Angela Merkel, Bundeskanzlerin, aufgenommen im Rahmen eines Pressestatements zum Ergebnis der US-Wahl, in Berlin, 09.11.2020. Berlin Deutschland *** Angela Merkel, German Chancellor, recorded as part of a press statement on the outcome of the US election, in Berlin, 09 11 2020 Berlin Germany Copyright: xFlorianxGaertner/photothek.dex

Angela Merkel muss Deutschland auf einen harten Winter vorbereiten. Bild: imago images / photothek

Merkel: Corona-Winter wird uns allen noch viel abverlangen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bürgerinnen und Bürger vor der am Montag geplanten Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns erneut auf schwierige Monate wegen der Corona-Krise eingestimmt. "Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen", sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. "Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht unbeschwert direkt begegnen können." Zwar könnten hier die Möglichkeiten neuer Kommunikationsmittel helfen, sie seien "aber natürlich kein Ersatz für persönliche Begegnungen".

Am Montag wird Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns gezogen

Merkel will an diesem Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder eine Zwischenbilanz zu dem seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown ziehen, mit dem die in die Höhe geschnellten Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen werden sollen. Die Bundesregierung hat bereits betont, dass sie derzeit noch keine Möglichkeiten für Lockerungen sieht.

Vor ihrem Gespräch mit Pflegebedürftigen, pflegenden Angehörigen und Pflegekräften in einer Reihe virtueller Bürgerdialoge an diesem Donnerstag hob Merkel die Lage im Pflegebereich hervor. "Wir alle haben den Älteren und ganz Alten viel zu verdanken – und auch denen, die sich um sie kümmern", betonte sie. Die Pandemie mache das Leben in Heimen und Einrichtungen einsamer und die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte noch belastender. "Schutz vor der Gefahr des Virus ist notwendig, aber die Antwort soll auch nicht einfach Abschottung heißen." Oft seien unter großem Einsatz Wege gefunden worden, dass Besuche doch möglich gewesen seien.

Hoffnung auf Antigen-Schnelltests und Impfstoff

Antigen-Schnelltests böten in Pflegeheimen und Krankenhäusern die Möglichkeit, mehr zu testen und schneller Infektionen zu erkennen, sagte Merkel. Auf diese Weise sollten Patienten, Besucher, das Pflegepersonal sowie die Ärzte besser geschützt werden. Wenn man in der Phase sei, dass gegen Corona geimpft werden könne, werde dieser Gruppe auch Priorität zukommen. "Sobald zuverlässige Impfstoffe vorliegen, können sich diejenigen, die für die Versorgung von Kranken und Betreuungsbedürftigen zuständig sind, zügig impfen lassen", sagte Merkel. "Das gilt auch für Risikogruppen, also auch für Pflegebedürftige."

Experten erwarten Anfang kommenden Jahres die vorläufige Zulassung eines ersten Impfstoffs gegen das Coronavirus in Europa und den USA, nachdem das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer von einem hohen Wirkungsgrad des von ihnen gemeinsam entwickelten Impfstoffes berichtet hatten.

(vdv/dpa)

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