Vorfeld sagte Merz bereits, die Diskussion um mögliche neue Kanzlerkandidaten der CDU sei "völlig irre“. Doch ist sie das wirklich, will Maischberger an diesem Abend wissen und versucht, dem Politiker und Lobbyisten zu entlocken, ob er nun für eine Kanzlerkandidatur zur Verfügung stünde.

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Sandra Maischberger versucht eine Antwort auf eine mögliche Kanzlerkandidatur von Merz zu provozieren. ard/screenshot

"Wenn AKK anruft und fragt: 'Friedrich, willst du es machen?' Was sagen Sie dann?“

Sandra Maischberger

"Dann denke ich darüber nach.“ "Hat sie schon angerufen?“, hakt sie weiter nach. "Nein“, antwortet Merz.

Die Wahlergebnisse der CDU befinden sich nicht erst seit den Europawahlen im Sinkflug. Mehr als eine Million Stimmen hat die Partei an die Grünen verloren. Merz wirft die Frage in den Raum, ob die Zeit der großen Volksparteien sich nun einfach dem Ende neige – und tritt dabei der SPD gehörig auf den Schlips.

"Die Frage, ob Volksparteien noch eine Zukunft haben, ist für die SPD ja bereits beantwortet.“

Friedrich Merz

Der CDU-Politiker sieht nicht nur Schwarz für die SPD, sondern vor allem auch für die Große Koalition. Er ist davon überzeugt, dass die vor ihrem Ende steht und es bald zu Neuwahlen in Deutschland kommen wird. Erst dann würde er auch über eine mögliche Kanzlerkandidatur nachdenken. Doch eines steht für ihn jetzt schon fest: Eine Koalition mit der AfD wird es nicht geben.

Während er mit dieser Ansage noch Applaus im Studio einheimst, provoziert Maischberger ihn erneut zur Bekenntnis der These, dass der Gesetzgeber eine verpflichtende Altersvorsorge zum Beispiel durch Aktien einführen sollte – Kritik dafür erntete er bereits, als er diese Aussage das erste Mal traf.

Angesprochen auf seine Tätigkeit als Vermögensverwalter der Fondsgesellschaft Blackrock sagt er zum Thema Aktien: "Warum ist das ein Problem, wenn ich für alle will, was ich erreicht habe?" Diese Aussage geht nach hinten los.

Er versucht noch einmal mit Empathie gegenzulenken und sagt, er habe sich nach zehn Jahren außerhalb des Politikbetriebs nun doch wieder dafür entschieden, weil er seinen Kindern und Enkelkindern nicht in die Augen schauen und sagen möchte, er hätte nicht alles für eine bessere Zukunft getan. Ob er damit die Sympathie wieder auf seine Seite lenken konnte?

Gleich zwei Klimaleugner melden sich bei Maischberger zu Wort

Am Ende der Sendung wird neben dem Mordfall Lübcke und Trumps Wahlkampfstart insbesondere über die Klimakrise diskutiert. Gibt es sie oder ist das doch nur Wetter? Der ARD-Wettermoderator Karsten Schwanke ist sich sicher, dass wir starke Klimaveränderungen wahrnehmen: "Eine Erwärmung um ein Grad hat früher noch tausend Jahre gedauert, jetzt ist das in nicht einmal hundert Jahren der Fall.“

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ARD-Wettermoderator Karsten Schwanke warnt vor Klimakatastrophen. ard/screenshot

Doch Schwanke hat kein leichtes Spiel im Studio – gleich zwei Chemiker aus dem Publikum melden sich unabhängig voneinander zu Wort und schließen den CO2-Ausstoß als Grund für Klimaveränderungen aus.

Auch Sandra Maischberger ist perplex und wundert sich über die Wissenschaftler im Publikum. Der Wettermoderator hält jedoch dagegen und erhält Unterstützung von Anhängern der "Fridays for Future"-Bewegung, die sich auch im Publikum befinden und mahnen:

"Wir müssen nicht darüber debattieren, ob es einen Klimawandel gibt. Das haben wir schon genug. Er ist da. Und er ist kein Wandel, sondern eine Krise!“

Stimme aus dem Publikum

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