GARMISCH-PARTENKIRCHEN, GERMANY - MAY 07:  Alexander Dobrindt, leader of the Bundestag faction of the Bavarian Christian Democrats (CSU), poses for a photo next to Zugspitze mountain on May 7, 2018 in Garmisch-Partenkirchen, Germany. The leadership of the three party Bundestag factions are meeting at a congress center at the Zugspitze for a two-day series of discussions. The SPD and the CDU/CSU together form the ruling German government coalition.  (Photo by Alexandra Beier/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Dobrindt wirft Abschiebungs-Gegnern im Asyl-Streit "Sabotage" vor

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat mit Kritik gegen Anwälte und Hilfsorganisationen nachgelegt, die vor Gericht gegen die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber klagen. In der Bild am Sonntag sagte er:

"Die Anti-Abschiebe-Industrie nutzt die Mittel des Rechtsstaates, um ihn durch eine bewusst herbeigeführte Überlastung von innen heraus zu bekämpfen. 2015 wurden unsere Grenzen überrannt, jetzt versuchen Abschiebe-Saboteure das Gleiche mit unseren Gerichten."

Alexander Dobrindt

Er erwarte, dass wieder mehr über die Rechte derjenigen geredet wird, die hier leben, sagte Dobrindt:

"Es gibt auch ein Recht der Bevölkerung auf den Schutz vor Kriminellen. Diejenigen, die durch Klagen kriminelle Asylbewerber weiter im Land halten, missachten dieses Recht."

Alexander Dobrindt

Dobrindt ging in dem Interview auch auf seine weithin kritisierte Äußerung zu einer "Anti­Abschiebe-Industrie" ein. Darunter verstehe er "eine unsägliche Allianz von Zwangsideologen und Partikularinteressen, die durch Klagewellen versucht, Abschiebungen zu verhindern und die Durchsetzung des Rechtsstaates zu sabotieren." Diese Allianz arbeite "nicht für das Recht auf Asyl, sondern gegen den gesellschaftlichen Frieden."

pw (afp)

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