Deutschland
Bild

Der Bundestag stimmte über eine Neuregelung der Organspende ab. Bild: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa

Organspende: Bundestag lehnt Spahn-Vorschlag ab – und beschließt moderate Reform

Der Bundestag hat die Einführung einer "doppelten Widerspruchslösung" für Organspenden klar abgelehnt. Der Entwurf einer Abgeordnetengruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fand am Donnerstag keine Mehrheit.

Organspenden sind in Deutschland bislang nur mit ausdrücklicher Zustimmung erlaubt. Der Vorschlag von Spahn wollte dieses Prinzip umkehren. Demnach hätte jeder als Spender gegolten – außer man hätte widersprochen.

Bild

Gesundheitsminister Spahn während der Debatte im Bundestag. Bild: picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa

Eine Mehrheit fand dagegen der Entwurf für eine moderate Organspendenreform. Der Vorschlag einer Abgeordnetengruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock sieht vor, dass alle Bürger mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema Organspende angesprochen werden.

Die Abstimmungsergebnisse im Detail:

(ll/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Das ärgert mich sehr": Bei einer Frage nach Tests wird eine Altenpflegerin wütend

Die Coronavirus-Pandemie trifft besonders Berufe, die auf Nähe und Fürsorge vor Ort aufbauen. Das Personal in den Pflegeheim kommt am Kontakt mit den betreuten Menschen nicht umhin. Dennoch versuchen die Pfleger und Ärzte, den Alltag in Pflegeheimen aufrecht zu halten – auch wenn das nicht leicht ist.

Doch weil Senioren zur Risikogruppe zählen, gilt in vielen Einrichtungen deutschlandweit ein Besuchsverbot. So ist eine Lücke entstanden, die die Pfleger zusätzlich füllen müssen. Dabei sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel