Deutschland
Bild

Klimawandel dominiert auch bei der Wahl zum "Unwort des Jahres" 2019. Bild: dpa

"Klimahysterie" ist "Unwort des Jahres" 2019

Das "Unwort des Jahres" 2019 lautet "Klimahysterie". Das wurde von Sprachwissenschaftlern der TU Darmstadt am Dienstag mitgeteilt.

Damit schlägt sich der Klimawandel auch hier nieder. Mit dem Wort würden "Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und Debatten diskreditiert", erklärte die Jury.

Die letzten "Unwörter des Jahres" standen im Kontext von Migration. Als "Unwörter" wurden in den vergangenen Jahren "Anti-Abschiebe-Industrie", "alternative Fakten", "Volksverräter" und "Gutmensch" gekürt.

Das waren die Konkurrenten für das "Unwort":

Zur Auswahl standen dieses Mal auch Begriffe aus diesem Kontext, etwa "Asyltourismus" oder "Flüchtlingsdeal". Auch "Verschmutzungsrechte", "Bauernbashing" und "Ökodiktatur" wurden vorgeschlagen.

Wer kürt das "Unwort"?

Das "Unwort des Jahre" wird seit 1991 gekürt. Die Jury besteht aus vier SprachwissenschaftlerInnen und einem Journalisten, die Sprachkritik auch außerhalb der Universität für relevant halten. Die Jury stützt sich bei der Auswahl auf Zuschriften von Bürgerinnen und Bürgern.

Gesucht werden Wörter oder Formulierungen, die gegen sachliche Angemessenheit oder Humanität verstoßen, weil sie das Prinzip der Menschenwürde oder der Demokratie missachten, einzelne gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder euphemistisch, verschleiernd oder gar irreführend sind.

(om/afp)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Das ärgert mich sehr": Bei einer Frage nach Tests wird eine Altenpflegerin wütend

Die Coronavirus-Pandemie trifft besonders Berufe, die auf Nähe und Fürsorge vor Ort aufbauen. Das Personal in den Pflegeheim kommt am Kontakt mit den betreuten Menschen nicht umhin. Dennoch versuchen die Pfleger und Ärzte, den Alltag in Pflegeheimen aufrecht zu halten – auch wenn das nicht leicht ist.

Doch weil Senioren zur Risikogruppe zählen, gilt in vielen Einrichtungen deutschlandweit ein Besuchsverbot. So ist eine Lücke entstanden, die die Pfleger zusätzlich füllen müssen. Dabei sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel