Aktivisten legen der AfD das Grundgesetz vor die Tür – in Eisblöcken

Am Tag des Grundgesetzes haben Aktivisten der "Reconquista Internet" dem Berliner Landesverband der AfD fünf Grundgesetze vor die Haustür gestellt – und zwar in großen Eisblöcken.

Wer sind die Aktivisten?

"Reconquista Internet" war vor wenigen Wochen vom Fernsehmoderator Jan Böhmermann in seiner Sendung Neo Magazin Royal ins Leben gerufen worden. Böhmermann und seine Mitstreiter wollen damit gegen rechte Trolle und Hetzer im Internet ankämpfen, so das Selbstverständnis. Die wollen sie "mit Liebe überhäufen".  Laut eigenen Angaben beteiligen sich mittlerweile etwa 60.000 Menschen an den Aktionen von "Reconquista Internet" – online und offline. 

Mit diesem Böhmermann-Video fing alles an:

abspielen

Video: YouTube/NEO MAGAZIN ROYALE

Was hat es mit der Aktion nun auf sich?

Am heutigen Mittwoch ist Tag des Grundgesetzes. In einer Pressemitteilung teilten die anonymen Aktivisten mit, dem Grundgesetz zum Geburtstag gratulieren zu wollen. Außerdem erklärten sie:

"In den vergangenen Wochen stellten wir in zahlreichen persönlichen Gesprächen mit Abgeordneten der „AfD“ fest, dass sie ein eher unterkühltes Verhältnis zur in unserer Verfassung festgeschriebenen Religionsfreiheit, der Freiheit der Presse, Wissenschaft und Kunst, der über allem stehenden Unantastbarkeit der Menschenwürde oder dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit haben."

Reconquista Internet

Darum hätten sie sich entschieden, der AfD "fünf nagelneue, tiefgefrorene Ausgaben des Grundgesetzes" zu schenken. Im Laufe des Nachmittages würden die 100 Kilogramm schweren Eisklötze soweit abgeschmolzen sein, dass die Grundgesetz-Ausgaben daraus entnommen und studiert werden können.

Dieses Fotos von den eiskalten Grundgesetzen veröffentlichten die Aktivisten:

Bild

Bild: Reconquista Internet

(fh)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die AfD macht Stimmung gegen Migranten – mit einem Schwimmbad-Video aus Israel

Die AfD-Bundestagsfraktion macht in einem Video über Gewalt in deutschen Freibädern Stimmung gegen Geflüchtete und Migranten. Doch Szenen einer Schlägerei, die laut AfD-Politikerin Beatrix von Storch am vergangenen Wochenende in Stuttgart aufgenommen wurden, stammen tatsächlich aus einem Freizeitbad in Israel. Mittlerweile hat die Fraktion ihre Posts gelöscht und durch neu geschnittene Videos ersetzt.

Seit mehreren Tagen wird in Deutschland über Gewalt in Freibädern diskutiert. Am Samstag war es in einem Düsseldorfer Freibad zu einem Streit mit mehreren Hundert Beteiligten gekommen. Die Polizei versuchte, den Streit mit Dutzenden Beamten zu schlichten. Der Verband der Schwimmmeister kritisierte anschließend eine zunehmende Aggressivität in deutschen Freibädern.

Für die AfD offenbar ein gefundenes Fressen: In den sozialen Medien nutzt die Partei die Vorfälle, um gegen Geflüchtete und …

Artikel lesen
Link zum Artikel