Deutschland
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BERLIN, GERMANY - MAY 18: A family walks past the Berlin office of the Federal Agency for Migration and Refugees, also known as BAMF (Bundesamt fuer Migration und Fluechtlinge) on May 18, 2018 in Berlin, Germany. German authorities announced they are reviewing 18,000 asylum cases handled by the Bremen office of the BAMF agency since the year 2000 on the suspicion that many people were granted asylum who should not have been eligible. Many of those granted asylum are reportedly Yezidis, a Christian minority from northern Iraq persecuted by ISIS.   (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Gegen mehrere Mitarbeiter der BaMF-Außenstelle Bremen wird ermittelt Bild: Sean Gallup/Getty Images

Flüchtlingsamt überprüft nach Asyl-Skandal zehn Außenstellen

Nach den Unregelmäßigkeiten bei Asylbescheiden in Bremen überprüft das Bundesflüchtlingsamt zehn weitere Außenstellen. Dort sind jeweils Abweichungen von den durchschnittlichen Schutzquoten um zehn Prozentpunkte aufgefallen, und zwar nach oben ebenso wie nach unten, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mitteilte. Nun würden in repräsentativen Stichproben insgesamt 8500 Fälle aus dem Jahr 2017 überprüft.

Was war passiert?

Eine frühere Leiterin der Bamf-Außenstelle in Bremen steht im Verdacht, über mehrere Jahre hinweg rund 1200 Asylanträge ohne rechtliche Grundlage bewilligt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie und fünf weitere Personen wegen des Verdachts der "bandenmäßigen Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung" sowie wegen Bestechlichkeit und Bestechung. Unter den Verdächtigen sind darunter drei Anwälte und ein Dolmetscher.

Wo wird noch ermittelt?

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) geht auch Unklarheiten bei Asylbescheiden in seiner Außenstelle in Bingen (Rheinland-Pfalz) nach. Dort hat ein Mitarbeiter die Nürnberger Zentrale um eine Überprüfung von Verfahren gebeten, die ihm komisch vorkamen. Die "Augsburger Allgemeine" hatte berichtet, es gäbe zudem Überprüfungen auch in Gießen und Karlsruhe. Dies wurde von offizieller Seite jedoch bisher nicht bestätigt. 

(pbl/dpa/reuters)

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