Deutschland
Bild

"Ja, ich will" - Markus Söder (CSU, links) und Hubert Aiwanger von den Freien Wählern (rechts) haben sich gesucht und gefunden.  Bild: watson

Söder bleibt Bayerns Ministerpräsident - bekommt aber nicht alle Stimmen seiner Koalition 

Markus Söder hat es geschafft: Er bleibt bayerischer Ministerpräsident. Der Landtag wählte ihn am Dienstag – mit Mehrheit und ohne Überraschung – ins Amt.

Allerdings erhielt Söder nicht alle Stimmen von CSU und Freien Wählern. 110 Abgeordnete stimmten für Söder, die Regierungskoalition verfügt zusammen über 112 Stimmen. 89 stimmten gegen den CSU-Politiker. Drei haben sich enthalten. 

In seiner ersten Rede kündigte Söder an, dass CSU und Freie Wähler an viel Bewährtem festhalten würden, aber auch das Land weiterentwickeln wollten. "Ja, wir haben aus dem Wahlergebnis einiges mitgenommen", so Söder. Als Beispiel nannte er den Bereich Ökologie. 

Er sagte, es sei gelungen, in kurzer Zeit eine stabile Regierung zu bilden. Er appellierte an die Mitglieder des von vier auf sechs Fraktionen gewachsenen Landtags, in der fünf Jahre dauernden Legislaturperiode fair miteinander umzugehen.

Söder sagte:

"Das Ringen um das Beste macht den Parlamentarismus stark, nicht das Verächtlichmachen des Anderen."

Die Abgeordneten sollten nicht nur das Negative herauskehren, sondern «ein bisschen optimistischer» an alle Themen herangehen.

(hau)

Auch spannend: Die Wahlen in Hessen als Film-Blockbuster

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Interview

Wer geht auf "Hygiene-Demos"? Protest-Forscher erklärt das Phänomen

Erfuhren die Corona-Beschränkungen der Bundesregierung am Anfang noch eine breite Zustimmung der Bürger, regt sich inzwischen mehr Protest. Am vergangenen Wochenende fanden in Berlin, München, Frankfurt und Stuttgart Proteste mit teilweise mehreren Tausend Menschen statt. Dazu kamen viele kleinere Aufmärsche in anderen Städten. In der Hauptstadt treffen sich schon seit längerem Protestierende samstags zu sogenannten "Hygiene-Demos". Die erste dieser Demos fand unter diesem Titel Ende März …

Artikel lesen
Link zum Artikel