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Norbert Röttgen bei seiner Erklärung am Dienstagvormittag. Bild: dpa

6 Gründe, warum Norbert Röttgen CDU-Vorsitzender werden will

Der frühere Bundesumweltminister Norbert Röttgen will für den CDU-Vorsitz kandidieren. Die CDU sei eine Partei der Mitte, die klare Grenzen zur AfD und zur Linkspartei ziehen müsse, sagte Röttgen am Dienstag in Berlin. Die AfD sei eine Partei, die mit ihrem "nationalistischen Denken" Unfrieden in die Gesellschaft trage.

Es gehe jetzt nicht allein um eine Personalentscheidung für den Parteivorsitz, betonte Röttgen. "Es geht um die politische, personelle und inhaltliche strategische Positionierung der CDU."

Röttgen nannte für seine Kandidatur sechs Gründe

Erster offizieller Kandidat der CDU

Röttgen, der den Auswärtigen Ausschuss des Bundestages leitet, ist der erste Christdemokrat, der seine Kandidatur offiziell angekündigt hat. Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat dies bisher nur inoffiziell getan, die Mitbewerber Armin Laschet und Jens Spahn haben Ambitionen erkennen lassen, aber sich ebenfalls noch nicht eindeutig geäußert.

Röttgen kritisierte indirekt die aktuelle Parteiführung und Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Er sagte, die CDU müsse "klimapolitische Glaubwürdigkeit" gewinnen und frühzeitiger auf absehbare Krisen reagieren, wie aktuell die Vertreibung von fast einer Million Syrer in der Provinz Idlib. "Das ist ein akutes Geschehen, über das wir kaum sprechen", sagte er. Zwischen Ost- und Westdeutschen wolle er, sollte er CDU-Vorsitzender werden, einen Dialog auf Augenhöhe über das Funktionieren der Demokratie in Gang bringen.

Röttgens bisherige Karriere

Röttgen war von Oktober 2009 bis Mai 2012 Bundesumweltminister. 2010 setzte er sich in Nordrhein-Westfalen im Ringen um den CDU-Landesvorsitz in einer Mitgliederbefragung gegen Armin Laschet durch. Dann trat er als CDU-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2012 an und verlor gegen SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Merkel warf ihn aus ihrem Kabinett, als er sich weigerte, als Oppositionsführer ins Land zu wechseln.

(dpa/lin)

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