Deutschland

Mannheim hat jetzt einen Nachtbürgermeister – wie der das Feiern besser machen will

Wo sonst als in einem Club sollte eine Stadt ihren Nachtbürgermeister kühren? Am Donnerstagabend war es in Mannheim soweit. Die Stadt stellte ihren ersten Nachtbürgermeister vor: Hendrik Meier, 27 Jahre, Student.

Und so sieht er aus:

Bild

Bild: Benedikt Spether/dpa

Erste Worte nach der Wahl:

"Ich habe voll Bock auf den Job."

Mit dem "Night Mayor" zieht die "Unesco City of Music", wie sich Mannheim seit 2014 nennen darf, gleich mit New York, London und Zürich. In Amsterdam trat 2012 mit Mirik Milan der erste Nachtbürgermeister weltweit an. Sein Konzept zeigte Wirkung: Während seiner Amtszeit bis Mitte dieses Jahres gingen die alkoholbedingte Gewalt sowie das Wildpinkeln und Grölen im Vergnügungsviertel Rembrandtplein zurück. In Mannheim sind die Probleme allerdings sicher nicht so groß wie in Amsterdam und auch nicht wie im nahen Heidelberg, wo seit Jahren um Sperrzeiten für Lokale in der lärmgeplagten Altstadt gestritten wird.

Was will der erste Nachtbürgermeister Deutschlands in seiner Stadt erreichen? 

Meier strebt kein Spaßamt an, er hat sehr konkrete Ziele für seinen neuen Job, der 50 Stunden pro Monat in Anspruch nehmen soll. 

Ursprünglich hatten sich 40 Männer und Frauen um das mit 1200 Euro brutto entlohnte Amt beworben. Meiers "Tages-Konterpart", der Oberbürgermeister Mannheims Peter Kurz (SPD), scheint keine Angst vor Konkurrenz zu haben – er meint: "Der Night Mayor ist eine Stärkung der Nachtkultur und Nachtökonomie."

(pb/dpa)

Wenn deine Mutter in deinem Büro arbeiten würde:

abspielen

Video: watson/Marius Notter, Leon Krenz

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Darf man diese AfD-Politiker Neonazis nennen? Zwei Dresdner Gerichte sagen Ja

Seit ihrer Gründung vor sechs Jahren ist die AfD immer weiter nach rechts gerückt. Von Lucke zu Petry zu Gauland. Von der Anti-Euro-Partei zur Anti-Flüchtlingspartei. Antisemitismus-Skandale folgten auf Reden im Nazi-Duktus. Rassistische Ausfälle von Politikern der Partei sind mittlerweile mehr die Regel als die Ausnahme. Als Rechtsextremisten oder gar Neonazis wollen sich AfD-Politiker allerdings nicht bezeichnen lassen.

Zwei sächsische AfD-Politiker wehrten sich nun sogar juristisch dagegen. …

Artikel lesen
Link zum Artikel